Journal Samstag, 7. August 2021 – Sonnenbrand im Olympiapark, Schwimmhäute im Hirschgarten

Sonntag, 8. August 2021 um 8:23

Wohlig ausgeschlafen, zu einem sonnigen Tag erwacht. Gemütlicher Morgen mit Bloggen, Morgenkaffee und Internetlesen.

Als der Besuch aufstand, richtete ich Frühstück her. Während der Besuch frühstückte, duschte ich, zog mich an und verließ das Haus für ein paar Einkäufe.

Der Himmel bedeckte sich, und als der Besuch sich eine Besichtigung des Olympiaparks wünschte, steckten wir dafür vorsichtshalber Regenjacke und Schirm ein.

Für den Hinweg wählte ich die U-Bahn, weil man beim Näherkommen vom U-Bahnhof Olympiazentrum aus die schöne Alpen-Anmutung der Silhouette sieht.

Erst mal schauten wir ins Olympiabad: Die Glasfront ist wieder frei!

(Draußen sieht man die Leinwand und die Bestuhlung des Sommerkinos.) Noch ist einiges Baustelle, aber jetzt fehlt wirklich nicht mehr viel für den Abschluss der jahrelangen Sanierung.

Auch im Olympiapark gibt es derzeit wie auf Theresienwiese und Königsplatz Volksfest mit Karussells, Riesenrad und Fressbuden, in jetzt wieder schönem Wetter war überraschend viel los.

Besuch ist ja dafür da, dass man die eigene Heimatstadt besser kennenlernt: Ich besichtigte zum ersten Mal das Olympiastadion (wegen Umbauten gibt es derzeit leider keine Führungen). Mich überraschte, wie klein mir das Stadion erschien, man ist heute andere Dimensionen an Sportstätten gewohnt. Aber schön ist es schon.

Die Farben von Olympia ’72 mag ich besonders gern und schleiche seit zwei Jahren um ein Turnschuh-Modell, das damit designt ist.

Dann spazierten wir in großer Schleife auf den Olympiaberg (aufgeschüttet zwischen 1948 und 1957 aus den Trümmern und Ruinen des Zweiten Weltkriegs), analysierten ausführlich die Aussicht (Alpen leider nur schemenhaft am Horizont) und verbrannten uns in der inzwischen überraschend intensiven Sonne Ausschnitte und Nacken. Am Himmel Mauersegler und Schwalben.

Mit einer weiteren großen Schleife durch den Olympiapark vorbei an See und Fernsehturm spazierten wir zur Tramlinie 27: Auf dem Heimweg zeigte ich dem Besuch durchs Fenster noch ein wenig Schwabing und Maxvorstadt.

Nur kurzes Ausruhen daheim: Da für den Abend Gewitter angekündigt waren, machten wir uns bereits mitten am sonnigen Nachmittag zum Biergarten auf, und zwar zum Hirschgarten. Herr Kaltmamsell nahm mit seinem Monatsticket die Straßenbahn, Besuch und ich radelten. Doch schon während der knappen halben Stunde Anfahrt per Fahrrad verdunkelte sich der Himmel sehr schnell und der Wind frischte auf. Noch hoffte ich, dass auch dieses Grau wie am Mittag ohne Auswirkungen verschwinden würde, doch das war halt doch vorzeitig der angekündigten Regen.

Wir holten uns Getränke und setzten uns ans Hirschgehege (erst mal enttäuschend wenige Tiere zu sehen), während um uns herum die Menschen bereits vor den dunkelgrauen Wolken und dem immer stärkeren Wind flohen, die ersten Tropfen fielen. Wenn wir doch aber Biergarten haben wollten! Herr Kaltmamsell holte Brezn und Hendl, und mir schmeckte meine Hälfte ganz besonders gut (knusprig, saftig, frisch) – doch bei den letzten Bissen hielt Herr Kaltmamsell bereits einen Schirm über mich, damit ich nicht nass wurde. Wir zogen noch unter einen Baum und hofften weiterhin, dass das nur ein Schauer war – “Da hinten ist’s schon hell!”. Vergeblich, es regnete immer heftiger und ausdauernd. Nach schnell geleerten Getränken verteilten wir die Verkehrsmittel um: Der Besuch wurde zur Straßenbahn geschickt, Herr Kaltmamsell und ich nahmen unsere Räder.

Es war eine nasse und kalte Heimfahrt, es regnete bis in die Nacht. Wir verbrachten den Abend zunächst mit Trocknen und Aufwärmen, dann mit Lesen, einem Abendbrot-Snack und mehr Lesen.

Blödes Augustwetter – aber ich weiß zu schätzen, dass kein Sturzregen und kein Hagel dabei waren.

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „Journal Samstag, 7. August 2021 – Sonnenbrand im Olympiapark, Schwimmhäute im Hirschgarten“

  1. Croco meint:

    Wenn ich die Bilder sehe, kommen vor mein geistiges Auge sofort Mark Spitz, der sich durch das Blau wühlt, die hüpfende Heide Rosendahl und die springende Ulrike Meyfarth.. Nie wieder war eine Olympiade so schön!
    Mark Spitz hing übrigens an unserer Kinderzimmertür, als Bravostarschnitt und in Badehose, allerdings nur ein paar Tage lang. Meine Mutter hat interveniert.

  2. Hauptschulblues meint:

    Und der Münchner Olympiapark ist eine der wenigen olympischen Anlagen, die bis heute (und auch in Zukunft) genutzt werden.

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