Fotos

Journal Samstag, 18. Juni 2016 – Chemieexperiment

Sonntag, 19. Juni 2016

Nach zwei Wochen Laufpause radelte ich vormittags raus nach Thalkirchen zu einem teilweise sogar sonnigen, durchwegs aber angenehmen Lauf. Lediglich meine linke Achillessehne schmerzte etwas, ansonsten nichts – ein Geschenk.

160618_01_Isarlauf

Das Wasser der Isar stand sehr hoch.

160618_07_Isarlauf

160618_08_Isarlauf

160618_20_Isarlauf

160618_39_Isarlauf

160618_40_Isarlauf

§

Beim Frühstück beobachtete ich die bettelnden Meisenkinder auf dem Balkonsims, die notfalls auch dem Kleiber anquietschend am Meisenknödel auf den Pelz rücken. Sie wissen noch nicht, was sich gehört und dass er in der Fressordnung über ihnen steht. Er flog dann auch genervt davon.

Für das Techniktagebuch aufgeschrieben, warum man britische Zugtickets nicht online bekommt.

Das wenige Silber im Haushalt (Schmuck, geerbte Besteckstücke) geputzt.
Nicht dass ich das Bedürfnis gehabt hätte, doch bei Ilse hatte ich von einem Chemieexperiment gelesen, das ist auch durchführen wollte. Ich nahm einfach Speisesalz.

160618_46_Silber

So hell habe ich die von der kastilischen Verwandtschaft ererbte Fleischgabel noch nie gesehen. Hier eine einfach zu verstehende Erklärung. – Ionen! Super Erfindung! (Ok, ok: Ich hatte genau ein Jahr Chemie im Leben und das mit einer Vier abgeschlossen. Ich gebe Chemikerin Frau Brüllen völlig recht: Man hätte mir das Abitur verweigern sollen. Selbst die Kinder Brüllen haben wahrscheinlich mehr Chemie-Ahnung, als ich je zusammenkratzen könnte.)

§

Nach Monaten mal wieder Brot gebacken – ich kann’s noch. (Landbrot aus Zeiten, als das Kochtopf-Blog noch nicht völlig PR-Blog war. Ich vermisse die PR-ferne Zorra.)

160618_52_Landtopfbrot

§

Es fühlt sich selbstschulterklopfend an, einen Dank an mich zu verlinken – aber der Text und die Fotos von stattkatze sind so schön, dass ich ihn trotzdem als Lektüre empfehle.
„Bath Tales“.

Journal Freitag, 17. Juni 2016 – Nationalelf

Samstag, 18. Juni 2016

Kalauer-Tweet trifft auf Kalauer-Zeichner.

Darüber freute ich mich gestern den ganzen Bürotag.

Ich unterhielt mich mit zwei Azubis (18) über heutigen Musikkonsum. Ein Anhören in einer bestimmten Reihenfolge ist inzwischen tatsächlich völlig verschwunden: Musikdateien auf ihrem eigenen Abspielgerät teilen sie sehr wohl in Gruppen ein und typisieren sie, doch angehört wird sie in Zufallsreihenfolge. „Sonst weiß ich ja vorher schon, was als nächstes kommt, das ist ja langweilig.“ Ich fragte die beiden, wie sie Musik verschenken. Einen Link zu einer Playlist auf Spotify bezeichneten sie als „zu unpersönlich“; eher überreichen sie eine Zusammenstellung auf einem USB-Stick. Meine Nachfrage, mit welcher Technik sie zumindest hier eine durchkomponierte Reihenfolge erreichen, verstanden sie nicht: Dieses lineare Durchkomponieren, vielleicht sogar mit einem Intro oder dazwischen kommentierenden Filmdialogen/Kabarettausschnitten, war ihnen fremd.

Der Tag wurde richtig sonnig, nach der Arbeit radelte ich durch leisen Lindenduft zum Josephsplatz, um bestellte Bücher abzuholen. An den Radlerinnen und Radlern um mich herum sah ich an Kleidung alles von Anorak/Fellstiefeln bis Trägerhemdchen/Sandalen.

§

Abends bereiteten Herr Kaltmamsell und ich eine Spargelmahlzeit mit Kräuterkartoffeln aus den ersten Frühkartoffeln des Ernteanteils.

