Journal Dienstag, 7. Juni 2022 – Berlin Tag 3 mit KaDeWe und Friedrichstadtpalast

Mittwoch, 8. Juni 2022 um 9:27

Ausgeruht aufgewacht. Während Herr Kaltmamsell noch schlief, duschte ich, zog mich an und ging auf einen ersten Cappuccino nach nebenan.

Als ich fertig war mit Bloggen, war Herr Kaltmamsell auch startklar, es ging nochmal nach nebenan zu einem zweiten Cappuccino und zu einem kleinen Frühstück für Herrn Kaltmamsell.

Programmpunkt 1 gestern: Die neue Feinkostetage des KaDeWe. Wir fuhren in die Richtung mit der U-Bahn, gingen noch ein Stück zu Fuß. Das KaDeWe hat auf dem Weg in die 6. Etage, Feinkost, natürlich noch mehr zu bieten, und so blieben wir erst mal gründlich in der Schreibwarenabteilung/Papeterie hängen. Herr Kaltmamsell korrigiert künftig mit besonders edler roter Tinte, ich besitze wieder ein paar schöne, neutrale Glückwunschkarten (wie ich sie sonst immer aus Brighton mitbrachte). In der Porzellan-Abteilung (interessanterweise ein wenig versteckt und nur über Beschilderung auffindbar) stieß ein re:publica-Teilnehmer aus Luxemburg zu uns, ich besah die aktuelle Ware hochklassiger Anbieter.

Gemeinsam fuhren wir in die Lebensmittelabteilung – und blieben dort ein paar Stunden, unterbrochen von einem Mittagessen der Herren im 7. Stock.

Abschließendes Urteil: Ein sehr gelungener Umbau, ich trauere der vorherigen Version der Köstlichkeitsabteilung nicht nach. Die Ware in sensationeller Vielfalt – wenn auch möglicherweise eher Mainstream: Dass ich so viele der sehr vielen angebotenen Weine kannte, bedeutet ziemlich sicher nicht, dass ich über Nacht zur Wein-Checkerin geworden bin. Wirklich außergewöhnlich fand ich den Bereich mit Pralinen und Schokoladen: An der riesigen Theke mit offener Ware gab es neben Mainstream (Godiva, Lauenstein) auch Abgefahrenes inklusive Fudge. Zum Abschluss Kaffeetrinken.

Programmpunkt 2: Check-in zur re:publica.

Reiher auf Lohmühlinsel.

Ich hatte mir bis hierhin verkniffen, Herrn Kaltmamsell Tipps zu geben; ich möchte ihm die Chance offen lassen, eine ganz eigene re:publica kennenzulernen, die ja vielleicht überhaupt nichts mit meiner zu tun hat. So halte ich es weiterhin: Ich werden auch nicht seinen Cicerone spielen, wie ihn/sie alle bei ihrer ersten Teilnahme brauchen: In der tiefen Überzeugung “oh Gott, das wird alles schrecklich, ich kenne mich nicht aus und ich kenne überhaupt NIEMANDEN!” sieht man dann nämlich endlich ein bekanntes Gesicht, stürzt sich auf den zugehörigen Menschen und lässt ihn für ca. einen halben Tag nicht mehr los. Idealerweise hat dieser Mensch bereits re:publica-Erfahrung, lässt sich vom Ertrinkenden umklammern und schleppt ihn ein Weilchen erklärend mit.

Fahrt in die Ferienwohnung, dort ein wenig Ausruhen, ich aß dann auch mal was, nämlich einen Apfel und den Rest Linsen, den ich am Sonntag als Reiseproviant eingesteckt hatte, Schokolade.

Progammpunkt 3: Nochmal die Show Arise im Friedrichstadtpalast. Der angereiste Luxemburger hatte sie gern sehen wollen, Herr Kaltmamsell und ich sahen sie sehr gerne nochmal. Ich hatte fast noch mehr Spaß als beim ersten Durchgang letzten September, weil ich mich schon auf bestimmte Höhepunkte vorfreute – und war wieder begeistert.

Wir spazierten noch zu einer Weinbar an der Spree, aßen ein wenig Käse, tranken Wein – und trafen nochmal auf die ungemein spontane @maske_katja, die auch an diesem Abend Dienst im Friedrichstadtpalast gehabt hatte und uns ihren Feierabend opferte – Spitzentreffen der Maskenbildnerei.

Es wurde spät, der joviale Herr Bedienung meinte es sehr gut mit unseren Weingläsern, ich war auf dem Rückweg froh darum, ein gutes Stück zu Fuß durch die wunderbar milde Sommernacht gehen zu können. Und sorgte mich ein wenig, ob ich bis zum Start der re:publica genug Schlaf bekommen würde. In der Ferienwohnung brauchte ich auch noch ein großes Stück Schokolade gegen Magenknurren.

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Journal Dienstag, 7. Juni 2022 – Berlin Tag 3 mit KaDeWe und Friedrichstadtpalast“

  1. Frau Klugscheisser meint:

    Das bedeutet, ich brauche jemanden, an den ich mich nächstes Jahr klammern kann? Anyone?

  2. Kiki meint:

    Dass ich Godiva noch mal als Mainstream gelesen sehen würde, hätte ich mir vor 20 Jahren auch nicht träumen lassen. Entweder wir Großstädterinnen (und da zähle ich uns Münchnerinnen und Hamburgerinnen mal zu, auch wenn die Berlinerin da nur silberhell lacht) sind inzwischen sehr verwöhnt mit “Flagship Stores”, oder das Internet hat die Welt sehr, sehr verkleinert und verengt.

  3. Croco meint:

    Da wär ich so gerne dabei gewesen. Doch ich Deppin muss arbeiten.

  4. Joriste meint:

    huch, Sekundenschafmoment: nach der Aufführung noch ein Webinar, Respekt! (ich kenne das Wort erst seit ca 5 Jahren, daher neuer Verleser) war aber lustig, danke.
    Viel Spaß Ihnen beiden auf der re:publica und in Berlin

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