Fotos

Journal Montag, 2. März 2026 – Tiefenverspannt

Dienstag, 3. März 2026

Beim Aufstehen (nach eher guter Nacht) fühlte sich mein Körper so zerschlagen an, als wäre ich am Sonntag einen Marathon gelaufen (was ich eh nie tun werde, aber so stelle ich mir die Folgen vor – einer der Gründe, warum ich das nie tun werde): Kreuz, Hüften, Beinrückseiten, Achillessehnen, Füße waren anscheinend alle in verklebte Faszien gewickelt und schmerzten. Ich sah einen Bürotag mit viel Tisch-hoch und Tisch-runter vor mir.

Es tagte viel freundlicher als am Sonntag, die Luft beim Marsch in die Arbeit allerdings knackig frisch.

Im Arbeits-Postfach lediglich eine größere Überraschung, die war problemlos und flott weggearbeitet.

Launeaufhellung hatte ich per Strumpfhose sichergestellt (und neue Turnschuhe, ich hatte mir nach zwei Jahren Zögern dann doch silberne bestellt).

Geordneter Vormittag, Platz für Mittagscappuccino an einem Ort im Westend, an dem die Betreiber gewechselt hatten: Aus Fika war das vegane A Littel West geworden.

Cappuccino also mit Hafermilch, für meinen Geschmack zu Milch-lastig. Sehr angenehm aber der Marsch hin und zurück.

Zu Mittag gab es Birnchen, Nüsse, restlichen Gelbe-Bete-Salat vom Sonntag. Und einen Schreck, als es rechts in der Oberlippe bitzelte: umgehender Griff zur frischen Tube Herpes-Salbe in der Büroschublade.

Die regelmäßige Beteuerung in meinem Arbeitsumfeld, etwas sei “kein Hexenwerk” setzt doch eigentlich voraus, dass es hier auch Hexenwerke gibt; die sähe ich jetzt gerne endlich mal, welche sind das denn? Suchen im Intranet und auf verschiedenen Laufwerken blieb erfolglos, ich fand nicht mal eine Ansprechperson fürs Thema Hexenwerk.

Neues altes Goldkettchen an Handgelenk im Einsatz: Bislang nicht unangehm, vielleicht ist es einfach zierlich genug. Die Rücken- und Hüftgürtelprobleme waren gut erträglich, ich fühlte mich lediglich tiefenverspannt. (Inklusive Geist mit seiner Panik vor der Wahlhilfe am Sonntag und Montag.)

Nach Feierabend spazierte ich zu einer Abendessen-Verabredung in die Maxvorstadt, ich traf mich mit Freundin im Café Puck (ganz selten, dass ich da abends hinging). Den einstündigen Weg genoss ich in nicht allzu milder Luft (Handschuhe!) und dem Vollmond am klaren Himmel entgegen ganz besonders – was auch bedeutet, dass Schuhe, die mir solche Strecken nicht ermöglichen, immer weiter nach hinten im Schrank rücken und neu gar nicht mehr gekauft werden.

Ich aß einen Teller voll Falaffel, Hummus, Krautsalat mit Pitta, trank dazu zwei alkoholfreie Weißbiere, vor allem aber tauschte ich mich aus über Leben im Privaten und in der Welt. Wir endeten mit den Aussichten auf unsere Urlaube dieses Jahr und einer noch undatierten Verabredung zum Wandern.

U-Bahn nach Hause, schnelle Vorbereitungen für den nächsten Arbeitstag.

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Sichtbares Altern und der Umgang damit sind gerade bei Frauen ein heikles Thema.
Hier ein Plädoyer, “sie sieht 20 Jahre jünger aus!” als Kompliment zu hinterfragen.
Selbst gehöre ich ja auch zu den Frauen, die ganz echt ehrlich nicht schlimm finden, so alt auszusehen, wie sie sind (Körpertüchtigkeit anderes Thema, siehe oben).
Aber ich stelle mich auch vor die Frauen, denen jugendliches Aussehen weit nach jeglicher Jugend wichtig ist: Ja, einerseits sind sie wahrscheinlich vom schädlichen Jugend-Kult unserer Gesellschaft geprägt, aber ich möchte bittegerne, dass sie ihr Aussehen selbst entscheiden dürften. Wie die Dame in dem Reel ja selbst sagt: Wir altern sehr unterschiedlich – das gehört für mich zu den Unterschieden, es lebe die Vielfalt.
Das Interview mit Ildikó von Kürthy über das Altern in der Wochenend-Süddeutschen (€) brach ich ab, als sie ihr eigenes Jugendlich-Ich mit Partys, teurem und aufwändigem Styling, sexueller Attraktivität als allgemeingültig prämittierte.1 Nein, cariño, die ersten Jahrzehnte als erwachsene Frau können auch ganz andere Schwerpunkte haben.