160617_02_Fruehkartoffeln

Ich erkläre das Essen von Glastellern hiermit zur Kulturtechnik.

§

Drei Monate ist es nun her, dass Moni und Scott ihren Sohn John völlig überraschend verloren haben. Sie suchen immer noch nach einem Weg, damit zu leben.
„drei monate.“

Journal Mittwoch, 15. Juni 2016 – Bilder von meinen inneren Werten

Donnerstag, 16. Juni 2016

Sehr früh aus dem Haus, um neue Bilder von mir machen zu lassen – man weiß ja nie, wann die nächste Bewerbung ansteht.

160615_05_MRT

In der Arbeit unter anderem Erledigungen, die mich Überwindung kosteten. Die Erleichterung fühlt sich dann immer nach „Feierabend!“ an.

Da Herr Kaltmamsell wieder lange arbeiten musste, holte ich unseren Ernteanteil im Verteilerpunkt Hans-Sachs-Straße ab.

160615_09_Ernteanteil

Die ersten neuen Kartoffeln! Sie sind bereits für Freitag als Kräuterkartoffeln zu Spargel eingeplant. Laut Beipackzettel gab es sie erst diese Woche, weil sie zuvor zwar reif, aber aus dem nassen Boden zu schwer zu ernten waren.
Da ich diese Woche sonst gar nicht mehr dazu komme, schob ich eine halbe Stunde Training ein – gut geschwitzt. Aber ich fühle mich derzeit untersportelt.

Zum Abendessen gab es den Salat mit der Gurke, dazu briet Herr Kaltmamsell ein Omelett mit Zwiebel, Guanciale und frischem Koriander. Für den Nachtisch ging ich durch den Regen zur nächstgelegenen Eisdiele in der Landwehrstraße: Er besteht nur aus einer Theke in der Hauswand1, ist da schon immer und verkauft traditionelle italienische Eissorten (durchaus mit Innovationen wie „Butterkeks“ oder „Mascarpone Erdbeer“).

§

Was Fußball mit meiner Twitter-Timeline macht:

160614_Fussball

§

Der Guardian bereitet das United Kingdom auf die Zeit nach einem erfolgreichen Brexit vor:
„A Brexit survival guide: freeze your cheese and holiday in Albania“.

Und beschreibt auf der ernsthaften Seite, welche Verheerungen die ganze Initiative schon jetzt angerichtet hat:
„Brexit supporters have unleashed furies even they can’t control“.

Wobei ich recht sicher bin, dass die negativen Folgen eines Ausstiegs aus der EU *rubbeldiekatz* auch den Einwanderern zugeschrieben werden.

  1. Damit ist sie sehr nah an den Ursprüngen deutscher Eisdielen. []

Journal Sonntag, 12. Juni 2016 – #12von12

Montag, 13. Juni 2016

Was hinter 12von12 steckt.

Am Samstagabend hatte ich noch sehr daran gedacht, Sonntagmorgen war die Erinnerung an #12von12 weg. Erst beim Radeln zum Stepaerobic-Hopsen am Ostbahnhof fiel mir wieder ein, dass ich Fotos machen sollte. Fing ich also im Sportstudio an.

160612_01_Studioblick

Ich war schon Monate nicht mehr dort gewesen. Das heißt, ich habe Ihnen schon lange keine Aussicht aus dem Fenster der Umkleide gezeigt!

160612_03_Studio

Bevor ich noch ein halbes Stündchen auf dem Crosstrainer strampelte, stellte ich schon mal im Turnraum meinen Step auf. Da ich eher zu den geübten Hüpferinnen gehöre, stelle ich mich eher hinten auf.

Raten Sie mal, wo die vier Turnerinnen um mich herum sich aufgebaut hatten, als ich zur eigentlichen Stunde in den Raum kam. Genau: Drei hinter mir, nur eine davor, vor mir bis zum Spiegel war es leer. Der Hüpfplatz einer hinter mir, die sich auch noch als Anfängerin herausstellte, war zudem nur 50 cm von meinem entfernt. So eng kommt man nur miteinander zurecht, wenn beide die Choreographie ziemlich richtig turnen: Wenn die eine in einer Richtung um den Step springt, die andere falsch in eine andere, gibt’s Kollisionen. Ich hielt meine passive Aggressivität (ICH STAND DA ZUERST) nur 20 Minuten und drei Fast-Kollisionen durch, die Dame merkte nichts. Dann schleifte ich meinen Hüpfplatz halt zwei Meter nach vorn. Doch insgesamt hatte ich viel Spaß in der Stunde.

