Journal Mittwoch, 13. Mai 2026 – Erschöpftes Arbeiten in den Urlaub

Donnerstag, 14. Mai 2026 um 7:50

Gut geschlafen, dennoch Stressgefühl beim Aufwachen: Weil letzter Arbeitstag vor Urlaub (ohne Vertretung), weil Tag vor Reise.

Kalter, düsterer Tag.

Das Frühlingsfest ist noch nicht ganz abgeräumt, da werden bereits wieder weite Teile der Theresienwiese aufgerissen, um an der drunterliegenden Oktoberfest-Infrastruktur zu arbeiten.

Am Schreibtisch Start mit Turbo – weil letzter Arbeitstag vor Urlaub. Kurzer Schreck (das englische dismay enhält auch das gefühlte Sinken des Herzes): Ich wollte für eine dringende Erledigung während meines Urlaubs eine Liste weitergeben, deren Aktualisierung sehr viel Arbeit gekostet hatte, und hielt sie kurz für verschwunden (dass Microsoft Office 365 eine Vielzahl von parallelen Speicherorten und -systematiken enthält, erschwert alles) (boshaftes Amüsement, dass Office 365 zudem ein so großes Sicherheitsrisiko darstellt, dass ihm in der aktuellen IT-Sicherheitsschulung ein eigenes Kapitel gewidmet wurde). Gründliches Suchen brachten mich zum Glück doch dorthin: Selber schuld, mein eigener Fehler bei der Dateibenennung hatte zu dem Schreck geführt.

Vormittags Unterbrechung durch spontane Geselligkeit – der Anlass, ein Abschied, war mir wichtig genug, dass ich meine anti-geselligen Befindlichkeiten beiseite schob und teilnahm.

Keine Lust auf Mittagscappuccino, weil eh überdreht, statt dessen Marsch um die Blöcke – in kühlem, aber trockenen Wetter, da ich diesmal an einen Schal gedacht hatte, fühlte ich mich warm.

Der Genossenschaftsbau Heimeranblock nach der Renovierung und Aufstockung auch bepflanzt, jetzt freue ich mich auf den späteren Anblick mit hochgekletterten und dichteren Pflanzen.

Zu Mittag gab es Apfel (fast so gut wie aus Ernteanteil) sowie Quark mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Emsiger Nachmittag, ich hing deutlich vor Arbeitsende erschöpft in den Seilen, man möchte meinen, ich sei urlaubsreif. Lass nachrechnen: Jepp, mehr als vier Tage am Stück hatte ich zuletzt in den Weihnachtsferien frei. Hoffentlich habe ich meine Berlin-Tage vor re:publica nicht zu voll gepackt, ich brauche echt Erholung.

Erledigtsein machte mich langsam, ich kam nicht ganz so früh aus der Arbeit wie geplant. Da bis zuletzt keine Vertretungslösung für meinen Urlaub auftauchte, hinterließ ich lediglich eine Mail mit Links zu den Ablageorten relevanter Unterlagen.

Heimweg im Kühlen über Abendessenseinkäufe – und Bestellung der Rosentagsrosen für nächsten Donnerstag (Floristin freute sich, als ich ihre entsprechende Frage mit “Nein, für einen Herrn.” beantwortete).

Mein persönliches re:publica-Programm hatte ich finalisiert (Trauer, weil ich durch eigenen Auftritt zwei Frauen auf der Bühne verpasse, die ich wirklich gern gesehen hätte), diesmal dran gedacht, vor dem Ausdrucken bei allen Sessions gelb zu markieren, warum ich mich dafür interessiere (vergangenes Jahr zu häufiges “Hä? Wie kommt das da hin?”). Auch markiert: Wann Angela Merkel auftritt, denn um diese Zeit herum wird vor lauter Sicherheit kein Queren der Location oder sonstwie freie Bewegung möglich sein.

Schon am Dienstagabend hatte ich meine Knochenkopfhörer startklar gemacht: Das erratische Ladeverhalten der alten kabellosen Bügel-Kopfhörer war mir ein zu großes Ausfall-Risiko, und ich brauche doch was für die Funk-Bühnen auf der re:publica (plus Option Musikhören im Zug).

Eine Runde Pilates wäre mir zu gehetzt geworden, nach Räumen für Berlin-Urlaub ging ich sofort zum Alkohol über: Erstmal Manhattans mit arabischen Nüsschen. Zum Nachtmahl (grüner Spargel und wunderbares, glückliches Entrecôte) öffnete ich Schweizer Rotwein aus Direktimport: Nez Noir Rouge Domaine Rouvinez aus dem Wallis, also Schwarznasenschafwein – direktimportiertes Geschenk.

