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Journal Sonntag, 31. Mai 2026 – Sommerhitze unvermutet

Montag, 1. Juni 2026

Ok geschlafen, nur leicht verkatert nach der Feier eines 60. Geburtstags am Vorabend aufgewacht.

Der Morgen draußen sonniger und wärmer als angekündigt, auch ein Gewitter und Regen hatte es nachts nicht gegeben.

Balkonkaffee, die beiden neuen Wasserschüsselchen auf der Brüstung wurden zumindest von einer Amsel und einem Amslerich bereits besucht – beide besonders hübsch und mit einer besonders gekrümmten Oberschnabelspitze, ich bildete mir ein, sie individuell zu erkennen.

Ein Isarlauf würde in Hitze stattfinden, aber ich hatte großen Bedarf an Kopffreikriegen nach dem Vorabend mit Reizüberflutung und innerer Blockade. Schon beim Radeln zum Friedensengel fühlte sich jeder Sonnenstrahl wie ein Fausthieb an, ich nutzte beim Laufen alles, was ich an Schatten kriegen konnte. Ohnehin lief ich so benebelt, dass ich erst nach über einer Stunde den ersten fotografierenswerten Anblick wahrnahm.

Unter der Leinthalerbrücke.

Der Trampelpfad unten an der Isar versprach mehr Schatten als der Schotterweg weiter oben.

Und tatsächlich hatte sich hier sogar Matsch gehalten. Das Laufen strengte mich an und ich war sehr durstig, genehmigte mir ein paar Handvoll Wasser von einem sprudelnden und eingefassten Zufluss. Das waren am Ende ein paar mehr als die geplanten 100 Minuten, doch das Wechseln zum Gehen, das ich meinem Körper mehrfach angeboten hatte, wurde nicht angenommen. Heimradeln in Hitze mit heimischem Wasserhahn vor Augen, es waren gar nicht mal so viele Leute unterwegs (verreist wegen Pfingstferien?).

Die Müncher Robinien sind allen Ernstes duftlos verblüht, in mir regt sich leichte Empörung. Jetzt müssen die Linden aber echt hinmachen.

Zu Hause Wassertrinken, Körperpflege inklusive Pediküre, auch eine große Tasse lösliche Gemüsebrühe trank ich für Salznachschub. Frühstück um halb drei: Etwas Rote-Bete-Salat aus Ernteanteil mit frischem Ernteanteil-Majoran (was halt nicht in das Schraubglas für die Montagsbrotzeit passte), überreife Mango (überraschend, denn die Schale war grün geblieben) mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot. Der Himmel hatte zugezogen, donnernd gegrollt, aber nur ein paar Tropfen Regen gespendet.

Ausführliches Brudertelefonat. Beim anschließenden Internetlesen fühlte ich mich so abgrundtief müde, dass ich mich trotz fortgeschrittenem Nachmittag ein wenig hinlegte.

Eine Yoga-Folge 6, nach einem sonnigen Abschnitt war es draußen wieder düster geworden, erneute Hoffnung auf Regen.

Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell die Agretti aus Ernteanteil als Pastagericht, ganz wunderbar. Nachtisch Marzipan und Schokolade. Jetzt regnete es wirklich, Hoffnung auf Ausdauer.

Früh ins Bett zum Lesen. Die Aussicht auf eine Drei-Tage-Woche deutlich weniger belastend als auf fünf Tage, schau an.

§

Manches ist immer noch wie früher. Leider GANZ früher.
Im österreichischen Bezirk Neusiedl warnte die Polizei ganz offiziell vor “fahrendem Volk”.

“Schließen Sie keine ‘Haustürgeschäfte’ ab”, heißt es darin: “Lassen Sie keine fremden Personen in ihr Haus oder ihre Wohnung. Notieren Sie sich, wenn möglich, eventuelle Fahrzeugkennzeichen und Personenbeschreibungen!”

Irene Brickner im Standard:
“Besuch bei durchreisenden Roma in Parndorf: Sie sind zu Recht misstrauisch”.

via crocodylus

Beim selber Hinschauen und Nachhaken (wie sich das für Journalismus gehört) stellt sich dann sogar sehr Interessantes heraus:

Die Gruppe gehöre zum Umfeld der Evangelischen Mission “Vie et Lumière”, die in der 1950er-Jahren in Frankreich entstanden ist, sagt er: einer evangelikalen, stark an der Bibel orientierten Glaubensgemeinschaft, deren Mitglieder nicht nur Sinti und Roma sind, sondern auch Menschen aus vielen anderen Gruppen: Kalderasch, Lovara, Kalé und andere. Allein in Frankreich haben sich rund 100.000 Personen diesem Glauben angeschlossen.