Apropos Sportstudio: Die Spiegel dort zeigen mich eine deutliche Kleidergröße schmaler als die Spiegel im Giesinger Studio.

160612_05_Sportgesicht

Der Beweis: Sport macht schön.

160612_10_Isar

Heimradeln vorbei am Müller’schen Volksbad.

160612_12_Fruehstueck

Frühstück. Das mich allerdings nur kurz sättigte. Danach knabberte ich bis zum Abendbrot fast durchgehend an irgendwas herum: Käse, Kekse, Tomätchen, Schokolade.

160612_14_Marinade

Zum Abendbrot sollte es Zitronen-Thymian-Hähnchen geben, also bereitete ich die Marinade zu.

160612_16_Thymianhuhn

Und verteilte sie unter der Haut des Bauerngockels, den Herr Kaltmamsell am Samstag auf dem Klenzemarkt gekauft hatte.

160612_18_Nagellack

Nägel lackieren. Zwar werden sie laut Wettervorhersage mindestens die nächste Woche wieder in geschlossene Schuhe gesperrt, aber seit ein paar Jahren lackiere ich die Zehennägel selbst im Winter – weil sie mir so besser gefallen, wenn ich an meinen Beinen runterschaue. Die Technik ist brutal geblieben wie beim ersten Mal: Ich lackiere halt, so präzise ich kann – und das ist nicht sehr. Und knibble am nächsten Tag nach dem Duschen das Drübergemalte weg.

160612_20_Rentenversicherung

Sonntägliche Tüchtigkeit. Die Rentenversicherung hat mal wieder geschrieben: Jemand, der dort sehr auf mich aufpasst, hat mein Jahr Auszeit entdeckt und möchte wissen, ob ich da vielleicht ein Kind erzogen habe. Ein einfaches, „äh, nein“, reichte nicht, ich musste mehrere Formulare ausfüllen.

160612_27_Fotoautomat

Monatliches Automatenfoto. (Na gut, das vorherige ist bereits zwei Monate her.) Der erste Automat, in den ich mich setze, nahm mein Geld, zeigte aber kein Guthaben an und fotografiert mich konsequenterweise nicht. Zum Glück hatte ich jede Münze doppelt dabei (falls eine nicht angenommen wird) und konnte mich von dem Nebenautomat fotografieren lassen. Diesmal (Geldfraß ohne Foto passiert immer wieder) rief ich die Servicenummer an und sprach die Störung aufs Band. Mal sehen, ob die Firma wie angekündigt zurückruft und ob ich meine 3 Euro 50 diesmal zurückbekomme.

160612_28_Martini

Martinis vor dem Gockel.

160612_30_Thymianhuhn

Gockel verzehrfertig. Er schmeckte ausgezeichnet.

§

Am Samstag war es fast durchgehend regnerisch gewesen. Zumindest hatte ich drei Stunden lang Blogposts bei der VG Wort angemeldet, mal sehen, in wie viel Geld sich das dieses Jahr verwandelt.

§

Hande erzählt auf Instagram die schöne Geschichte ihres Lieblingsdesserts.

§

Ich versuch’s ja, brav aktiv zu ignorieren. Aber so schnell kriege ich die Hashtags auf Twitter gar nicht mit, dass ich rechtzeitig filtern kann.
Und dann wurde ich gestern Nachmittag auch noch mit den ersten beiden Hup-Corsos auf Sonnen- und Lindwurmstraße beglückt (im Ramadan ist es unwahrscheinlich, dass ich da was mit einem muslimischen Hochzeitsgehupe verwechsle).

„I wanna go back to being weird … I like being weird… weirds all i’ve got“

Journal Freitag, 10. Juni 2016 – nachgeholter 23. Rosentag

Samstag, 11. Juni 2016

Am Rosentag, dem 21. Mai, waren Herr Kaltmamsell und ich ja dieses Jahr auf Reisen. Ich nahm mir die Freiheit, ihn am erstmöglichen gemütlichen Freitagabend nachzuholen.