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Niemand, der oder die hier liest, sollen sagen können, das hätten sie nicht gewusst (dieser Volkskultur-Newsletter ist definitv mein Liebling): Das Kulturrefarat München lädt ein zu einem Maultrommelworkshop am 14. März, hier der Link zur Anmeldung.
(Mit Jean-Jacques Rammerl an der Tenorsaubladern, nehme ich an.)

  1. WOHL gibt’s dieses Wort! []

Journal Sonntag, 1. März 2026 – Häuslicher Sonntag im Trüben

Montag, 2. März 2026

Gut geschlafen, aber einmal zu oft durch Aufwachen unterbrochen und zu früh zu Ende.

Ein trüber Tag, doch ich freute mich sehr auf eine Laufrunde. Aber erstmal bloggte ich, las die Mastodon-Timeline nach und wartete ab, bis die morgens eingeschaltete Waschmaschinenladung durchgelaufen war.

Die Luft fühlte sich nur wenig mild an, ich nahm eine U-Bahn nach Thalkirchen. Schon bald nach Loslaufen Richtung Süden merkte ich, dass es kühler war als erwartet und dass Handschuhe eine gute Idee gewesen wären. Der Körper machte gut mit, ich hatte ausführlich vorgedehnt und mobilisiert (vor allem weil ich recht lang auf die U-Bahn warten musste). Das endete allerdings vor Ende meiner Laufrunde, dann wurde es anstrengend. Und ich musste über den Rest des Tages mit Schmerzen und Steifigkeit zahlen.

Ein wenig haben Regen und Schnee der jüngsten Zeit die Isar aufgefüllt.

Da hat jemand Fledermäuse aber wirklich sehr lieb: Auf diesem kleinen Abschnitt am Isarhochufer vor Pullach sah ich mindestens zwei Dutzend solcher Häuschen.

Bei diesem trüben Wetter wurde das Alpenpanorama gar nicht erst aufgebaut.

Floßlände.

Thalkirchen kurz vor der U-Bahn.

Daheim ausführliche Körperpflege, kurz nach zwei gab es zum Frühstück Birnchen (eine ohne und eine mit Geschmack) und zwei Körnersemmeln mit Butter und Marmelade.

Ich wurde steinmüde, und weil Sonntag war, ich zudem erwachsen bin und meine Zeit frei einteilen kann – legte ich mich zu einer Siesta hin. Ich schlief sofort ein.

Unspektakulärer restlicher Sonntag: Gelbe Bete aus Ernteanteil gekocht und Salat daraus bereitet, Wochenend-Süddeutsche gelesen (weite Teile hatten sich durch den kriegerischen Angriff am Samstag von USA und Israel auf Iran und die Gegenschläge auf Israel und Golfstaaten sensationell überholt), gebügelt – mehr als erwartet, es nervte mich wie schon lang nicht mehr. Vor dem Abendessen war gerade noch Zeit für Briefwahl.

Ächz jetzt beim Stadtratwählen (80 Sitze, also 80 Stimmen), viel, viel Ächz nächstes Wochenende beim Auszählen.

Zum Nachtmahl schmorte Herr Kaltmamsell die Ingolstädter Beinscheiben und kochte die einzig passenden Nudeln dazu.

Das Fleisch hatte noch etwas zu viel Biss (hatte aber zwei Stunden geschmort), schmeckte aber gut, auch die Gelben Bete. Nachtisch Schokolade, während die Tagessschau aufzählte, welche Golfstaaten Teil dieser nächsten kriegerischen Eskalation geworden waren.

Im Bett las ich noch Granta 174, Therapy, eine sehr unentschlossene Bearbeitung des Themas (u.a. werden Psychotherapie und Psychoanalyse gleichgesetzt – meistens), möglicherweise wieder eines, das Herausgeber Thomas Meany eigentlich doof findet.

Journal Samstag, 28. Februar 2026 – Familie in Schön

Sonntag, 1. März 2026

Gutes Bett im Gästezimmer meiner Eltern, trotz ein paar Mal Aufwachen schlief ich darin gut und lang.

Na also: Echt Ingolstädter Nebel – der sich allerdings schon bald auflöste und Platz machte für einen sonnigen und milden Tag.

Meine Eltern waren bereits emsig mit Vorbereitungen beschäftigt: Um zehn sollte die Bruderfamilie eintreffen für ein Gesamtfamilienfrühstück, wobei Frühstück als Einladung in den Kreisen meiner Eltern schon seit vielen Jahren immer “Brunch” genannt wird.

Selfie im schönen Gästezimmer meiner Eltern, das einst das Zimmer meines Bruders war (aus meinem wurde Mutters Näh- und Bügelzimmer, bietet aber eine weitere Schlafgelegenheit).

Ich nutzte die Zeit vor dem großen Frühstück für einen Abstecher zur nahe gelegenen Metzgerei, um fürs Sonntagessen Rinderbeinscheiben einzukaufen, an den Ingolstädter Ausfallstraßen gibt es noch mehr Metzgereien als in der Münchner Innenstadt (dort aber geballt am Viktualienmarkt).

