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Journal Dienstag, 15. Oktober 2019 – Oktobersommer mit Dim-Sum-Abend

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Diese abendlichen Entspannungsbäder bringen meinen Körperhygienerhythmus durcheinander.
Weil ich Montagabend gebadet hatte und sauber ins Bett gegangen war, nachts auch nicht sehr geschwitzt hatte, braucht ich gestern Morgen nicht zu duschen. Meine Haare waren so wenig schlafverlegen, dass nasse Hände für eine brauchbare Frisur reichten. Ich war also 15 Minuten früher fertig als sonst, hätte den Wecker auf später stellen können.

Vermutlich deshalb kam ich auf die Idee, ein Parfum meiner Jugend aufzulegen: Die Flasche Dalí steht seit mindestens 25 Jahren dekorativ im Badregal, ihr Flüssigkeitspegel nur minimal gesunken (im Gegensatz zu den meisten anderen Flaschen meiner kleinen Sammlung, deren Inhalt trotz Sprühventil und geschlossenem Deckel erstaunlich schnell verdunstet; Organza habe ich zum Beispiel nur kurze Zeit nach Kauf verwendet, doch mittlerweile ist die Flasche halb leer). Ich war einfach neugierig, was der Duft, den ich nach seinem Erscheinen 1985 bis Ende der 80er hin und wieder trug, heute mir mir machen würde. Im Büro stellte ich schnell fest, dass ich auch olfaktorisch eher nicht an die 80er erinnert werden möchte. Aber da musste ich nächsten Stunden halt durch.

Im Morgengrauen brauchte ich beim Radeln in die Arbeit noch Handschuhe, doch über den Tag wurde es wieder bombig warm.

Wieder eine Besprechung mit Alpenblick. Der höchste Berg am Ende des Gebirgszugs müsste die Zugspitze (d’uh) sein.

Mittags Tomaten und Gurken mit einem Laugenzöpferl, nachmittags Quark mit Maracuja – ich bin immer wieder begeistert, dass so wenig Obst so viel Geschmack verbreiten kann.

Auf dem Heimweg Einkaufsstopp beim Vollcorner, danach stopfte ich meine Jacke in den Radlkorb: Es war zu warm für Jacke.

Zum Nachtmahl war ich mit Herrn Kaltmamsell aushäusig verabredet: Der Ernteanteil der Woche war aufgegessen, wir hatten frei. Ich hatte einen Tisch zum Dim-Sum-Essen im LeDu in der Klenzestraße reserviert (ist mittlerweile eine Gruppe von vier Lokalen in ganz München).

Schön eingerichtetes Restaurant, für einen Menüpreis von 24 Euro wählt man vier Dim Sum von der Karte. Die Auswahl fand ich genau richtig abwechslungsreich und groß, auch fleischlos gab es Einiges. Ich hatte Lust auf einen Cocktail und bestellte einen Munich Mule.

Die Dim Sum waren sehr gut, offensichtlich selbst gemacht und sehr aromenreich.
Meine Auswahl:

Wan Tan mit Preiselbeer-Chili-Dip, gefüllt mit Garnelen, Schweinefleisch und Shiitakepilzen.

Dumplings mit mit Bio–Schweinehackfleisch und Sauerkraut, Glasnudeln, Ingwer, Lauchzwiebeln (Favorit 1).

Aubergine in hausgemachter Yuxiang-Soße mit Hefekloß (Favorit 2 – unglaubliche Aubergine außen knusprig, innen cremig).

In Lotusblätter gewickelter Klebreis mit Shiitake-pilzen und Hühnerbrustfilet, Koriander-Dressing – in Brighton immer einer meiner Lieblinge, hier mit deutlich frischerem Lotusblatt, das mir entgegenduftete, Füllung reichhaltiger als in Brighton weil mit viel geringerem Reisanteil.

Herr Kaltmamsell (der jetzt so richtig erkältet war, der ärmste) hatte bestellt:

Suppe mit veganen Klößchen (aus Karotten, Zucchini und Edamame).

