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Journal Montag, 12. Januar 2015 – Tag in Bildern

Dienstag, 13. Januar 2015

Start in den Tag, indem ich die Fenster des Wintergartens heftig bedampfte.

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In der Arbeit Jagd nach exotischem Büromaterial, das ich noch am selben Tag brauchte (Notwendigkeit hatte sich sehr plötzlich ergeben). Gefunden, indem ich den Hersteller anrief und mir sagen ließ, wohin in München er liefert.

Der Januar gab zum Sonnenuntergang alles.

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Zum Nachtmahl köstlicher Hühnereintopf.

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Journal Samstag, 10. Januar 2015 – Häuslichkeit

Sonntag, 11. Januar 2015

Große Erleichterung, als ich ohne Magengrimmen aufwachte, noch dazu nach langem Schlaf.
Dennoch keine Lust auf Sport, also lediglich eine weitere Runde Basteln an beruflicher Zukunft und ausführlicher Lebensmitteleinkauf zu zweit.

Apfelkompott gekocht, nochmal Bagelteig angesetzt, Apfelkuchen mit Puddingpfützen gebacken (meine einzige Änderung des Rezepts: halb so viel Hefe).

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Das Abendessen bekam ich gekocht: Ein Gerstengericht (Graupotto? Gerstotto?) mit mariniertem Feta aus Ottolenghis Jerusalem.

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Abends zwei aufgezeichnete Folgen Gernstl gesehen: Gernstls Zeitreisen. Sein Dreierteam war nach 25 Jahren eine Strecke von West nach Ost durch Deutschland nochmal gefahren. Sehr beschäftigt hat mich der Schlusssatz eines jungen Mannes mit Down Syndrom: “Die Normalen”, so beklagte er, wollten nichts mit Behinderten zu tun haben; aus seiner Sicht “verstecken” sie sich vor den Behinderten. Und obwohl das natürlich ein strukturelles Problem mangelnder Inklusion ist, freue ich mich gleich nochmal so sehr auf die Zusammenarbeit mit den Beschäftigten in Schönbrunn.

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Patricia Cammarata hat bei Maximilian Buddenbohm gastgebloggt:
“Nackte Nudeln”.

Ich weiß schon, dass das ein Eltern-Topos mit viel komischem Potenzial ist: Extrem heikle (so hieß das früher) Kinder, dicht gefolgt von den Witzeleien, dass man sich unter Eltern mit seinem Kind nicht ohne mindestens einem halben Dutzend Nahrungsmittelallergien blicken lassen kann.

Was ich mich dabei seit Jahren frage: Gibt es heute gar keine Kinder mehr, wie ich eines war? Also ein Kind, dass von klein auf begeistert aß? Vor allem aß, Inhalt eher nebensächlich? Essen ist sein Leibgericht? Und dessen Mutter vor allem Angst hatte, es könnte davon dick werden und ihm deshalb ab dem 4. Lebensjahr Kalorien zählte? Das muss es doch auch heute geben, rein statistisch. Taucht aber nicht in Blogs auf, nicht in launigen Glossen, nicht im Feuilleton.
Mit der Zeit keimte ein böser Verdacht in mir: Ein solches Kind würde heute möglicherweise verschwiegen, zumindest sein Essverhalten. Denn, deshalb “böser” Verdacht, ein solches Verhalten erwartet man nur in der Unterschicht, auf keinen Fall in halbwegs gebildeten, reflektierten Kreisen. Ich lese zwar über einen steigenden Anteil von Kindern mit Übergewicht, über Kinder mit motorischen Schwächen aus Bewegungsmangel, doch das sind immer nur Zahlen, nie die Kinder in Blogs und launigen Glossen. Mein Verdacht: Akademikerkinder sind heikel, nur Asi-Familien haben Kinder, die viel und alles essen.
Kann das jemand widerlegen?

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Das war dringend nötig. Danke, Titanic-Redaktion.

