Journal Dienstag, 1. Oktober 2019 – Verschiedene Wärme und Anfassen

Mittwoch, 2. Oktober 2019 um 7:04

Nochmal ein strahlender Tag, der fast bis zu Sommerwärme aufheizte.

Vor der Arbeit radelte ich bei der Praxis der Hausärztin vorbei, um ein Rezept für mein Migränemittel abzuholen.

Die Beschilderung ums Oktoberfest hat sich der Zeit angepasst (Foto vom Montagmorgen).

Emsiges bis gehetztes Arbeiten, denn ich hatte einen aushäusigen Nachmittagstermin. Mittags Pastareste vom Vorabend und eine weitere rote SPitzpaprika.

Der Nachmittagstermin war wieder bei Frau Physio in S-Bahn-Entfernung, beim Warten am Bahnhof Hirschgarten schwitzte ich in der Sonne auch ohne Jacke.

Eine Stunde Kneten, Drücken, Saugen, Lockern; ich bekam als Hausaufgabe abendliche Wannenbäder mit anschließendem gezielten Dehnen und Entspannung im Bett, weiterhin regelmäßges Beinaushängen an einer Stufe. Auch diese Anfasserin musste Geduld einfordern: Ein Zustand, der sich gemäß meiner Schilderung über Jahre entwickelt hatte, werde sich nicht innerhalb weniger Wochen umkehren lassen.

Im Büro nochmal Wegarbeiten von Zeitkritischem. Heimradeln in großem Bogen um die rechte belebte Theresienwiese.

Zum Abendessen ging ich mit Herrn Kaltmamsell Pizzaessen zum Italian Shot, wir konnten draußen sitzen.

Abendprogramm dann weisungsgemäß ein heißes Bad – das tatsächlich so schmerzbefreiend und entspannend war, dass ich mir wünschte, ich könnte so schlafen. Das Dehnen ging dann nicht so gut, ich werde mich wirklich sehr langsam vorarbeiten müssen.

Kent Haruf, Eventide ausgelesen, vorab schon mal große Empfehlung. Und ich freue mich auf ein Gespräch über die Erzählperspektive.

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“‘Arsenic and Old Lace’ and the Incomparable Comedic Talents of Cary Grant”.

via @Cynx

While Grant was often cast as someone who keeps cool no matter the situation, Arsenic and Old Lace takes the inverse position and reveals the chaos that can so quickly become unleashed in the right circumstances. This serves dual purposes by both showcasing Grant’s talent for absolutely bonkers comedic roles and utilizing a common conception of the Cary Grant brand to help us form an understanding of Mortimer as a character and his fears of his constructed persona failing.

Ich muss den Film unbedingt mal wieder sehen – nicht nur wegen Cary Grant, dem John Cleese hier offensichtlich seine besten Monty Python Moves abgeguckt hat, sondern auch wegen der hinreißenden Josephine Hull und Jean Adair, die die beiden tödlichen Tanten spielen.

die Kaltmamsell

10 Kommentare zu „Journal Dienstag, 1. Oktober 2019 – Verschiedene Wärme und Anfassen“

  1. Julia meint:

    John Cleeses Begeisterung für Cary Grant ging sogar so weit, dass er seine großartige Filmfigur in “A fish called Wanda” Archie Leach nannte, Grants echten Namen, mit dem er wohl kaum etwas in Hollywood geworden wäre. “Arsenic and Old Lace” ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und Grant einfach hinreißend in seinen Rollen. Danke für den Reminder, mal wieder alte Filme anzuschauen…

  2. Indica meint:

    Ich habe mich gestern SEHR an der roten Sitzpaprika erfreut!

    Werde berichten, wenn sie mir in der Berliner Gastronomie unterkommt und ein Beweisfoto machen.

    Köstlich!

  3. Frau Irgendwas ist immer meint:

    Bin gerade schockverliebt in Herrn Kaltmamsells Hosenträger! Sind das echte, will sagen, so ganz klassisch mit Knopf an der Hose? Sehr schön, sehr kleidsam und sehr passend für die, wahrscheinlich, letzte Freiluftpizza 2019.

  4. Frau Brüllen meint:

    @Frau Indica: ich auch!

    Ansonsten: ich bin ja grad auf der Suche nach neuem Lesestoff. Hast Du vor “Eventide” “Plainsong” gelesen? Amazon behauptet, Eventide wäre der zweite Band…

  5. die Kaltmamsell meint:

    Scheint ein Dreiteiler zu sein, Frau Brüllen, doch Eventide geht auch allein – ich hatte Plainsong nicht gelesen.

  6. Frau Bruellen meint:

    @Kaltmamsell: ah, gut zu wissen, danke!

  7. Herr Kaltmamsell meint:

    Ja, die Hosenträger sind genau die für mit Knopf an der Hose, und bleiben deshalb auch immer an der einen Hose mit Knöpfen dran.

  8. FrauZimt meint:

    Ach, das sind Hosenträger! Und ich dachte noch, warum behält der Herr Kaltmamsell denn zum Essen den Rucksack auf, das schaut ja ungemütlich aus… :D

  9. Sebastian meint:

    “Gespräch über die Erzählperspektive” Ojeh, Hausaufgaben? Müssen wir uns vorbereiten?

  10. Eva meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell, auf Ihre Anregung hin “Eventide” gelesen. Vielen Dank fuer die Empfehlung, hat mir sehr gut gefallen! Habe vorhin gerade “Plainsong” aus der Bibliothek abgeholt und freu mich schon darauf :)

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