(…)

Evangelikale Glaubensrichtungen ziehen derzeit europaweit auch unter Roma und Sinti viele Menschen an. Das habe wohl mit den weniger hierarchischen Strukturen der Freikirchen zu tun, die das Predigen in der eigenen Sprache und das Singen traditioneller Volkslieder erleichtern, sagt Mirjam Karoly, Politologin und Mitglied des Volksgruppenbeirats für Roma und Sinti in Österreich. In der Regel haben Roma und Sinti die Religionen ihrer Heimatländer übernommen: katholisch in Österreich, orthodox in Serbien, muslimisch in der Türkei. Der Trend zu den Freikirchen sei insofern etwas anderes, auch wenn es dazu keine Forschungsdaten gebe.

§

Mit dem Werk von James Krüss bin ich groß geworden: Sein Buch der sieben Sachen zum Staunen und zum Lachen hat bislang alle Aussortieraktionen überstanden, und die Verfilmung von Tim Thaler hat mich tief geprägt. Auch über den Autor hatte ich einiges gelesen – doch ein zentrales Detail seines Lebens ging auch in den Artikeln zu seinem 100. Geburtstag unter: James Krüss liebte Männer und musste mit den gesellschaftlichen Folgen kämpfen.
“James Krüss zum Hundertsten: Queerness zwischen den Zeilen”.

(Allein schon, dass sein langjähriger Lebenspartner verschwiegen wird, zeigt in meinen Augen, dass Krüss’ Schwulsein sehr wohl relevant ist.)

Journal Freitag, 29. Mai 2026 – Brieferinnerungen

Samstag, 30. Mai 2026

Guter Nachtschlaf, ich hätte gern mehr gehabt als bis Weckerklingeln.

Aus den in der ganzen Wohnung geöffneten Fenstern kam es bei wolkenlosem Himmel sehr kühl herein, zu kühl für Balkonkaffee. (Die Nächte mit niedrigen Temperaturen begrüße ich sehr, so können wir die Wohnung angenehm temperieren.)

Sommer-Theresienwiese mit Morgenschatten und Infrastruktur-Bauarbeiten fürs Oktoberfest.

Geordnetes Losarbeiten, erst kurz vor meinem Mittagscappuccino wurde es von mehreren Seiten komplex. Zu dem marschierte ich ins Westend.

Mittägliche Brotzeit: Plattpfirsiche, Aprikosen und Buttermilch – Sommer ist, wenn ich überhaupt auf die Idee komme, Buttermilch zu trinken und sie mir dann auch noch hervorragend schmeckt. (Neben Quark die zweite Speise, die ich aus den bösen Assoziationen meiner Diät-Kindheit befreien konnte und heute genieße. Knäckebrot hingegen mag ich einfach wirklich nicht.)

Am Nachmittag noch einiges weggeschafft, während es von draußen dann doch so warm hereinkam, dass ich das gekippte Bürofenster wieder schloss.

Nun aber endlich: Feierabend, Wochenende. Auf dem gemütlichen Heimweg noch Einkäufe beim Vollcorner, daheim schob ich in mein Yoga-Programm eine Folge Pilates, ich hatte das Bedürfnis nach etwas Sportlichem – wobei sich derzeit diese Art Pilates für “sportlich” am besten anfühlt, keine Sehnsucht nach Muskelausreizen und Schwitzen, lieber was Leichteres, dafür täglich.

Nächstes großes Bedürfnis: Alkohol. Schon seit Tagen freute ich mich auf Aperol Spritz.

Anstrengende Selbstauslöser-Akrobatik, dann halt ein extra-geselltes Foto (immer noch echter als KI-Kitsch).
Mein Glas war nach nicht mal 15 Minuten leer, ich genoss die Wirkung enorm.

Zum Nachtmahl erfüllte mir Herr Kaltmamsell den Wunsch nach Glasnudelsalat mit Shrimps, Sojahack und frischen asiatischen Kräutern, ein weiterer Genuss.

Zum Nachtisch hatte er Eton Mess vorbereitet, endlich kam ein Teil der eingefrorenen Eiweiße weg. Dann noch Schokolade.

Endlich dachte ich mal wieder daran, in der Dämmerung nach Fledermäusen Ausschau zu halten: Ich sah reichlich und freute mich daran.

§

Aktuelle Botanik nach Flora Incognita:

In der Anglerstraße wuchs an einem Verkehrsschild die Knäuel-Glockenblume; ähnlich wie bei vielen anderen auffallenden Blümchen im Rinnstein und in sonstigen Weges-Ritzen der Anglerstraße halte ich sie für einen Gefangenschaftsflüchtling aus den darüberliegenden Balkonen.

Der Anblick des Natternkopfs ist mir vertraut, wächst viel in der Stadt; jetzt weiß ich auch, wie er heißt.

§

Maximilian Buddenbohm erinnert ans Briefeschreiben:
“Anmerkungen zum Briefzeitalter”.

Und tritt damit eine Erinnterungsflut los: Ich war viele Jahre lang eine rege Briefeschreiberin. (Und gehörte schon damals zu einer leicht exzentrischen Randgruppe.) (Wie später als Bloggerin.)

