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Journal Dienstag, 28. April 2026 – Lerche läuft vor Arbeit

Mittwoch, 29. April 2026

Unruhige letzte Nachstunden mit Angstwellen, ich beendete sie noch vor für Lerchenlauf extrafrühem Wecker.

Herr Kaltmamsell hatte seinen Morgenmilchkaffee abbestellt: Er musste gestern das Haus bereits um halb sechs verlassen, um das diesjährige Deutsch-Abitur an seiner Schule vorzubereiten. Um diese Zeit trank ich noch meinen Kaffee, machte mich aber auch früh lauffertig. Ein paar Grad mehr hatte es als von einer Woche, ich verzichtete auf Mütze und Handschuhe, war mit langärmligem Lauf-Hoodie und langen Hosen diesmal richtig ausgestattet.

Der Lauf selbst war ok, Schmerzen halt um die Hüftgegend, von anfangs linke LWS ins linke Knie bis rechter Sitzbeinhöcker in die ganze rechte Beinrückseite am Ende meiner 80 Minuten (die ich mir durch besonders frühen Start gönnen konnte). Deutlich stärker störten Zahn- und Gesichtsschmerzen rechts, beim Atmen durch offenen Mund schmerzte selbst die Luft am derzeitigen Haupt-Wehzahn. (Mir sollte nach vier Monaten Schmerzen eigentlich klar sein, dass die nicht von allein weggehen werden.)

Apropos Atmen: Herrliche Frühlingdüfte inklusive Morgenfeuchte.

Zurück daheim zackiges Duschen und Fertigmachen, unwesentlich verlängert, als ich dazwischen eine Brummwespe (Wohnungssuchverdacht) rausschaffen musste.

Wieder war ich nach zügigem Marsch in die Arbeit ca. 40 Minuten später als sonst am Schreibtisch.

Arbeitsvormittag ein wenig turbulent, aber nicht wirklich unangenehm. Für Mittagscappuccino reichte die Zeit nur in der Cafeteria, ich stürzte kurz raus auf Obsteinkauf.

Und so gab es zu Mittag neben Hüttenkäse mit Leinsamenschrot auch mal Kulturheidelbeeren (schmeckten ok, wenn ich den Geschmack von August-Blaubeeren aus dem Wald vergaß) und eine Banane. Plus dann doch eine Ibu, mir fiel ein, dass es keinen Grund gab, die Zahn-Gesichts-Schmerzen zu erleiden. Half zum Glück schnell.

Heimweg in milder, aber nicht unangemessen warmer Luft über die Theresienwiese, auf die wie derzeit jeden Abend zum Frühlingsfest Bayern-Cosplayer*innen strömten, vor allem junge.

Zu Hause Häuslichkeiten, dann nochmal die angenehme Yoga-Folge vom Vortag.

Herr Kaltmamsell verarbeitete die letzten Bestandteile des Ernteanteils, nämlich Lauch, Kartoffeln, Korianderblätter, zu einem Curry mit Kokosmilch.

Leichte Schärfe, ganz hervorragend. Nachtisch Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen und zu O’Farrells Hamnet, der als historischer Roman eher ungewöhnlich ist.

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Ein Bäcker, der von den chemischen Prozessen her denkt – und nicht Lutz Geißler ist. Aber der in solchen Formulierungen spricht:

Ich bin hier extrem wirksam, ich lasse keine Energie auf einer Strecke, ich kann immer rasch in die Umsetzung gehen.

Die Meisterstunde interviewt einen höchst eigenwilligen Handwerker, der auch sonst viele meiner Vorstellungen über den Haufen wirft:
“Bäcker Arnd Erbel über den Wert der täglichen Reproduktion: ‘Die wahre Meisterschaft entsteht im Wissen um die Toleranzen'”.

Journal Montag, 27. April 2026 – Beifang aus dem Internetz

Dienstag, 28. April 2026

Eher unruhiger Schlaf mit vielen Unterbrechungen, unter anderem wegen chlorschnupfig zugezogenen Nasenschleimhäuten, doch das Wochenende war erholsam genug für Kompensation gewesen.

Sonniger, kühler Weg in die Arbeit.

Start der Glyzinienblüte!

Ereignisreicher Arbeitsvormittag, wirklich geplant war davon eigentlich nur eine Info-Veranstaltung zur hauseigenen Generativen KI: Nichts war mir wirklich neu, mir fällt weiterhin keine Tätigkeit in meinem Arbeitsalltag ein, für die ich sie nutzen könne (ich würde WIRKLICH gerne mal!).

Querschüsse von mehreren Seiten, gegen elf kam ich wieder halbwegs zu mir. Und hastete gleich mal raus in die schöne Sonne auf einen Mittagscappuccino.

Zurück im Büro mehr Hasten, das Mittagessen wurde spät: Apfel, letzte Aprikosen, Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Nachmittag mit Arbeit, die mich viel menschliche Überwindung kostete. Keinen Ärger eingehandelt, vor Erleichterung im Smalltalk fast ehrlich gewesen.

