Journal Dienstag, 29. Juni 2021 – Sommer erst mal weggewittert

Mittwoch, 30. Juni 2021 um 6:10

In der Nacht mehrmals aufgewacht, aber immer gleich wieder eingeschlafen, puh. So bekam ich mit, dass es immer wieder regnete, auch wehte heftiger Wind.

Ich kleidete mich nochmal sommerlich in Kleid und Sandalen, hatte dabei die dunklen Wolken unterschätzt: Auf der zweiten Hälfte meines Fußwegs in die Arbeit wurde ich mittel nass geregnet. Ich fror eine ganze Weile im Büro, bis ich trocken war, doch dann wurde es draußen sonnig und ich konnte Wärme durchs Fenster reinlassen.

Mittags gab es wieder Pumpernickel mit dick Butter (immer noch SO gut), außerdem Aprikosen (hmnaja) und Plattpfirsiche (süß!). Nachmittags schwarze Schokolade.

Einen Festtermin mit vielen Internetmenschen für März 2022 in den Kalender eingetragen.

Gegen Feierabend wurde es wieder gewittrig.

Weltuntergang im Anmarsch. Kurz darauf donnerte und blitzte es, der Regen kam als Wolkenbruch mit Bäumeschütteln. Später erfuhr ich, dass Landshut überschwemmt wurde, auch in Baden-Württemberg stand das Wasser – und das ist in diesem jungen Sommer bereits das wiederholte Mal. Mit dem Klimawandel werden wir uns an diese Art Sommer gewöhnen müssen.

Zu meinem tatsächlichen Feierabend hatte sich der Regen beruhigt. Ich finde ja, die letzten Geräusche eines abziehenden Gewitters klingen wie ein grantiger, vor sich hin schimpfender Niederbayer. Obwohl der Himmel weiterhin apokalyptisch dunkelgrau war, brauchte ich den Schirm erst auf den letzten hundert Metern Heimweg. Zwischenstopp im auffallend leeren Supermarkt. Ein Kunde fragte an der Kasse: „Wo san na eyre Kunden?“ Aus der Antwort erfuhr ich, dass gerade ein Fußballspiel unter Beteiligung der deutschen Männernationalmannschaft stattfand (wie sich später herausstellte: das letzte dieser internationalen Meisterschaft, was die Gefahr nächtlicher Hup-Corsos vor meiner Haustür angenehm reduziert).

Zu Hause nochmal die wohltuende Yoga-Einheit vom Vortag.

Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell (können Sie sich vorstellen, wie großartig es ist, jeden Abend ein schmackhaftes, liebevoll und kundig gekochtes Essen zu bekommen?) den jungen Spitzkohl aus Ernteanteil als Salat Sumatra, dazu aus der Gefriere Ingolstädter Bauernwürscht.

Gut! Passte auch zusammen. Nachtisch Schokonüsse.

Wegen des Forschungsprojekts „Sicherheit im Bahnhofsviertel“ hatte ich mich per E-Mail an den Bezirksausschuss meines Stadtbezirks 2 – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt gewendet: Ob ich vielleicht Details haben könnte, sogar den Bericht? Nur wenige Stunden später hatte ich den Link zur 25-seitigen Beschlussvorlage aus dem Stadtrat im Postfach, gesendet von der „Hauptabteilung II Bürgerangelegenheiten, Service und Fachaufgaben, Geschäftsstelle Mitte für die Bezirksausschüsse 1,2,3,4 und 12“ – sensationeller Service:
„SiBa – Sicherheit im Bahnhofsviertel – Ergebnisse des Verbundprojektes“.
Unter anderem erfuhr ich daraus, dass das Münchner Bahnhofsviertel im Vergleich zu den anderen beiden Städten der Untersuchung, Düsseldorf und Leipzig, „bereits über eine Vielzahl an Gremien und Initiativen mit Kriminalprävention im engeren oder weiteren Sinne auf der Agenda“ verfügt.

Kurzes Abendgold bis zum nächsten Regenschauer, es war sehr frisch geworden.

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Journal Dienstag, 29. Juni 2021 – Sommer erst mal weggewittert“

  1. Hauptschulblues meint:

    Das Bild des grantigen, vor sich hin schimpfenden Niederbayern amüsiert H. Da ist was dran.

  2. Elfe meint:

    Ich las die Überschrift zuerst als „Sommer erst mal weggetwittert“ und irgendwie klingt auch das plausibel …

  3. Nina meint:

    Ich auch!

  4. Nina meint:

    Als einzige Erwachsene in diesem Haushalt bin ich voll des Neides ob Ihres täglichen kundigen und liebevollen Bekochtwerdens.

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