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Journal Donnerstag, 29. Januar 2026 – Erneuter Winterausbruch, keine Schwimmrunde

Freitag, 30. Januar 2026

Eine Stunde vor Weckerklingeln aufgeweckt worden durch Schneeräumfahrzeuglärm – der einfach nicht aufhören wollte: Wie lang kann es dauern, das Stück Straße und Gehweg vor unserm Haus zu räumen?!

Aufgestanden zu diesem Anblick. Dieser Winter wird NIE enden.

Für den Arbeitsweg in die Schneeschuhe geschlüpft, Kapuze der dicken Winterjacke hochgeklappt, in leichtem, nassen Schneefall (den meine Wetter-App “Dunst” nannte – ?) losgestapft.

Frostig war es aber nicht. Ich kam in meiner dicken Jacke ins Schwitzen, brauchte aber die Kapuze gegen den anhaltenden Schneefall. Und ich freue mich sehr auf eine Zukunft, in der die kleinen Rad- und Gehwegräumfahrzeuge (in der Münchner Innenstadt gründlich im Einsatz, bravo!) nicht mehr von Verbrennungsmotoren angetrieben werden und uns Fußgängerinnen nicht mehr in Abgaswolken hüllen.

Als ich Lust auf meinen Mittagscappuccino bekam, suppte, matschte und schneeregnete es draußen gerade, mir verging jede Lust auf frische Luft und Bewegung. Also Abstecher in die eigene Cafeteria.

Später gab es zu Mittag eine Orange (von der ich lernte, dass ich immer noch sauer-empfindlich bin), außerdem eingeweichtes Muesli mit Joghurt.

Während der Online-Infoveranstaltung ab zwei begann ich Krampf-präventive Dehnung und Mobilisierung von Beinen und Hüfte für mein Feierabend-Vorhaben: Ich wollte ins Dantebad zum Schwimmen.

Doch auch diese Woche wurde nichts damit, diesmal aber, weil ich nicht aus der Arbeit wegkam, sondern mich ein akutes Termin-Tetris am Schreibtisch festhielt: Es dauerte lange, bis ich alle dafür notwendigen Menschen erreichte. Diesmal ärgerte ich mich sehr über den verpassten Sport.

Zumindest hatte ich Gelegenheit, auf dem Heimweg (der Schnee war fast verschwunden) schon mal erste Lebensmittel fürs Wochenende einzukaufen: Am Sonntag treffen wir uns mit meinen Eltern bei den lieben Schwiegers, kochen dürfen Herr Kaltmamsell und ich.

Zuhause knurrte ich kurz Herrn Kaltmamsell an (ich hatte ihm angekündigt, dass ich wegen ausgefallenem Schwimmen zur üblichen Zeit heimkommen würde, wegen des Ausfalls noch schlechter gelaunt als üblich – um ihm die Chance zu geben, sich in seinem Zimmer zu verschanzen), packte meine ungenutzten Schwimmsachen aus, turne eine Folge Yoga – in meiner Gereiztheit fiel mir besonders auf, wie oft Adriene in diesem 30-Tage-Programm (“True”) Einatmen ansagt, aber dann kein Ausatmen, statt dessen nach drei weiteren Bewegungen nochmal Einatmen.

Nachtmahl war zusammengestückelt: Feldsalat aus Ernteanteil, Guacamole aus den nächsten nachgereiften Crowdfarming-Avocados, die aktuell letzten Kartoffeln aus Ernteanteil als patatas bravas, ein Stück Taleggio. Nachtisch Schokolade.

Sehr früh ins Bett zum Lesen: Ich wollte zurück in Sigrid Nunez’ For Rouenna nach Staten Island und in den Vietnamkrieg.

Journal Sonntag, 25. Januar 2026 – Erneute Winterrunde, Beifang aus dem Internetz

Montag, 26. Januar 2026

An diesem Wochenende bekam ich kein Ausschlafen geschenkt: Auch gestern wachte ich viel zu früh auf, noch vor fünf, und konnte dann nicht mehr recht einschlafen. Kurz nach sechs gab ich auf.

Sowas wie Tag wurde es zu eisigem Nebel, und es war schon wieder schwer, das Wohnzimmer warm zu bekommen, beide großen Heizkörper auf volle Pulle und sorgfältig geschlossene Zimmertüren halfen nicht.

“In Bayern bleibt es weiterhin frostig kalt.” Ach meia.

Lust auf einen Isarlauf hatte ich dennoch. Diesmal fuhr die Tramlinie 16, die mich Richtung Tivoli brachte, ich stieg an der Paradiesstraße aus.

Körperlich passte alles während der folgenden eindreiviertel Stunden, die Bewegung tat gut, auf den Wegen nur vereinzelt eisige Stellen. Aber zu sehen gab es bei diesem eisigen Nebel halt wenig.