Heimweg über Lebensmitteleinkäufe. Den Kartoffelsalat fürs Abendessen hatte ich ja schon am Sonntag vorbereitet, er sollte mit Fischstäbchen verpartnert werden (NICHT hiervon inspiriert!). Die besorgte ich noch (legte die 26-Stück-Packung brav wieder zurück und nahm nur 15 Stück mit).

Daheim die Balkontür geöffnet, nach Häuslichkeiten eine schöne Folge Yoga.

Herr Kaltmamsell garte die Fischstäbchen im Ofen, dort wurden sie zwar nicht knusprig, aber trotzdem gut. Nachtisch Schokolade.

Früh ins Bett getorkelt, zu müde zum Lesen

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Vielleicht erlebe ich gerade an meiner eigenen Reaktion auf Generative KI, wie viele andere auf das Thema “Social Media” reagierten und reagieren: Meine Abwehr und mein Widerwillen richtet sich in Wirklichkeit gegen Anwendungen und Ergebnisse – vor allem die kitschigen Bilder widern mich an, sie tauchen mittlerweile auch in meinem Berufsleben immer häufiger auf.
(Die eigentliche Technik und ihre Möglichkeiten finde ich ja aufregend und großartig.)

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katatonik hält sich gerade in Japan auf und berichtet, hier geht’s los. Unter anderem besonders, weil sie längere Jahre in Japan gelebt hat.

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Roger Rosenblatt schreibt in der New York Times eine Hymne auf alte Frauen:
“My Wife Is 85. She Takes My Breath Away.”

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“Wissenschaftserklärerin Nguyen-Kim: ‘Wir überschätzen völlig, was Rationalität leisten kann'”.

Interview mit vielen wichtigen Aspekten, unter anderem über die Rolle von Vertrauen.

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Seit einigen Frühlingen bereitet mir der Anblick der blühenden Testosteron-Zierkirschen ein ungutes Gefühl, und ich freue mich viel mehr über die Blüte tatsächlicher Obstbäume. Robinga Schnögelrögel kann erklären, warum mein Gefühl begründet ist.

Journal Samstag, 25. April 2026 – Regenwasserrückhaltebeckenfolienverlegung

Sonntag, 26. April 2026

Das war gestern ein wundervoll eindrucksreicher Tag in herrlichem Sonnenschein. Aufgestanden war ich sehr früh und noch vor frühem Weckerklingeln, eine Angstflut spülte mich aus dem Bett.

Stadtei verkleidet für Arbeitseinsatz im Dreck, unter der gammligen Fleecejacke noch ein gammliges Sportshirt, darunter ein Trägershirt für verschiedene Wärmen, es waren bis zu 23 Grad vorhergesagt (unter all dem Sonnencreme LSF 50). Im Rucksack hatte ich Turnschuhe für einen eventuellen Fußweg zurück zum Bahnhof, Zeitung für die S-Bahnfahrt hin, außerdem Brotzeit. Ich hatte mich letztendlich gegen Fahrradmitnahme entschieden, als mir einfiel, dass ich zwar bei der Hinfahrt in der S-Bahn reichlich Platz dafür haben würde, aus vorherigen Erfahrungen aber wusste, dass an einem sonnigen Samstagnachmittag die Züge und S-Bahnen rein nach München sehr voll sein würden, auch durch mitgenommene Fahrräder.

Ausblick vor meiner Haustür, es war zapfig frisch.

Alles war wie von Kartoffelkombinat-Veranstaltungen gewohnt hervorragend organisiert, Vorständin Jana hatte die Hilfstruppe des Tages mit der idealen Öffi-Verbindung raus in unsere Gärtnerei in Spielfeld nördlich von Mammendorf im Landkreis Fürstenfeldbruck versorgt. Also stieg ich am Stachus in die S3, ließ mich Zeitung lesend bis zum Endbahnhof Mammendorf fahren, stieg dort mit jetzt erkennbaren anderen Kartoffelkombinatler*innen aus und wartete auf den Linienbus, der uns praktisch vor den Gartenzaun fahren würde.

Im Bus saß dann bereits Vorstand Daniel, der schon auf der Fahrt Fragen beantwortete und Hintergründe zur Arbeitsaktion des Tages lieferte – wie immer bereitwillig, fundiert und verständlich. Zu den Arbeitsschritten und deren Dauer konnte er allerdings kaum Informationen liefern: Der Projektleiter würde von der zuständigen Firma kommen, der uns mit Routine (macht sowas zwei- bis dreimal die Woche) durch alles führen würde. Mir war durchaus feierlich, dieser Tag hatte etwas Historisches: Ein Regenwasserrückhaltebecken wurde nur einmal in unserer Gärtnerei gebaut.

Schon jetzt flogen die Schwimmbad-/Pool-Scherze über das Regenwasserrückhaltebecken, sehr wahrscheinlich hatten wir bis zum Arbeitsabschluss am Abend nahezu alle Varianten durchgespielt.

