Journal Mittwoch, 28. April 2021 – Heimarbeit mit Blick in Frühlingssonne

Donnerstag, 29. April 2021 um 6:39

Schlaf ohne ein einziges richtiges Aufwachen bis fünf, also nahezu durchgeschlafen!

Da ich gestern daheim arbeitete, nutzte ich die gesparte Zeit des Fußwegs ins Büro für eine Runde schweißtreibendes Krafttraining rundum.

Zum Arbeiten setzte ich mich erst mal an den Küchentisch; zum einen störte ich hier ganz sicher nicht Herrn Kaltmamsell, der in der neuen Wohnung aus einem Arbeitszimmer fernunterrichtet, das keine abschirmende Tür zum Wohnzimmer hat. Zum anderen hatte ich so ein Krähennest im Park im Blick: Noch ermöglichen die lediglich wenig ergrünten Bäume Sicht auf gelegentlich an- und abfliegende Krähen.

Das stellte sich aber schnell als ausgesprochen unangenehme Arbeitshaltung heraus (Stuhl für Tisch viel zu niedrig – typisch für einen Küchentisch verhindert eine Schublade die Nutzung eines höheren Stuhls), nach Ende des Fernunterrichts setzte ich mich mit dem Arbeitslaptop ins Wohnzimmer.

Zu Mittag gab es Servus-Habibi-Reste vom Vorabend, außerdem Orange und Grapefruit. Nachmittags ein letztes Stück Mohnrolle.

Schlag fünf machte ich Feierabend, draußen war herrliches Sonnenwetter. Erst mal kaufte ich am Viktualienmarkt das Abendessen ein: Herr Kaltmamsell hatte Öl vom Garnelenfrittieren aufbewahrt, er wollte darin Sardellen braten. Beim (angenehm leeren) Eataly besorgte ich Orangen, eine Zitrone und Ricotta Salata.

Nach Heimbringen der Einkäufe zog es mich aber nochmal raus in die Sonne, mit langärmligem Shirt brauchte ich keine Jacke. Ich spazierte zum Alten Südfriedhof.

Die christliche Mythologie ist schon schräg.

Nachtmahl war also Urlaubsessen, Herr Kaltmamsell servierte Boquerones fritos.

Früh ins Bett, um in Ruth Klügers Autobiografie zu lesen.

§

Es gibt auch im Internte Ritter in glänzender Rüstung. Einer davon, Daniel Kaminsky, ist jetzt gestorben – hier der Nachruf in der New York Times:
„Daniel Kaminsky, Internet Security Savior, Dies at 42“.

“He did things because they were the right thing to do, not because they would elicit financial gain,” his mother, Mrs. Maurer, said.

(When a reporter asked Mr. Kaminsky why he did not exploit the DNS flaw to become immensely wealthy, he said that doing so would have been morally wrong, and that he did not want his mother to have to visit him in prison.)

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Mittwoch, 28. April 2021 – Heimarbeit mit Blick in Frühlingssonne“

  1. Beate meint:

    Krähen gibt es hier auch viele, im Park sieht man die Nester in den Platanen. Ich habe schon öfter Krähen gesehen, die Greifvögel verscheuchten. Gestern das erste Mal gesehen, dass eine Krähe eine junge Eule(?), die im Park unter einem Baum saß, mehrfach angriff.

    Der Küchentisch ist der Endgegner meines Rückens!

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