Bereits Briefe, vermute ich nachträglich, waren für mich wie später Blogs ein Blick in die Welt anderer Menschen. So begann mein Briefeschreiben auch Generations-typisch im frühen Teenager-Alter mit zwei Brieffreundschaften über Kontaktanzeigen in der Jugendzeitschrift Stafette (DIE GIBT’S NOCH!), eine mit einem Buben in Ägypten (auf Englisch?), eine mit einem Mädchen in der DDR, ähnlicher Grad der Exotik. Das war aber erstmal die Sorte Austausch, bei der praktisch jeder Brief mit der Entschuldigung fürs lange Nichtschreiben begann.

Richtig los ging’s nach dem Abitur, als meine Freundin Veronika für ein Jahr nach England zog, als Au-pair nach Manchester. Sie bastelte die Briefumgschläge meist selbst aus Hochglanzseiten der dortigen Modemagazine. Ich erinnere mich auch an den regen Briefwechsel mit der ersten großen Liebe. Und dann zu Studienzeiten mit den Freundinnen an anderen Studienorten, am intensivsten war der Briefverkehr zwischen meinem Wohnort Augsburg und Regensburg. Hätten wir nicht auch telefonieren können? Taten wir schon auch (wobei Telefonieren teuer war), doch das Schreiben, das Briefeschreiben war einfach eine eigene Kommunikationsform. Oft lagen andere Papiere bei, Zeitungsauschnitte zum Beispiel.

Finanzielle Vorteile standen sicher im Vordergrund, wenn ein Freund, eine Freundin zum Auslandsstudienjahr weit weg war: Wir hielten Kontakt mit Briefen, wussten ganz genau, wie viele Seiten welchen Papiers innerhalb der günstigsten Portoklasse lagen. Ohne dieses Kriterium war die Wahl des Briefpapiers immer eine eigene Überlegung, ich müsste jetzt noch Bestände von damals haben.

Aber das dauerte! Mit meinem Uni-Freund Frank in Augsburg eröffnete ich während meines Studienjahrs in Wales (1991/92) eine zweite Brieflinie, denn jeder Brief brauchte eine Woche in eine Richtung, und nur alle zwei Wochen etwas von ihm lesen zu bekommen, war mir zu wenig. Es entstand eine eigene literarische Form, denn die beiden Linien trennten wir sauber inhaltlich. Wahrscheinlich schrieb ich in diesem Auslandsjahr wöchentlich vier bis fünf Briefe, auch den Kontakt zu meiner Familie hielt ich ja brieflich. Später mit Herrn Kaltmamsell: Wenn wir nicht am selben Ort wohnten (Reisen, Ferienjobs), schrieben wir einander Briefe.

Ich kann mir vorstellen, dass ich meine Fertigkeiten im schriftlichen Ausdruck mindestens so viel durch Briefeschreiben erworben habe wie durchs journalistische Schreiben – zumal ich unter anderem mit Sprachkünstler*innen korrespondierte, von denen ich lernte. Zu Weihnachten 1992 ließ ich mir eine eigene Kiste für erhaltene Briefe schenken (Foto hier rechts oben). Erst vor wenigen Jahren sortierte ich diese gesammelten Briefe (ungelesen) und lagerte sie gebündelt im Keller ab.

So war die neue Technik E-Mail, die ich gleich bei meiner Rückkehr nach Deutschland 1992 entdeckte (Mail-Programm auf Floppy Disk, mit der ich für jedes Senden und Empfangen an die Internetrechner drüben an der Augsburger Mathe-Fakultät ging), hochwillkommen: Damit kamen Briefe SOFORT an! In den ersten Jahren druckte ich noch alle aus und legte sie ab, Briefe waren richtig nur auf Papier.

Sicher bin ich, dass ich mein jüngstes Briefpapier im Mai 2012 in Venedig gekauft habe. Wann ich den letzten handschriftlichen Brief verfasste, weiß ich nicht; wahrscheinlich ist das länger als die Buddenbohm’schen 20 Jahre her.

In meinem Keller steht eine eigene, gut verklebebandelte Kiste mit Liebesbriefen.

Journal Donnerstag, 28. Mai 2026 – Lerchenlauf mit Hausmeistergefühlen

Freitag, 29. Mai 2026

Wecker auf sehr früh, weil ich eine Laufrunde vor der Arbeit plante. Bis dreiviertel vier schlief ich auch gut, nach Fensterschließen wegen Gaudi im Park aber nicht mehr wieder ein: Mich überschwemmte eine Angstwelle nach der nächsten, inklusive donnerndem Herzschlag, keine meiner sonstigen Ablenkungen funktionierte (Happy Place, aufmerksamer Gedankenrundgang durch frühere Wohnungen). Dann war das halt so, mir fielen sogar ein paar Arbeitsideen ein, ich wartete auf den Wecker um 5:15 Uhr.