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Journal Donnerstag, 8. Januar 2015 – ein wenig München-PR

Freitag, 9. Januar 2015

Sehr gut geschlafen, so tief und regungslos, dass das Betttuch glattgeblieben war.

Für die Mittagspause zwei Bagels aus meinem Tiefkühler aufgetaut: Das ist möglicherweise die beste Darreichungsform, den nun waren sie idealzäh und köstlich. Jetzt noch die Riesenblasen im Teig wegbekommen.

Ein düsterer Tag, nur zu Sonnenuntergang gab es eine Lichtshow.

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Auf dem Heimweg viel Obst beim Verdi Supermarket eingekauft: Äpfel für Kuchen am Wochenende, Clementinen, rosa Grapefruit, eine riesige Papaya.

Ein wenig München-PR betrieben: Von sehr weit angereiste Touristen baten mich um Hilfe bei der Bedienung eines Parkautomaten. Gemeinsam mit der sehr gut Englisch sprechenden jungen Frau kämpften ich mich durch die einzelnen Schritte (ich machte das auch zum ersten Mal), das Display beleuchtet vom Handylicht einer anderen Dame. Ich konnte sogar mit Wechselmünzen aushelfen (nein, musste ich erklären, Kreditkarte würden nicht nützen), und als ich erfuhr, dass das Grüppchen zum ersten Mal in München war, hieß ich die drei herzlich willkommen.
Jetzt weiß ich, dass die Münchner Parkscheinautomaten mit der Bedienungsunfreundlichkeit der MVV-Fahrkartenautomaten konkurrieren können.

Zum Nachtmahl Shakshuka und im Bayerischen Fernsehen die erste Folge “Unsere Tracht und die Macht” (hier in der Mediathek). Dass das, was als “bayrische Tracht” bezeichnet wird, im 19. Jahrhundert erfunden wurde, wussten wir ja. Doch wie das genau geschah und mit welchen Zielen, war mir neu. In Aussagen von Historikern, Kulturwissenschaftlerinnen, Schneiderinnen, Archivaren wird unter anderem die Geschichte jedes heutigen Bestandteils von “Tracht” erzählt, wie es zu Dorfuniformen kam (oh doch, das hatte mit einer stark militarisierten Gesellschaft zu tun), wie aus der typischen Kleidung aufmüpfiger kleiner Leute ein Signal für konservative Gesinnung wurde, illustriert mit historischen Fotos und über hundert Jahre alten Originalkleidungsstücken. Große Empfehlung, ich freue mich schon auf Teil 2 nächsten Donnerstag.

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Immer noch betäubt und völlig verschreckt vom Mord an 12 Menschen in Paris wegen Satire.

Dazu die Titanic:
“Es lebe der Witz!”
Der Mitbewohner verwies auf die Parallele zu Ecos Name der Rose: Lachen als die ultimative Bedrohung.

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Stefan Mesch macht sich aus diesem Anlass kluge Gedanken über den ständigen Druck, Stellung zu beziehen, Emotionen und Meinungen zu immer mehr Aspekten des Lebens und der Welt aufzubringen:
“PEGIDA, Verbote, Charlie Hebdo: ‘Nimmst du das hin? Lässt dich das kalt?'”

Journal Sonntag, 4. Januar 2015 – Bagelfail

Montag, 5. Januar 2015

Wecker gestellt, um fürs Frühstück die Bagels zu kochen und zu backen. Sie sahen von außen sehr vertrauenserweckens aus, doch das Aufschneiden zeigte: So nicht.

