Journal Montag, 17. Dezember 2018 – Warten auf den Endspurt

Dienstag, 18. Dezember 2018 um 6:43

Morgens im innerlich Trüben und äußerlich Nebligen in die Arbeit marschiert, in Schneestiefeln auf frostigem Boden. Über den Tag rutschten die Temperaturen leicht über Null, auf dem Weg nach Hause war der Boden nass. Es erstaunte mich, wie deutlich ich die ganz leichte Milde spürte.

Viel Arbeit, aber überschaubar.

Umweg über einen Edeka, um Lebensmittel unter anderem für Brotzeiten der Woche zu besorgen. Große Schmerzen beim Gehen (die Bandscheiben schickten Schwerterstiche in Hüfte und Bein), daheim nach Langem mal wieder Ibu genommen.

Herr Kaltmamsell briet zum Abendbrot Chinakohl, Kartoffeln und Halloumi, zum Nachtisch gab’s einen Teller Plätzchen.

Immer noch Vorfreude auf Januar.

§

Ein sehr schöner Text:
„Vielleicht hat das Leben keinen Sinn
Nur sagen darf man es nicht. Sonst schicken einem die Leute gleich Kalendersprüche“.

Ich kann mich mit dem beschriebenen Sohn indentifizieren, obwohl mich von außen ganz sicher niemand als socially awkward beschreiben würde – ich bin’s ja erst spät geworden und hatte vorher genug Zeit zum Üben der erwarteten Gesten der Geselligkeit. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an den Moment, in dem ich abends nicht mit (interessanten, sympathischen) Gleichaltrigen ausging, es war in Spanien, ich hatte gerade mein Auslandsstudienjahr in Wales beendet, weil ich so sehr viel mehr Sehnsucht nach einem Abend im Hotelzimmer mit einem Buch hatte. Dieser Moment war besonders, weil ich erstmals nicht das Gefühl hatte, dadurch irgendetwas zu verpassen.

die Kaltmamsell

7 Kommentare zu „Journal Montag, 17. Dezember 2018 – Warten auf den Endspurt“

  1. Frau Klugscheisser meint:

    Ein toller Artikel!

  2. B. meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell,

    sie erwähnten einmal, dass Sie wirklich gut in Salaten seien. ich wäre Ihnen sehr bis unendlich dankbar, wenn Sie Ihre Zubereitung – Vinaigrette! – einmal aufgreifen würden, ich bin nämlich in der Zubereitung eine ausgesprochene Niete.

    Vielen Dank!

  3. Sanddorndiva meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Gerne gelesen

    *******************************************************

  4. die Kaltmamsell meint:

    Für mich, B. begann alles mit dem Buch von Hervé This-Benckhard, Rätsel der Kochkunst: Naturwissenschaftlich erklärt (ohnehin sehr lesenswert): Unter anderem wird darin die Chemie der Vinaigrette erklärt. Damit sie so sämig wird wie im Restaurant, braucht sie einen Emulgator.

    Ich rate ihnen deshalb, so anzufangen:
    Salz und Pfeffer in die Salatschüssel, dazu Dijon-Senf (der Emulgator – eher mehr als weniger) und ein wenig süßer Senf (später merkte ich, dass erst ein wenig Süße eine Vinaigrette perfekt macht). Mit Essig oder Zitronensaft verrühren. Jetzt Öl in dünnem Strahl angießen und mit einem Schneebesen rasch einrühren, bis das Dressing sämig wird. Die Mengen hängen von der Menge Salat und von Ihren Vorlieben ab.
    Nach diesem Anfang können Sie variieren, mal Fruchtsäfte mit oder statt Essig, mal Honig/Ahornsirup/Granatapfelmelasse statt dem süßen Senf, mal frischen Knoblauch verwende (dann rate ich zu Zitronensaft und Olivenöl), mal einen Teil Öl durch Tahini ersetzen.

  5. B. meint:

    Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort, dass hat mich sehr gefreut! Ich werde es versuchen.

  6. Margrit meint:

    Jetzt musste ich den Artikel noch zweimal durchstudieren, wo der Salat herkommt ?!

  7. Wiesel meint:

    Vielen Dank für den Link zu dem Text über das Kind. Das hat mich sehr bewegt.

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