Kurz nach zehn klingelte die Bruderfamilie, und jetzt gab es reichlich Gelegenheit für Austausch über Wurst, Semmeln und Brezen, Blätterteigsternen, Lachs, Fleischsalat, weichen und harten Eiern, Hummus, frischem Obst und Gemüse (ich bedauerte sehr, dass es meinem Appetit ein paar Stunden zu früh für all das war). Die liebe Schwägerin testete eine neue Hörgerättechnik mit Extra-Aufnahmekästchen auf dem von ihr entfernten Teil des Tisches (funktionierte nur mittel), von den Nifften weiß ich jetzt unter anderem Details von Umzugsplänen nach Würzburg, Auszugsplänen in Ingolstadt, mittelfristigen Berufsplänen in Berlin, langfristigen Ausbildungsplänen in Berlin, aktueller Berufstätigkeit. Außerdem leidenschaftliche Diskussion, ob die aktuelle Tyopgrafie-Verwendung des Stadttheaters Ingolstadt besonders geschickt oder besonders furchtbar ist, es gab MEINUNGEN.

Mein Vater wiederum erzählte aufgehängt am vorhergehenden Theaterabend ein weiteres Bisschen aus seiner ersten Zeit als Gastarbeiter in Nürnberg und Ingolstadt, nahm auch das Fotoalbum mit Bildern davon in die Hand.

Der fast skulpturale Treppenturm des elterlichen Reihenhauses.

Um halb zwei nahm ich mit Herrn Kaltmamsell eine Regionalbahn zurück nach München, aus dem Frühstücksangebot hatte ich mir eine Semmel mit Schinken belegt und einen Apfel eingesteckt, denn jetzt hatte ich Hunger und Appetit: Brotzeit auf der Zugfahrt. Nach Ankunft erledigt ich noch ein paar Lebebensmittel-Einkäufe.

Erst um vier schloss ich den Blogpost über Freitag ab und veröffentlichte ihn: Bitte nicht verpassen, denn ich empfehle darin ein sehr superes Theaterstück. Beim Schreiben und später beim Zusammenstellen der Lieblings-Microblogging-Posts vom Februar ließ ich die Musik von Sezen Aksu dazu laufen und freute mich sehr daran.

Familienmysterien: Die Nichte hielt mir gestern ein goldenes Armkettchen hin und fragte, ob ich es wiederhaben wolle. Meine Mutter, also ihre Großmutter, habe es ihr gegeben mit der Erklärung, mein italienischer Onkel habe es mir geschenkt, ich hätte es aber nicht gewollt.

Ich htte das Kettchen noch nie im Leben gesehen, der italienische Onkel ist vor mindestens 15 Jahren gestorben. Es gefällt mir, nur macht mich Handgelenksschmuck eigentlich wahnsinnig. Der gestrige Test über mehrere Stunden funktionierte allerdings ganz gut.

Schließlich rief ich meine Mutter doch an und fragte sie nach dem Hintergrund: Den Schmuck hatte mir mein italienischer Onkel (die Schwester meiner Mutter hatte sehr jung nach Italien geheiratet) über meine Eltern geschenkt, als ich im Grundschulalter war. Meine Mutter fand ihn unpassend für ein kleines Mädchen und hielt den Schmuck ohnehin nicht für echt (ist aber gestempelt), hatte ihn dann wohl gut 50 Jahre vergessen und erst kürzlich wiederentdeckt. Ich merkte, wie ich mir umgehend eine Erinnerung dazu baute – die unwahrscheinlich ist: Meine Mutter erwähnte ein zweites Goldkettchen von diesem Onkel, zart und aus Gold und Süßwasserperlen, das ich in sehr wohl in meiner Schmuckschatulle habe. Allerdings hätte ich nicht sagen können, woher es stammt, nur dass ich es als Kind bekommen hatte.

Vor dem Abendessen eine halbe Stunde Pilates, tat sehr gut.

Herr Kaltmamsell bereitete zum Nachtmahl aus Ernteanteil-Kartoffeln spanische Tortilla und schnitt den ganzen edlen Jamón Pata negra an, den er von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen hatte, ich schüttelte als Aperitif Cosmopolitans und öffnete zur Tortilla eine Flasche unseres Lieblings-Tempranillos Dehesa La Granja aus Castilla y León. Nachtisch Schokolade.

Im Fernsehen ließen wir den Klassiker Das Wirtshaus im Spessart laufen.

Und jetzt leben wir wieder mit einem Tier in der Küche.

Journal Freitag, 27. Februar 2026 – Was Theater kann, Teil 2 dieser Woche: Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal, Istanbul am Ingolstädter Stadttheater

Samstag, 28. Februar 2026

Nach dem zweiten Aufwachen kurz vor vier mit Verzögerung nochmal eingeschlafen, nur so tief, dass ich mich von Herzen darüber freuen konnte, im Traum der superschlauen und entzückenden Laurie Penny zu begegnen und mich mit ihr zu unterhalten.