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Die Krume eines Bagels hat dicht- und kleinporig zu sein.
Mein Verdacht: Der Teig müsste nach dem Gehen und vor dem Formen nochmal ordentlich durchgeknetet werden, nicht nur ein wenig ausgestoßen. Zudem misstraue ich der Anforderung des Rezepts ans Mehl: Hohen Glutenanteil will man eigentlich, wenn der Teig besonders viel Wasser halten soll und das Backergebnis große Poren aufzuweisen hat. Gluten braucht man für eine besonders elastische Stärkegitterstruktur. Ein Bagel aber ist fest, der Teig enthält wenig Wasser und soll kleine Poren haben. Aber Vorsicht, beim Testen immer nur einen Faktor verändern, sonst weiß man nicht, woran es gelegen hat. Das nächste Mal also wieder glutenstarkes Mehl Tipo 00, dafür vor dem Formen nochmal richtig kneten.

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Für eine Stepstunde an den Ostbahnhof gefahren (brav mit der U-Bahn), den Sport genossen.
Wetter weiterhin düsternasskalt.

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Geschmeckt haben die Bagels zum Frühstück gut, mit meinem Lieblingsbelag Frischkäse und getrockneten, eingelegten Tomaten, die kalte Gare über Nacht ist sicher eine gute Sache.

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Eine höchst originelle Art, Feminismus medial zu behandeln: Die Washington Post hat Feministinnen nach ihren Zielen für 2015 gefragt.
“What leading feminists want to accomplish this year”.
Wie traurig, dass das originell ist und nicht naheliegend. Mag kein deutsches Mainstream-Medium die Idee aufgreifen? Und damit gleich mal belegen, dass deutschsprachiger Feminismus nicht deckungsgleich ist mit Alice Schwarzer?

Journal Samstag, 3. Januar 2015 – weiter genesend

Sonntag, 4. Januar 2015

Da ich mich wieder ein bisschen weiter genesen fühlte, traute ich mich nach fünf Tagen Pause an sowas wie Sport und nutzte ein Stündchen gemütlich den Crosstrainer. Tat mir gut.

Den Teig für Perfect Bagels zubereitet. Ohnehin eine interessante Serie im Guardian: Für die Rezepte wird gründlich recherchiert – historischer Hintergrund, Erfahrungen von Profis – und getestet. Das Ergebnis ist immer ein buchstäbliches Ausprobieren wert. Diese Bagel bekommen eine Stückgare bis zum nächsten Tag im Kühlschrank, und ich habe endlich einen, in den dafür das gesamte Blech passt! (Das war eine der wenigen Vorgaben an die Küchenplanerin gewesen: Ein Kühlschrank, in den ein Backblech passt.)

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Am frühen Vormittag begann ich die Zubereitung des Nachtmahls: Ochsenschwanz nach latinischer Art aus dem GruUnz-Kochbuchklassiker Die echte italienische Küche. Ich hatte nach meiner Romreise darin gezielt römische Rezepte gesucht und mich dankbar erinnert, wie viel ich aus diesem Buch gelernt habe. Zu meiner großen Freude hatte ich ja bereits Gelegenheit, Autorin Sabine Sälzer persönlich dafür zu danken. Sie erzählte mir, wie komplett neu bei der Veröffentlichung 1990 das Konzept gewesen sei, Hintergrund und Reportagen über die Regionen mit den Rezepten zu verbinden, Fotografen hinaus zu schicken in die Gegenden, um aktuelle Fotos von Landschaften, Lebensmitteln, Menschen zu bekommen.

Nachdem mein bislang einziger Versuch mit Ochsenschwanz wegen zu geringer Garzeit nicht wirklich geglückt war, legte ich eine gute Stunde Köcheln drauf. Das Ergebnis war ausgesprochen köstlich.

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Einen Wein aus Lazio hatte ich leider nicht zur Hand (wir erinnern uns an die Kombinationsregel für Italien: “What grows together goes together.”), doch der Verdejo aus Rueda vertrug sich durchaus gut mit dem Gericht.

Den Nachmittag hatte ich lesend verbracht, denn München taute weiter, es regnete kräftig. Zurück blieben Reste von Schneehaufen.