Hier hatte eben noch ein Kormoran das Motiv interessanter gemacht. Aber bis ich das Handy hob, war er abgetaucht.

Zurück daheim wärmte ich mich mit heißer Dusche auf. Doch zum Frühstücken kurz nach eins musste ich wieder im lauwarmen Wohnzimmer frösteln. Es gab zwei dicke Scheiben Brot vom Samstag, eine mit restlicher Guacamole, eine mit Butter und Orangenmarmelade.

Für den Nachmittag hatte ich vage Kino-Pläne, nach einer Runde Bügeln am Fenster im fahlen Winterlicht aber doch keine Lust. Statt dessen las ich herum und ärgerte mich über die nicht wirklich warm zu kriegende Wohnzimmer-Temperatur – die wohl wieder auf unbeheizte, weil unbewohnte Wohnungen über und unter uns zurückzuführen war.

Dafür freute ich mich an den Lilien, die ich mir gegönnt hatte.

Freunde brachten zwei Bergamotten aus Direktimport vorbei, ich freue mich schon sehr auf die Verarbeitung. Draußen begann es zu schneien.

Es fällt mir schwer, bis nach Fasching mit dem Winter-Maulen zu warten.

Fürs Sonntagsessen hatte ich zwei dicke Scheiben Schweinenacken besorgt, Herr Kaltmamsell übernahm die Zubereitung nach Art meiner polnischen Oma. Sogar für Kopytka aus Ernteanteil-Kartoffeln sorgte er, während ich eine Runde Yoga turnte.

Ich steuerte Salat aus den Ernteanteil-Ringelbete bei. Richtiges Sonntagsessen. Nachtisch Schokolade. Draußen schneite es weiter.

Im Bett begann ich neue Lektüre: Sigrid Nunez, For Rouenna.

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Die protestantische Arbeitsethik erreicht Stellen im Hirn, da kommt bloße Motivation gar nicht hin.

Schreibt Maximilian Buddenbohm. Und es ist ganz erstaunlich, was sie sich unterwegs alles unter den Nagel reißt, was irgendwann mal eigentlich als Vergnügen begonnen hat.

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Solidarisches Preppen – ich versuche mich in jüngster Zeit zu zwingen, über Katastrophenvorsorge nachzudenken. Nicht weil ich mich um mich fürchte (obwohl ich wirklich sehr, sehr ungern in Winterfrost tagelang ohne Strom auskommen müsste wie die Berliner Verwandtschaft von Herrn Kaltmamsell), sondern um hilfsbereit sein zu können. Für Krautreporter hat Nicole Kauer recherchiert:
“In der Katastrophe retten dich Nachbarn, nicht die Dosensuppe”.

Solidarisch wird das Preppen für Gerriet auch durch eine einfache Tatsache: Wer Wasser oder Lebensmittel hat, benötigt keine Hilfe und bindet keine Rettungskräfte. „Die eigene Vorbereitung bedeutet sogar, im Fall der Fälle selbst helfen zu können.“

Meine ersten Schritte: Aus diesen Tipps von Thomas Wiegold im Techniktagebuch habe ich eine Einkaufsliste erstellt. Mal sehen, wann ich mich dazu bringe, sie auch abzuarbeiten.

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Eine Liebeserklärung ans Zugreisen:
“Warum wir mit dem Zug reisen”.

Bei mir fängt es mit zwei Zielen beim Verreisen an: 1. möglichst nicht fliegen, 2. nicht autofahren. Und bei der resultierenden Wahl zwischen Fernbussen und Bahn ist mir Zugfahren erheblich lieber. Allerdings profitiere ich davon, dass mich europäische Länder mehr interessieren als weit entfernte. Tagesaktuelle Wunschliste (zufällig gereiht):
– Sizilien
– Bulgarien (eng abgestimmt mit meiner bulgarischen Kollegin)
– Georgien
– Straßburg
– Marseille
– Paris
– Neapel
– Rom
– Kopenhagen
– Belgien (vielleicht angefangen mit Brügge)
– Slowenien
– Steiermark

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Vanessa Giese schreibt über “die Jugend von heute” (Anführungszeichen im Original):
“‘Wie erlebst du die Jugend von heute?'”

Ich schließe mich ihren Beobachtungen komplett an und freue mich über ihre schlüssige Erklärung dafür. Und auch das erlebe ich und lasse mich manchmal davon verunsichern.

Die Jugendlichen, die heute 16 und 17 sind, haben gesellschaftlich bereits Einiges vollbracht: Sie haben Tausende minderjährige Geflüchtete in ihre Schulklassen und Sportvereine integriert, haben eine Pandemie mit zwei Jahren Unterrichtseinschränkungen, Sorgen und Unsicherheiten kompensiert, waren mit einem Kriegsausbruch in Europa konfrontiert, haben erneut Tausende Geflüchtete integriert – und nebenbei mit einiger Wahrscheinlichkeit die Scheidung ihrer Eltern erlebt und eine neue Form von Familie aufgebaut. Über diese Leistungen spricht niemand.