Schön rund und aromatisch, passte auch zum Spargel. Nachtisch viele Erdbeeren (sie werden immer besser) und reichlich Schokolade.

Sehr früh ins Bett, nicht mal mehr gelesen.

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Begrüßenswerter Service für Müncher*innen von @heibie:

Auf rathausmuc.de findet ihr eine aufbereitete Übersicht mit allen Mitgliedern des neuen Stadtrates und allen 25 Bezirksausschüssen. Angereichert mit den Wahlergebnissen pro Person und ein paar statistischen Daten zum jeweiligen Stadtbezirk.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 12. Mai 2026 – Schöne Füße, ganz kurz

Mittwoch, 13. Mai 2026 um 6:27

Unwilliges Aufstehen, aber vor allem wegen der unerquicklichen Aussicht auf einen weiteren Arbeitstag. Draußen regnerisch und düster, ebenfalls kein Laune-Aufheller. Auf dem Marsch in die Arbeit stellte sich das Nieseln auch noch als kaltwindig heraus.

Geordnetes Arbeiten, ich fand sogar Zeit für eine Online-Schulung – die sich als deutlich besser herausstellte als (wegen schlimmer Erfahrungen) befürchtet, ich hatte sogar Spaß!

Möglicherweise ist mein Zahnweh-Problem ins rechte Kiefergelenk gerutscht, das mich schmerzhaft an weitem Öffnen des Mundes hindert, noch sehen Sie mich amüsiert. Nach zwei unbeschwerten Tagen wollte Kauen wieder bedacht sein.

Raus ins Westend auf einen Mittagscappuccino: Ich blieb zwar trocken, aber es war scheißkalt, Menschen trugen Winterjacken.

Später zu Mittag gab es eingeweichtes Muesli mit Joghurt und eine Birne.

Anstrengender Arbeitsnachmittag, zumindest mit klarem Ende: Ich hatte einen Termin bei der Fußkosmetikerin.

Zu diesem marschierte ich noch mit warmen Füßen; für den Heimweg mit frisch lackierten Zehen hatte ich Sandalen dabei, um den Lack nicht gleich wieder zu ruinieren. Und so ging ich danach in ausgesprochen frischen Temperaturen über Drogeriemarkteinkäufe in nackten Füßen heim. War gar nicht so schlimm.

Den Lack am rechten großen Zehen ruinierte ich mir trotzdem: Eine Yogamatte, lassen Sie sich warnen, tut das bei Gymnastikübungen auf allen vieren, die ein Abstützen mit dem Fußrücken erfordern (z.B. bei Katze-Kuh), recht gründlich. Zefix. Aber das eigentliche Pilates war super.

Auf und um den Sessel in meinem Schlafzimmer begannen sich Kleidung und Dinge zu sammeln: Erste Pack-Schritte für meine Berlin-Reise ab Donnerstag.

Der Ernteanteil hatte rote Zwiebeln gebracht, da denke ich immer automatisch an Flammkuchen nach Nicky Stich. Herr Kaltmamsell war so freundlich sie umzusetzen.

Sehr gut. Nachtisch Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen. Joachim Meyerhoffs Alle Toten fliegen hoch: Amerika liest sich schon gut, ist mir aber in vielen Passagen deutlich zu detailliert erzählt; es hat viel mehr von persönlichen Erinnerungen (bei denen man sich meist darüber freut, wie viele Kleinigkeiten man noch von vor 30 Jahren weiß und in denen die gut erzählte Geschichte weniger wichtig ist) als das spätere Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke.

In mir arbeitete der kürzlich gehörte Bericht über einen Arztbesuch: Der komplett unbekannte Herr Doktor hatte die erzählende Patientin geduzt, war auch mit “Der Peter kommt gleich” von seiner Mitarbeiterin angekündigt worden. Das machte mir bewusst, wie gern ich sieze. Das deutsche Duzen/Siezen wird ja manchmal zu Hierarchisierung erklärt: Wer sieze, erhebe sich bei Duzen über das Gegenüber, Beweis Duzen von Kindern. Sollte das je mehrheitlich so empfunden werden, entschiede ich mich in Konsequenz für Durchsiezen. Ja, auch meine Eltern und meinen Partner, ja, auch den zweijährigen Kollegensohn. Den sogar ganz besonders gern.

§

Genau wie Claudia es beschreibt, ersehne ich die Zeit nach dem Erwerbsleben:
“Wertvolles”.

die Kaltmamsell

Journal Montag, 11. Mai 2026 – Montagsturbulenzen, aber Familienabend

Dienstag, 12. Mai 2026 um 6:27

Es war dann morgens gar nicht so kalt wie befürchtet, der Temperatursturz galt eher den Höchst- als den Tiefsttemperaturen des Tages.