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Der Beweis: Die Islamisierung des Abendlands ist schon längst passiert.

via André Herrmann

Journal Donnerstag, 1. Januar 2015 – Tiefschneesonne

Freitag, 2. Januar 2015

Zum ersten Mal seit vielen Jahren kein Neujahrslauf an der Isar: Dazu war ich immer noch zu erkältet. Nun, dafür zum ersten Mal seit vielen Jahren das Neujahrskonzert der Wieder Philharmoniker live im Fernsehen – die eine Tradition, die ich tatsächlich von meiner polnischen Oma übernommen habe.

Manchmal übernachtete ich als Kind bei ihr an Silvester, weil meine Eltern ausgingen oder selbst Partygäste hatten, in ihrer Wohnung im Ingolstädter Polackenviertel mit Gasherd und Gasheizung ohne fließend warmem Wasser, weswegen sie zum Baden immer zu uns in unsere Neubauwohnung kam. Dann war um Mitternacht mit Sekt angestoßen worden (damals sah man das mit Kindern und einem Schlückchen Alkohol noch nicht so eng, ich durfte auch am Eierlikör nippen, bekam in Spanien mit einem Schuss Rotwein Farbe ins Limo, und angeblich war mir sommers im Biergarten der Diezl ins Bier getaucht worden, wenn ich nicht einschlafen wollte – ich habe also jederzeit eine Ausrede für heutige Schäden und Gebrechen), meine Oma hatte ein wenig Feuerwerk besorgt und es krachen lassen, während im Fernsehen die für mich elendslangweilige Silvestergala mit Peter Alexander, Anneliese Rothenberger und steif abgespulten Scherzdialogen mit Harald Juhnke weitergelaufen war. Am nächsten Morgen musste unbedingt das Neujahrskonzert geguckt werden, meine Oma deutete in ihrer Kittlschirze Walzerschritte an und schwärmte vom jeweiligen Dirigenten, erklärte mir auch, welchen sie lieber und weniger mochte (ohne sich an die Namen zu erinnern).

Das Konzert passte wunderbar zum gestrigen gloriosen Tiefschneesonnentag. Irritiert war ich allerdings, dass Dirigent Zubin Mehta nicht im Stresemann am Pult stand, sondern in einer schlecht sitzenden Hose-Sakko-Kombi. Ein Gelübde?

Es zog mich mit Macht in die Sonne und an die Isar, dann halt nicht in Joggingschuhen, sondern in Schneestiefeln. Wie die anderen paar Hundert Münchner und Münchnerinnen auch.

Über den alten Südfriedhof.

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An die Isar.

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Es war so schön, dass ich am liebsten eine weitere Schleife gedreht hätte, doch mein Begleiter drängte zur Heimfahrt. Erst dann merkte ich, dass mein Körper schon länger signalisiert hatte, dass jetzt aber genug war – ich habe einfach keine Erfahrung im Kranksein.

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Journal Dienstag/Mittwoch, 30./31. Dezember 2014 – Zwischenwelt

Donnerstag, 1. Januar 2015

Meine Atemwegsinfekt in Kombination mit Schneemassen hat es geschafft, die Tage zwischen Weihnachten und Silvester wie früher werden zu lassen, ganz früher: Rumhängen in einer Zwischenwelt ohne Wochentage, ohne Pläne, Hangeln von Twitterlesen zu Zeitunglesen zu Buchlesen, dazwischen Duschen und Anziehen, ein wenig Nahrungsmittel besorgen, kochen, essen. Ohne Sportmöglichkeit verlieren meine freien Tage Struktur. (Schrieb sie und verheimlichte ihre Liste mit Kochplänen.)

Das hieß aber auch: Kein Isarlauf im bezaubernden Schnee. Kein Schwumm im Dantebad mit den Arm kitzelnden Schneeflocken. Dass mich das nur auf einer Metaebene verstimmte, belegte, dass ich wirklich krank war.