Zumindest widerspreche ich bei manchem Bashing von Älteren: “Die Jugend” ist mit der Lektüre von Lessing überfordert? Das halte ich für keinen Grund zu lästern, denn ich bin sicher, dass “die Jugend” sehr vieles kann und weiß, von dem die bashenden Älteren mindestens so überfordert sind, show some respect!

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Ziviler Widerstand in Minneapolis: Drummers against ICE. Meine tiefe Bewunderung.

Journal Samstag, 24. Januar 2026 – Winterkalte Wochenend-Häuslichkeit

Sonntag, 25. Januar 2026

Nicht so lang geschlafen wie ersehnt: Als ich beim Aufwachen einen Ängste-Angriff bemerkte, stand ich lieber früh auf. Zudem hatte ich eh Pläne: Erstmal füllte ich die Waschmaschine mit Handtüchern und sonstigem Weißen. Dann knetete ich Brotteig, es sollte Altsauerteig-Weizenmischbrot geben. Neben eingeweichtem Leinsamenschrot warf ich auch ein Restl Kürbiskerne sowie den Bodensatz einer Packung Mohn in die Schüssel (das ist mein Sautrog-Brotrezept) – beim Mohn hätte ich wohl besser bis zur letzten Knetphase gewartet, die Zutaten wollten sich nicht recht mischen.

Jetzt Standardprogramm Milchkaffee und Bloggen, draußen wurde es fast richtig hell mit etwas kaltem Nebel.

Brot fertig, Wäsche aufgehängt.

Mein Sportplan für gestern: Endlich wieder schwimmen, ich nahm eine U-Bahn zum Olympiabad. Sobald ich mich vom Beckenrand abdrückte, fühlte sich die Bewegung im Wasser wundervoll und elegant an. Es war nicht zu viel los, ich kraulte nahezu ungestört meine 3.100 Meter (nahezu, weil zweimal ausdauernde Beckenrandsteher*innen ein Wenden erschwerten).

Zurück daheim schnitt ich um zwei das Brot für Frühstück (plus einer gelben Kiwi) an, aß dicke Scheiben mit Käse, Butter und Orangenmarmelade.

War gelungen, schmeckte gut – den Mohn merkte ich aber nicht.

Angenehm versandelter Nachmittag mit Lesen (Wochenend-Süddeutsche, Internet), draußen kämpfte sich die Sonne ein wenig durch den Nebel.

Abendessen war wieder meine Sache, aus der zweiten Hälfte der gewürzten, ofengebackenen Kürbisschnitze bereitete ich Kürbis-Ricotta-Quiche zu; den Teig hatte ich gleich nach meinem Frühstück geknetet.

Kulinarisches Abenteuer des Abends: Aus dem Uhudler-Paket, das Herr Kaltmamsell bei Mirth bestellt hatte, probierten wir den Frizzante. Den unverkennbaren Uhudler-Geschmack muss man halt mögen, doch mir schien er besonders gut zum Sprudligen zu passen; würde ich als Kuriosität auch Gästen servieren (mit Alternative in der Hinterhand).

Am Dienstag war ein Kistlein Crowdfarming-Avocados eingetroffen; gestern waren genügend davon reif, dass Herr Kaltmamsell als Vorspeise seine legendäre Guacamole batzen konnte (waren aber auch besonders gute Avocados). Dazu gab es wunderbares Knabbergebäck vom Mainbäcker Heinrich.

Auch die Quiche war geraten und schmeckte gut, es passte nur noch wenig Schokolade hinterher.

Früh ins Bett zum Lesen, ich beendete Nora Gomringers Am Meerschwein übt das Kind den Tod. Gefiel mir gut in seiner Vorläufigkeit und Fragmentiertheit: So erinnert man sich, bevor aus größerem Abstand die Erinnerungen an die verstorbenen Eltern rund-gedacht und -erzählt sind, die eigenen Position darin beschlossen. Auch enthielt die Erzählung viele praktische Details des letzten Lebensabschnitts greiser Eltern, des Umgangs mit wachsender Hilfsbedürftigkeit – sie gingen mir nahe.

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Große Enttäuschung: Ich darf immer noch kein Blut spenden. Nachdem Kommentatorin Beate von einer Änderung der Regeln geschrieben hatte, die das künftig auch Menschen ermöglichen, die wie ich zwischen 1980 und 1996 länger in Großbritannien lebten, hatten meine ersten Recherchen mich Hoffnung schöpfen lassen. Aber gestern stieß ich im Fragebogen des Bayerischen Roten Kreuzes dann doch wieder darauf:

Es gibt also immer noch genug Blut- und Knochenmarkspender*innen, dass kein Test wie in UK eingeführt wurde.