Es hatte über Nacht abgekühlt, die Luft war herrlich, die Sonne beschien sommerbunte Farben, der Körper spielte gut mit – aber müde war ich halt schon.

Meine innere Hausmeisterin hatte den starken Drang, ein Schul-gestaltetes Arbeitsblatt in dieses Zelt zu schieben:

1. Skizziere die Struktur des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Flaucher.
2. Erkläre die Herkunft des Bezeichnung “Flaucher” und die historische Entwicklung des Gebiets.
3. Was sind deiner Ansicht nach die Gründe für das Zeltverbot hier?
4. Welches sind die wahrscheinlichsten Auswirkungen deiner Missachtung dieses Verbots?

(Wer spicken möchte, hier der ausführliche Wikipedia-Eintrag.)

Besonders schön sah in diesem Licht der Alte Südfriedhof aus.

Zackige Körpflege mit Ausprobieren geschenktes Bodyshop-Duschgel (so viele Jahre Seife statt Duschgel verwendet, dass ich das Gefühl für die adäquate Menge verloren hatte – ich bekam mich nur mit Unmengen Wasser entgelt), Beschleunigung des Arbeitswegs mit zwei Stationen U-Bahn.

Geordneter Arbeitsvormittag, ich setzte die Ideen aus der Nacht in E-Mails um.

Mittags spazierte ich auf den Markt und kaufte Käse (mein idealer Sommertag mit milder Temperatur Mitte 20, Sonne, frischer Brise), Mittagscappuccino in der Cafeteria.
Späteres Mittagessen: Plattpfirsiche, Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Am Nachmittag bekam ich manche Komplikationen überraschend schnell gelöst, andere entfalteten ihre tatsächliche Kompliziertheit erst durch meine Nachfragen. Aber nichts scheiterte wirklich.
An einer Geselligkeit teilgenommen, aber zurück an den Schreibtisch verschwunden, bevor mein Unbehagen in Peinlichkeiten umschlug.

Direkter Heimweg in einem weiterhin perfekten Sommertag, ich spürte die Sonne gern auf der Haut. Aber die Belastung durch Arbeitsthemen wollte einfach nicht verfliegen, ich war sehr bedrückt.

Daheim setzte ich zum vierten Mal das Epiliergerät ein, spätestens jetzt hat es sich amortisiert.

Herr Kaltmamsell hatte den Ernteanteil geholt, er enthielt einen herrlichen Kopf Salat aus dem Freiland – die Blätter waren stabil genug für das Tahini-Dressing, mit dem ich ihn zum Abendessen anmachte, wachsweiche Eier dazu. Zweiter Gang reichlich Käse vom Markt. Nachtisch erstmal Erdbeeren, dann Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen.

§

Der Erfinder der baskischen tarta de queso, Santiago Rivera, Wirt von La Viña in San Sebastián, geht in Rente und erzählt, wie alles begann und warum sein Käsekuchen solch ein Erfolg wurde. Wie immer bei kulinarischer Geschichte spielt der historische politische Hintergrund eine große Rolle.
“He Invented the Basque Cheesecake. He Prefers Chocolate.”

via @joel.lu
(Hier die spanische Version des Artikels.)

Nearly 40 years ago, Mr. Rivera, then a young and floppy-haired barman, used his days off to experiment with recipes, including for a version of a New York-style cheesecake.

In his tests, he stripped the cheesecake of its bottom crust to save time and counter-space in a tiny kitchen, and cooked it at a higher temperature to give it a scorched, caramel-colored top. His father, despite losing his sight, nevertheless observed the satisfaction his son’s concoction brought to customers.

“‘Santi, don’t ever stop making this cheesecake,’” Mr. Rivera recalled his father telling him.

In the ensuing years, a dessert that had no roots in Spain’s northern Basque Country somehow became one of the region’s culinary calling cards. Similar cheesecakes started appearing on counters around the city and would-be usurpers now make versions topped with candy bars.

Endlich sagt’s mal jemand: Käsekuchen ist eigentlich extrem unspanisch. Es gibt traditionell nichts Vergleichbares in der spanischen Küche, die an Milchprodukten nur Milch und Käse verwendet (in der Patisserie halt Sahne). Macht ja nichts.

The domestic terrorism that had long marred Spain’s Basque Country abated. San Sebastián — with its pintxo bars and spectacular seaside — became a magnet for foodies and foreign chefs. Mr. Rivera said the mix of tourism, marketing and universally available ingredients — supermarket cream cheese, eggs, sugar, some flour — led the cheesecake’s reputation to spread across borders and cultures.

Mittlerweile produziert eine eigene Bäckerei täglich 500 original La Viña-Käsekuchen.

Journal Dienstag, 26. Mai 2026 – Arbeitsächzen in Mai-Hochsommer

Mittwoch, 27. Mai 2026

Sehr unruhige Nacht mit viel Aufwachen, nicht wieder einschlafen können, unangenehmen Träumen (Menschen starben!).

Aufgestanden zu einem sonnigen, frischen Sommermorgen.

