Journal Dienstag, 26. Oktober 2021 – Familienmusik

Mittwoch, 27. Oktober 2021 um 6:51

Vor Weckerklingeln schlagartig glockenwach, dennoch frisch.

Früh los in die Arbeit, ich brauchte Mütze und Handschuhe. In der Arbeit viel solche – eine Besprechung, an der ich nur zu meiner Information teilnahm, nutzte ich für manuelle Tätigkeiten parallel.

Mittagessen: Apfel, Breze, Rest des Chinakohlsalats vom Vorabend. Nachmittags ein großes Stück schwarze Schokolade.

Nachmittags weiter viel Arbeit. Ich machte aber rechtzeitig Schluss, um zur geplanten Zeit mein Sportzeug zu greifen und zum Verein zu marschieren. Mittlerweile ist dort die Renovierung so weit fortgeschritten, dass man den Haupteingang nutzen kann; mal sehen, ob wie angekündigt bis Mitte November die Frauenumkleiden fertig renoviert sind, derzeit nutzen Mädchen und Frauen eine abgetrennte Hälfte der bereits renovierten Herrenumkleide.

Dann das Ereignis des Tages: Ellipsentrainer mit Musik aus dem Spotify-“Family Mix” der Bruderfamilie auf den Ohren, Modus “Gute Laune”. Er startete mit “5 Letras” von Alexis y Fido, das ich nicht kannte (ich kenn ja nix) und das derart perfekt zum Tempo meines Aufwärmens passte, dass ich mit Grinsen losstrampelte – das ich auch so schnell nicht verlor. Ich werde mehr Gelegenheiten für Musikhören finden müssen.

Zu Hause schnelles Duschen, denn ich wollte mit Herrn Kaltmamsell nochmal raus: Der Ernteanteil war weggegessen, deshalb planten wir als Nachtmahl aushäusige Pizza (nach dem weiteren gescheiterten Versuch daheim wünschte ich mir sehr eine gute richtige). Das klappte aber nicht: Alle angesteuerten Pizzerien (sowiel alle sonstigen Lokale unterwegs) waren gesteckt voll, ohne Reservierung bekommt man also in der Innenstadt nicht mal mehr eine Pizza (vor allem nicht, wenn die Anzahl der Tische wegen Pandemie-Vorschriften reduziert ist).

Wir kehrten mit knurrenden Mägen zurück, Herr Kaltmamsell kochte uns schnell ein paar Nudeln, zum Sattwerden gab es Süßigkeiten.

§

Schafzüchter und Landwirt der Herzen, James Rebanks,1 hat aktuelle Gedanken zur Zukunft der britischen Landwirtschaft aufgeschrieben. (COP26 ist die UN-Klimakonferenz in Glasgow.)
“Boris Johnson is no green superhero”.

Auch wenn James Rebanks ja gerade betont, dass die Reform der Landwirtschaft entlang der lokalen Gegebenheiten verlaufen muss und dass es kein globales Patentrezept gibt, scheinen mir seine Vorschläge für UK auf einige Regionen der deutschen Landwirtschaft übertragbar.

What we actually need is thoughtful reform of our whole model of food production so farming is more mixed (including livestock and cover crops), more rotational, and with landscape design which is sensitive to the habitats and processes that British flora and fauna need. We need to gradually regulate out of existence some of the worst fossil-fuel-reliant forms of farming and raise the cost of fossil fuels in agriculture. We need to grapple with the power of the cartel of supermarkets. We need to rebuild local food systems, such as local abattoirs and food markets.

There is no such thing as an ideal global diet, Britain has a temperate climate and is brilliant at growing grass and grazing livestock. We can also change our diets to eat more British fruit and vegetables from local small-scale horticulture, as this has a small land-use and is super productive. But when we do these tricky but essential things, we then need to protect a more progressive British system from being undercut by more ecologically destructive systems overseas.

(…)

We need to believe in farmers more, to help them to provide the complex mix of things we really need. The bad news is that the great and the good who attend events like COP26 seem almost completely disinterested in bottom-up changes, lost in a world of virtuous slogans and simplistic ideas. Or, worse, believe in solutions that are already alienating rural and farming people and creating a culture war.

Environmentalism has gone mainstream. That ought to be good news. But in reality, it is being mugged, used, abused and exploited wherever you look. The sad thing is that we have never needed good leadership so badly — yet all we get is a sinister clown blurting out ‘Bring Back Beaver’.

  1. Großartig, wie er am Montag twitterte, dass er mindestens eine weitere Belted Galloway-Kuh haben will und ihm sofort von einer Landwirtin welche per Filmchen angeboten wurden. Und wie sich die Töchter sofort auf seine Seite schlugen. []
die Kaltmamsell

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