Es tagte zu einem weiteren angesagten sonnigen Frühlingstag. Kurz überlegte ich, ob ich bei den auch weiterhin angekündigten milden Temperaturen auf den leichten Janker zurückgreifen sollte, merkte aber, dass ich innerlich noch bei offenen Mantelschößen bin. Es blieb beim Ledermantel. Ich genieße diese milden Frühlingstage wirklich sehr – es soll aber bitte nochmal kalt werden. Wegen Natur und so. Ansonsten ist die Wahl meiner Tops derzeit leider wieder von einer erneuten Stinkephase geprägt, ich greife bevorzugt zu locker Sitzendem.

Auf dem Weg hörte ich erst den Technologie-offenen Specht auf einer Peitschenlampe, sah dann diese Krokantenwiese in den Startlöchern.

Emsiger Arbeitsvormittag, bald hatte ich eigentlich keine Lust mehr. Musste ja.

Mittagscappuccino im Westend, ein Jogger kam mir in kurzen Hosen und mit nacktem Oberkörper entgegen – das ging mir nun wirklich zu schnell. Selbst beschränkte ich mich auf die geplanten wehenden Rockschöße und auf tiefe Atemzüge begleitet von Altfrauenseufzern.

Zu Mittag gab es eine Weile später Birnchen (überraschend schmackhaft), Apfel, außerdem Quark mit Leinsamenschrot.

Emsiger Nachmittag, zu dem ich immer wieder das Bürofenster öffnete, um sonnengewärmte Außenluft reinzulassen.

Pünktlicher Feierabend, ich spazierte zum Bahnhof, um dort Brotzeit einzukaufen und Herrn Kaltmamsell am Zug nach Ingolstadt zu treffen. Apfel und Käsesemmel gab es im Zug als Abendessen, dazu wachsende Unruhe, weil die Ankunft sich nach „verzögerter Bereitstellung“ immer weiter verzögerte. Doch wir erreichten Ingolstadt Hauptbahnhof dann doch rechtzeitig, um die 25 Minuten zum Theater zu Fuß zu gehen, unter anderem über die zeitweise legendäre dritte Donaubrücke.

Im Ingolstädter Stadttheater war ich seit vielen Jahren nicht mehr, möglicherweise seit Jahrzehnten. Doch das markante Brutalismus-Gebäude (hier schöne historische Fotos), mit dem ich groß wurde, das ich mit seinen vielen vor allem Innendetails liebe und das meinen Architekturgeschmack geprägt hat, ist gar nicht mehr die Spielstätte: Es muss dringend generalsaniert werden, und da die Stadt Ingolstadt das in derzeit angespannter Haushaltslage nicht priorisiert, ist völlig offen, ob und wann es je wieder bespielt wird.
In einem Bürgerentscheid hatten sich die Ingolstädter*innen zudem 2022 gegen den Bau eines Ausweichtheaters entschieden, das nach der Generalsanierung weiter genutzt worden wäre – in meinen Augen ein typisches Symptom der kleingeistigen Wohlstandsverwahrlosung, die ich mit Ingolstadt verbinde (not all Ingolstädters, schon klar). Denn die Geschichte zeigt: In schlimmen Zeiten echter Entbehrung hielten sich die Menschen seit jeher an Kunst und Kultur fest, nicht umgekehrt, fragen sie mal die Leute in Kiew.

Gestern erlebte ich in Ingolstadt also eine der Ausweich-Spielstätten und war sehr gespannt darauf, nämlich das Theater am Glacis (sogar die Grammatik ist nicht mehr dieselbe wie zu meiner Ingolstädter Kindheit und Jugend, damals war das die Glacis, “d’Glasí”).

Verortung in meiner persönlichen Geografie: Alter Volksfestplatz, wo das Hallenbad stand (das jetzige steht nebenan, wo das Eisstadion war – sehr verwirrend).

Im Foyer trafen wir auf Bruderfamilie (minus Nichte), meine Eltern, Freunde der Bruderfamilie, einige hatten das Stück, Istanbul von Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal, bereits in der vorherigen Spielzeit auf der kleinen Bühne gesehen.

Mein Bruder wies uns auf die erste Überraschung hin: Stellwände im Foyer zeigten Fotos von Gastarbeitern in Ingolstadt, darunter einige von meinem Vater und seinem besten spanischen Freund.

Fotomotiv Bruder zeigt (auf meine Bitte) auf Zeitungsartikel über meinen Vater.

Auch vor anderen Stellwänden wurde fotografiert, eine Gruppe hatte den Vater aus der Türkei entdeckt.

Freie Platzwahl, doch wir schafften es ohne Kampf alle in dieselbe Reihe.