Im Büro war sofort alles anders als geplant, weil jemand (nicht aus dem Team) bei Rot über eine Ampel geradelt und dadurch verunfallt war. Umfangreiche Umplanungen und -organisationen folgten. In diesem Wirbeln gab es auch noch alle möglichen Querschüsse – ich muss dringend die relevanten Stellen daran erinnern, dass ich ab Freitag sechs Arbeitstage Urlaub habe und keine Vertretung, also unter anderem für all das, was ich gestern wegwirbelte. Kurz vor zwölf atmete ich gefühlt zum ersten Mal an diesem Arbeitstag aus.

Erste Erleichterung durch Ende der Kommentarära in diesem Blog spüre ich bereits: Während all diesem Wirbeln musste ich nicht auch noch daran denken, Kommentare zu checken – hier konnte nichts vorgefallen sein.

Bei meiner Grund-Hibbeligkeit hatte ich überhaupt keine Lust auf Mittagscappuccino, sauste mittags nur kurz raus zur Apotheke.

Als Mittagessen gab es Brot und Birne, aus dem Augenwinkel sah ich es irgendwann vorm Fenster windig regenschauern (zu wenig).

Der Arbeitsnachmittag wurde geordneter, zudem hatte ich einen Grund für nicht zu späten Feierabend: Eine Abendverabredung, vor der ich noch einkaufen wollte.

Im Trockenen und immer noch nicht allzu Kalten Einkäufe beim Vollcorner. Beim Heimkommen sah ich, was der Wind zum Regen am Nachmittag auf unserem Balkon angerichtet hatte.

Ach meia. Richtig schön war die Pflanze eh nicht mehr gewesen, wahrscheinlich erkläre ich sie zur Ex-Pflanze.

Die Verabredung galt einem Kurzbesuch in München von Teilen Herrn Kaltmansells Berliner Verwandtschaft (die heißt so): Wir trafen seine Tante und seine Kusine in einem bayerischen Wirtshaus im Tal. Zu fröhlichem Austausch und Geplänkel aß ich Salat mit gebratenem Ziegenkäse und trank zwei alkoholfreie Weißbiere. Und unter anderem erhielt ich Einblicke in die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage auf kleine, inhabergeführte Geschäfte (keine guten). Eher früher Heimweg durch pritschelnden Regen.

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Erste Anläufe, mir ein persönliches Programm für die re:publica zusammenzustellen. Wieder ging ich erstmal höchst subjektiv und nach persönichem Geschmack die Speaker*innen durch (danach schaue ich auch noch aufs Programm und die Veranstaltungen selbst): Guckte also über alles hinweg mit “CEO”, “Founder”, “Geschäftsführer”, gab Staatssekretär*innen und Abteilungsleitungen den Vorzug vor Minister*innen, je dröger sich der Jobtitel las, desto attraktiver fand ich ihn, freute mich besonders über die Berufsbezeichnung “Jugendliche”. Scheiterte gleichzeitig an meiner Abneigung gegen Titel mit “Quo Vadis”, wenn es nicht um den gleichnamigen Roman oder seine Verfilmung geht (beim nächsten Buch dann, Ronan Steinke, ok?). Sehe mich irgendwann eine Session “Quo Vadis Quo Vadis” einreichen und hole mir dafür Forschung über Roman und Film auf eine Bühne. Spass.
Die Funde notierte ich wieder in eine Word-Tabelle mit Zeitstrahl, in der bis zu vier Sessions gleichzeitig Platz haben. Ab der fünften priorisiere ich schon vorher, sonst vor Ort.

§

Nochmal ein schöner Essay von Matthias Kalle über ein Männerthema:
“Warum Männer sich nicht anziehen können”.

Das Problem ist heute nicht, dass Männer sich schlecht anziehen. Das Problem ist, dass niemand mehr sagen kann, was „gut angezogen“ eigentlich bedeutet – und dass Männer nie gelernt haben, diese Frage selbst zu beantworten.

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 10. Mai 2026 – Isarlauf mit nochmaligem Abrollen, Mittelgebirgsbügeln

Montag, 11. Mai 2026 um 6:20

Gut und schön lang geschlafen. Aufgewacht mit dem Bewusstsein, dass ich seit Samstagmorgen kein Ibu mehr gebraucht hatte, Rückkehr der Schuldgefühle wegen Anstellens. (Zefix: Ich hatte den Schmerzen mehrere Wochen gegeben, im Grunde Monate seit Weihnachten, um von selbst zu verschwinden – und JETZT taten sie es?!)

Gemütlicher Morgen, neben Bloggen endlich den Wasserfilter erneuert -> die eine Kanne anständigen Schwarztee alle paar Wochen.

