Journal Mittwoch, 27. Januar 2021 – Flucht in Traumwohnung und Urlaubsträume

Donnerstag, 28. Januar 2021 um 6:18

Gut geschlafen, am Ende wunderbar geträumt, nämlich nach Langem mal wieder von einer interessanten Wohnung: Sie war riesig, hatte im Vorderbereich Schlafräume und Arbeitszimmer, gegenüber der Eingangstür führte eine Doppelflügeltür in einen weitläufigen open plan-Bereich, zur gegenüberliegenden Wand mit Fenstern/Balkontüren stand als Abtrennung eine lange Theke, hinter der Kücheneinrichtung lag. Nachteil: Die Wohnung hatte nur winzige Dachbalkone, aber von dort eine tolle Aussicht. Mir fiel ein, dass ich die Wohnung vor diesem schicken Um- und Ausbau bereits aus Träumen kannte, als sie noch so verwinkelt war, dass man einen besonderes spannenden Teil fast nicht fand. (Das ist für Sie höchstwahrscheinlich ebenso langweilig wie für Herrn Kaltmamsell, der bei meiner detailreichen Schilderung am Morgen demonstrativ die Augenlider sinken ließ, aber hier geht’s schließlich nicht um Sie, und ich will den Traum festhalten. Zumal ich noch auf meinem Weg in die Arbeit genüsslich daran dachte.)

Wunderschönes Morgenlicht:

Dazu nur zum Vorstellen: Wie im winterlichen Sonnenaufgang die Rauchsäulen über den Kaminen der Häuser vor strahlend blauem Himmel aufleuchteten.

Am Vormittag zog es aber wieder zu, schneite über den Tag auch immer wieder ein wenig.

Als Mittagessen hatte ich mir den Rest Grünkohleintopf vom Sonntag mitgenommen, erwärmte ihn in der Mikrowelle. Nachmittags ein Apfel.

Auf dem etwas späteren Heimweg steuerte ich den Vollcorner an, um Obst, Salat, Käse, weitere Milchprodukte zu kaufen.

Daheim erst eine Yoga-Einheit, dann Küchenaktivitäten (Sauerteige auffrischen, Brotzeit für den nächsten Tag vorbereiten), zum Nachtmahl gab es aufgetaute Kutteln Madrilener Art.

Auf Twitter las ich von Urlaubsplanungen für das Jahr (vor dem Hintergrund unterschiedlicher Pandemie-Szenarien), ich kann das Bedürfnis sehr gut verstehen. Selbst möchte ich für Pläne erst noch abwarten, wie sich meine post-operative Wandertauglichkeit entwickelt (dann aber: Bayerischer Wald! Schwäbische Alb! Sächsische Schweiz!), meine Fantasien gehen eher Richtung Herbst 2022: Dann beginnt das Sabbatjahr von Herrn Kaltmamsell und wir möchten den ersten von drei vierwöchigen Urlauben dieses Sabbathjahrs antreten. Derzeit im Spiel als Reiseziele für dieses Jahr: Baskenland (Basislager San Sebastián, Anreise mit Zug und Zwischenstopp Paris), Sizilien (Anreise mit Zug und Zwischenstopp Neapel), Florida (Verwandtschaft) und Kalifornien (Freunde), Israel (Anreise idealerweise per Schiff). Und es ist eine wundervolle Flucht vor der derzeitigen Realität, mir dafür Details auszudenken.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 27. Januar 2021 – Flucht in Traumwohnung und Urlaubsträume“

  1. Sandra meint:

    Ich finde die Traumbeschreibungen deshalb interessant, weil Sie so detailliert beschreiben. Das finde ich total erstaunlich, weil ich mir so viele Details nicht merke bzw. vieles wieder vergesse.
    Israel…mein Lebenstraum wäre dies mit einem Ausflug nach Petra zu verbinden. Leider bin ich nicht mutig genug für so einen Urlaub, aber ich hoffe, dass es irgendwann klappt.
    Und Danke für den Buchtipp von gestern- über dieses Buch wird sich meine Schwägerin im Mai zum Geburtstag freuen dürfen.

  2. Joe meint:

    „Florida (Verwandtschaft) und Kalifornien (Freunde)“
    Da kam mir spontan der Gedanke, muss man jetzt USA Reisen oder Transkontinental-Reisen begründen? Macht es mich schlecher, wenn ich einfach zum Spass in die USA reise?

  3. Hauptschulblues meint:

    @Joe: Das ist doch nur der Hinweis, was man dort macht, und keine Begründung.

  4. Lotti meint:

    Die Zugreise nach Spanien ist sehr zu empfehlen. Wir haben sie vor 10 Jahren sehr genossen, mit Stopps in Paris, an der Französischen Atlantikküste bei Freunden und zum Wandern in den Pyrenäen, bis wir unser Ziel in Nordspanien erreicht hatten. Och, noch ein paar Jahre Bauernhofurlaub in Bayern mit und für die Kinder (und für uns, weil man endlich mal Ruhe kriegt und lesen kann!), dann planen wir wieder so „exotische“ Reisen.
    Außerdem beneide ich Ihre schönen Sonnen-Schneebilder. Hier regnet es Bindfäden und es ist seit Tagen ein trübes Grau in Grau.

  5. Anette meint:

    Ich freue mich jedesmal, wenn Sie einen Wohnungstraum beschreiben. Ich habe diese Träume auch und bin immer ganz fasziniert davon.

  6. Joe meint:

    @Hauptschulblues
    Weiss nicht, es gibt durchaus Erklärungszwang, oder „Klima-Scham“, warum man den Fernreisen antritt und dadurch z.B. an die Ostküste der USA 3,65 t CO2 pro Kopf zu verballern. Seltsamerweise wird „Freunde“ ein Grund akzeptiert, „in Florida abhängen“ nicht so sehr.

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