Auf dem Heimweg radelte ich durch milde Sonne zum Blumenladen am Stephansplatz, in dem ich den alljährlichen Rosenstrauß seit vielen Jahren kaufe. Ich sorgte mich ein wenig, wie alt und gebrechlich der Blumenhändler scheinbar plötzlich aussah – selbstverständlich ging ich immer davon aus, dass ich auch noch die 50 Rosen im Jahr 2043 bei ihm kaufen würde.

160610_02_Rosentagrosen

Das Festessen gab es daheim, Herr Kaltmamsell hatte sich Selbstkochen statt Restaurantbesuch gewünscht. Und weil wir Lust auf Käsefondue hatten, zudem als Erwachsene keine Rücksicht auf Jahreszeiten nehmen müssen, gab es Käsefondue.

160610_05_Käsefondue

Während der gemeinsamen Vorbereitung (ich bastelte zudem einen Salat zum Mitbringen auf ein samstägliches Sommerfest) verdichtete sich der Plan, den 25. Rosentag in zwei Jahren richtig groß und mit vielen Gästen zu feiern. Wir hatten ja kein Hochzeitsfest, weil wir unseren heimlichen Gang zum Standesamt als rein bürokratischen und eher unpersönlichen Akt gesehen hatten. Der 25. Rosentag aber wäre ein sehr persönlicher Anlass, der für uns viel mit Liebe, Romantik, Schicksal und Lebensweg zu hat – also ein idealer Anlass für ein großes Fest.

§

Eine Frau wird von zwei Männern sexuell missbraucht, das Ganze ist als Video veröffentlicht. Dass sie wegen der Anzeige dieses Verbrechens nun selbst wegen Falschverdächtigung vor Gericht steht (Chronik der Abläufe bei stern.de), enthüllt mehr über die Bigotterie unserer Gesellschaft beim Thema Frauen und sexuelle Gewalt, als ich es eigentlich wissen wollte.

Anne Wizorek kommt zu demselben Schluss:
„Der Umgang mit dem Fall Gina Lisa ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft“.

Eine betrunkene Frau gibt mit ein paar Wodka Redbull aber nicht automatisch ihr Recht ab, über ihren eigenen Körper bestimmen zu dürfen.

(…)

Gina-Lisa Lohfink ist kein „perfektes Opfer“—weil es eben keine „perfekten Opfer“ gibt. Die Realität sexualisierter Gewalt sieht anders aus, aber weder unsere Gesetze dazu, noch unser Justizsystem bilden diese Wirklichkeit ab. Gina-Lisa Lohfink bringt es selbst auf den Punkt wenn sie sagt: „Tattoos, Brüste, Nägel, Haare—ich bin doch ’n Mensch.“ Genau das.

stern.de-Chefredakteur Philipp Jessen findet es in seinem Kommentar „#TeamGinaLisa“ erwähnenswert, dass sich junge Feministinnen für die Menschenrechte einer Frau einsetzen, „die sich mithilfe plastischer Chirurgen zu einem sogenannten Männertraum umformatieren ließ“ und „ziemlich genau das Gegenteil dessen sein dürfte, wofür sie selbst einstehen“. Das ist einerseits traurig, weil diese feministische Unterstützung sich eigentlich von selbst verstehen sollte. Andererseits hat Jessen möglicherweise damit formuliert, wofür die Richtung Feminismus steht, mit der ich mich identifiziere: für Selbstbestimmung.

Gegenbeispiele: Feministinnen, die Frauen zum Beispiel das Recht absprechen, selbstbestimmt Hijab zu tragen. Oder die die Hatz gegen Monica Lewinsky mitgetrieben haben.

§

Erst jetzt habe ich mitbekommen, dass Lieblingsaltphilologin Mary Beard den Premio Princesa de Asturias bekommt: Wie schön!