Das Draußen war weiterhin sonnig und warm, ich freute mich auf eine Laufrunde an der Isar. Der Schwimmkrampf vom Vortag in der linken Wade machte sich schmerzhaft bemerkbar, also dehnte und blackrollte ich vorher gründlich.

Zum Radeln nach Hellabrunn schlüpfte ich noch in eine Windjacke, doch ab Abstellen des Radls am Tierpark war das ärmellose Oberteil genau richtig.

Guter Lauf, ich kam bald in Schwung, die Wade spielte genauso mit wie der restliche Körper. Dass die Wege sehr bevölkert waren, hatte ich erwartet an einem sonnigen Muttertagsonntag. Zudem sah ich Grüppchen, von denen ich wusste: Sie nahmen Angebote des gestrigen Langen Tags der StadtNatur wahr.

Der Boden federte auf den meisten Abschnitten herrlich trotz Trockenheit: In diesem Mastjahr waren sie dick von abgefallenen Buchenblüten bedeckt.

Floßlände bereits in Betrieb.

Auch in Betrieb: Wasservögel-Fortpflanzung, gestern sah ich endlich Gänse- und Entenküken.

Kein StadtNatur-Event, sondern Radtour-Stopp.

Große Weißdorn-Freude

Kurz nach dieser Aufnahme und nach Weiterlaufen auf der Großhesseloher Brücke hörte ich:
“Sie sind aber auch toll abgerollt!”
Nämlich von der Radlerin, die nach einem weiteren Jogging-Stolpern und -Sturz auf den Brückenplanken (WTF?) hilfsbereit abstieg, um nach mir zu sehen. Nachdem wir geklärt hatten, dass ich mir wirklich nichts getan hatte, diesmal durch Abrollen nach links über die ganze Körperlänge.
Ich nehme ja alles an Komplimenten, was ich kriegen kann. Und weiß wirklich nicht, wie mein Körper auf diese Roll-Reaktion kommt. (Dann wieder: Vielleicht habe ich als gebürtige Ingolstädterin die Stuntmanschule von Sascha Borysenko einfach im Blut?)

Nach dem Sturz am vorherigen Wochenende hatte ich noch nachgerechnet: Das war der vierte in meinen 20 Jahren Rennerei, das ging wirklich. Aber öfter brauchte ich das echt nicht!

Man könnte sich das Kunst-Installation hinlügen, aber tatsächlich funktioniert da etwas sehr gründlich nicht.

Heim radelte ich lieber auf der Flaucher-Seite, dort erwartete ich weniger vielköpfige Radlfamilien mit unberechenbaren kleinen Kindern auf Spielzeugrädern.

Zu Hause besonders ausführliche Körperpflege (der Sturz hatte tatsächlich nur eine kleine Abschürfung am linken Ellbogen hinterlassen). Frühstück um halb drei: Hausgemachtes Kimchi, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot, eine Scheibe eben geholtes Brot.

Fürs Abendessen war gestern ich zuständig, also startete ich rechtzeitig das Zitronen-Thymian-Brathähnchen.

Wie geplant bügelte ich dann an der offenen Balkontür das Mittelbirge Bügelwäsche weg. Dabei hörte ich ein Feature des Deutschlandfunks von Ralf Bei der Kellen:
“Eine Saison im Berliner Wasserdorf
Prinzenbad”.

Gefiel mir sehr gut, schönes Format.

Während das Hähnchen im Ofen garte, las ich auf dem Balkon endlich die Wochenend-SZ – eher kursorisch. Hängen blieb ich aber an der Seite Drei über Erben in Westdeutschland vs. Ostdeutschland (€):
“Erben? Was denn?”.

Zwei Prozent vom Erbschaftsteueraufkommen: Das ist der Anteil, den die Ostdeutschen haben an dem, was in Deutschland vererbt wird.

Wunderte mich nicht, und mich ärgert immer wieder, wie gründlich Westdeutsche ein paar grundsätzliche finanzielle Benachteiligung Ostdeutschland ignorieren (z.B. Frauenrente), die sich aus 40 Jahren unterschiedlichen Gesellschaftssystemen ergeben.

Abendessen wurde gut, wir waren uns beide einig, dass es öfter Hähnchen geben sollte. Nachtisch Schokolade, während draußen der angekündigte Regen an die Fenster prasselte. Angekündigt ist auch ein Temperatursturz, ich zwang mich dazu, meine Kleidungsplanung der kommenden Tage daran anzupassen.

