Journal Sonntag, 26. April 2026 – Sonnensonntag mit Schwumm
Montag, 27. April 2026 um 6:16Herrlich lang geschlafen, diese neun Stunden waren sehr erholsam.
Ausführlich und konzentriert gebloggt, ich genoss es, den Samstag durchs Aufschreiben nochmal zu erleben.
Sportplan: Endlich mal wieder schwimmen, und da das Wetter weiterhin energisch sonnig war, Anfahrt mit dem Rad. Es war aber auch wieder ziemlich kalt, selbst um halb elf schlüpfte ich noch lieber in Handschuhe.
Das Radeln konnte ich genießen: Die Straßen sonntäglich ruhig, kein einziger LALÜ!-Vorfall. Um die Schwimmhalle gab es im Olympiapark gestern eine große Verkaufsveranstaltung, zahlreiche Zeltchen mit wohl hauptsächlich Fahrrad-artigem, dazwischen viele Menschen – ich musste die letzten 200 Meter bis zum Abstellplatz mein Fahrrad schieben.
Das Schwimmen war gut! Die beiden Sport-/Schnellschwimmbahnen scheinen dauerhaft eingerichtet zu sein, ich begrüße sie auch weiterhin. Selbst wenn sie gestern nicht verhinderten, dass auf meiner Normalo-Bahn eine Langflossen-Schwimmerin deutlich schneller als alle anderen dahinbrauste und mir bei ihrem Überholen zweimal auf meiner Seite frontal entgegenbrauste. Mir fehlt mal wieder die Vorstellungskraft, wie es Freude bereiten kann, mehr als 30 Minuten lang um alle anderen auf der Bahn herumschwimmen zu müssen.
Zurückradeln mit offener Jacke und über die Gebiete östlich vom ehemaligen Münchner Hauptbahnhof, die weiterhin zu 30 Prozent aus Baustellen zu bestehen scheinen (aber wechselnde, es ist jedesmal spannend). Seit ich jemanden kennengelernt habe, die beruflich in München Verkehrsführung um Baustellen plant, und die ich ausfragen konnte, versuche ich bei jeder zu erraten, ob sie von hauptsächlich Rad- oder Autofahrenden geplant wurde.
Frühstück um zwei: Aprikosen, immer noch sehr gut, Brot mit Labneh und Orangenmarmelade.
Jahreszeitliches: Zweimal musste ich riesige Wespen auf Wohnungssuche rausbefördern und verjagen. Bei aller Toleranz gegenüber Wespen: Ein Nest brauche ich nicht nochmal bei uns herinnen (wie in unserem ersten Jahr hier, als wir Wespengesellschaft im Rollladenkasten von Herrn Kaltmamsells Zimmer hatten).
Anderthalb Tage Mastodon hinterhergelesen, zuletzt auf dem angenehm temperierten Balkon (ehrlicherweise ein winziges Bisschen zu kühl, aber ich genoss das Draußensitzen so), während der Himmel langsam mit einer immer dichteren Wolkendecke zuzog.
Kartoffelsalat für Montag gemacht, Yoga geturnt, Brotzeit vorbereitet.
Der Plan für das Nachtmahl war wie so oft von einem Bestandteil unserer Vorräte inspiriert: Wir hatten noch Bruder-geriebenen Meerrettich von Ostern, also bereitete Herr Kaltmamsell Tafelspitz mit Meerrettichsauce zu. Das Fleisch gelang ihm sensationell, ich habe noch im Leben so saftiges gekochtes Rindfleisch gegessen. Die Sauce dazu biss gerade richtig.
Nachtisch Schokolade, Fledermaus-Check erfolgreich.
In den Medien wurde an den Reaktorunfall vor genau 40 Jahren in Tschernobyl erinnert, der auf kurz vor meinem Abitur fiel. Ich erinnere mich, wie sehr ich damals schwankte, wem ich glauben sollte: Den warnenden Stimmen oder den beruhigenden. Der Informationsfluss war so viel langsamer als heute, und die mögliche Gefahr weder sichtbar noch greifbar. Und ich erinnere mich an den Mathe-Physiklehrer, der uns im Unterricht die unterschiedliche radioaktive Strahlung und ihre Folgen erklärte, an das erste Geigerzählerknacken, das ich hörte. Von Atomkraft hielt ich schon davor nichts, über den Reaktorunfall in Harrisburg hatte ich einen Schulaufsatz (“Erörterung”) geschrieben.
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