Und dann sahen wir zwei Stunden wundervolles Theater. In viel Musik (mehr, als ich erwartet hatte) war die Geschichte von Klaus Gruber aus Ingolstadt eingebettet, der Anfang der 1960er das Angebot der Türkei annimmt, als Gastarbeiter der heimischen wirtschaftlichen Not zu entkommen und in Istanbul auf dem Bau Geld zu verdienen. In dieser alternative history werden der Schmerz des Abschieds von Frau und Kind erzählt, die Erniedrigung der ärztlichen Untersuchungen, die Einsamkeit in einer fremden Kultur und Sprache. Doch wie schon in Play Auerbach! am Mittwoch zuvor schafft die nicht-realistische Form einen Rahmen, in der die (ohnehin großartige) Grundidee funktioniert: Auf der Bühne werden zur Illustration von Gefühlen und Umständen die Lieder von Sezen Aksu, einer sehr populären türkischen Pop-Sängerin und Komponistin, gespielt und vor allem gesungen. Allein die extreme Exotik, dass deutsche Schauspieler*innen (ganz wunderbar Ralf Lichtenberg und Sarah Horak) auf Türkisch singen, führte mehr über den Stand der deutschen Gesellschaft vor, als es jedes Essay hätte transportieren können. Dazu kam in der gestrigen Vorstellung als besondere Herzerfrischung: Teile des Publikums sangen mit! (Und lachten an Stellen, die ich nicht verstand.) In den weiteren Hauptrollen sehenswert: Berna Celebi, Okan Cömert, Manuel Karadeniz.

Das Nationaltheater Mannheim hat die Lieder als Playlist auf Spotify gestellt – was mich sehr freut, mir gefielen sie fast durchgängig. Stehend jubelnder Beifall am Ende, eine große Theaterfreude. Das Stück wird wohl auf einigen Bühnen gespielt, lässt sich ja problemlos auf viele westdeutsche Städte übertragen, ich empfehle einen Besuch blind überall. In der Ingolstädter Version mochte ich besonders einige klamaukige Einfälle der Requisite.

Anschließend im Foyer noch Austausch von Eindrücken, bei meinem Vater hatte das Stück durchaus Erinnerungen wachgerufen. Meine Eltern nahmen uns zur Übernachtung mit, Lichtaus nicht zu spät.

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Sehen Sie: DAS ist die Art Connections, um die ich Leute beneide. Wenn man mit U-Bahn-Piloten befreundet ist, bekommt man auch mal eine
“Exklusive Ansage”.
(Erinnerung an den Neffen der markanten Frauenstimme, die zu meiner Augsburger Studienzeit die Straßenbahn-Ansagen einsprach, mit deutlichem lokalen Akzent. Und der sie dazu brachte, für Freund*innen Anrufbeantworter-Ansagen aufzunehmen.)

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Niemand wundert sich weniger als ich: Es gibt Therapie-Meerschweine.

Journal Mittwoch, 25. Februar 2026 – Vorläufiger Winterabschied

Donnerstag, 26. Februar 2026

Endlich mal wieder eine gute Nacht, die anbrandende Angstwelle nach nächtlichem Klogang bekam ich durch inneres Begehen meiner wundervollen Wohnung in Augsburg weg.

Wie angekündigt tagte es nahezu wolkenlos. Das führte zu verzauberten Ansichten auf meinem Marsch in die Arbeit.

Für das zweite Foto machte ich extra einen Schlenker über den Bavariapark, als ich die Nebelfetzen zwischen den kahlen Bäumen erahnte.

Im Büro ackerte ich wie geplant los, es gab zu räumen, zu sortieren und wegzuwerfen.

Außerdem hatte ich eine Aufgabe, die zwischen Basteln und Ingenieuren lag – eigentlich wieder eine klassische Sekretärinnensache, doch ich war unsicher und hätte mich gerne mit einer anderen Assistenz/Sekretärin beraten. Das bin ich seit einem halben Jahr als einzige für 60 Menschen, also griff ich zu einer Kollegin, die sowas bis zur jüngsten Umstrukturierung vor anderthalb Jahren gemacht hatte: Volltreffer, sie hatte Erfahrung mit exakt dieser Aufgabe.

Auf meinen Mittagscappuccino zog mich der Sonnenschein mit Macht hinaus ins Westend, ich atmete die milde Luft bis in alle Lungenbläschen.

Fokus-Varianten (langsam kommt Farbe zurück!).

Aber auch eine traurige Entdeckung: Der Blumenladen Las Flores am Heimeranplatz, wo ich in den vergangenen zehneinhalb Jahren immer wieder Berufs-, aber auch Privatblumen gekauft hatte, mit deren beiden Betreiberinnen ich oft geplaudert hatte (der Name des Ladens ist Resultat ihrer großen Cádiz-Liebe) – hat zugemacht.

Nach weiterem Gebastel im Büro gab es zu Mittag Apfel, Orange, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot. Große Freude über das Geschenk einer Kollegin: Gurken eingelegt von bulgarischer Oma.