Spätestens ab jetzt könnte das hier für Sie eher uninteressant werden, aber damit werden wir alle leben müssen, denn ich möchte unbedingt viele Details festhalten. Daniel berichtete unter anderem, dass die Ab- und Zuflussrohre zu unserem Regenwasserrückhaltebecken zum allergrößten Teil bereits verlegt und betoniert worden sind, einiges aber noch im Bau.1

Morgensonne über unserem Kartoffelacker.

Das umgebaute Wohnhaus der Gärtnerei wird richtig, richtig schön (so sah es aus, als wir die Gärtnerei, damals eine Baumschule, 2017 kauften). Die anderen helfenden Hände trudelten langsam per Radl und Autos ein, Arbeitsstart war für 8:30 Uhr ausgegeben worden. Dazu gehörten auch einige Angestellte der Gärtnerei, die ich seit vielen Jahren kenne und über deren Wiedersehen ich mich freute. Nächste Schritte: Grundsätzliche Einweisung, Eintrag in Liste mit Unterschrift für Versicherung über die Berufsgenossenschaft.

Spaziergang ins Gärtnerei-Eck mit dem Regenwasserrückhaltebecken (links).

Erster Blick ins Becken. Die erste Schicht darin, ein Vlies, hatte das Gärtnerei-Team bereits ausgebracht, hier auf instagram Bilder und Filmchen davon. Der Mann in blauer kurzer Hose und blauem Shirt, den man darin sieht, ist Projektleiter Detlef, der uns gestern am Becken empfing und fröhlich begrüßte. Erstmal gab es auch von ihm grundsätzliche Anweisungen (am lautesten, dass beim Ausbringen NIEMAND! an der Folie ziehe, der keine ausdrückliche Anweisung von ihm dafür bekomme), außerdem Erklärung der nächsten Schritte. Dafür wurde mir eine Sorge genommen: Ich besitze keine Arbeitshandschuhe, war mir aber sehr bewusst, dass es für das Zupacken welche brauchen würde – ich konnte mich an einer Kiste bereitgestellter Leih-Arbeitshandschuhe bedienen (und möchte künftig eigentlich alles Manuelle mit dieser herrlichen zusätzlichen Griffigkeit tun).

Das Becken war aus Erde nach unten und mit einem umgebenden Wall nach oben geformt. Auf einem Eck des Walls stand ein 1,5 Tonnen schweres Paket: die zusammengerollte Teichfolie. Mithilfe von vier mitgerollten Seilen, an denen wir uns verteilten, rollten wir das Paket an einer Schmalseite des Beckens aus. Nächster Schritt: Nach genauer Choreografie zogen wir nacheinander, jeweils ein Stück Rand packend, die Folie über das Becken.

Das Ergebnis. Bis dahin war alles recht zügig gegangen, doch jetzt, hatte Projektleiter Detlef angekündigt, kam das Zurechtzuppeln der Folie, dessen Dauer mit “scho anderthalb Stunden” angekündigt war.

Meist in Gruppen folgten wir der Anweisung “Und jetzt ZIEHN!”. Nachdem zwei Seiten soweit passten (Lehre des Tages: “Falten müssen sein.” – auf keinen Fall durfte Zug auf der Folie sein, damit sie genug Spiel für Verformungen hatte), schlug Detlef die Ecke ein.

Mit Ganzkörpereinsatz, ganz oben in der Falte wurde Detlef von ihr fast verschlungen. Auf dem letzten Foto sieht man auch gut den Graben im Wall, der relevant für die Fixierung wurde; in dieser Phase hatten wir die Folie im Graben mit Sandsäcken beschwert.

Wenn Detlef unten im Becken etwas richten musste, rutsche er einfach in einem Eck runter; Helfer dafür taten es ihm gleich – es sah nach einem Mordspaß aus. Als also mal wieder Handgriffe auf dem Beckenboden erforderlich waren, meldete ich mich dafür – und durfte rutschen! (Der Aufstieg mit Festhalten in Falten in der Ecke war hingegen etwas anstrengender, als er ausgesehen hatte, auch hier war ich sehr, sehr froh über meine griffigen Arbeitshandschuhe.)

Auf instagram gibt es ein Filmchen vom Ziehen und Ruckeln.

Nächste Schicht: Ein Gewebe, das wir über zwei Drittel der Wandtiefe schoben und das zum einen die Folie schützt, zum anderen ins Wasser gefallenen Tieren die Möglichkeit zum Ausstieg bietet.

Wir entrollten den Stoff im Graben. In die Unterkante waren Taschen genäht, einige davon wurden wir geheißen mit Sandsäcken zu füllen. So ließen wir den Stoff vorsichtig über die Wand gleiten.