I hate with a vengeance the kind of popularising history (or popularising anything) that assumes that the wider public can be fobbed off with some over-simplified, dumbed-down version of what academics really talk about. It has always seemed to me that you can remove some of the jargon, talk clearly and capture precisely the issues that are those under debate. So I was particularly pleased when I saw these words of the jury, referring to my ‚talent for making specialized knowledge both accessible and relevant to the general public‘. That’s exactly what I have wanted to do.

(Korrektur der Tippfehler von mir)

Journal Donnerstag, 9. Juni 2016 – #throwbackthursday

Freitag, 10. Juni 2016

Ein düsterer Tag, kalt und nass bis zu Sturzregen.

Morgens eine Runde Krafttraining – diesmal überwog dabei die Freude am Spüren des Körpers.

In der Arbeit Betreuung eines Fremd-Azubi: Der junge Mann lernt an einem anderen Standort und sah sich eine Woche in der Zentrale um, gestern in meiner Abteilung. Spannende Gespräche, Freude an seinem Interesse und seinen gewitzten Beobachtungen (ich hatte ihn unter anderem in die Morgenrunde der Abteilung mitgenommen und fand seine anschließenden Fragen interessant).

Nachmittags Besprechung zu Änderungswünschen eines Untermoduls der hiesigen, seit 17 Jahren wuchernden ERP-Software. Es werden wirklich alle, alle Wünsche berücksichtigt. Als Dünger der grenzenlosen Wucherung.

§

Abends sah ich auf Instragam einige alte Baby-, Kinder- und Jugendfotos unter #throwbackthursday und grub ein wenig in meinen eingescannten Familiendias.

1984_Gips

Auf diesem Bild muss ich 14 oder 15 sein, wir schrieben also 1981/82. Am Sonntag davor war ich mit Eltern und deren Freunden auf Radtour am und im Altmühltal gewesen. Zwischen Denkendorf und Gelbelsee ging es nicht nur am geografischen Mittelpunkt Bayerns vorbei, sondern auch lange, lange abwärts – was ich mit hohem Tempo genoss. Bis zur unerwarteten Haarnadelkurve vorm Schloss Kipfenberg: Nach Bremsen und Schliddern flog ich in flachem Bogen ins Gehölz. Da mir danach das Knie weh tat (ich hatte riesiges Glück gehabt und war sonst praktisch unverletzt) und nachdem die Mitradelnden, die meinen Sturz beobachtet hatten, ohnehin sehr erschrocken waren, brachte man mich in die Notaufnahme des Ingolstädter Klinikums. Das Röntenbild interpretierte der diensthabende Arzt als Sprung in der Kniescheibe und ließ mir den ersten und einzigen Gips meines Lebens anlegen.
Einige Tage später sah ein Orthopäde die Aufnahme und erkannte den vermeintlichen Sprung als altersgemäßen Wachstumsspalt, der Gips kam weg. Aber zumindest gibt es ein Foto von mir mit Gips.

Journal Dienstag, 7. Juni 2016 – Gins probieren

Mittwoch, 8. Juni 2016

Noch ein Sommertag.

Morgens testete ich vor der Arbeit eine halbe Stunde, ob der Crosstrainer im Wintergärtchen überhaupt noch funktioniert: Er tut.

Abends war ich mit zwei Kolleginnen in Untergiesing verabredet: Das Burger-Lokal Wuid bietet nicht nur auch die Idealform des Burgers an, nämlich bayrische Fleischpflanzerl, sondern auch dienstags ein Gin-Tasting. Aus einer etwa 40 Posten starken Gin-Liste wählt man drei aus, aus 3 Tonics eines, und dieses gibt’s mit Eis, Limette, Gurke zu probieren.

160607_05_Gintasting

Ich hatte einen Bavaraka Bavarian vom Schliersee (sehr würzig kräftig), einen Applaus Dry aus Stuttgart (duftig mit Obstlernote) und Hell’s Kitchen aus München (spanische Parfümerie). Der Stuttgarter schmeckte mir am besten, außerdem noch der Botanist von der Isle auf Islay der Kollegin.

War schon der Hinweg durch den alte Südfriedhof wundervoll gewesen, so genoss ich den Rückspaziergang in der Dämmerung noch mehr.

160607_01_Suedfriedhof

160607_08_Isarstrand

Gute Nachricht: Mit den neuen roten Sandalen aus Brighton kann ich bequem lange Strecken gehen.