Journal Montag, 27. April 2026 – Beifang aus dem Internetz
Dienstag, 28. April 2026 um 5:37Eher unruhiger Schlaf mit vielen Unterbrechungen, unter anderem wegen chlorschnupfig zugezogenen Nasenschleimhäuten, doch das Wochenende war erholsam genug für Kompensation gewesen.
Sonniger, kühler Weg in die Arbeit.
Start der Glyzinienblüte!
Ereignisreicher Arbeitsvormittag, wirklich geplant war davon eigentlich nur eine Info-Veranstaltung zur hauseigenen Generativen KI: Nichts war mir wirklich neu, mir fällt weiterhin keine Tätigkeit in meinem Arbeitsalltag ein, für die ich sie nutzen könne (ich würde WIRKLICH gerne mal!).
Querschüsse von mehreren Seiten, gegen elf kam ich wieder halbwegs zu mir. Und hastete gleich mal raus in die schöne Sonne auf einen Mittagscappuccino.
Zurück im Büro mehr Hasten, das Mittagessen wurde spät: Apfel, letzte Aprikosen, Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.
Nachmittag mit Arbeit, die mich viel menschliche Überwindung kostete. Keinen Ärger eingehandelt, vor Erleichterung im Smalltalk fast ehrlich gewesen.
Heimweg über Lebensmitteleinkäufe. Den Kartoffelsalat fürs Abendessen hatte ich ja schon am Sonntag vorbereitet, er sollte mit Fischstäbchen verpartnert werden (NICHT hiervon inspiriert!). Die besorgte ich noch (legte die 26-Stück-Packung brav wieder zurück und nahm nur 15 Stück mit).
Daheim die Balkontür geöffnet, nach Häuslichkeiten eine schöne Folge Yoga.
Herr Kaltmamsell garte die Fischstäbchen im Ofen, dort wurden sie zwar nicht knusprig, aber trotzdem gut. Nachtisch Schokolade.
Früh ins Bett getorkelt, zu müde zum Lesen
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Vielleicht erlebe ich gerade an meiner eigenen Reaktion auf Generative KI, wie viele andere auf das Thema “Social Media” reagierten und reagieren: Meine Abwehr und mein Widerwillen richtet sich in Wirklichkeit gegen Anwendungen und Ergebnisse – vor allem die kitschigen Bilder widern mich an, sie tauchen mittlerweile auch in meinem Berufsleben immer häufiger auf.
(Die eigentliche Technik und ihre Möglichkeiten finde ich ja aufregend und großartig.)
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katatonik hält sich gerade in Japan auf und berichtet, hier geht’s los. Unter anderem besonders, weil sie längere Jahre in Japan gelebt hat.
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Roger Rosenblatt schreibt in der New York Times eine Hymne auf alte Frauen:
“My Wife Is 85. She Takes My Breath Away.”
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“Wissenschaftserklärerin Nguyen-Kim: ‘Wir überschätzen völlig, was Rationalität leisten kann'”.
Interview mit vielen wichtigen Aspekten, unter anderem über die Rolle von Vertrauen.
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Seit einigen Frühlingen bereitet mir der Anblick der blühenden Testosteron-Zierkirschen ein ungutes Gefühl, und ich freue mich viel mehr über die Blüte tatsächlicher Obstbäume. Robinga Schnögelrögel kann erklären, warum mein Gefühl begründet ist.
4 Kommentare zu „Journal Montag, 27. April 2026 – Beifang aus dem Internetz“
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28. April 2026 um 18:10
Zierkirsche – da liegt doch wohl das Ziel im Namen.
Ja Himmel soll halt schön aussehen und sonst nix … hinterher hätt` man es vorher wissen können …
Obstbäume – auch da das Ziel im Namen!
Ich wäre echt dafür, erst mal kurz nachzudenken und dann zu klugscheißern.
Es grüßt eine Baumkontolleurin
28. April 2026 um 22:39
Wenn’s bei den Zier-Bäumen um die Insektenversorgung geht – da gibt es rein von der Masse her sicher noch jede Menge anderer Problempflanzen. Zum Beispiel alle gefüllten Blütenpflanzen (so jedenfalls mein Wissensstand).
Und die gigantischen monokulturellen Anbauflächen scheinen Bienen auch nichts zu bieten.
Wie vermutlich – das ist jetzt aber meine Spekulation – sehr viele Zierpflanzen, die gärtnerisch „optimiert“ sind auf Blütenpracht und lange Blühzeit und Resistenz gegen Hobbygärtner, die aber zumindest die städtischen Gärten und Vorgärten dominieren.
29. April 2026 um 10:07
ich hatte gestern in einem kurs mit u.a. biologiestudierenden irgendwann eine sehr interessante und anregende diskussion zu neophyten in verschiedenen biosphären. die kommunizierte sicht war sehr differenziert. ziergewächsen wurde dabei lediglich ein kurzes augenrollen beigemessen (das wandtattoo unter den gewächsen – the kids are alright), aber bei anderen gewächsen, die aus weit entfernten gegenden in zB unsere gärten gewandert sind (schmetterlingsflieder als beispiel) wird u.a. gemessen, wie sich der klimawandel auswirken kann. was früher nur ‘dort’ wuchs, wächst heute auch ‘hier’, und vielleicht in zukunft nicht mehr ‘dort’, weil zu heiß/trocken/extrem. durch die umsiedelung nach ‘hier’ überlebt die pflanze. wenn das alle machen, dann ist es die klassische evolution. der vergleich ging dann zu menschlichen organismen, die ggfs ‘dort’ nicht mehr leben können und dann nach ‘hier’ umziehen. problematisch wird das erst, wenn ‘hier’ alle am rand des meeres stehen, und nicht mehr weiter gehen können. die meeresbiolog*innen scherzten dann zum thema schwimmhäute, und die kurszeit neigte sich dem ende zu. (ich hätte gerne noch über die migrationsbewegungen von ruderfußkrebsen gesprochen, aber die zeit war vorbei…)
29. April 2026 um 10:21
Hochinteressant, adelhaid! (Und ich überlegte sofort, ob ich das englische Wort für Schwimmhäute weiß – ja, und mir fiel zum ersten Mal der konzeptuelle Unterschied auf.)