Journal Montag, 22. Februar 2021 – Grundschulkinder und Friseurtermin

Dienstag, 23. Februar 2021 um 6:40

Am Vorabend war ich zu müde zum Bloggen gewesen und hatte nur Stichpunkte notiert, der Morgen war also etwas gehetzt.

Draußen sah es erst mal neblig aus, doch die Sonne vertrieb den grauen Filter schnell.

Auf dem Weg in die Arbeit hörte ich um die Türme von St. Paul evtl. Falken rufen. Weitere Veränderung: Ich begegnete vielen Grundschulkindern, die meisten an der Hand Erwachsener, deren Schulen öffneten gestern wieder in Bayern (Infektionszahlen in Deutschland waren am Wochenende erstmals wieder gestiegen, eine deutlich infektiösere Mutation des Virus verbreitet sich; die Rechenmodelle der Wissenschaft – die seit einem Jahr erschreckend genau zutreffen – zeigen den Beginn einer dritten Welle an).

Mein Mittagessen waren die Reste vom vorabendlichen Avocado-Grapefruit-Salat mit einem Laugenzöpferl, nachmittags aß ich Nüsse und getrocknete Aprikosen.

Mein Friseur meldete sich mit einem Terminvorschlag (Friseure dürfen in Bayern vor allen anderen Geschäften und Dienstleistungen bereits am 1. März öffnen) (nein, das halte ich für keine gute Idee), den ich auf in sieben Wochen verschob – dann erhoffe ich mir eine wirklich beruhigte Infektionslage, bis dahin habe ich halt keine gut geschnittenen Haare. Wie die meisten Menschen eh die meiste Zeit: Dieses Jahr hat mich gelehrt, dass das, was regelmäßige Friseurgeherinnen wie ich als schlimm verwachsene Haare empfinden, für Dritte völlig ok aussieht (abhängiger sind Menschen, die sich die Haare stark färben lassen). Oder dieser Termin entfällt weil dritte Welle siehe oben.

Emsiger Nachmittag im Büro, es war denn ganzen Tag herrlich sonnig. Auf dem Heimweg machte ich einen Abstecher zum Edeka, um Süßigkeiten zu kaufen. Daheim kurze Abstimmung mit Herrn Kaltmamsell zu Umzugsdingen, kurze Yoga-Einheit.

Herr Kaltmamsell hatte aus den Ernteanteil-Pastinaken eine Suppe gemacht, die Rüben aber vor dem Kochen im Ofen geröstet – das Ergebnis war ganz besonders gut, süß und aromatisch, mit Zitronensaft und Pul Biber perfekt. Satt wurden wir dann mit Keksen und Schokolade.

Fernseher bald nach der Tagesschau ausgeschaltet, ich las den Ustinov-Roman, um mal voranzukommen.

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Schaun Sie mal: Die Zeit hat unsere Wohnung auf der Deutschlandkarte mit Mietpreisen extra dunkelbraun eingezeichnet!

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Wie sieht heutzutage eigentlich der Arbeitstag einer Geisteswissenschafts-Professorin an einem Uni-Lehrstuhl aus? Hier protokolliert eine mal mit.

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Das Leibniz-Institut für deutsche Sprache führt ein Neologismen-Wörterbuch – und hat gesammelt, welche neuen Wörter die aktuelle Corona-Pandemie hervorgebracht hat. Hier auch zahlreiche Sprachglossen und wissenschaftliche Beiträge dazu.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Montag, 22. Februar 2021 – Grundschulkinder und Friseurtermin“

  1. iv meint:

    Nein nein, „Der Mietenboom ist vorbei“! Mantra!

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