Journal Dienstag, 9. Juli 2024 – Lerchenlauf in Teilzeit-Sommer

Mittwoch, 10. Juli 2024 um 6:11

Eine gute Nacht, der sehr frühe Wecker holte mich aus tiefem Schlaf. Doch ich wollte ja dringend vor der Arbeit Laufen gehen: Diese Woche war sehr wahrscheinlich kein weiterer Sommerwettermorgen drin, und im August würde es wahrscheinlich vor der Arbeit schon wieder zu dunkel sein.

Draußen roch es herrlich, die Sonne strahlte von wolkenlosem Himmel, über den Isarauen hing immer wieder leichter Morgendunst. Ich roch die nächste Welle Lindenblüten, aus der Süddeutschen weiß ich inzwischen, dass es in München unterschiedliche Sorten gibt, die nacheinander blühen, alle dieses Jahre besonders intensiv. Das ist selbst mir dieses Jahr ein bissl zu arg, meinetwegen dürfte es jetzt auch mal wieder anders riechen.

Das Laufen war erstmal beschwerlich, weil meine Füße besonders stark schmerzten (links sehr unangenehm Mittelballen und Zeigezehe, rechts weniger schlimm die Ferse); es brauchte eine Weile, bis das weggelaufen war – dann genoss ich das Traben (zahlte aber mit bösen Schmerzen beim Gehen den ganzen Tag über – Orthopädietermin in Kürze, aber ohne große Hoffnung).

Blick durch eine alte gemauerte Brücke auf Fluss und Flussauen, im Hintergrund Kirchtürme

Flusslandschaft von den Auen aus, mit Steinen, Bäumen

Holzsteg mit Reling zwischen Bäumen, in der Morgensonne

Blick über hölzerne Ballustrade auf einen schäumenden Fluss mit Gischt

Grabsteine auf altem Friedhof in Morgensonne mit Schatten der Fotografierenden

Daheim schwitzte ich aus, während ich die Wohnung hitzefest machte. Duschen und Fertigmachen, Fußmarsch in die Arbeit, wieder traf ich 40 Minuten später als sonst ein (was wirklich kein Problem ist).

Emsiger Vormittag, aber ich konnte auf einen Mittagscappuccino raus.

Cappuccino auf Bank vor Fenster, daneben nacktes Bein in braunem Wildlederschuh
Fast garnicht gestellt.

Hier war ich schon lang nicht mehr gewesen – und wusst nach dem ersten Nippen auch wieder warum: Für meinen Geschmack ist der Cappuccino zu stark. Aber allein wegen des Spaziergangs durch Sommerdüfte und immer noch lediglich -wärme hatte sich der Ausflug gelohnt.

Mittagessen später am Schreibtisch: Rote-Bete-Rest vom Vorabend, Mango mit Sojajoghurt.

Nachmittag mit verschiedenem Interessanten, aber auch Anstrengenden. Es wurde eher spät.

Schöne Überraschung gleich hinter der Arbeit: Eine Eidechse lief mir über den Weg. Es war mittlerweile auch heiß genug dafür.

Kurzer Einkauf für den Abend. Daheim in der gut gekühlten Wohnung machte ich erstmal den Nachtisch nach einem Rezept, das gerade auf dem Weg in ein Kochbuch ist, auf das ich mich sehr freue: Pfirsich-Rosmarin-Crumble.

Das eigentliche Nachtmahl machte Herr Kaltmamsell mit dem Ernteanteil-Spitzkohl: Okonomiyaki.

Na gut, auf den neuen Bast-Sets sehen die Glasteller wirklich gruslig aus.

Serviert mit dem im Rezept empfohlenen Buttermilcheis (aber nicht in Einzelportionschälchen zubereitet). Sehr guter Nachtisch. Während wir aßen, verabschiedete sich der Sommer nach lediglich etwas mehr als einem Tag wieder: Der Himmel zog mit Gewitterwolken zu, die Wettervorhersage machte keine Hoffnung. Ich nutzte die letzte Trockenphase für Lesen auf dem Balkon. Im Bett las ich weiter Fang Fang, Michael Kahn-Ackermann (Übers.), Glänzende Aussicht – ein sehr seltsamer Roman: sprachlich immer wieder ungelenk (die Übersetzung?), viele Erzähltechniken lesen sich gewollt originell, ohne wirkich motiviert zu sein.

die Kaltmamsell

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