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Natürlich war das absehbar. Dennoch bleibt es schlimm:
“Science Is Drowning in AI Slop”.

via @aleks

The editors and unpaid reviewers who act as guardians of the scientific literature are newly besieged. Almost immediately after large language models went mainstream, manuscripts started pouring into journal inboxes in unprecedented numbers. Some portion of this effect can be chalked up to AI’s ability to juice productivity, especially among non-English-speaking scientists who need help presenting their research. But ChatGPT and its ilk are also being used to give fraudulent or shoddy work a new veneer of plausibility, according to Mandy Hill, the managing director of academic publishing at Cambridge University Press & Assessment. That makes the task of sorting wheat from chaff much more time-consuming for editors and referees, and also more technically difficult. “From here on, it’s going to be a constant arms race,” Hill told me.

(…)

Conference proceedings are the main publishing venue for articles in AI and other computer sciences, and in recent years they’ve been overrun with submissions. NeurIPS, one of the top AI conferences, has seen them double in five years. ICLR, the leading conference for deep learning, has also experienced an increase, and it appears to include a fair amount of slop: An LLM-detection start-up analyzed submissions for its upcoming meeting in Brazil and found more than 50 that included hallucinated citations. Most had not been caught during peer review.

That might be because many of the peer reviews were themselves done by AI. Pangram Labs recently analyzed thousands of peer reviews that were submitted to ICLR, and found that more than half of them were written with help from an LLM, and about a fifth of them were wholly AI-generated. Across the academic sciences, paper authors have even started using tiny white fonts to embed secret messages to LLM reviewers. They urge the AIs to rave about the paper they’re reading, to describe it as “groundbreaking” and “transformative,” and to save them the trouble of a tough revision by suggesting only easy fixes.

Journal Dienstag, 20. Januar 2026 – Frost, Beifang aus dem Internetz

Mittwoch, 21. Januar 2026

Nachts zog nochmal meine Nase zu, ich griff 36 Stunden nach dem eigentlich letzten Mal zum Nasenspray, um nicht durch den Mund atmen zu müssen – was bei mir erfahrungsgemäß umgehend auf die Bronchien gehen würde.

Schöner Marsch in die Arbeit, gerade bei klarem Himmel ist deutlich der bereits frühere Tagesanbruch zu bemerken.

Theresienwiese.

Das Wetter blieb den ganzen Tag sonnig, aber auch knackig frostig. (Frostkalt soll es bis auf Weiteres bleiben. Ich erlaube mir erst nach Fasching Maulen.)

Meine Mastodon-Timeline war voller Polarlicht-Fotos aus ganz Deutschland – so schön! (“Zu viele Polarlichtfotos” gibt’s nicht.)

Mittagscappuccino aus Termingründen wieder in Halbscharig aus der Cafeteria. Nach zwölf ging ich aber auf eine Runde um den Block in den Sonnenschein.

Zu Mittag gab es Apfel, Clementine, außerdem Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.

Nachmittags war ich sehr, sehr müde, wie ich es an Arbeitstagen eigentlich nicht kenne.

Heimweg über Lebensmitteleinkäufe und unter weiterhin klarem Frosthimmel.

Als Abendessen sollte es Mohnnudeln geben, die wollte ich zusammen mit Herrn Kaltmamsell zubereiten. Bei meiner Ankunft kochten die Kartoffeln gerade, Herr Kaltmamsell schickte mich zum Yoga-Turnen. Als ich damit durch war, war auch der Nudelteig bereit zum Wuzeln, es wurden gute Mohnnudeln. Dahinter passte aber noch Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen.

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Eine bloggende Zugbegleiterin, wie großartig!
“Der neue Giruno im Alltag – Eine Zugbegleiterin erzählt”.

via iberty.de

Uschi erzählt nicht nur aus ihrem Berufsalltag, sondern teilt auch technische und sonstige Hintergründe – superinteressant für freudige Bahnreisende wie mich.

Was wirklich neu war, war der Einsatz in Doppeltraktion bis Hamburg: zwei Giruno-Einheiten, die wie ein einziger Zug gefahren werden. Technisch komplex – und in der Anfangszeit leider auch fehleranfällig. Es gab zahlreiche Störungen, die sich später als Softwareproblem herausstellten. Nach mehreren Tagen mit ICE-Ersatzzügen kam ein Update – und danach wurde es spürbar ruhiger.

Von außen sah man Chaos. Von innen sah man einen neuen Zug, der erwachsen wurde. Für Laien mag das unprofessionell wirken, das sowas nicht vorher ausgetestet wird. Aber das ist im internationalen Fernverkehr gar nicht möglich, man kann nicht einfach einen leeren Zug durch Deutschland oder halb Europa schicken. Es lässt sich nicht vermeiden das manche Fehler und Probleme erst im normalen Betrieb entdeckt werden.

