Journal Samstag, 9. Dezember 2023 – Randvoller Geschäftigkeitssamstag

Sonntag, 10. Dezember 2023 um 7:26

Na gut, ich hatte mir für gestern ein wenig zu viel vorgenommen. Aber ein Wochenende ist rar und besteht nunmal nur aus zwei Tagen.

Schwimmen, Wäschewaschen, Plätzchenbacken, Milchreiskochen, Friseurtermin fühlten sich in der Planung auch gar nicht nach viel an.

Lang geschlafen, eigentlich auch gut, aber doof geträumt.
Möglicherweise lag der Haken der Tagesplanung ja im Ausschlafen, denn wer erst um halb acht aus dem Bett kommt, startet ihre Schwimmrunde nach gemütlichem Bloggen und Mastodonlesen an Milchkaffee, Wasser, Tee, nach Waschmaschinefüllen und nach Anfahrt mit U-Bahn (keine Lust zu heldinnenhaftem Radeln auf Split, Schnee- und Eisresten) erst um 11:27 Uhr im großen Becken des Olympiabads.

Schwimmspaß auf mäßig genutzten Bahnen. Da ich von Anfang an meine Schultern spürte (Arbeitshypothese mega-verspannter Nacken), wäre ich bereit gewesen, nach den fünf Wochen Schwimmpause nicht auf den gesamten 3.000 Metern zu bestehen (who am I actually kidding?), doch sie gingen dann selbstverständlich schadlos, ohne Frieren und mit Vergnügen im sonnenbeschienenen (IENENEN, man muss Deutsch einfach lieben) Wasser.

Meine Haut reagierte auf den langen Wasser-Aufenthalt mit ungewöhnlichem Körper-Creme-Hunger (immer wieder interessant, wie unterschiedlich der nach Duschen oder Schwimmen ist, ich konnte noch kein Muster erkennen), ich muss am Montag Nachschub im Bodyshop besorgen.

Auf der Rückfahrt mit der U-Bahn stieg ich bereits am Marienplatz aus, mit Menschenmassen, durch weitere Menschenmassen spazierte ich nach Hause, besorgte unterwegs Semmeln.

Zu Hause war das Paket Avocados von meinem adoptierten Crowdfarming-Baum eingetroffen, ich ließ es bis zum Abend unsortiert liegen, weil andere Schwerpunkte. Zum Beispiel den Inhalt der eben durchgelaufenen Waschmaschine aufzuhängen.

Kurz vor drei frühstückte ich Semmeln, dann ging es an die nächsten Programmpunkte, chopchop weil Friseurtermin um fünf.

Der Arroz con leche war diesmal sehr Vanille-lastig: Ich hatte ein frisches Glas Vanillezucker angsetzt (ausgekratzte Vanilleschoten, deren Mark für ein Rezept verwendet wurde, in ein Glas mit Zucker schließen), das vorherige enthielt noch zahlreiche ausgelaugte, die ich in die Milch warf.

Während der Milchreis köchelte, knetete ich Teig für vegane Spitzbuben und stellte ihn kalt, und ich buk Schneeflocken nach Frau Mutti. Nachdem kürzlich ihr Rezept auf instagram vorübergehend verschwunden war, nutzte ich das Wiederauftauchen zum Abschreiben.

Ein wenig Haushaltswurschteln, dann ab zum Friseurtermin – dem einzigen, den ich beim Anruf vergangene Woche außerhalb meiner Arbeitszeiten vor Weihnachten bekommen konnte. Angenehmes Stündchen mit fast reinem Geschnippel, sonst Schweigen, unterbrochen nur von Friseurfragen wie “Soll ich die Seiten länger lassen?”.

Das Draußen war gestern weiterhin mild, ich kann mir Hoffnungen machen, dass die Schneereste in wenigen Tagen verschwunden sind.

Zurück daheim knetete ich noch die Teige für die beiden weiteren geplanten veganen Plätzchen: Haselnusskugeln und Sesamplätzchen. Von den im zweiten Rezept angegebenen je 100 Gramm weißem und schwarzen Sesam blieb fast alles übrig – haben sie damit schon mal gebacken (oder gekocht) und können mir Rezepttipps zum Aufbrauchen geben?

Jetzt sortierte ich die Avocados: Ein paar zum schnellen Nachreifen in den Obstkorb, den Rest lagerte ich im Kühlschrank.

Das Nachtmahl bereitete Herr Kaltmamsell: Er hatte gerade einen bake (nicht ganz deckungsgleich mit unserem Auflauf) aus Kartoffel und Karotten (Ernteanteil) mit Kräutersaitlingen, Fenchelsamen und Petersilie in den Ofen geschoben, später mit Fontina überbacken, ich öffnete eine Flasche Prosecco dazu, auf die ich sehr Lust hatte.