Oberkante wieder im Graben mit Sandsäcken fixiert. Als wir mit allen vier Seiten durch waren, gab es eine halbe Stunde Mittagspause. Sonst wird bei Mitmach-Aktionen gekocht, doch die Bauarbeiten belegten gerade die Kochmöglichkeiten: Wir waren gebeten worden, eigene Brotzeit mitzubringen (eine gute Seele hatte sogar ein Blech Kuchen dabei). Ich setzte mich bei den Wirtschaftsgebäuden auf einen Stuhl in die Sonne (immer noch nicht unangenehm warm) und aß Apfel sowie Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot. Zu trinken versorgte ich mich den Tag über mit Leitungswasser in mitgebrachter Sportflasche (deren Deckel über dem Mundstück sich bei der gestrigen Staubigkeit als sehr nützlich erwies), es standen aber auch Kästen mit Sprudelwasser und Schorle an der Baustelle.

Die Folien waren verlegt, jetzt mussten sie dauerhaft fixiert werden: Nächster Arbeitsschritt war die Verfüllung des Grabens mit Kies. An zwei Traktoren der Gärtnerei waren Schaufeln montiert, sie befüllten Schubkarren auf dem Wall mit Kies – und der musste dann in die Gräben.

Das traute ich mir mangels Übung und mit kaputtem Kreuz nicht zu, obwohl ich es sehr cool gefunden hätte. Statt dessen gesellte ich mich zu den Leuten, die am Graben saßen, Sandsäcke rausholten und bis zur Verfüllung Vlies, Folie, Textil mit ihren Füßen sicherten.

Unten im Becken kümmerte sich Detlef derweil um Zu- und Abfluss – unter anderem mit der größten Dichtung, die ich je gesehen hatte.

Das Verfüllen nahm viel Mühe und Zeit in Anspruch – allerdings nicht alle Menschen. Vorständin Jana fragte rum, ob jemand Lust hatte, sich anders nützlich zu machen: In der Packhalle waren für den nächsten Ernteanteil schwarze Trockenbohnen zu portionieren, die angestellten Packerinnen würden sich sehr über diese Vorarbeit freuen. Ich griff zu.

Die nächste Stunde verbrachte ich also im Kühlen und wog als eines von drei Zweier-Teams Bohnen in Papiertütchen ab, die eine andere Helferin verschloss, etikettierte und in Transportkisten schichtete. Ich freute mich über die Gelegenheit, die neue Packhalle zu nutzen, schaute mich anschließend auch sonst in der Gärtnerei um.

Gärtnerei-Humor auf dem Frauen(“und alles dazwischen”)-Klo.

Wachset, ihr Tomatenpflanzen, wachset und gedeihet, auf dass es wieder köstliche Tomaten gebe!

Ausblick von der Gärtnerei nach Nordosten.

Ich reihte mich wieder in die Arbeiten am Becken ein: Nach dem Verfüllen schnitten wir die überstehenden Folien ab – weniger sauber, als es der Tochter meines akkuraten Handwerker-Vaters lieb gewesen wäre, doch gerade in den Ecken stand sehr viel Zeugs über, und wir hatten nur Rasiermesser-Halte-Messerchen.

Letzter Schritt, den ich gestern noch miterlebte: In zwei Ecken wurden Leitern aus alten Autoreifen gehängt, damit große Tiere, zum Beispiel Menschen, das gefüllte Becken verlassen konnten. (Das sicher geglaubte Foto davon habe ich anscheinend doch nicht gemacht.)

Jetzt gegen halb fünf zerstreute sich der Helfertrupp langsam. Ich hatte mir eine Rückfahrgelegenheit ab Mammendorf per Regionalbahn rausgesucht, die konnte ich locker zu Fuß erreichen. Also räumte ich nur noch ein wenig auf, wechselte Gummistiefel gegen Turnschuhe und spazierte dorthin, das allergrößte Stück auf einem eigenen Fahrrad- und Fußweg neben der Landstraße.

Rechts anderer Leute Kartoffeln.

Zugverpätung nur zehn Minuten, in München auf dem Weg von Bahnhalt nach Hause überholte mich Herr Kaltmamsell, der den Tag bei seinen Eltern und bei einem Freund zum Musizieren verbracht hatte.

Mit ihm eröffnete ich nach einer ausgiebigen und genussvollen Dusche die Aperol-Spritz-Saison. Die Kastanien tragen bereits ihr Mai-Kleid mit Blüten.

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell aus Teilen des Ernteanteil-Lauchs Pfannen-Börek zubereitet.

Sehr gut! Nachtisch Schokolade, Fledermaussichtung, wohlig erschöpftes Versinken im Bett, dort neue Lektüre: Maggie O’Farrell, Hamnet.

  1. Für die Typo-Afficionades: Hinter dem Link sieht man unter anderem die Überschriftentypo des Kartoffelkombinats, die seit Gründung verwendet wird und die ich von Herzen liebe. []

Journal Freitag, 24. April 2026 – Ende Erwerbsarbeitswoche, Erinnerung an frühere Erwerbsarbeit

Samstag, 25. April 2026

Viel zu früh aufgewacht, meinem donnernden Herzschlag beim Nicht-mehr-einschlafen-können zugehört. (Und einer Brüllamsel.)