Und Uschis Jahresrückblick 2025 entnehme ich, dass wir sehr unterschiedlich sind – eine umso größere Bereicherung meiner Blogroll.

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Einblicke im Newsletter Arbeit in der Wissenschaft:
“Lebensglück nur mit Professur? Gegen die Verklärung eines kaum erreichbaren Ziels”.

Da ich mit einer Professorin befreundet bin, kenne ich so ein Arbeitsleben seit vielen Jahren. Und ich weiß vor allem: Es ist bei weitem fremdgesteuerter, als ich das gedacht hätte – und als es noch meine Professoren (damals keine einzige -in dabei) hatten.

Dabei ist ein Detail dieser Karriere nicht mal erwähnte: Dass man sich den Arbeitsort praktisch nicht aussuchen kann. Wenn die einzige freie Stelle für dein Fachgebiet 600 Kilometer von deinem jetzigen Wohnort (evtl. mit Familie) entfernt liegt, ziehst du halt hin.

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Breaking: Die neue Horst Evers beim Kabarettistischen Jahresrückblick in Berlin heißt Kirsten Fuchs! Hier liest sie ihr Bewerbungsschreiben, ihre Abschiedsrede und ihre Antrittrede vor.
Ich halte sie für eine ausgezeichnete Wahl.

Journal Sonntag, 18. Januar 2026 – Maximilian Schafroth, Wachse oder weiche in den Kammerspielen

Montag, 19. Januar 2026

Gut und lang geschlafen, darin ein ausführlicher Traum, der mich denken ließ: “Das ist aber mal ein interessanter Traum!” Worum es ging, weiß ich aber nicht mehr.

Wieder wurde es zu eisigem Nebelgrau Tag.

Aufziehender Muskelkater wie vorhergesehen, sogar schon vor der klassischen 24-Stunden-Frist. Dass auch die Bauchmuskeln betroffen waren, beleidigte mich zunächst ein wenig, denn Rumpf trainiere ich nun wirklich sehr konsequent – allerdings, das fiel mir dann ein, nicht plus Hantelgewicht wie am Samstag.

Ich fühlte mich fit genug für eine Laufrunde, also probierte ich das aus.

Während Herr Kaltmamsell für die diesjährige Orangenmarmeladenproduktion sorgte, brachte mich eine U-Bahn nach Thalkirchen, von dort aus lief ich mit nur wenigen eisglatten Passagen nach Süden, kehrte auf der Großhesseloher Brücke um und lief ganz nach Hause (Zwischenstopp am Ende beim Bäcker Wimmer für Frühstückssemmeln). Die gut anderthalb Stunden gingen problemlos, mein Kreislauf war nicht mehr von Erkältungsinfekt belastet, der Gesamtkörper fühlte sich mit der Bewegung in leichtem Frost gut an.

An drei Stellen sah ich Eisbader*innen in der Isar, eine schwamm sogar richtig, Respekt.

Frühstück kurz vor zwei: Apfel, Clementinen, zwei Körnersemmeln mit Butter und Marmelade.

Eine Runde Textilpflege, genauer: Ich flickte an zwei dicken Strumpfhosen die Löcher zu, die meine rechte große Zehe gerissen hatte. Mir blieb gerade mal Zeit für die Lektüre der Wochenendzeitung, bevor ich zur nachgeholten Theatervorstellung in den Kammerspielen aufbrach, ich hatte meinen Abo-Termin von Maximilian Schafroths Wachse oder weiche von Dezember auf diesen Sonntag verschoben. Ein Vorteil: Die Vorstellung begann schon um 16 Uhr, das kam meinem Sonntagsrhythmus sehr entgegen.

Es wurde ein wirklich netter Abend in vollbesetztem Saal, in dem das Publikum mit Volksmusik vom Trio Reiwas (ohne Schlagzeug) empfangen wurde: Schafroth hatte ein kabarettistisches Stück mit viel Musik geschrieben über Landwirtschaft im Allgäu, spielte selbst einen selbstausbeuterischen konventionellen Landwirt am Rande des Burn-outs (selten thematisiert), baute einen Demeter-Landwirt ein, besserwisserische Städter, einen Baywa-Vertriebler, eine alteingesessene Gutsbesitzerin mit spinnertem Neffen. Ich glaubte halt schon zu merken, dass da jemand am Werk war, der den Alltag in der heutigen bayerischen Landwirtschaft gut kennt. Und er selbst kam ungemein liebenswert rüber, freute sich am Ende nach Schlussapplaus darüber, dass tatsächlich Leute außerhalb MVV-Radius angereist waren und sich mit denen innerhalb mischten (er hatte davor Handzeichen erbeten), darum sei es ihm doch gegangen. Und ich freute mich wie immer darüber, allgäuer Dialekt auf einer Bühne zu hören, ich halte ihn für unterrepräsentiert.