So früh in der Saison noch eine gefühlte Sensation: Balkonkaffee. Ich bin gerade auf dem Weg zu einem neuen Lieblings-Mischverhältnis meines Morgenmilchkaffees mit immer weniger Milch.

Für den Weg in die Arbeit hätte es die Jacke über meine nackten Arme im Kleid nicht mal gebraucht.

Im Büro tatsächlich keine Katastrophen, nicht mal nach Einblick ins E-Mail-Postfach. Gegen zehn hatte ich bereits einen Überblick, was zu tun war. Und ich stellte fest, dass eine Abwesenheit von sechs Arbeitstagen (die durch Feiertage und Wochenenden zwölf freie Tage am Stück ergab) gut hinterherlesbar ist.

Ich schuf mir locker Zeit für Obsteinkauf sowie Mittagscappuccino.

Zu Mittag gab es Banane sowie Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Auch der Arbeitsnachmittag ließ sich geordnet an – bis ein Urlaub halt dann doch kein Urlaub war, sondern ein Strom von komplexen Arbeitsaufträgen. Der Feierabend war noch weit, als ich bereits erschöpft in den Seilen hing.

ABER! Schöne neue Sandalen sind schön und tragen sich auch auf mittleren Strecken bequem. Für den Marsch in die Arbeit und nach Hause schlüpfte ich allerdings vorsichtshalber in leichte Turnschuhe. (Sandalenmarke “Alma en pena” – manchmal wünschte ich, ich verstünde kein Spanisch.)

Auf dem Heimweg suchte ich Schatten, die Sonne stach unangenehm, aber ich fand ja eh gerade alles scheiße.

Lebensmitteleinkäufe beim Vollcorner. Daheim Yoga, auf das ich mich sehr gefreut hatte. Dann Aufbruch mit Herrn Kaltmamsell zu aushäusigem Essen – Pläne unter Vorbehalt: Wir wollten im Schnitzelgarten nachsehen, ob er vielleicht nicht mehr Touristen- und Instagrammer-überlaufen war. Doch wir hatten Pech: Eine deutliche Schlange davor, und ein Blick durch den früheren Zugang direkt zum Biergarten zeigte, dass tatsächlich alle Tische besetzt waren. Für einen Biergarten stelle ich mich auch bis auf Weiteres in keine Schlange, Schnitzelgarten müssen wir von unserer Sommerliste streichen. (Hat ja noch genug Posten unter anderem von Gans am Wasser über Taverna Melina und Romans bis Flaucherbiergarten und Hirschgarten.)

Keine hundert Meter weiter warteten bei Honghong chinesische breite Ramennudeln auf uns (und köstlicher Gurkensalat):

Auch diesmal sehr gut und launehebend. Daheim Schokolade zum Nachtisch.

Früh ins Bett zum Lesen.

Journal Pfingstmontag, 25. Mai 2026 – Ereignislos entspannt

Dienstag, 26. Mai 2026

Nach einer Nacht mit ein paar Lärmstörungen von draußen lange geschlafen. Einsatz für den ersten Balkonkaffee der Saison!

Aber auch übergangslos Alltag mit Hitzevorsorgemaßnahmen: Vormittags alle Außenfenster schließen, Sonnenlicht mit Rollläden aussperren, Fenster zum kühlen Innenhof auf Kipp.

Irgendwas verschattete mir das Gemüt, doch da ich keinerlei Ursache fand (nicht mal Aussicht auf Rückkehr in die Arbeit, die Woche müsste ruhig verlaufen), ignorierte ich das halt.

Sportplan des Tages: Schwimmen im Dantebad. Nicht allzu spät radelte ich los, mit Aussicht auf feiertagsruhigen Verkehr nahm ich die schöne Strecke über Nymphenburger Straße, Rotkreuzplatz, Gern. Das war schön, vertrieb die Schatten allerdings nicht. Diese Vertreibung schaffte dann die Schwimmrunde: Obwohl die Schlange an der Kasse sehr lang war, vor allem aus Familien bestand (ich passierte sie ungeschlangt dank meiner reichlich aufgeladenen Bäderkarte) und trotz rege beschwommener Bahnen war gedankenloses Durchziehen möglich – die meisten schwammen eh nur ein paar Bahnen.

Ich hängte 100 Meter an meine üblichen 3.000 dran, fühlte mich leicht und beschwingt. Nach kurzem Abbrausen, Abtrocknen, neuem Sonnencremen legte ich mich auf die bereits gut genutzte Liegewiese und hörte Musik.

Hamilton-Filter dank verschmierter Linse, automatische Anonymisierung, sehr praktisch. Ein Stündchen genoss ich die Sonne im leichten Wind, es war sogar weniger heiß als befürchtet.

