Journal Samstag, 15. August 2026 – Mariä Einschulung im Familienkreis
Sonntag, 16. August 2026 um 8:13Ich möchte bittegerne wieder den guten Nachtschlaf aus Brighton, nicht dieses halbgare Mittelschlafen mit Unterbrechungen und Dankbarkeit für das Ende der Nacht. Den ganzen Tag fühlte ich mich benommen – und das wo ich mich so auf die Einladung bei der Familie meines Bruders samt meinen Eltern freute.
Die dritte Maschine Wäsche aufgehängt, jetzt war ich vorerst mit allem durch.
Sehr frischer Morgen, doch am Tag wurde es wieder deutlich über 30 Grad heiß. Schon auf dem Weg zum Zug nach Ingolstadt suchten wir den Schatten.
Kranballett über weggem Münchner Hauptbahnhof.
Die Holledau überraschte uns beim Durchfahren mit saftigem Grün.
Der Hopfen sah gut aus, der Mais stand hoch mit großen Kolben. Das fiel uns vor allem im Vergleich mit den ausgedorrten Landschaften auf, die wir in Südengland durchwandert und durchfahren hatten.
Beim Spaziergang vom Bahnhof Ingolstadt Audi nach Etting zur Einladung kurz vor dem Mittagsläuten von Sankt Michael war es in der Sonne bereits ausgesprochen unangenehm – und die Strecke ist fast schattenlos.
Anlass der Einladung (nicht dass es dafür Anlässe bräuchte) war die Rückkehr aller aus Urlaub: Jetzt erzählten wir einander davon. Am meisten interessierte der Spanienurlaub der Nifften und meines Bruders bei unserer kastilischen Familie auf dem Land mit vielen Details.
Unter anderem die übliche Abfolge großer festlicher Familienmahlzeiten, bei denen sich vor der eigentlich angekündigten Hauptmahlzeit (z.B. Paella) bereits der Tisch unter Vorspeisen biegt. Vor diesem Hintergrund kündigte mein Bruder an, dass gegrillt werde – und servierte spanische Vorspeisen von frisch zubereiteter Tortilla über Oliven und Fischkonserven bis besonders feinem mitgebrachtem Käse mit Trüffel.
Irgendwann zogen wir an den Tisch unter dem mächtigen Walnussbaum (und mehreren Sonnenschirmen) im Garten um, weil tatsächlich gegrillt wurde. Es gab vom Grill Lammkoteletts, Schweinefilet, Schweinerippchen, Rinderrippchen, Pimientos de padrón, Auberginen, Zucchini, Tomaten, Fladenbrot, dazu Salate.
Und wir spielten ein wenig “Klimakatastrophe ganz persönlich”:
– Hitzewelle verkürzt Münchenurlaub, weil sie jede Energie nimmt.
– Waldbrände in näherer Sichtweite am Gardasee erschweren Entspannung.
– Warum man wirklich, wirklich keinen Kontakt mit Blaualgen will.
– Müde landwirtschaftliche Verwandtschaft in Kastilien, die wegen Funken- und dadurch Brandgefahr zwischen 12 und 20 Uhr die Felder nicht bearbeiten darf – und auf die Zeiten dazwischen ausweichen muss.
Abschließendes Verteilen der Mitgebsel der kastilischen Familie: Selbst angebaut Knoblauch und Kichererbsen (letztere mit der Empfehlung, sie bis zum Gebrauch einzufrieren), selbst gebackener Kuchen, außerdem Schokolade und Wurstwaren. Viel wichtiger noch: Vorlesen des dazu geschriebenen Briefleins an meinen Vater.
Zur Rückfahrt ließen wir uns in der über 30 Grad prügelnden Hitze von meinen Eltern mit dem Auto bringen, nur wenig verspätet kamen wir mit vielen anderen am Starnberger Flügelbahnhof in München an. Langsam schoben wir uns durch das Baustellen-bedingte Gedränge an den Bahnsteigen zum nördlichen Bahnhofsviertel – ich bin schon sehr gespannt, wie sich die bereits jetzt immer wieder gefährlichen Zustände zur Oktoberfestzeit entwickeln, wenn die sich drängenden Menschen auch noch stark alkoholisiert sind (das Alkoholverbot am Bahnhof wird sich ja wohl nicht auf den Alkoholgehalt im Blut beziehen?).
Daheim turnten alle Yoga (nacheinander, weil nur eine Matte) – wie ich dieses Durchdehnen vor allem der Beinrückseite vermisst hatte! Ich hatte sogar noch Abendessensappetit: Gurke aus Schwägerins Garten (in dem wegen der Dürre seit einer ganzen Weile nur noch Nutzpflanzen gegossen werden), Skyr mit Joghurt, kastilischer Kuchen, Schokolade.
Doof: Seit Freitag habe ich wieder diese merkwürdigen Zahnschmerzen (alle neurologischen Untersuchungen o.B.), die ja nichts mit Zähnen zu tun haben, diesmal mit Schwerpunkt rechts oben und sich über die rechte Gesichtshälfte erstreckend. Ibu 400 kamen bereits an ihre Grenzen, ich werde wohl wieder auf die 600er hochschrauben müssen.