Müde und flügellahm aufgestanden, nicht mal echte Freitagserleichterung vor Augen, weil ich am Samstag zum Arbeitseinsatz in der Kartoffelkombinat-Gärtnerei noch früher würde aufstehen müssen.

Gestern war es aber erstmal früher bei Herrn Kaltmamsell: Er hatte eine schriftliche Abiturprüfung zu verwalten.

Strahlend sonniger Tag, aber wieder mit Morgentemperatur nur knapp über Null.

Start der Schreibtischarbeit durch massive Konzentrationsprobleme erschwert. Aber wie so oft: Musste halt.

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, aber sonniger Marsch um die Blöcke – noch brauchte ich eine Jacke.

Genuss des Spaziergangs getrübt durch Kreislaufkapriolen.

Zu Mittag gab es später Lidl-Aprikosen aus Spanien – ich war der jahreszeitlichen Lageräpfel und -birnen überdrüssig und bin noch nicht so weit für Erdbeeren: erstaunlich aromatisch. Außerdem eingeweichtes Muesli mit Skyr (Joghurt kaufte ich erst gestern nach).

Nach Feierabend steckte ich meine Jacke weg und ging in der milden Sonne kurzärmlig über Einkäufe heim.

Zu Hause Wäscheaufhängen, Yoga, Brotzeitvorbereitung für den Samstagseinsatz (der Umbau der Wirtschaftsgebäude unserer Kartoffelkombinats-Gärtnerei hat noch keine funktionierende Küche erreicht), dann wollte ich dringend Alkohol – frühes Aufstehen am Samstag hin oder her.

Herr Kaltmamsell rührte Manhattans.

Als wir damit im Wohnzimmer saßem, deutete er auf die Wohnzimmer-Gardine: Darin hing eine große Hummel. Mit Glas und Papier brachte ich sie auf den Balkon.

Da sie von dort nicht wegflog und benommen wirkte, rührte ich ein wenig Zuckerwasser an und tropfte es vor sie, dann auch in einem Schälchen aus leerer Tablettenpackung: Hummel streckte ihren Rüssel hinein, und als ich das nächste Mal raussah, war sie weg.

Das Nachtmahl war gestern Gemeinschaftsarbeit.

Ernteanteilsalat mit Walnussöl-Balsamico-Dressing, Ernteanteil-Kresse und ein wenig Schimmelkäse von mir, Herr Kaltmamsell briet dazu Ernteanteil-Kräutersaitlinge (von einem Partnerbetrieb) mit Knoblauch. Ich hatte das letzte Viertel selbstgebackenes Brot aufgetaut und eine Flasche Riesling geöffnet.

Nachtisch Schokolade. Früh ins Bett zum Lesen.

§

Mit der IMO – International Maritime Organisation hatte ich in einem früheren Berufsleben zu tun (Abgasgrenzwerte von Schiffsmotoren): Einflussreiche und interessante Einrichtung. Deshalb freute mich die gestrige Seite-Drei-Reportage von Martin Wittmann in der Süddeutschen über die IMO – es wundert mich gar nicht, dass es in dieser Organisation so nüchtern, gemütlich und inhaltsbezogen zugeht (€):
“Meer geht gerade nicht”.

§

Welch ein Zufall und Geschenk es ist, das Zendaya diesen Körper, diese Schönheit, diesen Beruf, diese Begabung UND Freude an Styling hat.
Damit ich bei diesem Anblick Mund und Augen aufsperren kann.

Journal Donnerstag, 23. April 2026 – Kapitulationen

Freitag, 24. April 2026

Funktioniert auch nach unwilligem Gewecktwerden als aufgeregte Freude beim Schließen des Schlafzimmerfensters:

Falke!

Wetter weiterhin strahlend sonnig, Luft weiterhin saukalt, auf dem Marsch in die Arbeit wären Handschuhe angebracht gewesen. (Die Kollegin, deren Hippie-Frühlingsbluse ich später bewunderte, verwies auch gleich auf ihre Fehleinschätzung der Temperaturen und schlotterte dramatisch.) Vorfreude auf endlich Friseurtermin und endlich weg mit der Wolle auf dem Kopf.

Arbeitsvormittag überraschend dicht, daran waren aber auch mehrere sehr störende Computer-Updates und -Neustarts schuld. (Der Triumph, als ich einem weiteren Zwangs-Neustart durch feierabendliches Runterfahren des Rechners zuvorkommen konnte!)

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, damit ich für Einkäufe zum Markt kam.

Erneuter Anruf vom schicken Friseurladen mit erneuter Bitte um Verschiebung meines Termins, diesmal nach früher. Ich ergab mich trotz deutlich anderer Pläne, wollte einfach endlich einen Haarschnitt und strich diesen Laden, in den ich in den vergangenen Jahren immer wieder ausgewichen war, endgültig von meiner Liste – diese Art von Lässigkeit habe ich einfach nicht im Programm, damit musste ich mich schon vor Längerem abfinden.