Emsiger, aber kurzer Nachmittag: Ich machte superpünktlich Feierabend, weil ich abends Theaterabo-Vorstellung hatte – Kneifen aus Unlust diesmal eh keine Option, weil ich Herrn Kaltmamsell fürs Mitkommen hatte interessieren können. Also verließ ich das Bürohaus nicht nur bei echtem Tageslicht, sondern auch in wunderbarer Sonne.

In der Apotheke ließ ich mir gegen die absurd zuschwellende Nase ein Spray mit Salz und Hyaluronsäure empfehlen, dann spazierte ich über die Theresienwiese.

Daheim räumte ich ein wenig, begann zwischen zwei Yoga-Programmen wieder eine Woche Pilates.

Zum Theater-bedingt vorgezogenen Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell den letzten Bestandteil des Ernteanteils: Süßkartoffeln. Auf meinen Wunsch als Liebling Macaroni-and-cheese.

Spaziergang in dann doch noch winterlicher Luft zu den Kammerspielen. Gegeben wurde Avishai Milstein, Play Auerbach!, und mit dem Untertitel “Erinnerungsrevue” hatte ich Herrn Kaltmamsell gelockt.

Die Vorstellung war ausverkauft – und ich erlebte einen so großartigen Theaterabend wie seit vielen Jahren nicht mehr, genau dafür gibt es Theater, das halt kann, was nur Theater kann. Für Details möchte ich mir Zeit nehmen, Ausführlicheres lesen Sie hier morgen.

Ins Bett kam ich so mehr als eine Stunde später als sonst (hoffentlich erinnere ich mich dran, mein Abo auf Sonntag zu wechseln) (und aufs Resi).

§

Derzeit schreibe ich neben Bloggen noch etwas: Lebenserinnerungen. An einem Ort (in einer Datei), so die Idee, sammle ich, woran ich mich aus meiner Kindheit erinnere – also im Gegensatz zu einer Autobiografie, die meiner Ansicht nach mit Recherche, Nachprüfen von Fakten, Abgleich von Erinnerungen mit Geschichtsschreibung oder mit den Erinnerungen anderer Beteiligter einher geht. Bei allem Faible für Alltagsgeschichte weiß ich, dass mein Leben echt nicht genug für sowas hergibt. Aber Erinnerungen festzuhalten, stelle ich mir reizvoll vor, vielleicht sogar mipfleiß nicht gecheckt.

Ich war überzeugt, dass das Aufschreiben meiner eigenen Erinnerungen schnell gehen müsste, merke ich doch immer wieder, dass andere Mescnhen so viel mehr aus ihrer Kindheit aus erster Hand erzählen können. Ein Irrtum, denn das Bremsen und Strukturieren des Erinnerns durch Aufschreiben erzeugt bei mir genau die Geschwindigkeit, die das Gedächtnis fürs Verküpfen mit weiteren Erinnerungen braucht, an die ich sehr lange nicht gedacht hatte (die Hausmeisterin des Wohnblocks meiner Kindheit hieß Frau Kagerer, wäre mir auf direkte Frage nie eingefallen). Und es bereitet mir Freude auszusortieren, was ich zur Zeit des Erlebens wusste, was mir erzählt wurde (ich erinnere mich also an Erzähltes) und was erst viele Jahre oder Jahrzehnte später Wörter und Einordnung bekam. Chronologie, so der Vorsatz, ist dabei irrelevant, es dürfen sich Assoziationen in alle Richtungen ergeben.

Mal sehen, wie lange ich Spaß daran habe.

Journal Sonntag, 22. Februar 2026 – Digitalisierung aus der Hölle, Sport in Wolle, Anatomie eines Falls

Montag, 23. Februar 2026

Schlecht geschlafen, weil meine Nase trotz Spray immer wieder zuschwoll, kurz nach sechs ließ ich es gut sein.

Aufgestanden zu Regen mit Wind. Ich bloggte gemütlich und las ausführlich Internet, denn ich wollte sehr gerne raus zu einem Lauf und hoffte auf ein Nachlassen des Regens.

Im dritten Anlauf (über Monate, zweimal aufgegeben) schaffte ich es, an meinen persönlichen Online-Bereich der Audi BKK ranzukommen. UX aus der Hölle, am schlimmsten: Dieselben Dinge werden verschieden bezeichnet, also z.B. mal als “PIN”, mal als “Sicherheitsnummer”. Zudem brauchte ich zwei Web- und zwei Handy-Apps, die aufeinander verwiesen.

Los ging es im November 2025 mit der Papier-Info, dass der Name der “Service-App” geändert werde (nu? Glückwunsch?), “Ihre bisherigen Zugangsdaten zur Service-App verlieren ihre Gültigkeit” – WTF?!