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Geschichts-Professorin Hedwig Richter hatte zum Muttertag ein besonderes Schmankerl aus ihrer Forschung parat, als Thread auf Bluesky:

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Weil ich die Hilf- und Ratlosigkeit so gut nachvollziehen kann: Hier ein wirklich guter Beitrag zur Männlichkeitsdiskussion aus der aktuellen männertaz von Matthias Kalle:
“Über Männer”.

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 9. Mai 2026 – Genossener Frühsommermaiensamstag

Sonntag, 10. Mai 2026 um 9:01

Recht lang geschlafen, aufgewacht mit der Freude, dass jetzt aber wirklich Wochenende und frei war. (Außer Pflichtpläne wie Schwimmen, Einkaufen, Laufen, Bügeln, Kochen.)

Ich fühlte mich verkatert, nahm das aber hin, weil halt der Preis des freitäglichen Wochenend-Feierns. Bis mir einfiel, dass ich ja gar nicht gefeiert hatte, seit einer Woche gar keinen Alkohol getrunken.

Amüsement über Verpackungsbetrug: Der linke “VORRATSPACK” enthält drei Stück weniger als der rechte normale eines anderen Herstellers, das obere Drittel des linken ist schlicht leer.

Die angekündigte strahlende Sonne versteckte sich noch gründlich hinter Wolken, doch bis zu meinem Aufbruch zur Schwimmrunde war sie rausgekommen. Sensation des Morgens: Obwohl ich am Vorabend keine dritte Ibu des Tages genommen hatte, war ich nahezu schmerzfrei. Nicht mal der mehr als warme Morgenkaffee löste Zahn-Toberei aus. Und schon begann etwas in mir mir Vorwürfe wegen der Riesenwelle mit Arztterminen zu machen, die ich gestartet hatte. Bis die Schmerzen und die Berührungsempflindlichkeit des zuletzt hauptsächlich schmerzenden Zahns sich doch wieder meldeten, ich war paradoxerweise erleichtert: Doch nicht nur angestellt. Und warf eine Ibu ein.

Gründliches Sonnencremen mit Hilfe von Herrn Kaltmamsell, gemütliches Radeln zum Dantebad, noch war ich um Jacke und Halstuch froh. Ich hatte extra Zeit mitgebracht, denn: Die Münchner Bäder stellen ihr Kassensystem jetzt und in den nächsten Monaten um, das Dantebad gehört zu ersten beiden umgestellten (wohl der Grund der besonders frühen Schließung für den Umbau zum Sommerbetrieb). Die Kommunikationskampagne dazu hatte mich früh erreicht, ich hatte Details nachgelesen. Und tauschte gestern meine bisherige aufladbare Bäderkarte gegen die neue. Das funktionierte etwas manueller als erwartet: Im Kassenbereich des Dantebads nahm eine SWM-Angestellte an Extra-Tischchen meine alte Karte entgegen und füllte mit mir ein Papierformular für die Rücküberweisung des Guthabens auf mein Konto aus. Dann ging ich wie eine Neukundin an die Kasse und kaufte eine neue Bäderkarte, belastete sie mit 100 Euro. Dort bekam ich auch einen Tipp für die Bedienung des neuen Eingangs-Automaten: Jetzt hält man die Karte nicht nur davor, man muss den Eingangswunsch zusätzlich durch ein”Ja”-Tippen auf einem Bildschirm bestätigen.

Schwimmen war schön: Becken gerade nicht zu stark beschwommen, und in exakt diesen anderthalb Stunden schien die Sonne von wolkenlosem Himmel. Allerdings fühlte ich mich die ganze Zeit müde, erklärte mir das wieder reflexhaft mit dem freitäglichen Wochenend-Feiern – das es auch weiterhin gar nicht gegeben hatte. Auf der allerletzten Bahn meiner 3.000 Meter ein Wadenkrampf, der mir jede Lust auf eventuelle Zusatzmeter nahm.

Heimradeln unter herrlichstem blau-weißen Himmel mit Umweg über einen Bäcker Wimmer: Ich wollte dringend nach langer Pause mal wieder deren Kernige (Handsemmeln mit Karotten und Körnern). Nerviges Stop-and-Go-Radeln, gestern war wieder Tag der Roten Ampel.

Frühstück um zwei mit zügigem Esstempo, um nicht vor Ende all der Dinge, die ich zu essen plante, satt zu sein. Das klappte: Hausgemachtes Weißkraut-Kimchi, zwei Körnersemmeln mit Butter und Marmelade, letztes Kirsch-Tapioka mit Vanille-Dickmilch. Großartig, ich genoss alles davon sehr. Und hatte selige zehn Minuten danach, bis sich mein Bauch drückend empörte, dass das ja wohl zu viel gewesen sei.