Und so wurde es bereits vor zwölf wieder Zeit für ein Ibu gegen Zahn-Kopf-Weh. Markteinkauf kriegte ich hin, trotz gereizter Alles-Idioten-Stimmung, trotz langem Anstehen am Käsestand (MUSSTEN alle Leute vor mir bitte unbedingt am Ende des Standes anstehen, so dass niemand in der Schlange schonmal die Auslage sondieren konnte?!).

Mittagessen zwischen zwei Emisgkeiten eingeschoben, schließlich musste ich mich wegen Friseur sputen (auf den ich ursprünglich so lange gewartet hatte, um ihn auf einen optimal arbeitskompatiblen Termin legen zu können, *knurr*): ein paar Nüsse, außerdem Mango mit bulgarischem Joghurt.

Der Arbeitstag kapriolte lustig weiter, die Realität weigerte sich an zahlreichen Ecken und Enden, meinen Vorstellungen und Erwartungen zu entsprechen.

Überfrüher Feierabend, jetzt war ich gespannt, ob der Friseur besser Haareschneiden konnte als Termine zu verwalten.

Fast hätte ich das nicht herausgefunden: Als sich meine Wartezeit vor Ort 30 Minuten näherte, machte ich mich bereit zu gehen. Der Friseur war genau jetzt mit der Vor-Kundin fertig und fing mich gerade noch ein. Doch ich war total wütend, konnte auf Frage nach meinen Wünschen nur “Ist mir inzwischen egal, Hauptsache kurz” antworten und musste jetzt eine Stunde schweigend rumbringen, in der ich gleichzeitig innerlich schäumte und mir selbst deshalb total peinlich war, mir nur wünschte, mich irgendwie in Nicht-Existenz aufzulösen. Tja, hätte ich halt irgendwann einen Umgang mit meinen starken Affekten gelernt, statt nur eine Gefühlspolizei zu unterhalten, die ihre Berechtigung überwacht.

Abgekürzt: Ich bekam einen Haarschnitt und will diese Episode bittegerne so schnell wie möglich vergessen. Verdrängen. Whatever works.

Anschließend zwang ich mich appetitlos zumindest zu Brotkauf in der Balkan-Bäckerei fürs Abendessen, denn irgendwann würde ich ja wohl essen wollen, Herr Kaltmamsell war aushäusig, also Brot mit der Butter und dem Käse aus dem mittäglichen Markteinkauf. Nicht mal das herrliche Wetter und all die lächelnden Menschen, die es genossen, kamen an mich ran.

Herr Kaltmamsell war noch daheim und ließ mich bis zu seinem Aufbruch in Ruhe. Ich turnte Yoga, glückliche Umstände hatten mir eine Einheit mit Atemübungen und sonstigem Runterkommen zugespielt. Jetzt war ich zumindest für Essfähigkeit wiederhergestellt: Zu Abend gab es Rührei aus Eiern, die weg mussten, und dann eben gutes Fladenbrot mit Butter und Käse. Nachtisch Schokolade, aber mal nicht zu viel.

Endlich daran gedacht, in letzter Abenddämmerung auf den Balkon zu gehen und nach oben zu schauen (herrliche Abendluft): FLEDERMAUS!

Früh ins Bett, damit wenigstens dieser Tag ein Ende bekam – zu erledigt, um die Buchstaben in einem Buch scharf zu stellen. Wie viel Kraft diese ScHeISs gEfÜhLE kosten!

§

Maximilian Buddenbohm schrieb gestern:

Wenn Sie sich im öffentlichen Raum streiten, so dass es andere hören können oder müssen, bemühen Sie sich doch bitte jederzeit um eine deutliche Aussprache

Nicht nur schließe ich mich dem als co-betroffene Innenstadtbewohnerin an: Ich bitte zusätzlich darum, bei lautem telefonischen Streit hin und wieder für die gezwungen mithörenden die Aussagen des Gegenübers zusammenzufassen – kürzlich wurde ich auf dem Heimweg unfreiwillig Zeugin eines telefonischen Beziehungsstreits im Gehen, der immer näher an Beziehungsende geriet, da hatte ich ja wohl geradezu ein Recht auf die Perspektive der Gegenseite, audiatur et altera pars! (Wobei in diesem Fall nicht gebrüllt wurde, sondern nur laut gestritten – zumindest auf dieser Seite.)

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Seit vielen Tagen keine Tiere am namibischen Wasserloch, weil es dort gerade so ausieht:

Es hat geregnet, alles grünt, derzeit braucht niemand dieses Wasserloch, um an Wasser zu kommen.

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Toon-Blogger Beetlebum lernt bayrische Marterl kennen – und macht umgehend selbst eines:
“Bavarian Heritage”.