Wunderbares Winteressen, zum Nachtisch gab es erst Obstsalat mit scharfem Gewürz aus den USA (Herrn Kaltmamsells Geschichte), dann Arroz con leche.

Dass der Tag sich so voll angefühlt hatte, mag auch daran liegen, dass für mich Abendessen der Abschluss des Tages ist, danach erledige ich nichts Größeres mehr.

die Kaltmamsell

16 Kommentare zu „Journal Samstag, 9. Dezember 2023 – Randvoller Geschäftigkeitssamstag“

  1. Bianca meint:

    Ich streue Sesam gerne in meinen Frühstücksjoghurt.
    Als Rezept kann ich Sesamkringel empfehlen, zb in Ottolenghis Jerusalem.
    Vielleicht können Sie den Sesam auch mahlen/quetschen und für Tahini verwenden, das hab ich noch nie ausprobiert. Geben Sie eine Rückmeldung, wie die Sesamplätzchen schmecken?
    Einen schönen Sonntag wünsche ich Ihnen!

  2. Joriste meint:

    Bei uns besteht einfacher Karottensalat aus Karotten, Apfel, Zitronensaft, Ahornsirup, Sesam u Salz&Pfeffer.
    Schwarzer Sesam kommt beim selbstgemachten Sushi zum Einsatz
    Keine Gourmetideen, aber effektiver Sesamverbrauch
    Einen schönen Sonntag!

  3. Die Toni meint:

    Weißen und schwarzen Sesam streue ich auf Fladenbrote (‘Ramazan Pidesi’), schwarzer Sesam passt auf die meisten ottolenghitartigen Eintopf-Gemüse Gerichte (erst nach dem Kochen drüber streuen).

  4. Isa meint:

    Sesam röste ich mit Nüssen zusammen als Topping zu Salaten.

  5. Nina meint:

    Sesam kommt hier über Salate, Gemüsepfannen, Obstsalate und schwarzer Sesam über Reis/Klebereis in japanischen und koreanischen Gerichten.

  6. Eule meint:

    Das Mutti-Rezept für Schneeflocken ist leider hinter der Anmelde-Schranke. Ist es vielleicht auch anderswo zu finden?

  7. Lisa meint:

    Ich verwende sehr gerne dieses Rezept für Sesamkekse zum Aufbrauchen von Sesam:
    https://salzkorn.blogspot.com/2015/05/sesam-karamell-knusper-kekse.html?m=1

  8. Andreas meint:

    Sesam-Rezepte:

    In Katharina Seisers „Immer Wieder Vegan“ (vielleicht vorhanden) gibt es ein paar feine Rezepte: Spaghetti mit Tahin-basierter Tomatensosse, Minze und Sesam; Japanischer Sesamspinat; Kimchi-Kuchen; Shaobing (gefaltete Sesamweckerl)

  9. Sabine meint:

    Ich streue weißen Sesam gerne über Wok-Gerichte – sehr lecker :)

  10. Leonie meint:

    Aus Sesam lässt sich ein unfassbar leckeres japanisches Salatdressing machen: https://food52.com/recipes/89478-japanese-roasted-sesame-dressing Schmeckt auch mit veganer Mayo sehr gut.

  11. die Kaltmamsell meint:

    Fragen Sie sie am besten selbst, Eule!

  12. Ina meint:

    Eule, Google hat das Rezept gefunden…

    http://www.frau-mutti.de/eintrag/2842.html

  13. Heidi meint:

    Bei uns findet Sesam gerne Anwendung für folgendes unkompliziertes Rezept:

    https://www.kuechengoetter.de/rezepte/krosser-kartoffelkuchen-mit-gruener-sauce-4779

    Diese Kartoffelzubereitung ist auch einfach als Beilage zum Beispiel bei Hühnchengerichten lecker.

  14. Susanne meint:

    Kennen Sie Gomasio, Sesamsalz? Besteht aus 7 Teilen Sesam und 1 Teil Salz. Der Sesam wird in der Pfanne geröstet und nach dem Abkühlen zusammen mit dem Salz, gut gemischt, gemahlen. (Ich nehme dazu eine elektrische Kaffeebohnenmühle). Das kommt bei uns über jeden Salat, Kartoffelpüree oder auch einfach auf ein Brot mit Frischkäse. Ich liebe es und verschenke es oft. Hier mehr dazu:
    https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gomashio&oldid=218299276

  15. SonnaBPunkt meint:

    Gomasio auf Avocado ist auch wahnsinnig gut (und in der Saison auf Tomate!).

  16. Die Toni meint:

    Oh super, danke für die Dranerinnerung! Das habe eine Zeitlang auch gemacht, es dann aber wieder aus den Augen verloren…

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