Und auch dieser Samstag und Sonntag waren ein Wochenende

Montag, 12. März 2012 um 6:34

Den Kuchen fürs Wochenende hatte ich schon am Freitagabend gebacken: Den saftigen Zitronenkuchen von Ulrike. Leider war mir der Sirup zu dickflüssig geraten und deshalb nicht wirklich eingezogen, geschmeckt hat der Kuchen dennoch köstlich.

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Schwimmrunde im sonnendurchfluteten Olympiabad, fast ohne Schwimmflügerlschwimmer. Auf dem Heimweg Narzissen und Tulpen eingekauft, die Sonne verhieß Frühling. Die Temperaturen hielten das allerdings nicht, deshalb keine Lust auf Spaziergang. Statt dessen Schwarzwälder Kruste gebacken. Dabei zeigte sich mal wieder der große Nachteil meiner sonst so geschätzten Kenwood-Küchenmaschine: Das schwere Viech wandert und kann bei höheren Knetgeschwindigkeiten nicht unbeaufsicht bleiben. Sonst passiert sowas:

Zum Glück stand der Stuhl direkt vor dem Tisch mit der Küchenmaschine – wäre sie auf dem gefliesten Boden gelandet, hätte ich jetzt vermutlich keine mehr. Das Brot gelang dennoch.

Zum Abendbrot gab es dazu die wunderbaren Grillauberginen mit Safranjoghurt aus Ottolenghis Kochbuch. Habe ich nun auch hier aufgeschrieben.

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Manchmal schießt mir ja schon der Gedanke durch den Kopf, dass Lila ein bisschen übertreibt mit ihrer Klage über die Einseitigkeit der deutschen Israel-Berichterstattung. Und dann schaffte es eine israelische Rakete bis in die Haupt-Tagesschau am Samstag, obwohl sehr sicher an den Abenden zuvor keine einzige der Raketen es dorthin geschafft hatte, die täglich in Israel landen. Genau wie Lila es vorhergesagt hatte. Nun gibt es ja als Nachrichtenmedium seit einiger Zeit auch das Internet. Vielleicht mögen Sie sich ein zusätzliches Bild machen, wie die Raketenlage in Israel aussieht: „Selbstgebastelte Kleinraketen“.

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Für den Sonntag hatte ich eine Laufrunde an der Isar geplant, doch das Wetter war derart grauslig kalt und verregnet, dass ich ausnahmsweise überhaupt keine Lust hatte. Und so versuchte ich es mit Gammeln (das mir der Mitbewohner bislang noch nie als solches hat durchgehen lassen: „Aber du bist geduscht!“): Buchlesen, Internetlesen, Mittagsschlaf, mehr Lesen.

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Die Sache mit den Kindern. Dasnuf plädiert dafür, Kinder in jedem Teil der Gesellschaft zu akzeptieren und keine Sonderbereiche für sie zu schaffen. Das passt gut zu meiner Haltung, dass wir, die wir Probleme mit Kindern haben, uns gefälligst zusammenzunehmen haben, nicht etwa die Kinderhaber oder Kinder – wir haben das Problem, nicht sie. Hier zur Erinnerung mein kleiner Kinderhasser-Berater.

Schöne Kindergeschichten gibt es natürlich auch. So hat Isa einen Ausflug mit ihrem zweieinhalbjährigen Patensohn gemacht und berichtet aufs Wundervollste.

die Kaltmamsell

9 mal Beifall zu “Und auch dieser Samstag und Sonntag waren ein Wochenende”

  1. Anne meint:

    Im BR wurde gestern über die Diskussion um ein Hotel mit Kinderverbot berichtet
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/euroblick/Oesterreich-Hotel-Kinder100.html
    Das Argument des junge Besitzers (selbst frischgebackener Papa), was ich nachvollziehen kann, lautete: “Was ist erlaubt und was nicht – diese Diskussionen wollten wir unseren Mitarbeitern nicht mehr zumuten.“ Zu Deutsch: Das Problem sind nicht die Kinder, sondern die Eltern, die ihre Kinder nicht erziehen (zumindest nicht so, dass sie in das Luxushotel passen…).
    Erstaunlich: Ein Gast-Ehepaar mit älterer Tochter, offensichtlich mit Down-Syndrom, begrüßte die Ruhe ohne Kinder. Haben die keine Angst davor, dass sie die nächsten sein könnten, die ausgesperrt werden (“stören mein ästhetisches Auge … will im Urlaub Ruhe vom Leid der Welt” oder so)?

  2. die Kaltmamsell meint:

    Den Ansatz halte ich aber für richtig, Anne, die Bezeichnung für falsch: Nicht die Kinder in Sonderzonen verweisen, sondern die Kinderablehner ghettoisieren und ausgrenzen. Man könnte es ja Eltern dadurch einfacher machen fernzubleiben, indem man die Umgebung für Kinder lebensbedrohlich gestaltet.

  3. Crazycook meint:

    Mit einem feuchten Tuch unter der Kenwood kann das Problem “Wandern auf glattem Untergrund” leicht und einfach gelöst werden. Am besten eignet sich dafür ein Abwaschtuch http://ebel.1a-7936.antagus.de/shop/product_info.php?info=p239_Abwaschtuch-Putzblitz-38-x-40-cm.html

  4. Sebastian meint:

    Der Stuhl ist aber auch perfekt fuers Kuechenmaschinenauffangen. Ich glaub ja, dass es eher den Fliesenboden als die Kenwood gekostet haette. (Bin heute etwas hessisch.)

  5. walküre meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Gerne gelesen

    *******************************************************

  6. emmi meint:

    Gammeln zählt nur als gammeln, wenn man es gerade mal geschafft hat sich die Zähne zu putzen und am besten noch die Tagesschau im Schlafanzig guckt.
    emmi

  7. Gaga Nielsen meint:

    Das Kenwood-Bild ist lustig!
    Die Maschine ist eventuell etwas überarbeitet und macht ein Nickerchen. Das Bild erinnert mich auch an Dornröschen. Die Stelle, wo der Bäcker dem Gesellen eine Backpfeife geben will und dann mittendrin in den Dornröschenschlaf fällt.

  8. barbara meint:

    Hier was schwarzhumoriges zum Thema Israel und Raketen:http://youtu.be/9cFV6QxnkaY . Ist ein AD eines israelischen Pay TV Senders.

  9. barbara meint:

    Entschuldigung – ich meinte Bombe.

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