Das Abendessen vom Sonntag lag mir immer noch quer im Bauch. Und es hatte aus so viel Brot bestanden (fast eine halbe Stange), dass ich keine Lust auf Frühstückssemmeln hatte. Also radelte ich direkt nach Hause, ausgebremst von durchgehend roten Ampeln (mit zwei Ausnahmen, genervt hatte ich irgendwann wieder zu zählen begonnen). Frühstück um zwei: Tomaten, Äpfel, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot.

Nachmittag im angenehm temperierten Drinnen mit Wäschewaschen, Internetlesen (es hatten sich wieder reichlich Newsletter gesammelt) – und dann doch Wegwerfen der toten Efeutute.

Das Umtopfen samt Verkleinern des Wurzelballens hatte die Pflanze komplett ausgeknockt, meine Theorie: Die Wurzeln schafften es nicht mehr, die dicken Äste und riesigen Blätter zu versorgen. Die Beseitigung war eine rechte Sauerei, sehr viel tote Pflanze.

Im Topf ist noch ein einziges grünes Blatt übrig, jetzt hoffe ich darauf, dass sie der Neubeginn ist. (Hier ein Foto vom vorherigen Standort, hier eines nach Umtopfen/Umsiedeln vor sechs Wochen.)

Muttertelefonat (nur mittel beruhigend, aber Gelegenheit Berlin-Details zu erzählen, die im Blog nichts zu suchen haben), eine Runde Yoga, Brotzeitvorbereitung, zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell selbstgemachte Gnocchi aus der Gefriere mit Ernteanteil-Salbei in Butter, ganz wunderbar.

Fürs Dessert spazierten wir (mit vorgekühlten Schüsselchen und eigenen Löffeln) zum Nachbarschafts-Eisdieler. Für die Chronik: Preis der Kugel dort 2 Euro.

Zu meiner Erleichterung hatte die Luft bereits gegen acht deutlich abgekühlt und war nicht mehr heiß. Also daheim bald Fenster und Türen auf Durchzug. Früh ins Bett zum Lesen, Hoffnung auf Nachtruhe von außen (vielleicht mussten alle anderen am nächsten Tag auch arbeiten) und innen (eigentlich sollte in dieser Arbeitswoche nichts Unangenehmes anstehen – außer es hatten sich in meinem Urlaub große Veränderungen ergeben).

§

Theresa Bäuerlein war lange meist die einzige, die auf Geselligkeiten beim Mineralwasser blieb, jetzt gehört sie oft zur Mehrheit. Ausgerechnet das bringt sie zum Nachdenken (mein Geschenk an Sie):
“Vielleicht macht weniger Alkohol die Gesellschaft gar nicht besser”.

Denn die Kehrseite ist unter anderem Vereinzelung durch Selbstoptimierung.

Sicher, betrunkene Männer sind kein schöner Anblick. Aber wie gruselig sind Typen wie der Influencer MacKenzie William, der auf Social Media seine Bettlaken superakkurat auf Kante dampfbügelt und danach mit totem Blick etwa 17 Hautpflege-Seren in seinem Gesicht verteilt? Mir wäre wirklich wohler, er würde ab und zu ein Selfie mit seinen Kumpels in einem Biergarten posten.

Mehr noch, möglicherweise geht uns mit der Kultur des gemeinsamen Trinkens ein seit Jahrtausenden etabliertes soziales Schmiermittel abhanden, und zwar ersatzlos. Ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland fühlt sich laut Statistischem Bundesamt zumindest teilweise einsam, knapp 20 Prozent sogar sehr. Die Entwicklung, dass Menschen in westlichen Gesellschaften mehr Zeit allein verbringen, begann schon vor der Pandemie. Die Forscherin und Autorin Sarah Stein Lubrano unterscheidet hier zwei Phänomene, die oft verwechselt werden: Einsamkeit als Gefühl, und auf der anderen Seite wie wir verlernen, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Sie nennt das Soziale Atrophie. Wer soziale Fähigkeiten nicht benutzt, verliert sie, wie Muskeln, die man nicht trainiert.

Journal Pfingstsonntag, 24. Mai 2026 – Der erste heiße Sommertag / Theaterwechsel

Montag, 25. Mai 2026

Weckerwecken, um genug Zeit für mein Tagesgrogramm zu haben, aufgestanden nach einer eher unruhigen Nacht mit teils hochspannenden Träumen (leider keine Erinnerung daran, nur ans interessierte und positive Gefühl dabei).

TOP 1: Bloggen – am Samstag hatte ich mich lediglich zu Bilder-Download und Stichpunkten aufgerafft, musste also schreiben, Bilder auswählen und bearbeiten, gegenlesen.

TOP 2: Pflanzengießen. Der zweite Feigen-Versuch auf dem Küchenbalkon nach Süden scheint zu klappen, aber brutaldirekte Sonne mögen wohl wirklich nur Kakteen so richtig.

TOP 3: Isarlauf, aus Vernunftgründen (und weil ich mich danach nicht vor Abfahrt zur Mittagesseneinladung hetzen wollte) nur 90 Minuten. Mit abschließendem Brotkauf fürs Abendessen.