In etwas knackigerem Frost spazierte ich nach Hause, mehr als rechtzeitig fürs Abendessen (diese Sonntags-Vorstellungszeit ist wirklich ideal): Herr Kaltmamsell hatte ein Carrot Bake zubereitet, auf der Basis der Ernteanteil-Karotten, die ich ja seit einigen Jahren roh leider nicht mehr vertrage.

Drumrum Einbrenn mit Knoblauch und Kapern, drüber eine Semmelbrösel-Käse-Mischung. Mir schmeckte das gut als eine ungewöhnliche Variante Karotten-Auflauf, Herr Kaltmamsell war nicht überzeugt.

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Prognosen sind gefährlich, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass dieses Foto in die Geschichte eingeht.

Fotograf John Abernathy wurde in Minneapolis bei einer Demo von der Gestapo Angehörigen der United States Immigration and Customs Enforcement (ICE) niedergeworfen. Um zu verhindern, dass ICE ihm seine Kamera wegnimmt, warf er sie einem anderen Fotografen, Pierre Lavie, zu – der diesen Moment festhielt.

Regelmäßig wird ja in meinem Blickfeld das Fehlen von großen US-Protesten gegen das Trump-Regime kritisiert; mich beeindruckt der mannigfaltige zivile Widerstand gegen die militanten Einschüchterungen, vor allem durch ICE. Hier ein kleines Beispiel: Bürger*innen lösen ihren Auto-Alarm aus, wenn sie ICE-Angehörige in ihrer Wohngegend bemerken – und signalisieren damit zum einen “Wir sehen euch!”, zum anderen warnen sie vor den Deportationen der ICE.

Journal Samstag, 17. Januar 2026 – Lob des Nachbarschaftsfriseurs

Sonntag, 18. Januar 2026

Aktuelle Erkältungsphase: Wird sie gerade besser oder fängt sie von vorn an?

Erst als es hell wurde, sah ich aus dem Wohnzimmerfenster über den Laptopbildschirm, wie düster der Tag war. Das blieb auch so.

Tagesplan:
– Heimsport
– Blumenkauf
– KaffeeundKuchen bei Schwiegers in bei Augsburg
– Haareschneiden

Nach gemütlichem Bloggen trat ich nach langer Pause mal wieder ein Freihanteltraining an, angeleitet wie früher regelmäßig von Fitness Blender. Ich wählte eine Folge mit Übungen für alle Körperpartien aus, wärmte mich dafür mit Musik auf. Die Übungen brachten mich ins Schwitzen, doch ich hielt gut durch, meine Grenzen kamen nicht mal in Sichtweite. Dennoch rechnete ich mit ausführlichem Muskelkater, einfach weil ich diese Übungen und Hantel-Widerstand nicht mehr gewohnt bin. Und fürs nächste Mal suche ich nach irgendwas, das ich noch nicht kenne, so richtig Spaß machte mir die Dutzende Male durchgeturnte Folge nicht mehr.

Ausführliche Körperpflege inklusive Pediküre.

Ich wollte der lieben Frau Schwieger gerne Mimosen mitbringen, die für mich viel besser in den Januar passen als Tulpen, habe Blüten und Duft mal auf Mallorca im Januar kennengelernt. Zu meiner großen Freude bot der Nachbarschafts-Blumenladen in seiner Filiale im Sendlinger-Tor-Untergeschoß wundervolle Mimosen an.

Herr Blumenhändler freute sich so über meine Freude, dass er mir drei Ranunkeln dazuschenkte.

Pünktliche Bahnfahrt nach Augsburg durch Eisnebellandschaft, vor allem vorbeiziehende Nadelbäume sahen wunderschön aus.

Kaffeetafel bei Schwiegers.
Ergebnis Crostata nach Rachel Roddy: Schmeckte gut, aber der Teig war mir zu ledrig, die Schwarzkirschenmarmelade (stand im Regal, musste weg) nicht die ideale Füllung, weil ihr jede Säure fehlte. Die nächste Crostata werde ich anders machen (und auf jeden Fall machen: Der Kuchen ist sehr gute Gelegenheit, Marmeladen zu verwenden).

Neben Austausch von Neuigkeiten befassen wir uns auch mit Familiengeschichte: Herr Schwieger hatte weitere Super-8-Filme aus der Vorzeit und Kindheit von Herrn Kaltmamsell digitalisiert und bereinigt, ein bisschen guckten wir am Fernseher hinein (stimmt! diese weißen Luftpolster-Badekappen mit breiten Mittelstreifen!) und freuten uns an den Zeitzeugnissen (u.a. aus einem jugoslawischen Badeort in den frühen 1960ern in der Nähe der Grenze zu Albanien, als die Frauen dort noch weite Hosen mit Bündchen an den Fußknöcheln trugen).