Lesen und Häuslichkeiten (u.a. Umstellen auf Sommerbettzeug, wegen leichterer Winterbettdecke nicht mehr so dringlich wie früher), aber es zog mich nochmal raus ins herrliche Wetter. Ich nahm einen schwieriger zu bekommenen Posten auf unserer Einkaufsliste als Anlass, zur Schwanthalerhöhe zu spazieren, bekam das Gesuchte (großes Glas Dijon-Senf, bisherige Quellen führten nur kleine). Wenn ich schon mal zu Öffnungszeiten in der Gegend war, besuchte ich den Laden von Wir2liebenWein, um zwei Lieblinge nachzukaufen. Wie immer wurden mir Probierschlücke angeboten, und da es mir noch zu früh für Alkohol war, bestanden diese aus Beispielen des alkoholfreien Angebots an fermentierten Getränken. Sehr gut! Jetzt weiß ich, was ich bei der nächsten festlichen Gelegenheit als Alternativen zu Schaumwein und Wein anbieten werde.

Daheim setzte ich mich lesend auf den Balkon (genau richtige Temperatur, dass auch Sonnenschein sich angenehm anfühlte), turnte vor dem Abendessen eine wohltuende Einheit Pilates, immer wieder entzückt von Gabi Fastners Lob “fleißig!”.

Ich öffnete die nachmittags geholte Flasche Amphoren-Rosé Pittnauer Dogma: Der aktuelle Jahrgang mit neuem Etikett, aber immer noch ein Knaller. Dazu arabische Nüsschen.

Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell auf meinen Wunsch (er hatte mir nach Aufessen des Ernteanteils angeboten, ein Pasta-Gericht zu bestellen) Mafaldine mit Aubergine und Ricotta salata, ganz wunderbar. Nachtisch Erdbeeren und dann Schokolade. Insgesamt wieder zu viel.

Im Fernsehen ließen wir auf 3sat die aktuelle Mephisto-Inszenierung der Münchner Kammerspiele laufen, die ich in meinem Abo vor einem Jahr bereits gesehen hatte. In diesem Fall funktionierte das Filmen überhaupt nicht: Auf der Bühne spielt alles im Theater, auf der Bühne, hinter der Bühne – verfilmt wirkten die Schauplätze der Szenen statt dessen beliebig, die Inszenierungsidee war nicht erkennbar. Dadurch wirkte auch das meiste andere durcheinander und beliebig. Man könnte die (sehr guten) Konzepte hinter dieser Inszenierung schon auch filmisch umsetzen, aber halt mit ganz anderen, filmischen Mitteln.

Vor dem Zu-Bett-Gehen holte ich mir noch einen Schwung Fledermausflattern zwischen den Bäumen vor Herrn Kaltmamsells Fenster – SO NIEDLICH!

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 8. Mai 2026 – Josef Hader bringt mich zum Nachdenken über Erzählhaltungen im Kabarett

Samstag, 9. Mai 2026 um 9:01

Schlaf nur wenig unruhig (bei jedem halben Aufwachen Schmerz- und Lage-Check) und nur wenig zu kurz, noch ein Glück (!) half Ibu auch in dieser Nacht gegen die Zahn-Sperenzchen.

Aufgestanden zu freundlichem Wetter, das sich beim Marsch in die Arbeit allerdings als knackig kalt herausstellte.

Bilderbuch-Biergarten am Bavariapark.

Morgens ein anstrengender Termin, aber auch morgens: schwächer werdender Schmerz! In Kombination mit Ende des Termins ein Enorphin-Schub.

Die Frühlingsluft zog mich mächtig raus: Mittagscappuccino im Westend.

Nach einigen verspäteten Tätigkeiten (Verspätung nicht von mir verursacht) gab’s zu Mittag Trockenpflaumen sowie Quark mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.

Geregelt abzuarbeitender Nachmittag, pünktlicher Feierabend. Ich nahm U-Bahnen zum Candidplatz, um im Caffe Fausto unsere Espresso-Vorräte aufzufüllen, zurück am Sendlinger Tor ein paar Lebensmitteleinkäufe fürs Abendbrot.

Daheim empfingen mich Blütenpracht und -duft:

Herr Kaltmamsell hatte auch dieses Jahr geschafft, mir Flieder zu besorgen.

Abendessen gab es früher als sonst: Wir hatten Tickets für einen Kabarett-Abend mit Josef Hader in den Kammerspielen. Ich bereitete aus Ernteanteilsalat und -Radiserln (plus die schönsten Radiserl-Blätter) mit Orangensaft-Haselnussmus-Dressing Salat zu, Herr Kaltmamsell briet zugekauften grünen Spargel sowie Grillkäse – der, wie sich herausstellte, vielleicht grillbar, sicher aber nicht bratbar war und einfach wie anderer Käse zerlief. Trotzdem gutes Abendessen.

