Journal Dienstag, 1. September 2020 – Arbeit mit Menschen

Mittwoch, 2. September 2020 um 6:41

Wenig unterbrochener Schlaf, das war schön.

Fürs Crosstrainerstrampeln vor der Arbeit brauchte ich erstmals wieder Licht. Draußen regnete es.

Wegen desselben Regens nahm ich die U-Bahn in die Arbeit. Auch wenn ich vor der Hauptpendelzeit unterwegs war, saßen deutlich zu viele Leute in der Bahn (alle mit Mund-Nasen-Schutz), als dass ich mich sicher gefühlt hätte. Wenn die Menschendichte nach Ferienende noch höher wird, lasse ich mich also nicht mehr durch Regen vom Radeln abhalten.

Viel und intensive Arbeit in der Arbeit, die meiste mit Menschen. Mittags Paprika, Gurke, Tomaten aus Ernteanteil mit Manouri, nachmittags zwei Hand voll geschmacksneutrale Zuckeraprikosen. Dann mehr Arbeit mit Menschen, und um mir den Mittwochvormittag für Brockenarbeit freizuschaufeln, arbeitete ich anderes vor. Es wurde spät.

Als ich heimkam, war ich in einer Art erledigt, dass ich erst mal einen Schnaps brauchte. Herr Kaltmamsell reichte im Schnapsglas Tequila an: Erstaunlich aromatisch, der braucht sich nicht hinter Grappa verstecken. Er schlug noch ein Glas Rotwein vor, doch mit dem Stamperl war mein medizinischer Alkoholbedarf gedeckt.

Auf dem Abendbrot-Teller wurde es herbstlich:

Den Mais hatte Herr Kaltmamsell auf meinen Wunsch gegrillt, dazu einen aufwändigen Linsensalat nach Ottolenghi gemacht, unter anderem mit gelben Beten, Ruccola, Koriander, Radiserln, Croutons – sehr gut.

Früh ins Bett mit neuer Lektüre: George Orwell, Nineteen Eighty-Four, das ich schonmal auf Deutsch gelesen hatte, nämlich 1984, als es alle lasen. Wie meist bei sogenannter Weltliteratur sah ich ab der ersten Seite allein schon an der handwerklichen Qualität, warum das Werk Weltliteratur geworden ist.

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Citizen Science gibt’s nicht nur beim Sterne- und Vogelzählen: Das Foto-Archiv des Bayerischen Rundfunks bittet um Unterstützung bei der Identifizierung von Menschen.
„Mitmach-Projekt zur Erschließung des rundfunkhistorischen Fotobestandes des BR
Kennen Sie diesen Mann?“

Kennen Sie sich mit Schauspielerinnen oder Schauspielern, Musikerinnen bzw. Musikern, Filmen, Persönlichkeiten aus Politik und Zeitgeschehen aus oder haben Sie generell ein gutes Namensgedächtnis? Wenn ja, helfen Sie uns doch dabei, unseren umfangreichen Fotobestand besser zu erschließen und wichtige Informationen zu den Fotos zu ergänzen.

via @Hystri_cidae

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Kluge Krähe.

Coole Möwe.

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu „Journal Dienstag, 1. September 2020 – Arbeit mit Menschen“

  1. Chris Kurbjuhn meint:

    Ich habe kürzlich zum ersten Mal Orwells erstes Buch gelesen, „Down and Out in Paris and London“, eine Schilderung der Armut in Frankreich und Großbritannien, inkl. einem Blick hinter die Kulissen der damaligen (das Buch erschien Anfang der 30er) Pariser Gastronomie. Ich kann die Lektüre sehr empfehlen, auch wegen des Handwerklichen.

  2. Frau Irgendwas ist immer meint:

    Die Möwe!!!! Das zaubert mir für den Rest des Tages ein Grinsen ins Gesicht, danke!

  3. Hauptschulblues meint:

    Ja, 1984 ist ein nachhaltig beeindruckendes Buch.
    Und H. fällt dazu die kalifornische Band Spirit ein, die dazu ein Lied schrieb: https://www.youtube.com/watch?v=ejly1axjiSw

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