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Sollte sich jemand von meiner extremen und aggressiven Unlust zu leben, seit ich mich erinnern kann, persönlich getroffen fühlen: Zeigen Sie mir gerne jederzeit einen Weg, mit dem ich mein Leben einer anderen, todkranken Person spende, die es liebt (Ihres? das eines lieben Menschen?), und wir kommen zusammen.

Journal Mittwoch, 22. April 2026 – Für was Schönes an einem Arbeitstag: Lerchenlauf

Donnerstag, 23. April 2026

Sehr frühen Wecker für einen Lerchenlauf gestellt, noch früher aufgewacht – das war zu früh. Ich wurde sogar wach genug für die Erkenntnis, dass die Option Abblasen Lerchenlauf und eine zusätzliche Stunde Schlaf exisiterte, wollte mich aber nicht mit ihr befassen.

Meine Prognose ging auf: Bei klarem Himmel war es um sechs bereits hell genug für einen Lauf ohne Stolperrisiko, auch wenn es die Sonne erst zehn Minuten später über den Horizont schaffte. Ich wappnete mich gegen die vorhergesagte Kälte mit langen Hosen, Mütze, Handschuhen und lief ab Hautür los. Gerade als ich eine Temperaturanzeige von 1 Grad passierte, merkte ich fröstelnd, dass eine Weste über dem langärmligen Hoodie gut gewesen wäre.

Ich bekam schöne Ansichten auf wenig belaufenen Wegen, der Körper spielte ok mit. In der weiterhin herrlichen Frühlingsblüte dominierte die Felsenbirne, zwischen einigen Wohnblöcken waren die Zieräpfel ausgebrochen.

Blick von der Wittelsbacherbrücke liefert.

Am Flaucher hingen Schilder “Huchen-Laichplätze Bitte nicht stören” – erfreulicherweise kommen die Huchen auch dieses Jahr. Was eine Gruppe morgendlicher Flaucherbader offensichtlich nicht kümmerte, was wiederum mich traurig machte.

Der Wasserstand der Isar war sehr niedrig. Für die nächsten vielen Tage ist sonniges Wetter angekündigt, was mich wieder in den zeittypischen Gefühskonflikt bringt: Freude über schönes Wetter (mit ganz normalen Frühlingstemperaturen) versus Sorge über Trockenheit.

Daheim zackige Körperpflege und warme Kleidung für den Marsch in die Arbeit, jetzt wärmte die Sonne sogar spürbar. Aber ich fühlte mich beim Gehen hüftsteif vom vorherigen Joggen.

Im Büro gab es Arbeit, dafür werde ich schließlich bezahlt. Im Lauf des Vormittags war mir mein leichter Pulli überm Shirt zu warm, ich freute mich übers Ausziehen (weil mir warm genug war und weil ich darunter ein besonders gemochtes grau-rot geringeltes Shirt trug, dessen Anblick ich jetzt genießen konnte).

Mittagscappuccino mit schönem Weg in der Sonne – und weiter niedrigen Temperaturen.

Mittagessen: Birnen, Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot. Nach und nach legte sich die post-sportale Steifheit, auch die Müdigkeit.

Nach Feierabend Heimweg über Süßigkeiten-Einkäufe, die Osterschokolade ist weg. Zu Hause sportliches Yoga, Brotzeitvorbereitungen.

Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Reiberdatschi aus dem Backofen, unter die (Ernteanteil-)Kartoffeln war Käse gemischt. So wurden sie herzhaft und sehr knusprig. Nachtisch Schokolade.

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Agrarökologin Marita Wiggerthale über den Stand unserer Landwirtschaft in Abhängigkeiten von Weltmarkt und Weltpolitik (inklusive konkreten Wegen aus der Abhängigkeit):
“Die unsichtbare Krise auf unserem Teller”.

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Vulture-Artikel über das superniedliche Felsen-Alien in Project Hail Mary – das tatsächlich eine Puppe mit Puppenspielern ist und nicht Computer-generiert:
“A Little Baby Owl. A Little Katharine Hepburn. All Alien.”

Ortiz and his team of Rockyteers physically inhabited scenes with Gosling, improvising both dialogue and movement as they shot.

via iberty

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Wie wär’s mit einer Neu-Inszenierung von Arsen und Spitzenhäubchen?

Journal Sonntag, 19. April 2026 – Sonntagsroutine

Montag, 20. April 2026

Endlich die neun Stunden ausgeschlafen, die ich mir vom Wochenende wünschte.

Während ich gemütlich und ausführlich die Wanderung vom Vortag verbloggte, wurde aus dem fahl-grauen Wetter der angekündigte windige Regen. Wodurch mein Plan, endlich mal wieder mit dem Radl zum Schwimmen zu fahren, ausgesprochen unattraktiv wurde.

Doch dann merkte ich: Ich hatte überhaupt keine Lust auf Schwimmen. Das brachte alle Tagespläne durcheinander, bis ich spürte: Laufen würde ich gerne, wenn auch nach der Wanderung am Samstag eher eine kleine Runde.

