Journal Rosenmontag, 24. Februar 2020 – Voller freier Tag mit Schwimmen, Essen, U-Bahn-Fahren

Dienstag, 25. Februar 2020 um 8:38

Grauer Start in den Tag – zum einen regnete es, zum anderen hatten nachts Schmerzen wieder Ibu und diesmal sogar Stufenlage nötig gemacht. Ich hätte mich an guten Schlaf durchaus gewöhnen können. War die jüngste Orthopädenspritze also doch kein Wundermittel (anders als all Ihre Gesundheitstipps, die Erfahrungen von dieser einen Frau im Fernsehen und ihrer Dorfschamanin, ichweißichweiß).

Briefwahlunterlagen zur Münchner Kommunalwahl beantragt, ausnahmsweise: Er wird eine komplexe Wahl, für die ich mir Zeit nehmen möchte, außerdem bin ich selbst Wahlhelferin und damit eingespannt, zudem werde ich am Vorabend auf einer großen Geburtstagsfeier gewesen sein (Futur II lebt!) und die nicht wahlgeholfene Zeit am Wahltag lieber zum Schlafen nützen.

Yoga-Runde (die YouTube-Übertragung hatte am Vorabend beim Testen funktioniert, jetzt ging sie bei exakt denselben Einstellungen wieder nicht), ärztliche Kräftigung, dann ging ich kurz Einkaufen. Das eigentliche Vormittagsprogramm aber war Schwimmen: Ich freute mich auf eine Runde im Olympiabad. Wegen des schlechten Wetters holte ich mir eine Tageskarte für die Öffentlichen und fuhr mit der U-Bahn hin. Ich würde diese Tageskarte noch ausführlich nutzen.

Erst mal aber genoss ich die leeren Bahnen und schwamm fröhlich. Ich bewunderte die Frau im knappsten Sonnenbikini, die immer wieder eine Bahn Schmetterling einlegte und dabei höchst professionell wirkte.

Zum anschließenden Frühstück war ich mit Herrn Kaltmamsell im Café Puck verabredet.

Anschließend ein neuer Anlauf, meine Überweisung zum Röntgen einzulösen. Das war wirklich nicht einfach: Nachdem der erste Anlauf nicht geklappt hatte („dafür brauchen Sie keinen Termin, kommen Sie einfach vorbei“ – „oh, heute nicht“), hatte ich eine Radiologie-Kette recherchiert, bei deren gut erreichbarer Niederlassung es auf der Website unter „Terminvereinbarung“ ebenfalls geheißen hatte, für Röntgen sei keine Terminvereinbarung nötig. Dort an der Theke aber war man entgeistert: Nein, Röntgen gebe es nur am Standort Pasing. Aber ich könne es mal bei der Orthopädiepraxis oben im Haus versuchen, vielleicht erledigten die Röntgen ja auch für andere. Ich versuchte es, taten Sie nicht.

Draußen vorm Haus rief ich die nächste Radiologiekette in München an: Auch die vergab keine Termine fürs Röntgen, schickte mich aber zu einer Adresse, in der geröngt werde, ja, ganz sicher, ja, auch heute, ja, auch jetzt und noch bis 17.30 Uhr. So landete ich im Rot-Kreuz-Krankenhaus am gleichnamigen Platz. Das tatsächliche Röntgen ging dann auch superflott. Die Angestellte, die mich am Apparat stehend zurechtruckelte, schien sehr erheitert über meinen Hinweis: „Wenn’s schief ist, stimmt’s.“ Dabei war mir das ernst: Es hätte die Aufnahme verfälscht, hätte sie mein Becken in die Waagrechte geschoben.

Mittlerweile strahle die Sonne, Neuhausen sah bezaubernd aus. Das wäre eigentlich an einem freien Tag klarer Anlass für einen ausführlichen Spaziergang durch all die hübschen und verlockenden Straßen gewesen. Außer dass halt langes Gehen nicht geht.

Neuhausen.

Sendlinger Tor mit Sendlinger Straße, Schatten von Kabelturm an der U-Bahn-Baustelle.

Gemütliches Lesen im hellen Wohnzimmer. Wieder offene Balkontür, ich bezahlte mit der ersten fetten Brummfliege im Wohnzimmer. (IM FEBRUAR!)

Zum Abenbrot Reste und Käse, frisch war lediglich der Apple Crumble, den ich anreichte.

§

Sehr sehr schön und weise:
„30 Clever Comics By The New Yorker Cartoonist, Will McPhail“.

via Kluges & Scheiß

#2 hänge ich mir ins Büro.
Außerdem lernt man in dem Artikel wichtige Dinge über Gürteltiere.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Journal Rosenmontag, 24. Februar 2020 – Voller freier Tag mit Schwimmen, Essen, U-Bahn-Fahren“

  1. Pippilotta meint:

    Glückwunsch zum erfolgreichen Röntgen!
    BTW, angesichts des Berichts über nächtliche Schmerzen nach ausgiebigem Yoga und Schwimmen: Was ist eigentlich aus dem Projekt Hüftschonung vom Januar geworden?
    Kommentar kann bei Bedarf gerne ins passende Google Doc verschoben werden…

  2. die Kaltmamsell meint:

    Projekt ist abgeschlossen, Pippilotta: Hat nichts gebracht.

  3. Nina meint:

    Re Will McPhail: #4 hängt an meinem Kühlschrank und wird allabendlich zitiert, wenn ich das zweijährige Kiddo zum Schlafengehen motiviere.

    Apropos: Mögen Ihre Nächte bald wieder besser werden!

  4. Katrin meint:

    Über den Futur 2 hab ich sehr gelacht!

  5. Brigitte meint:

    #1 erinnert mich an die Dame, der auf der Fahrt nach Helgoland erst eine Möwe auf die Jacke schiss und dann auch noch jemand Kaffee darüber schüttete. Schätzte dieser Tag fühlte sich wahrscheinlich für sie ziemlich gebraucht an. ..
    Hier brummt auch irgendwas insektenmässig vor dem Fenster , lässt hoffen!

  6. Croco meint:

    Mir tut schon vom Lesen die Hüfte weh.
    Wenn ich München und Röntgen zusammen höre, sehe ich sofort die Villa in Bogenhausen vor mir, in der er gelebt hatte. Lustig, da mir aus dem damaligen Stadtführung in den 80igern nur das Bild der Villa und die Nackerten im Englischen Garten in Erinnerung blieben.
    Mein Hirn arbeite halt so.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen