Journal Freitag, 25. September 2020 – Jahreszeitenwechsel

Samstag, 26. September 2020 um 8:28

Wieder früher Wecker, diesmal für Gymnastik mit ausführlichen Physio-Übungen.

Patientenverfügung individualisiert, lektoriert (der beste Beweis, dass ich sie wirklich durchgelesen habe und ernst meine), ausgedruckt, unterschrieben.

Es regnete, doch ich wollte die unangenehm vollen öffentlichen Verkehrsmittel meiden und nahm trotzdem das Rad. Freundlicherweise fiel mein Arbeitsweg in eine Regenpause, ich wurde lediglich angetröpfelt.

Emsige Arbeit, viel Handwerkliches digital und analog. Mittags Ernteanteil-Tomaten und Bergkäse, eine halbe Riesenpapaya.

Herzliche Abschiede von Kolleginnen, die ich gestern zum letzten Mal vor OP-Abwesenheit sah. (Nachtrag zur Klarstellung: Andere Kolleginnen werde ich nächste Woche noch sehen, dann folgt Telearbeit aus Quarantänegründen.)

Ich machte früh (= fast pünktlich) Feierabend. Dass es jetzt regnete, musste mir einfach egal sein, ich hatte ja eine Regenjacke dabei. Wie geplant hielt ich unterwegs beim Vollcorner für schnelle Einkäufe (vor allem Nüsse, Trockenobst, Schokolade für Klinik/Reha), daheim war ich aber nur mittelnass. Und konnte mich gleich umziehen.

Herr Kaltmamsell reichte Manhattans zum Einläuten des Wochenendes an.

Es war richtig kalt geworden.

Also Wollsocken und Start der Heizperiode (Ende September ist das ok).

Zum Nachtmahl hatte ich mir in Vorausschau auf Temperaturabfall Gulasch gewünscht; Herr Kaltmamsell hatte eines aus Wildschwein zubereitet (vermutlich das Fleisch mit dem allergeringsten schlechten Gewissen bei mir) und servierte es mit Böhmischen Knödeln sowie selbst gemachter Moosbeermarmelade, einem Kollegengeschenk.

Schmeckte hervorragend würzig, und Böhmische Knödel sind ja das absolute Soßensaugwunder.

Zum Nachtisch etwas ganz Besonderes:

Wassermelone aus Eigenanbau des Kartoffelkombinats. Sie schmeckte wunderbar süß.

Die VG-Wort-Ausschüttung wurde angekündigt, mit einer Auflistung aller Blog-Posts, für die es Geld gab: Dieses Jahr waren das 40 Euro pro Post, der auf die Mindestbesuchszahl gekommen war, in Summe wieder einige Tausend Euro. Ich werde sie in mehr Genossenschaftsanteile am Kartoffelkombinat stecken.

§

Über eine englische Pionierin der Fotografie, mit Bildern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts:
„Lady Clementina Hawarden – an introduction“.

Hawarden was absorbed in motherhood, having ten children – two boys and eight girls – and yet she found time to be a prolific photographer. (…) Her work records the domestic life of an upper-class mid-Victorian woman. While male photographers at that time often set off to explore faraway places, Hawarden had to work close to home. But by creating exquisite images of her adolescent daughters, she staked out new perimeters for art photography.

die Kaltmamsell

11 Kommentare zu „Journal Freitag, 25. September 2020 – Jahreszeitenwechsel“

  1. FrauZimt meint:

    Seufz, das mit der Patientenverfügung schiebe ich seit einer Ewigkeit vor mir her, irgendwie kostet es echt Überwindung, das tatsächlich anzugehen…

  2. Trulla meint:

    Ich wünsche Ihnen alles Gute für die bevorstehende OP und die anschließende Reha! Es kann nur besser werden.

  3. Croco meint:

    Jetzt hat die Warterei ein Ende. Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Operation und eine einigermaßen erträgliche Zeit der Rekonvaleszenz. Wird schon.
    Jetzt, da ich weiß, dass ich auch für das Kartoffelkombinat clicke, clicke und lese ich noch viel lieber hier.

  4. Bettina meint:

    Alles Gute für die kommenden Wochen. Sie kriegen das bestimmt super hin.
    Haben Sie einen Tipp, auf welchen Link bei der VGWort unter welchem Kunstwort ich klicken muss um zu gucken, was an Ausschüttung kommt? Ich find nix. Ich kämpfe mich da immer tapfer durch, aber es ist jedes Mal ein kompletter Blindflug.

  5. Herr Kaltmamsell meint:

    >Haben Sie einen Tipp, auf welchen Link bei der VGWort unter welchem Kunstwort ich klicken muss um zu gucken, was an Ausschüttung kommt?
    Unter „Dokumente“! Steht auch in der Mail, die man kriegt… aber ich habe die auch nicht richtig gelesen, sondern musste die Kaltmamsell fragen.

  6. Bettina meint:

    Danke!
    Und ja, „Dokumente“ stand in der Mail. Ich hab die Mail zweimal gelesen und es nicht gesehen.
    Falls es jemand braucht: Dokumente/Ausschüttungsbriefe. Das ist das Zauberwort. Wenn man dort auf „anfordern“ klickt, taucht irgendwann ein pdf-Symbol auf. Dahinter findet man dann den Schatz.

  7. Micha meint:

    Zuerst schließe ich mich den guten Wünschen für die kommende OP an!

    Dann fände ich das Rezept zu den böhmischen Knödeln spannend – die sehen so hübsch geringelt aus! Und zuletzt kitzelt mich noch die neugierige Frage, was denn die Mindestbesuchszahl eines Posts in Zahlen heißt (falls Sie das verraten möchten)?

  8. Herr Kaltmamsell meint:

    Böhmische Knödel: ungefähr so
    https://www.gutekueche.at/original-boehmische-knoedel-rezept-6333
    (Das tatsächliche Rezept ist nicht mehr online.)

    Aber nächstes Mal will ich das ausprobieren:
    https://brotwein.net/serviettenknoedel-boehmische-knoedel-selber-machen-rezept-3066
    (Und ich nehme meist weniger Hefe als angegeben.)

  9. Angela meint:

    Ach, da kommt ja nur Mehl rein. Interessant. Meine sind mit Mehl, Griess und alten Weissbrotwürfeln.

    Ich find es jedes Mal ein Wunder, dass die zwei dicken, schweren Würste überhaupt schwimmen :-)))

  10. die Kaltmamsell meint:

    Die Mindestbesuchszahl, Micha, wird jedes Jahr neu festgelegt. In der Bescheinigung für 2019 stand für Kurztext („Unter 1.799 Zeichen“ – aber in dieser Länge kann man Blogtexte gar nicht melden) und Regulären Text („Von 1.800 bis 9.999 Zeichen“:
    „ab 1.500 Visits / Jahr“
    Für Langtexte („Von 10.000 bis 249.999 Zeichen“):
    „750 – 1.500 Visits / Jahr“.

  11. Nina meint:

    Für Rezepte der böhmischen Küche, kann ich das Kochbuch „Böhmische Küche“ von Ilse Froidl empfehlen. Meine sudetendeutsche Urgroßmutter und Großtante schworen darauf, solange ich mich erinnern kann, kochten alles daraus, wofür sie keine eigenen Rezepte hatten, und schenkten jeder Ur-/Enkelin eine Ausgabe zur Gründung des eigenen Haushalts.

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