Journal Montag, 4. März 2019 – Brighton 3, Laufrunde, Arundel und Food for Friends

Dienstag, 5. März 2019 um 9:54

Früh aufgewacht, nach einer Tasse Tee und Fertigstellung des Blogposts machte ich mich endlich auf zu meiner Laufrunde. (Während Herr Kaltmamsell arbeitete, ganz frei kann er diese Woche nicht machen.)

Aus dem Sturm war wieder nur Wind geworden, allerdings hatte der Sturm die Milde mitgenommen. Zum Glück hatte ich zunächst Rückenwind, so wurde mir beim Laufen schnell warm. Der Rückweg war dann schon fröstliger. Ich lief brav nur eine gute Stunde, um auch die kommenden Tage fit für einen Morgenlauf zu sein.

Es hatte sich in den vergangenen drei Jahren einiges getan, unter anderem gibt es jetzt Leihradstationen und die Haltestellen der Volk’s Railway sind neu. Die Arcaden von Madeira Terrace und die meisten Aufgänge waren abgesperrt: Die historische Anlage muss mal wieder renoviert werden, die Salzluft nagt alles in Windeseile zu Schrott. Ich sah die Plakate der Bürger- und Crowdfunding-Initiative zur Rettung.

Ich hatte schon befürchtet, der Undercliff Walk könnte wegen der rauen See gesperrt sein, war er aber nicht. Die Gischt der gebrochenen Wellen spritze mehrere Meter hoch über den Undercliff Walk, aber neben mir waren einige weitere Joggerinnen und Radler unterwegs.

Auch die West Street Shelter Hall, in der früher ein Fitnesstudio mit spektakulärer Aussicht auf den Strand war, wird gerade renoviert; Wiedereröffnung ist im September 2019 angesetzt.

Zurück in der Ferienwohnung duschte und pflegte ich mich. Da für gestern deutlich besseres Wetter als für Dienstag angekündigt war, beschlossen wir, den Ausflug nach Arundel Castle gleich anzutreten und spazierten nach einem kuzen Kaffeestopp zum Bahnhof. Die Anfahrt nach Arundel ist ein wenig umständlich und dauerte deshalb trotz der eigentlich kurzen Distanz anderthalb Stunden.

Klingt nach Bayerisch-Schwaben, ist aber Sussex.

Erst im Zug kam ich auf die Idee nachzusehen, ob Arundel Castle am Montag überhaupt geöffnet ist. Ist sie nicht. Nun, unterwegs waren wir ja schon, es würde doch hoffentlich noch mehr in Arundel zu sehen geben. Auf der Fahrt fielen mir die vielen Magnolienbäume auf, die kurz vor der Explosion standen.

Zunächst kehrten wir ins Motte & Bailey Café ein, das mir auf Twitter empfohlen worden war, und aßen sehr gut zu Mittag.

Cream Tea für den Herrn, für mich eine Quiche aus Roten Paprika und Champignons, dazu Salate. Draußen regnete es unterdessen kräftig, hörte aber bald wieder auf.

Wir sahen uns trocken in Arundel um.

Neogothische katholische Kathedrale aus dem späten 19. Jahrhundert.

Klosterkirche aus dem 14. Jahrhundert mit Schlosskapelle.

Attraktives Schloss mit berühmtem Schlossgarten, montags geschlossen.

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof erwischte uns ein heftiger Regen- und Graupelschauer. Es dauerte länger als die Zugfahrt zurück, bis ich wieder trocken war.

Für den Abend reservierten wir einen Tisch in unserem Favoriten Food for Friends – eine echte Konstante in Brighton, ich hoffe, dass zu den fast 40 Jahren des Bestehens noch viele dazu kommen. Auf dem Weg dorthin gerieten wir nochmal in einen Regenduscher, der uns aber deutlich weniger nässte.

Vorweg Cocktails: Einen zitronigen mit Lavendel für ihn, einen mit Himbeer und Roter Bete (super Kombi!) für mich.

Nibbles als Vorspeise: panierter Tofu und Pommes.

Gefüllte Champignon für ihn (und Erdbeerbier, weil es keinen Cider gab), Pilze und Perlzwiebeln Stroganoff für mich (mit einem Glas Verdejo).

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu “Journal Montag, 4. März 2019 – Brighton 3, Laufrunde, Arundel und Food for Friends”

  1. Lesefreude meint:

    Vielen lieben Dank fürs Mitnehmen :-) Aus Gründen kann ich nicht so oft in den Urlaub fahren wie ich möchte und bin daher sehr froh bei Ihnen, Fr. Brüllen, Fr. Mutti, Draußen nur Kännchen und Co lesend die Reisen mitzuerleben.

  2. Nina meint:

    Vielen Dank. Das Lesen macht wirklich viel Freude.

  3. Susanne meint:

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    Gerne gelesen

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  4. Sebastia meint:

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    Gerne gelesen

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  5. berit meint:

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    Gerne gelesen

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  6. arboretum meint:

    Die Cocktails klingen gut. Wie habe ich mir ein Erdbeerbier vorzustellen? Handelt es sich dabei um Bier mit Erdbeergeschmack oder ist das so wie beim australischen „Two Dogs“ (Lemon Brew)?

  7. die Kaltmamsell meint:

    Das war wohl ein belgisches Bier, in dessen Zutaten auch Erdbeersaft auftauchte, arboretum. (Herr Kaltmamsell war nicht überzeugt.)

  8. arboretum meint:

    Ich mag kein Bier und auch diese Kombination würde mich nicht verlocken, es zu probieren. Ein Dank an Herr Kaltmamsell für seine Experimentierfreudigkeit und an Sie für die Erläuterung.

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