Die Kammerspiele waren gestern ausverkauft, ich hatte Mitte März nur noch wenig Auswahl gehabt und mich für die letzte Reihe entschieden. Im Theater Erinnerung an meinen allerersten Besuch der Kammerspiele: 1986 Dieter Dorns Inszenierung von Der zerbrochne Krug. Damals hatten wir die letzte Reihe gewählt, weil a) billig und b) man für bessere Sicht auf die Bühne aufstehen konnte, ohne jemandem die Sicht zu verstellen.

Um uns herum alte Leute, also wie wir: Herr Kaltmamsell und ich dürften exakt im Altersdurchschnitt dieses typischen Kabarettpublikums gelegen haben. Und sahen Hader on Ice.

Ein gutes Programm mit über die beiden Stunden immer größerem körperlichen Einsatz – und es brachte mich dazu, über die verschiedenen Formen von Ein-Personen-Kabarett nachzudenken, also über das kabarettistische Ich. Hier ein erster Versuch der Einteilung in drei kabarettistische Erzählhaltungen:

1. Kabarettist*in trägt pointierte Texte vor, in denen es vor allem auf Analyse und Sprache ankommt, Bühnen-Ich und Person sind offensichtlich identisch. Beispiele: Dieter Hildebrandt und seine Generation politischer Kabarettist*innen, Hanns Dieter Hüsch, Sarah Bosetti.

2. Schauspiel mit offensichtlichem Schlüpfen in andere Figuren, oft inklusive Kostümierung, die Figuren werden damit karikiert, entblößt, der Lächerlichkeit preisgegeben. Die Beispiele, die mir einfallen, überschneiden sich mit Comedy: Luise Kinseher, Waltraud und Mariechen, Monika Gruber (glauben Sie es oder nicht: die war mal gut), Misfits.

3. Haders Technik wiederum wird gerne mit “dem Publikum den Spiegel vorhalten” umschrieben: Das machte Gerhard Polt in seinen langen besten Zeiten, Helmut Qualtinger auf die bösartigste und meisterlichste Weise immer. Hader erzählt so vor sich hin, witzelt oder schimpft über Umstände, verlockt das Publikum immer wieder dazu, sich mit dieser Persona zu identifizieren – bis es dann vielleicht doch die eine oder andere eskalierende Übertreibung nicht mehr mitgeht. Aber Schimpfen auf entlegene Gegenden, die romantisiert werden, aber in Wirklichkeit dann doch gruslig sind? Geht immer.

Nur manchmal ist das kabarettierende Ich offensichtlich weit entfernt von Josef Hader, zum Beispiel als Verschwörungs-Mystiker oder wenn er das Zerbrechen seiner letzten Ehe mit einer sehr jungen Frau berichtet und die Beziehungs-Interaktion über zwei bis drei Generationen darlegt. Dabei wechselt Hader nicht mal den Habitus: Er stellt sich zur Verfügung für diese Geschichte, die man ihm – wüsste man nicht, wer er ist – bei einer flüchtigen Bekanntschaft als seine abnehmen würde.

Draufgebracht hat mich ein kurzer Abschnitt im Programm, in dem er sich über Facebook-Gruppen lustig machte, inklusive Lästern, wie zu viel Zeit die Leute dort ja wohl haben müssen: Der irritierte mich als 15 Jahre veraltet und offene Türen einrennend – außer Hader äffte damit eine bestimmte seit vielen Jahren immer nur wiederholte und nachgeplapperte Haltung zu Online-Plattformen nach.

Und er hatte sowohl Bühne als auch Publikum im Griff, auch wenn Hader immer stärkere Alkoholisierung und Kontrollverlust spielte. Der Abschlussapplaus toste – aber nur genau so lang, wie Hader es zuließ, bevor er uns alle nach Hause schickte.

Herr Kaltmamsell und ich waren von Arbeitswoche und überhaupt völlig erledigt; während ich mir in der Pause noch Nachtischschokolade beim Heimkommen wünschte, war ich dann tatsächlich daheim um elf nur noch froh, ins Bett zu kommen.

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Entzückende 20 Minuten Sally Fields:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/GwSnqkV7eY0?si=gdsYuFHruPV1a6-3

via @joel.lu

Fields stellt sich als jemand heraus, mit der ich mich sehr gern einen Abend lang unterhalten würde (zum Beispiel über Teilchenphysik) – das geht mir bei den allerwenigsten Hollywood-Schauspielerinnen so. Unter anderem wegen ihrer sehr klugen Reflexionen darüber, was öffentlicher Ruhm und stardom bewirken, auch über ihr Schauspielen.