Die Fahrt zurück nach München war ein wenig anstrengender: Der Zug so voll, dass wir stehen mussten.

Abends spazierte ich zum Friseur. Er liegt ja in einer Friseurladenstraße (sieben Läden auf 200 Meter), alle anderen waren bereits dunkel und hatten Feierabend. Als ich den lieben Herrn Haarschneider darauf ansprach, gab er zu, dass er nur wegen mir noch blieb: Schließlich sei er es gewesen, der mir den eigentlich vereinbarten Termin Ende Dezember absagen musste. Und wie auch sonst, wenn ich nach meinem Feierabend zu ihm komme und er seit 10 Uhr bereits Kunden um Kundin versorgt hat (ich habe ja sein Terminbuch gesehen), war er gelassen, freundlich, alert und fokussiert, konzentrierte sich ganz auf mich.

Ohnehin habe ich diesen Herrn und seinen Laden (er hat keine Angestellten, manchmal arbeiten wechselnde Friseur*innen dort, denen er Stühle vermietet) liebgewonnen: Unter den vielen schicken bis abgefahrenen Läden in der Straße ist er der Nachbarschaftsfriseur im besten Sinne. Die Kundschaft vor oder nach meinen Terminen geht quer durch alle Altersschichten, gestern versorgte er direkt vor mir eine vierköpfige Familie mit zwei kleinen, lockigen Mädchen. Neuesten heißen Scheiß hat er wahrscheinlich nicht im Angebot, dafür Sorgfalt, Fleiß und Geschick für individuelles Haar an individueller Kopfform, dazu offensichtlich Freude an der Arbeit (unvergessen sein Blick zu mir in den Spiegel während des Schneidens, als er mit fröhlichem Lächeln kommentierte: “Viele Haare! Macht Spaß!”) – ich habe über die Monate gemerkt, wie angenehm sich das auf mich überträgt.

Zufrieden mit dem Ergebnis kam ich zurück nach Hause, wo Herr Kaltmamsell bereits das Nachtmahl zubereitet hatte. Vorher wünschte er sich einen Negroni: Rührte ich ihm, mir auch gleich einen.

Fürs Abendessen hatte Herr Kaltmamsell die Pastinaken aus Ernteanteil verwendet, es gab sie mit Linsen und spanischer Blutwurst Morcilla.

Eine sehr gute Idee. Nachtisch Schokolade.

§

Confirmation bias, also Bestätigungsfehler heißt die Tendenz in der menschlichen Wahrnehmung, Informationen stärker zu gewichten, die eigene Annahmen und Haltungen bestätigen, als solche, die sie widerlegen. Und so war mein inneres HA! schon sehr laut, als ich diesen Text von Barbara Vorsamer las:
“The Real Housewives of Germany”.

Medien versuchen oft, Frauen zu Wort kommen zu lassen, die sich ausschließlich um Haushalt und Kinder kümmern. Das Problem: Sie finden selten eine. Stattdessen befragen sie Influencerinnen, Buchautorinnen, Verbandsfunktionärinnen. Denn den angeblichen Trend zur Vollzeitmutter gibt es gar nicht.

Zum Glück sind Barbara Vorsamers Argumente und Belege stichhaltig genug, dass mein Selbst-Misstrauen am Ende der Lektüre verschwunden war.

Journal Freitag, 16. Januar 2026 – Das Schreiben über nichts zu schreiben

Samstag, 17. Januar 2026

Ein weiterer Tag, der fürs Blog einfach so gar nichts hergibt. Am liebsten würde ich alle Vorbeilesenden mit einem “Gehen Sie einfach weiter” fortschicken, um niemandem die Zeit zu stehlen. Für mich selbst haben die Posts als Teil dieser öffentlichen Langzeitchronik eines durchschnittlichen Lebens ja wenigstens wissenschaftlichen Wert.
Vielleicht arbeite ich künftig mit verschiedenen Schriftfarben und formatiere die “Hier gibt’s nichts zu sehen”-Posts in Grau.
Wenn schon so wenig los ist, dass ich darüber schreibe, wie wenig los ist. (Siehe Schriftsteller, denen nichts mehr einfällt, und die dann Romane über Schriftsteller schreiben, denen nichts mehr einfällt, siehe aktuelle Glattauer-Lektüre. Das Lesen meiner Texte kostet wenigsten kein Geld.)

Noch war der Frost nur mit einem Fuß in der Tür zurück, ich marschierte durch einen herrlich klaren, aber nicht zu kalten Morgen in die Arbeit.