PFINGSTrosen auf dem Alten Südfriedhof.

Nachwuchs-Robinie beim Tierpark Hellabrunn – genauso wenig duftend wie ihre Verwandtschaft, was ist los? Das Laufen war schön und angenehm, es täte meinem Körper so viel besser, könnte ich zwei- bis dreimal wöchentlich 80 bis 90 Minuten laufen statt einmal fast zwei Stunden. Und vor zehn war die Luft auch lediglich angenehm warm, noch nicht heiß.

TOP 4: Wasserwechsel für die Rosentagsrosen.

TOP 5: Fahrt mit Herrn Kaltmamsell nach Augsburg, der gekühlte Regionalzug war bereits angenehm. Die lieben Schwiegers luden uns in ein italienisches Restaurant am Rand von Haunstetten ein, ich aß auf der schattigen Terrasse gute Penne mit Spargel und Tomate. Den abschließenden Espresso gab’s bei Schwiegers, dazu Plauderei, das war schön.

Zurück in München fühlte sich die Hitze gerade noch erträglich an, die Aussicht auf weiter steigende Temperaturen allerdings bedrückend. Auf dem Heimweg kam uns in der Schillerstraße ein Mann mit Vogelkäfig entgegen (Kopf intonierte umgehend Zauberflöte), darin saß auf einer Sittich-Schaukel schaukelnd eine Kohlmeise, die einen fröhlichen Eindruck machte. Wir Großstädterinnen wundern uns ja eher selten.

In der Woche zuvor hatte ich gelesen, dass das Residenztheater sein Programm für die neue Spielzeit vorgestellt hatte – JETZT müsste doch endlich der Kauf eines Abos möglich sein (in den Monaten davor hatte ich mehrfach vergeblich danach gesucht). Und tatsächlich war es das. Also kündigte ich mein Kammerspiele-Abo, ab Spielzeit 2026/2027 bin ich Resi-Abonnentin. Ich nutzte den Wechsel gleich für einen Wechsel von Mittwoch auf Sonntag: Früherer Beginn der Vorstellungen, kein Arbeitstag davor, und an Sonntagabenden habe ich wirklich praktisch nie etwas vor. Aufregende Neuerungen nach 17 Jahren Kammerspiel-Abo! (Ich erinnerte mich, wie es zur Entscheidung für ein Mittwochs-Abo gekommen war: Damals machte ich noch viel Sport im Sportstudio, und an Mittwochfeierabenden gab es dort NIE etwas für mich Interessantes.)

Jetzt Gymnastik, Start eines 30-Tage-Programms von Adriene, diesmal wieder “Flow”. Nochmal stelle ich mir vor, dass ich ab und zu Pilates mit Gabi Fastner einschiebe – der ich jetzt endlich auch regelmäßig ein wenig Geld überweise, das fühlte sich anständig an.

Fürs Abendessen hatte ich mich verantwortlich gemacht: Ein Rest Meatballs aus der Gefriere ergab Meatball Sandwiches, dazu Asiasalat aus Ernteanteil. Nachtisch Schokolade.

Früh ins Bett zu langem Lesen, Louise Erdrich, The Sentence findet einen weiteren überraschenden Umgang mit dem Thema native Americans im weitesten Sinn und ist lustig. Wohlige Aussicht auf einen weiteren freien Tag.

Journal Samstag, 23. Mai 2026 – Sommerwanderung von Starnberg nach Herrsching

Sonntag, 24. Mai 2026

Wunderbar lang und gut geschlafen, aufgestanden zu dem angekündigten Sommertag – allerdings noch zu kühl für Balkonkaffee.

Als Tagesprogramm war eine Wanderung mit Herrn Kaltmamsell geplant: Auch wenn er seine Pfingstferien für Arbeit benötigt, bieten sie ihm genug freie Zeit für solch einen Ausflug. Die Routenwahl fiel auf Starnberg nach Herrsching, also vom Starnberger See zum Ammersee über Andechs.

Weder Tageslänge noch Wetter beschränkten uns, wir ließen uns Zeit für den Aufbruch. Meine Vorbereitungen schlossen gründliches Einsprühen mit Insektenspray ein: Nach Regen in der Vorwoche und bei den angekündigten warmen Temperaturen wollte ich kein Mückenrisiko eingehen.

Beim Verlassen des Hauses trafen wir die 91-jährige (sie nennt ihr Alter bei jeder Begegnung) Nachbarin am Rollator, sehr edel zurechtgemacht. Ihre Reaktion auf das Kompliment für ihr Outfit:
„Die Konkurrenz ist groß!“

Und dann erklärte sie, sie trage ihre viele schöne Kleidung und ihren großen Schmuck jetzt einfach im Alltag: Worauf solle sie warten?
Großartige Einstellung – die Geburtstagseinlader*innen dieses Sommers können sich auf was gefasst machen.

