Journal Donnerstag, 23. November 2017 – Aachen

Freitag, 24. November 2017 um 7:10

Meine Fußballignoranz rächte sich: Mich konnte völlig verblüffen, dass die Adresse “Tivoli” ein Stadion war.

Ich bin inzwischen so selten beruflich auf Veranstaltungen, dass ich die Routine verloren habe, Namensschild-taugliche Oberteile zu wählen. Erst vor Ort fiel mir wieder ein, dass ich sonst immer auf eine Möglichkeit der Applikation geachtet hatte, die niemand beim möglichst einfachen Ablesen dazu zwingt, mir auf den Busen zu schauen. (Ich fand eine eher seitliche alternative Anbringung.)

Aachen hatte ich mir ja am Vorabend schon ein wenig angesehen. Bei Nacht war das nicht so ergiebig, doch was ich um Rathaus und Dom sah, fand ich ausgesprochen reizend. Auch was ich dann gestern über Aachen hörte und sah, bewies mir, dass ich die Stadt bislang sehr unterschätzt hatte (Lindt Werksverkauf! Hauptsitz von Kekse Lambertz! Bahlsen Fabrikverkauf!).

Auffallend viele Pokéstops in der Innenstadt, die vorgestern ebenso wie gestern Abend alle mit Lockmodulen ausgestattet waren. Kann es sein, dass ein paar Leuten langweilig ist?

Der Weg vom Bahnhof zum Hotel hatte mich Mittwoch gegen halb sieben auch schon durch die Innenstadt geführt: Vieles wies darauf hin, dass die Geschäfte in Aachen mehrheitlich um 18 Uhr schließen, selbst die Fußgängerzonen waren recht einsam um die Zeit.

Mittlerweile gibt es ja Kettenhotels, die Licht und Strom im Hotelzimmer zwar mit Einstecken der Schlüsselkarte aktivieren und deaktivieren, aber beim Entnehmen der Schlüsselkarte noch ein paar Sekunden das Licht anlassen, damit man unbeschadet das Zimmer verlassen kann. Das Hotel, in dem ich übernachtete, gehörte leider nicht dazu.

Anderer Leut’ Exzess ist es, Reisenächte mit der Kollegenschaft halb durchzufeiern. Mein Exzess war gestern, den Wecker auf 6 Uhr zu stellen, um vor dem Beruflichen noch ein Stündchen den Crosstrainer des Hotels zu nutzen.

die Kaltmamsell

11 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 23. November 2017 – Aachen“

  1. Simone meint:

    Zu den Pokestops: aktuell läuft ein Event. Erhöhte Spawnraten, doppelt XP, doppelt Staub, und die Lockmodule laufen 6h (statt nur 30 min).
    https://pokemongo.nianticlabs.com/de/post/pokemongotravel

  2. die Kaltmamsell meint:

    Vielen Dank für die Info, Simone! In München haben Events keine solchen Auswirkungen.

  3. U. meint:

    Ah! In Frankfurt gibt es aktuell auch viele Lockmodule, und ich fragte mich, warum.

  4. Simone meint:

    @Frau Kaltmamsell, warum soll das in München nicht auch gelten? Das gilt weltweit. Achten Sie mal drauf. Doppelt XP und doppelt Staub kann man ja direkt sehen, wenn man ein Monster fängt.
    @U.: mit der erhöhten Spawnrate fängt man mehr Pokemon. Und mit Lockmodulen, die 6h aktiv sind, noch mehr. Wenn weltweit 3 Mrd Pokemon gefangen wurden, wird ein regionales Pokemon, Porenta, freigeschaltet. Das wollen schon viele Leute haben, also fangen die Trainer, was das Zeug hält. Gut 2 Mrd ist der aktuelle Stand.

  5. die Kaltmamsell meint:

    Missverständnis, Simone: In München sehe ich bei Evets nicht mehr Lockmodule.

  6. Arthurs Tochter meint:

    Ehrlich, ich verstehe diese Namensschildsache bis heute nicht. Ich kenne so viele Leute, die ebenso kurzsichtig sind wie ich und diese Schilder eh nie lesen können, es sei denn, man bricht völlig in die körperliche Intimspäre der Gegenüber ein. Und gleichzeitig soll man dann der Person in die Augen schauen und smalltalken. Unmöglich.

  7. Norman meint:

    Ist Pokémon das neue Fußball?

  8. Christine meint:

    Willkommen im NRW. Ich winke von MG aus Richtung Südwesten.

    ~

    Namensschilder halte ich durchaus für sinnvoll. Ich bringe sie nach Möglichkeit auf Schulterhöhe an. Hosentaschen eignen sich aber auch.

    ~

    Aachen ist wirklich ein feines Städtchen, das auch sehr vom Dreiländereck profitiert.

  9. Hauptschulblues meint:

    Hauptschulblues fand/findet die korrekt angebrachten Namensschildchen peinlich und traute/traut sich nie richtig hin zu sehen. War immer dankbar für kreativ angebrachte Schildchen.

  10. Sarah meint:

    Da Aachen meine neue Heimat ist, muss ich heftig beipflichten – wunderbar ist es hier.

  11. Usul meint:

    In einer größeren Supermarkt-Kette hier in der Gegend war es mal üblich, dass die Kassiererinnen (ja, praktisch nur Frauen) sich bei Kartenzahlung mittels Namen verabschiedet haben, den sie von der Karte ablasen (“Auf Wiedersehen, Herr XXX”). Ausgedacht haben die sich das garantiert nicht selbst, wer macht das schon?! Aber man will ja mindestens genauso höflich/übergriffig sein, also wurde auf die übliche Stelle des Namensschild gestarrt, was manchmal ein bisschen dauerte, Kassiererinnen bewegen sich ja ständig und manche haben auch etwas längere Namen. Dann gabs halt 2-3 mal verdutzte bis erfreute Gesichter, wenn man sich mit “Auf Wiedersehen, Frau YYY” verabschiedete – und nach wenigen Wochen war der Spuk vorbei. Man wurde nicht mehr mit Namen verabschiedet. Spannende Frage, ob das auf Kunden- oder Mitarbeiterinnen-Initiative hin fallen gelassen hat, wegen der Starrerei. Ich war garantiert nicht der einzige, der auf die Idee gekommen ist. Ich find die übliche Stelle auch extrem unschicklich.

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