Der Regen hörte sogar auf, ich nahm eine Tram zum Tivoli und lief an der Isar durch den nördlichen Englischen Garten flussauwärts – das erfreute mich wirklich. Der Körper spielte mittelgut mit, hin und wieder signalisierten vor allem die Hüftbeuger Ermüdung, doch dann hatte ich wieder eine Hochphase – unterm Strich wurden es 100 Minuten, die ich bei Beschwerden einfach früher hätte abbrechen können.

Ich bekam sogar ein wenig Sonnenschein geschenkt.

Biber tötet sehr großen Baum.

Gegen Ende immer dunklere Wolkenberge und eindeutiges Donnergrollen, doch ich blieb trocken.

Auf der Tramfahrt zurück erreichte mich eine Nachricht von Crowdfarming: Eine Erinnerung daran, dass ich noch die Lieferung von Ernteanteilen meines adoptierten Orangenbaums terminieren müsse. Das stimmte mal wieder nicht (Klick auf Link in Mail brachte mich auch zum Status “3/3 ausgeliefert”) und war die so enorm vielte Falschnachricht, dass ich die Zeit der Tramfahrt dann doch mal mit dem Schreiben einer Beschwerde als Antwort füllte: Ich betonte, dass ich zu 100 Prozent hinter dem Konzept Crowdfarming stünde, dass aber das IT-Chaos des mindestens vergangenen Jahres (ich nannte einige konkrete Beispiele wie falsch angekündigte Lieferungen, Ausfälle oder doch nicht, mehrfache Lieferungen) bereits dazu geführt hätte, dass ich zwei Adoptionen gekündigt habe und Crowdfarming mittlerweile nicht mehr weiterempfehle. Grüße mit der Bitte, sich endlich darum zu kümmern.

Frühstück um zwei: Birne mit bulgarischem Joghurt (hervorragend: stichfest und trotz lediglich 3,6 Prozent Fettgehalt mit sahnigem Geschmack), von Kollegin gebackenes Wurzelbrot (eingefroren, aufgebacken) mit Butter und Zuckerrübensirup. Davon wurde ich sehr müde, ich schlief eine weitere Stunde Siesta.

Während draußen sehr gemischtes Wetter einmal April mit alles spielte, griff ich zur nächsten Lektüre: Andy Weir, Jürgen Langowski (Übers.), Der Marsianer. Ich hatte mich mit meinem Bruder über die Verfilmung von Project Hail Mary unterhalten, als sich herausstellte, dass er sowohl diese Romanvorlage als auch die von The Martian besaß – und mir bereitwillig auslieh. Dann halt mal wieder eine Übersetzung, wenn sie schon in der Familie ist. Auf dem Sofa sitzend ließ ich mich also auf den Mars mitnehmen, in viel detailliertes Basteln und technische Überlegungen.

Dann noch ein paar Kleidungsstücke für die nächste Woche gebügelt, eine Runde Yoga, bevor Herr Kaltmamsell das Nachtmahl servierte: Der Newsletter Gruß aus der Küche hatte sich auf “Die Suche nach dem perfekten Szegediner Krautfleisch” gemacht, das Ergebnis hatte Herr Kaltmamsell nachgekocht. Der Aufwand, den Tobias Müller bei Recherche und Tests treibt, lässt mich wirklich gern zum Geldbeutel für die Bezahlversion greifen (im Gegensatz zu Newslettern, die wie Posts vieler meiner seit Jahren abonnierten Blogs daherkommen und halt berichten, was gelesen, gesehen, erlebt wurde plus Gedanken dazu).

Dazu Salzkartoffeln aus Ernteanteil. Schmeckte leichter, schlichter und gemüsiger als unser bisheriges Rezept – ist eine Alternative. Nachtisch die restliche Osterschokolade, jetzt sind nur noch zwei Schoko-Hasen übrig.

Mich dann endlich mal wieder für eine Mitmach-Aktion meines Kartoffelkombinats angemeldet: Nächsten Samstag muss die Teichfolie in der Baustelle unseres neuen Regenwasserrückhaltebeckens verlegt werden. Hier sieht man, wie riesig es ist, und versteht, warum es dafür 30 erwachsene Helfer*innen braucht.

Früh ins Bett zum Lesen, trotz Siesta war ich sehr müde.

§

Endlich mal ein Interview mit einer erfolgreichen Frau über das Altern, dessen Aussagen ich nachvollziehen kann (weil sie nicht erst jenseits der 50 draufkommt, dass all der gesellschaftliche Druck auf Frauen, der zu toxischer Weiblichkeit führt, mit ihr gar nichts zu tun hat):
“Musikerin Christiane Rösinger: ‘Altern in Würde wird überschätzt'”.

STANDARD: Wird Altern in Würde überschätzt?

Rösinger: Was soll denn das auch heißen? Jugendliche sind ja auch nicht in Würde jung. Das dient ja nur wieder dazu, um Leuten vorzuschreiben, wie sie leben sollen.

Meine Rede.

§

Tanzschnipsel: Parkour-Ballett.

via @kid37