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Auch am Dienstag die Mühen eines Arztbesuchs zwecks Krankschreiben gescheut und lieber Einkaufen geschlichen. Wo ich mich doch unter anderem so darauf gefreut hatte, endlich mal wieder in der Hofbräumühle ausführlich Mehle zu besorgen.

Iles flottantes ausprobiert (siehe Kochpläne).
Science rocks: Endlich mal Creme panikfrei zur Rose abgezogen, weil im Rezept stand: “Das wird bei 80-82 Grad passieren”. Ein Thermometer habe ich, und während ich sonst stundenlang rührte (“das Zeug dickt nicht an, das Zeug dickt nicht an”), um dann potenziell – schwupps! – vor Rührei zu stehen, maß ich diesmal immer wieder die Temperatur, und bei kurz über 80 Grad dickte die Milch leicht an, ich zog den Topf von der Hitze, und alles war gut.

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Beim Zu-Bett-Gehen bereits gefühlt, dass meine Erkältung nach dem Kommen und Bleiben (je zwei Tage) am nächsten Tag die Besserungsphase starten würde. Und so war es auch. Am Mittwoch war der Kopf lediglich ordentlich benommen, aber ich musste keine Explosion mehr befürchten, die Schmerzen waren fast komplett weg.

Draußen hatte das Wintermärchen eine weitere Schicht aufgelegt.

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Kartoffelbrot gebacken (siehe Kochpläne), hervorragend gelungen.

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Da ich weiterhin zu krank für gesellige Feiern war, sagte ich eine bezaubernde Einladung ab. Statt dessen Silvester bei Fondue und Ananasbowle (Erstnutzung Set!) zu zweit.

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Das Schöne am Erwachsensein: Wenn man am 31.12. um 23 Uhr sehr müde ist, geht man einfach ins Bett. Mit Ohrstöpseln. Hach!

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Steigende Begeisterung über meinen neuen Computer: SSD macht nicht nur sensationell schnell, sondern verlängert die Akkuleistung ins Unglaubliche. 26 Stunden war das MacBook ausgestöpselt und zwar nicht ohne Unterbrechung, aber sehr viel in Gebrauch, ich war schließlich krank daheim. Dann erst war der Akku alle. Zum kompletten Aufladen brauchte er nur zweieinhalb Stunden. Ich habe erstmals einen wirklich mobilen Rechner.

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Zu den vielen Gedanken, die mir an Antje Schrupps bisherigem Werk eingehakt blieben, gehört dieser aus ihrem Text zu paternalistischem Feminismus: Wir müssen erst mal sicherstellen, dass jede Frau tun und sein kann, was sie will. Erst wenn jede ihre Entscheidung frei trifft, ist es fair, sie dafür zu kritisieren.

Das passt perfekt auf eine derzeitige Diskussion in meiner Ecke des Internets, in der es um das Schneewittchendasein mancher Frauen geht.

Sie begann mit diesem sehr verständnisvollen Artikel von Anna Papathanasiou auf Zeit online: “Ach du Schreck, so viele Schneewittchen!”
Der Text hinterließ bei mir ein diffuses Unbehagen (darüber, wie zentral es meiner Meinung nach ist, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen, schreibe ich nochmal gesondert).

Schneewittchenfieber ist keine Bewegung. Vielmehr beobachte ich, dass die Frauen kapitulieren. Sie sehen keinen Sinn darin, die Strapazen der sogenannten Doppelbelastung auf sich zu nehmen, und bleiben lieber ganz zu Hause.

Journelles Überlegungen weisen auf die ungenannten Konsequenzen dieser Lebensform hin: “Schneewittchen in der Grube”.

Die Entscheidung für ein Dasein als Hausfrau und Mutter hat (…) nur für einen relativ elitären Kreis tatsächlich was mit freier Wahl zu tun.

Frau Kreis konkretisiert klug, “Warum das Schneewittchendasein doch keine ganz private Entscheidung ist”.

Ein Schlüsselsatz: “Die Arbeitswelt ändert sich nicht durch Rückzug ins Private.”