Mein elektronisches Postfach war seit Feierabend am Donnerstag gut gefüllt worden, ich arbeitete nach Dringlichkeit ab. Und haderte wie so oft in den jüngsten Jahren mit der IT-Verkrempelung der Welt: Es werden immer aberwitziger mächtige und disruptive neue Systeme eingeführt, während Alltags-IT, also normales Handwerkszeug, immer unzuverlässiger wird und immer mehr Work-arounds erfordert. Ich kann mir gut vorstellen, wie viel mehr Spaß Ersteres macht, aber es wird doch auch in der IT ein paar Hausmeisternaturen geben, die berufliche Befriedigung im Ermöglichen flüssiger Abläufe finden?

Das Wetter blieb sonnig, ich freute mich an meinem Marsch zu Mittagscappuccino.

Eine Runde später freute ich mich an meinem Mittagessen: Orange (ich bin schon wieder sauer-empfindlich), süße Clementine, Quark mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Der Nachmittag brachte einige berufliche Planung durcheinander. Ich möchte mich hiermit beschweren, dass man mich einen Workshop nicht “wegen verzögerter Bereitstellung” absagen ließ (was exakt gestimmt hätte).

Bei pünktlichem Feierabend war es es noch hell, in weiterhin sonnigem Wetter brach die Abenddämmerung gerade erst an. Wunderbarer Heimweg mit kurzem Einkaufsabstecher im Vollcorner. Seit dem Vorabend hatte meine Schnupfennase kein Nasenspray mehr benötigt, auch das hob meine Laune.

Zu Hause machte ich mich erstmal ans Kuchenbacken und stellte die Crostata nach Rachel Roddy fertig, die es am Samstag zu KaffeeundKuchen bei den lieben Schwiegers geben soll.

Der Teig ließ sich gut verarbeiten, jetzt muss der Kuchen nur noch schmecken.

Eine sportliche Runde Yoga, dann mixte ich auf Herrn Kaltmamsells Wunsch Cocktails fürs Wochenendfeiern: Green Monkey, zum Ausprobieren mit Clementinensaft.

Freitagabend-Stillleben. Mandolinen und Fasane waren aus, als memento mori muss der leere Sahnebecher herhalten.

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell nach sehr langem mal wieder Pulpo besorgt und servierte ihn a la gallega mit Kartoffeln, Spitzpaprika, blättrigem Knoblauch, pimentón de la vera.

Der Tintenfisch hatte die perfekte Konsistenz zwischen zart und Biss, sehr gutes Abendessen. Dazu hatte ich einen Verdejo aus Rueda aufgemacht, passte sehr gut. Nachtisch Panettone und Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen, ich brachte Daniel Glattauer, In einem Zug zu Ende. Überflüssig wie eine deutsche TV-Vorabendserie und etwa so Klischee-beladen (und für dieselbe Zielgruppe?), u.a. mit einem Ich-Erzähler und Protagonisten, der sich als “glücklich verheiratet” bezeichnet – sagt man das wirklich noch? Um zu betonen, dass die bekanntlich schlimme und unausweichliche Fessel der Ehe auch gute Seiten haben kann? Einem handwerklichen Aspekt zolle ich Respekt: Glattauer versucht die Einheit von Ort und Zeit, die Lektüredauer des Buchs entspricht etwa der Dauer der Handlung.

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Wikipedia wird 25 Jahre alt, und als Internet-Greisin habe ich natürlich auch dazu einen persönlichen Bezug: Damals fühlte sich das Web ja noch an, als gehörte es uns User*innen (ganz werde ich dieses Gefühl nie verlieren), und Wikipedia war eine von vielen großartigen Ideen, diese neue weltweite Verbindung mit ALLEN (die damals tatsächlich nur eine winzige Gruppe waren) zu nutzen. So beteiligte auch ich mich gleich mal mit kleinen Verbesserungen, Korrekturen, Ergänzungen, wenn mir etwas auffiel oder ich halt was wusste. Allerdings reichte meine Energie (im Gegensatz zu der von Herrn Kaltmamsell) nicht für echte Autorinnenschaft, also neue Artikel oder auch nur Absätze zu meinen Fachgebieten.

§

Eine bemerkenswerte Fotografin auf instagram bei @womeninstreet, @sawadicat: Sie schreibt, dass sie zwar in Farbe fotografiert, aber ihre Bilder in Schwarz/Weiß bearbeitet, das Ergebnis finde ich sehr interessant. Auch diese Serie Schaufensterpuppen.

Ich gestehe, dass ich einiger, wie ich es empfinde, Topoi der Street Photography müde geworden bin: bestimmte Perspektiven, bestimmte harte Licht-Schatten-Kontraste. Die oben verlinkten Bilder empfinde ich als erfrischende Alternative, aber das mag mein persönlicher Geschmack sein: Mich interessiert vor allem die Geschichte, die ein Foto erzählt.