Schade, dass sie nicht über Not Without My Daughter spricht – der mein Bild von ihr lange Zeit und fälschlich dominierte. Und nicht über ihre Rolle in Emergency Room, die mir zeigte, was sie drauf hat. Kann ich sie ja bei unserem gemeinsamen Abend fragen.

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 7. Mai 2026 – Ibu-Sorgen, Feierabend im Nash

Freitag, 8. Mai 2026 um 6:26

Klar sorge ich mich bei dem vielen Ibu um meine Magenschleimhaut, zumal mir vom Pantoprazol übel wurde und ich das nach wenigen Tagen erstmal wegließ. Größte Sorgen bereitet mir die Morgen-Ration Ibu, da ich ja nichts esse, was die Belastung der Magenschleimhaut abfedern würde. Also hielt ich es gestern für eine gute Idee, die Morgen-Ibu versuchsweise zu überspringen und die erste für nach dem Mittagessen zu planen.
Ja, nee.
Als ich bei Arbeitsbeginn kurz vor Einrollen auf dem Büroboden vor Schmerzen war (rechts oben, rechts unten, rechter Gaumen, rechte Gesichtshälfte), schob ich nach. Das half beglückend schnell.

Der Morgen war richtig kühl und eher grau mit fahlen Sonnenstrahlen, aber ich hatte nach dem Aufstehen vorm Wohnzimmerfenster bereits kurz einen Falken gesehen.

Vormittags fuhr ich für berufliche Einkäufe mit der U-Bahn in die Innenstadt – pragmatische Lösung eines bürokratischen Wirrwarrs. Die nicht ganz so direkt war wie gedacht, da das angesteuerte Geschäft nach Jahrzehnten plötzlich geschlossen hatte, ich stand vor einer Baustelle. Doch auch jetzt fiel mir eine Lösung ein. Sie führte mich unterm Stachus durch – und bescherte mir die Entdeckung von zwei funktionierenden Fotoautomaten am Gang zwischen Rischart und Ausgang Neuhauser Straße: Künftig gibt es wieder häufiger Beiträge zu meinem Langzeit-Projekt, wenn ich dafür nicht jedesmal zum Ostbahnhof muss.

Zurück fuhr ich ab Hauptbahnhof und sah auf dem Weg zum U-Bahnsteig zwei Mäuslein durchs Treppenhaus huschen. Was auch schön war: mehrere Stunden nahezu Schmerzfreiheit.

Ich hatte mir gerade einen Mittagscappuccino aus der Cafeteria geholt, als die seit Stunden dräuenden Wolken sich zu ein paar Regentropfen erbarmten. Aber halt nicht mehr.

Mittagessen Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.

Emsiger Arbeitsnachmittag. Der Hauptschmerz war jetzt rechts oben einen Zahn weiter nach hinten gewandert.

Nicht zu später Feierabend, ich war zum Abendessen mit zwei ehemaligen Mitschülerinnen verabredet. Wir trafen uns im Café Nash am Jakobsplatz (das mir noch etwas schuldete, weil es nach dem anstrengenden Einsatz als Wahlhelferin geschlossen hatte).

Endlich das alkoholfreie Helle von Augustiner probiert (gut!), gutes Hummus gegessen, allerdings sehr schlimme Geschichten von aktuellen Lebensbelastungen gehört, u.a.: Wenn ein immer schon tyrannischer Vater im Greisenalter fast taub, fast blind, aber gleichbleibend bösartig ist, weiterhin die nur wenig jüngere pflegende Ehefrau ausbeutet und ans Haus fesselt. Bei mir lediglich ein weiteres Schmerz-Feature: Der neue Haupt-Schmerzzahn war berührungsempfindlich und fühlte sich an, als sei er drei Millimeter länger geworden – auch Kauen auf der Gegenseite ging nur sehr vorsichtig.

Doch wir erzählten einander auch schöne Dinge, und wir nahmen uns fest vor, dass dieses Jahr ein weiteres Treffen im Biergarten klappen wird.

Heimweg in kalter Luft, aber der Himmel hellte auf.

§

Wir mögen Spinner und Spinnerinnen.

Dieser Spinner erzählt die Geschichte seiner Kamera:

§

Mek wiederum serviert eine schöne Geschichte von Ineffizenz:
[Mi, 6.5.2026 – simplicity in prose, Ringbahn, Tiergartenquelle]
Der Kellner an der Ampel am Ende des Posts könnte direkt aus der Tante Jolesch stammen, dort allerdings mit irgendeiner Pointe: Hintergrundgeschichte, die das alles erklärt? Unfall des Kellners, alle Gäste treffen sich an seinem Krankenbett?

die Kaltmamsell