Journal Dienstag, 5. November 2019 – WMDEDGT – Terminhektik

Mittwoch, 6. November 2019 um 7:04

(Nicht so detailliert wie eigentlich passend für den Anlass, dennoch ein gesellschaftsgeschichtlicher Beitrag zu Frau Brüllens WMDEDGT.)

Ein wilder Tag, verwildert durch gleich drei Termine.

Morgens war es regnerisch, ich nahm Tram und U-Bahn in die Arbeit. Dort erster außerordentlicher Termin: Abschiedsmittagessen für Kollegin in nahegelegenem Italiener – der sich als ganz zauberhafter Familienitaliener (von und für) herausstellte, mit rustikaler Einrichtung, superherzlichem Service und gutem Essen (ich hatte das Tagesgericht Rigatoni amatriciana mit Salat). Für mal abends gemerkt.

Danach im Büro noch schnell einen beruflichen Termin absolviert, bevor es zum nächsten außerordentlichen ging: Physiotherapeutin mit S-Bahn-Anfahrt. Ich bekam wieder praktische Tipps und Übungen, zudem kräftiges Anfassen. Diesmal musste erst das andere Bein gelockert werden, bevor Frau Physio sich an die rechte Hüfte machte – auch ich hatte den Eindruck, dass die Muskelverkrampfungen in den fünf Wochen seit dem letzten Termin über die Lendenwirbelsäule auf die linke Seite züngeln. Anschließend ging ich wieder wie eine junge, aber auch diesmal war dieser Effekt bereits am Ende meines Rückwegs verflogen, ich humpelte wie vorher.

Der Rückweg wurde mühsam, weil ich eine S-Bahn knapp verpasste: Ich nahm alternativ Bus, U-Bahn, Bus, um wenigstens zehn Minuten früher als mit der nächsten S-Bahn ins Büro zu kommen. Dort hatte ich aber gerade mal Zeit, nach E-Mails zu sehen, den Schreibtisch aufzuräumen und den Rechner runterzufahren: Dritter Termin des Tages war Rehasport.

Die Einheit „Nachsorgegruppe“ bestand aus Übungen mit einem Holzstab auf zusammengelegter Matte stehend (für Wackeluntergrund), die Vorturnerin war souverän und fokussiert, kümmerte sich auch individuell um die Turnerinnen und Turner. Anschließend meine Runde durch den Gerätepark, inzwischen schaffe ich mein Programm ohne große Abkürzungen in 65 bis 70 Minuten. Ich brach allerdings die Brücke ab, in der ich abwechselnd die Beine heben soll, die schmerzte zu sehr in der Hüfte. Nur mit heftigem Zähnezusammenbeißen hatte ich meine Bauchübung geschafft (auf dem Rücken liegend, Beine in zweimal 90-Grad-Winkel gehoben, abwechselnd rechten Arm und linkes Bein ausstrecken, dann linken Arm und rechtes Bein – bei Letzterem brüllte die rechte Hüfte) – ich werde mit dem Personal über einen Ersatz sprechen müssen.

U-Bahn zurück, beim Umsteigen am Stachus machte ich einen Abstecher in den Lindor-Laden und kaufte eine große Tüte 70-prozentige Kugeln.

Zum Nachtmahl verwertete Herr Kaltmamsell den Rest des Ernteanteils: Knollensellerie und Kartoffeln in Stücken im Ofen gebacken, dazu Sauce tartar und scharfe Tomatensauce als Dipps. Zum Nachtisch viele Schokoladenkugeln.

Ich war sehr müde, nahm früh mein Entspannungsbad und ging gleich danach ins Bett. Eine Runde lesen, Toni Morrisons Beloved hat einen magischen Sog, nachdem ich mich damit abgefunden habe, nicht alles zu verstehen oder einordnen zu können.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Dienstag, 5. November 2019 – WMDEDGT – Terminhektik“

  1. Bernhard meint:

    Ich rate mal – das Paladino? Da war ich irgendwann vor über 10 Jahren mal drin und hatte es in guter Erinnerung behalten (aber wann komm ich da schon hin)…
    Ich hoffe, der Kopf hält bei diesem dauernden Wetterwechsel!
    Viele Grüße, Bernhard.

  2. die Kaltmamsell meint:

    Es war eins weiter runter, Bernhard, La Fiera. Und danke für die Kopfwünsche (ebenso!) – ich bin nachts knapp vorbei geschrammt.

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