Journal Freitag, 17. Juni 2022 – St. Brück mit Ausflugstart in Augsburg

Samstag, 18. Juni 2022 um 8:04

Nacht war ok, ich konnte nach ein paar Mal Wachwerden immer wieder schnell einschlafen.

Wieder war es früh am Morgen warm genug für einen Balkonkaffee (aber nur knapp, auf die Dauern fror ich). Dabei wurde ich von einem Buchfink angebrüllt, der sich auf den Sims gesetzt hatte.

Sportplan für den angekündigten Hochsommertag war Schwimmen. Weil ich auch diesen Tag eng durchtakten musste, radelte ich kurz nach neun los zum Dantebad. Dort freute ich mich über die lockere Besetzung der Schwimmbahnen, auch war fast kein Spielzeug in Anwendung – dann fiel mir der Grund ein: Es war ja Freitag und eigentlich ein Arbeitstag. Ein HOCH! auf St. Brück.

Taktung und Pläne hin oder her: Ich nahm mir Zeit für eine gut eingecremte Runde Sonne und hörte dabei Musik. Als ich das Dantebad kurz vor eins verließ, füllte sich die Liegewiese gerade zügig. Es war heiß geworden, ich suchte an roten Ampeln Schatten.

In der Maxvorstadt kaufte ich Espresso auf Vorrat sowie Semmeln fürs Frühstück. Auf der Heimfahrt musste ich mir wegen Baustellen-Straßensperren nördlich des Bahnhofs wieder einen neuen Weg suchen – und ärgerte mich. Denn die Verkehrsplanung für Radlverbindungen zwischen dem südlichem und dem nördlichem Bahnhofsviertel ist schlicht eine Katastrophe. Der Bahnhofsplatz ist seit vielen Jahren Baustelle, vor Start des Bahnhofsumbaus war ja das Tiefgeschoß S-/U-Bahn/Tiefgarage saniert worden. Die Situation für den Radverkehr nord-süd: Halsbrecherisches Schlängeln zwischen Autos beim Passieren des Bahnhofs oder große Umwege wegen halbseitiger Sperrung von Luisenstraße oder Schillerstraße, durch welche Alternative man gerade durchkommt, ist jedesmal ein Abenteuer. Wenn nicht gezielt der Radverkehr eigens geplant wird (es gibt auf der Nordseite durchaus Schleichwege abseits des Autoverkehrs), bleibt das bis mindestens 2030 so, also bis zum angestrebten Abschluss des Hauptbahnhof-Umbaus. Ich werde mir einen Antrag für die nächste Bürgerversammlung überlegen, den Fahrradverkehr bei Umleitungen künftig zu priorisieren. Denn es gibt ja einen Lichtblick: Bei der Sanierung der Paul-Heyse-Unterführung war der Radverkehr offensichtlich kein Nebengedanke, sondern eigene Überlegungen wert gewesen. Selbst in den Bauabschnitten, in denen Autos durch ein Nadelöhr fahren mussten, wurden großzügige Radlspuren freigehalten.

Zu Hause (Herr Kaltmamsell hatte alles Hitze-abweisend verdunkelt) lud ich nur kurz ab, ging dann zu einem kurzen Freundestreffen in der Nähe: Es gab Dinge abzusprechen, einander kurz auf neuen Stand zu bringen.

Schnelle Supermarkteinkäufe für Sonntag. Daheim um drei endlich Frühstück: Semmeln und Flachpfirsiche. Duschen und Anziehen, Packen für den nächsten Ausflug: Wir verbringen das Wochenende mit meinen Eltern bei Schwiegers in Augsburg, sie hatten meinem Vater zum 80. Geburtstag zwei Tage Programm dort geschenkt und uns dazugeladen.

Also setzten wir uns in einen Zug nach Augsburg (fürs Protokoll wg. 9-Euro-Ticket: Bislang habe ich nur einmal eine Nahverkehrsverbindung voll erlebt, und die auch nur jeder-Sitzplatz-besetzt-voll), der spärlich besetzt und wohl gekühlt war. Herr Schwieger holte uns ab, nach kurzem Stopp am Hotel fuhren wir weiter in einen Biergarten. Dort großes Hallo – und Diskussionen, ob ein Biergarten, in dem man keine Brotzeit mitbringen darf, überhaupt Biergarten heißen darf.

Für mich gab’s zu einem Hugo das Brotzeitbrettl – klarer Favorit auf der Speisenkarte, sobald ich “Presssack” las.

Für den abendlichen Absacker setzten wir uns auf den Balkon bei Schwiegers, tranken Cremant, beobachteten Mauersegler am Himmel, identifizierten per App die Flugzeuge, die dazwischen Kondensstreifen erzeugten, sahen beeindruckende Taubenschwänzchen (Wikipedia: “Zahlreiche vermeintliche Kolibrisichtungen in Europa gehen auf Beobachtungen an dieser Schmetterlingsart zurück.” hihihi) und sehr, sehr viele (mutmaßliche) Brachkäfer.

Spaziergang zum Hotel in herrlich kühler Nachtluft – die es leider nicht so recht ins stickig heiße Hotelzimmer schaffte.

§

Es hört nicht auf: Immer wieder muss man die eigentlichen Heldinnen der Geschichte ans Licht zerren. Danke, Terra DCKS.

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https://youtu.be/D2O0wUIZEQI

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Freitag, 17. Juni 2022 – St. Brück mit Ausflugstart in Augsburg“

  1. Alexandra meint:

    Die Brachkäfer kommen hier manchmal in Massen zur Schlupfzeit im Juni aus der Wiese; ich finde, sie sehen aus wie eine “Sparversion” vom Maikäfer.

    An solchen Abenden machen die Katzen Luftsprünge. Wortwörtlich.

    Übrigens danke für das mit den Mauerseglern immer mal wieder – seither gucke ich jede vermeintliche Schwalbe genauer an.

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