Wie sich gestern herausstellte, spielte beim Neu-Anlegen/Verifizieren/Mit-Funktionen-verknüpfen meines Bereichs ein Papier-Schreiben der Krankenkasse vom vergangenen August eine zentrale Rolle: Mit dem Betreff “PIN für Ihre elektronische Gesundheitskarte (eGK)” hatte ich eine PIN und eine PUK zum Freirubbeln bekommen. No na, ich nahm mir vor, das Schreiben zum nächsten Einsatz der Kassenkarte mitzunehmen, vielleicht musste ich ab jetzt eine PIN zum Einlesen angeben. (Musste ich nicht.)

Gestern erwies sich, dass die wohl überhaupt nichts mit irgendeiner Karte zu tun hat. DAS war nämlich die Nummer, auf die ich seit dem zweiten Versuch im Dezember wartete, als ich im Prozess bis an einen Punkt gekommen war, an dem es hieß: Jetzt fehlte nur noch die Bestätigung per Geheimzahl, die mir innerhalb der folgenden zwei Wochen zugeschickt würde. Doch dann kam nichts. Es war eine dieser Zahlen vom August, die an zwei Stellen des Online-Registrierprozesses eingegeben werden muss, einmal eben als “PIN”, einmal als “Sicherheitsnummer”. Erstmal hatte hatte ich natürlich andere Ziffern ausprobiert (die auch nicht “Sicherheitsnummer” hießen), auf der Kassenkarte stehen ja fünf verschiedenen Zahlenfolgen, zwei davon waren ebenfalls für den Registrier-Prozess relevant – unter anderen Bezeichnungen als auf der Karte, ich folgerte aus der Anzahl der Stellen.

Wenn mal wieder fehlende digitale Prozesse in deutschen Verwaltungsabläufen angeprangert werden, verweise ich neben Bayern-ID auf diesen der Audi BKK, der offensichtlich der aktiven Abschreckung dient. (Mittlerweile weiß ich, dass Barmer und Techniker ähnlich abschrecken, it’s not a bug, it’s a feature).

Jetzt war ich so geladen, dass ich wirklich Bewegung brauchte. Draußen war es mild, ich schlüpfte zum ersten Mal in ein neues Lauf-Shirt: Nachdem mir monatelang Online-Werbung leichte Woll-Shirts als körperfreundlich und geruchsarm für Sport angepriesen hatte (für eine Starkschwitzerin wie mich sehr attraktive Verkaufsargumente), nahm ich eine perönliche Empfehlung und ein Sonderangebot zum Anlass, ein solches zu bestellen. Drüber die Regenjacke.

Ich nehme vorweg: Bei meiner Rückkehr warf ich das Shirt also nicht in die Wäsche (waschen soll man das Woll-Shirt möglichst selten), sondern hängte es zum Trocknen auf. Und tatsächlich roch es abends nicht nach Schweiß.

Der Regen erwischte mich trotzdem, nur im Mittelteil meiner Runde hatte ich 45 Minuten ohne Kapuze. Meine Strecke legte ich über möglichst viele asphaltierte Wege in der Innenstadt, ich rechnete gestern mit Matsch und Pfützen. Der Körper spielte recht gut mit, aber bei dem Wetter war das Vergnügen überschaubar. Ich versuchte, mich auf den Genuss der Bewegung an der frischen Luft zu konzentrieren.

Na also, endlich Winterlinge (die Krokanten waren noch geschlossen).

Nu, besser als kein Lauf.

Nach dem Duschen lackierte ich meine Zehennägel – zum einen, weil ich sie dann lieber ansehe (Altern verändert auch Zehennägel, und nicht zum Schöneren), zum anderen weil mich Frau Pediküre Ende Dezember darauf hinwies, dass der rechte Zehennagel sich ablöst und eine neue Version nachwächst, mich warnte, dass ein vorzeitiges Wegfallen des alten das mögliche und schmerzhafte Einwachsen des neuen begünstigt; der Nagellack soll als Klebstoff fungieren.

Frühstück um zwei: Äpfelchen (aus jüngstem Ernteanteil und ganz besonders gut), zwei dicke Scheiben selbstgebackenes Brot.

Das Wetter blieb regnerisch, statt ins Kino zu gehen, sah ich mir einen Kinofilm von 2023 in der ARD-Mediathek an (Tab seit Wochen offen):
Anatomie eines Falls.
Obwohl ich praktisch alles über Film und Handlung wusste (ich hatte die Award-Saison 2024 mit Sandra Hüller sehr eng verfolgt), waren Drehbuch und Darsteller*innen so gut, dass er mich fesselte, das ist ein wirklich guter Film. Und ich konnte ihn unsynchronisiert mit Untertiteln ansehen: Dass in ihm Französisch und Englisch gesprochen wird, zu fast gleichen Teilen, spielt in vielen Szenen eine Rolle (die deutsche Version übersetzt beide Sprachen gleich, das finde ich schlecht).