Wie ich bereits befürchtet hatte, war die Anfahrt etwas umständlich: Schulferien plus Wochenende bedeuten gewöhnlich verstärkte Bauarbeiten. Also U-Bahn zum Heimeranplatz, umgeleitete (und verspätete) S-Bahn nach Starnberg.

Schon beim Aussteigen sperrte ich Mund und Augen auf: Die HATTEN aber auch ein Panorama aufgehängt!
Erstmal Mittagscappucino an der Promenade.

Dann über die Maisinger Schlucht und den Maisinger See Richtung Westen. Es wurde schnell ziemlich warm, wärmer braucht es beim Wandern für mich nicht werden. Angenehmes Gehen, allerdings ist das einstündige Fehlen von Bankerln zwischen Aschering und JVA Rothenfeld ein Mangel – zumal wir hier nach zweieinhalb Stunden gerne Brotzeitpause gemacht hätten. Wir mussten bis fast drei Stunden warten.

Hochwillkommener letzte Trinkwasserstopp an den Starnberger Wasserwerken.

Maisinger See

Nach unserer Pause (Apfel, Nussschnecke) bei Rothenfeld. Wir waren nicht die einzigen mit Bankerl-Sehnsucht: Ein weiteres Wanderpaar fragte, ob es sich für Brotzeit zu uns setzen dürfe, es gebe ja wirklich wenig Gelegenheit.

Sonst hatten wir mit Samstag wieder den besseren Wandertag am Pfingswochenende erwischt: Es war sehr wenig los auf den Wegen, allerdings wurde alles berennradelt, was ging, einzeln bis in großen Gruppen und durchaus aggressiv. Nachdem ein Wortgefecht bis “AUF’S MAUL?!” eskaliert war, musste ich mich damit aufmuntern, dass die Kunststoff-versiegelten Rennradler Kilometerzahlen und Laktatwerte heimbrachten, ich aber Anblicke, Milansichtung, Blümchenfotos und Erinnerungen.

Den Aufstieg nach Kloster Andechs ließen wir aus (genossen aber über eine halbe Stunde lang herbeiwehende Blasmusik – zum ersten Mal fiel mir auf, dass manche bayerischen Märsche durchaus was von Pasodoble hatten), genossen statt dessen ein Stündchen Uferweg am Ammersee.

In Herrsching fanden wir nach gut fünf Stunden und gut 20 Kilometern einen noch geöffneten Supermarkt, große Freude über die Möglichkeit zum Wassernachkauf – und ich entdeckte heimischen Wein, über den ich schon gelesen hatte: Gleich mal ein Fläschchen mitgenommen.

Unterwegs hatte ich wieder Spaß mit Flora incognita: Das Fotografieren und schnelle Bestimmen mit der App fühlte sich an wie Einstecken der Pflanze in einen Tornister – genauer beschäftigen würde ich mich damit daheim.

Von links oben im Uhrzeigersinn: Wolfsmilch kannte ich schon, die App sagte Zypressen-Wolfsmilch / Mausohr-Habichtskräuter – ein Knaller, der mir beim Wandern immer besonders aufgefallen war / Glockenblume (Wiesen-Glockenblume) und Margarite (Wiesen-Margarite) wollte ich lediglich bestätigt sehen.

Wiesen-Bocksbart / Kriechender Günsel (gnihihi) / Schlangen-Knöterich / Kuckucks-Lichtnelke – ich lernte Nelken-Varianten.

Auch der Rückweg von Herrsching war durch die S-Bahn-Bauarbeiten etwas umständlich: Wir kamen erstmal nur nach Pasing, eine völlig überfüllte Regionalbahn brachte uns dann zur Haltestelle Hauptbahnhof.

Beim Ausräumen daheim wurde ich erinnert: Sommerliche Temperaturen bedeuten offene Fenster bedeuten Splatter-Sound aus dem Kreisssaal der Klinik gegenüber frei Haus!

Ich hatte mich sehr auf ein reiningendes Vollbad gefreut (große Seltenheit) und genoss es. Dadurch später als sonst servierte Herr Kaltmamsell das Nachtmahl: Aus Ernteanteil Mangold und Kräutersaitlinge gebraten, dazu Wildreis. Ich hatte wieder Lust auf Alkohol und öffnete einen am Vortag gekauften Pittnauer Rosé by Nature – hefig und mit Rhabarbernoten sehr erfrischend, gefiel mir gut, wird als möglicher Aperitif vermerkt.

Nachtrag: Nachtisch Erdbeeren, Berliner Marzipan, Schokolade.

§

Für die taz berichtet Reiner Wandler aus Madrid:
“Jobwunder dank Migration
Spanien feiert zweiundzwanzig Millionen!”

Dazu gehört aber auch die Kehrseite “niedrige Durchschnittslöhne und prekäre Arbeitsverhältnisse in vielen Branchen” – und dass die meisten Einwander*innen aus Südamerika stammen, somit bereits die Landessprache können, ist ein nicht auf andere Länder übertragbarerer Faktor.