Als Nachtmahl verwendete Herr Kaltmamsell einige Crowdfarming-Orangen für das Orangen-Schwein, das uns beim ersten Versuch sehr gut geschmeckt hatte.

Auch diesmal sehr gut.

Und zum Nachtisch servierte er gebackene Riesen-Marshmallows mit geschmolzener Schokolade zwischen Vollkorn-Keksen – davon hatte er lange geträumt. Ergab beim Essen eine rechte Sauerei. Dann noch etwas Schokolade.

Journal Freitag, 20. Februar 2026 – Besonders dick Schnee, der Kampf der Wahlvorsteherin

Samstag, 21. Februar 2026

Beim Aufstehen immer noch dicker, nasser Schnee, Weg in die Arbeit in weiterem leichten Schneefall von oben und wadenhohem Matsch unten (Winterdienste in vollem Einsatz, viel bereits freigeräumt).

Hier die erwartbaren Fotomotive.

Ihr nennt es Winterzauber, ich nenne es Isgutjetz.

Arbeitsvormittag mit einer großen Stressaufgabe (Stress ganz individuell persönlich, denn eigentlich ein Routinejob für Assistenzen). Ich hielt mich sehr an der Aussicht auf einen Freitagabend mit Freunden, gutem Essen und Alkohol fest.

Wieder war ich so zittrig, dass ich den Mittagscappuccino lieber bleiben ließ. Deshalb auch gestern mittags nur Marsch um die Blöcke, der Matsch mittlerweile nur noch knöchelhoch. Alles suppte, von den Bäumen rutschte der Schnee in Brocken. Ich hoffe, dass alles bis Sonntag weggeschmolzen und versickert ist, damit ich an der Isar mit Genuss laufen kann.

Zu Mittag gab es Apfel, vorgeschnittene Orangen, gemischte Nüsse.

Nach nahezu pünktlichem Feierabend unter düsterem Himmel und in gluckernder Schneeschmelze direkt nach Hause.

Gestern telefonierte ich mein Wahlhilfeteam für die Kommunalwahl am 8. März (fast) durch, sprach mit acht sehr unterschiedlichen Menschen, versprühte eisern Zuversicht und gute Laune – die gerahmte Leutseligkeit. (@novemberregen aus dem Gedächtnis: “Die stärkste Energie bestimmt den Raum.”)
Einer davon war leider komplett überrascht, dass die Wahl a) am 8. März stattfindet, b) zwei Tage Einsatz bedeutet – da könne er nicht. Ich bat ihn, das beim Wahlamt zu melden, damit Ersatz gesucht wurde.
Danach war ich komplett fertig mit der Welt. Alles für das Gefühl, Demokratie nicht nur zu konsumieren. (Das war sowas von das letzte Mal, dass ich mich melde.)

Mit den Freunden waren Herr Kaltmamsell und ich im italienischen (kalabresischen) Restaurant Friulana verabredet, das wir bereits kannten und schätzten (und wo wir, wie wir uns im Lauf des Abends erinnerten, den Jahreswechsel 2019/2020 gefeiert hatten – naturgemäß ohne Ahnung, dass uns in diesem 2020 die Corona-Pandemie ereilen würde und manch anderer tiefer Einschnitt im Leben).

Wir vier waren so schnell in so freudige und intensive Gespräche vertieft, dass ich die Fotos vom wirklich guten Essen vergaß. Es gab erstmal gemischte Vorspeisen für alle mit extra Gemüse, dann teilten sich Herr Kaltmamsell und ich von der handgeschriebenen Speisekarte(-tafel) Pasta quattro formaggi (ganz wunderbar), ich hatte als Secondo Spanferkel-Rollbraten mit Birne und Walnuss (ausgezeichnet).

Als Aperitiv hatte ich um einen Spumante gebeten und einen Franciacorta bekommen, der mir so gut schmeckte, dass ich den Abend über dabei blieb. Santo Palamara, der Wirt und Koch des Friulana, ist berühmt für sein selbst hergestelltes Eis, um mich herum wurde unter anderem das saisonale Bergamotte- und Mandarineneis als Dessert gegessen – selbst war ich leider zu voll für Nachtisch (keine Ahnung, wo der wissenschaftlich belegte Dessertmagen geblieben war).

Dazu aber vor allem fröhliche und weniger fröhliche Gespräche über kürzliche Urlaube, Berufssituation, die allgemeine Weltlage und wie viel davon man ins eigene Leben lässt.

Erst um Mitternacht verabschiedeten wir uns.

§

Das Techniktagebuch gibt es auch zu diesem Geburtstag wieder als Buch, diesmal mit ganz besonders schönem Titel:
“Ãoebersichtlicheres, benutzerfreundliches Design, auch verfügbar für alle führenden Mobilgeräte”.
(Echte Frage: Muss man alt sein, um das lustig zu finden oder können auch Junge darüber lachen?)

§

Lustige Tiere mal ohne Säugetier-Beteiligung.