Shao Mai mit Klebreis, Sojasprossen, Karotten, Koriander, Erdnuss und Edamame.

Schweinerippchen in Zitronengras-Aprikosensoße – seine Standardbestellung beim Dim-Sum-Essen.

Und die sehr interessante gefüllte, frittierte Lotuswurzel, die wir vergessen haben zu fotografieren.

Daheim steckte ich Herrn Kaltmamsell mit einer Tasse heißer Honigmilch ins Bett, selbst nahm ich brav mein Entspannungsbad und las im Bett länger als geplant.

§

Andrea Diener hat Saša Stanišić gleich nach seinem Gewinn des Deutschen Buchpreises gesprochen:

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https://youtu.be/T-SiBX5J2fI

Und jetzt weiß ich nicht nur, dass Saša Stanišić Twitterthreads und öffentliche Dokumentarbeit fürs Romaneschreiben nutzt, sondern dass der prämierte Roman Herkunft in einem Textadventure endet. Wird Zeit ihn zu lesen.

Journal Montag, 14. Oktober 2019 – Grippegeimpft

Dienstag, 15. Oktober 2019

Das Wetter bleibt gruslig schön. Gestern brannte die Sonne zeitweise so heiß, dass ich die Bürofenster schloss, weil es trotz Jalousien zu warm wurde. Dennoch war die Luft in meinem Büro schwüler und stickiger als im Hochsommer.

Erste Grippeimpfung meines Lebens: Der Arbeitgeber bietet sie als Geschenk an, dieses Jahr war ich endlich so weit, dass das Pflichtbewusstsein (Herdenschutz!) den Hochmut (hatte noch nie Grippe, bin robust, brauche ich nicht) überwog. Leider hatte ich meinen Impfpass daheim vergessen, konnte also nicht mit seiner Buntheit angeben und musste die Bescheinigung dieser Impfung als losen Zettel einlegen.

Kurzer Stopp beim Heimradeln, um Obst und Gemüse für die Bürobrotzeit zu besorgen.

Es fühlte sich wieder nach Sommerabend an, doch war es schon um halb sieben dämmrig (Fledermäuse!).

Zum Nachtmahl servierte der weiter kränkelnde Herr Kaltmamsell Ragú aus Salsicce mit Kartoffeln und Eiern (das meiste Gemüse aus Ernteanteil).

Nach der Tagesschau las ich weiter in Mendelsohns Odysee-Buch. Frühes Entspannungsbad, früh im Bett um weiterzulesen.

Irgendwelche Nachbarn nutzen die milde Nacht für fröhliche Geselligkeit mit Freunden am Balkon, ich konnte nur mit Ohrstöpseln und geschlossenen Fenstern einschlafen.

Journal Sonntag, 13. Oktober 2019 – Spätsommer im Oktober

Montag, 14. Oktober 2019

Ein erholsamer Sonntag mit Sonne und spätsommerlicher Wärme.

Ich wachte mit migränoidem Kopfweh auf, doch Ibu half. Allerdings brachte mich die Wackligkeit darauf, dass die Schwimmpläne fürs Dantebad vielleicht doch nicht die beste Idee waren. Ich strich sie und hatte plötzlich einen völlig freien Sonntag.

Draußen strahlte die Sonne, die Welt leuchtete in Technicolor.

Mit diesem Draußen wollte ich unbedingt etwas machen. Erst mal ging ich Semmelnholen und spazierte über den Südfriedhof zurück.

Nach dem Frühstück auf dem Balkon Zeitunglesen. Zum Walnüsseknacken (aus Schwägerins Garten) setzte ich mich lieber innen an die offene Balkontür – ich fürchtete, auf dem Balkon wäre das Knacken zu laut gewesen und hätte die Nachbarn genervt, die sicher auch nochmal ihren Balkon nutzten.

Als ich keine Lust mehr hatte, bügelte ich die Wäsche der letzten beiden Maschinen weg.

Dann wieder Lesen, jetzt aber Buch.

Als Snack verarbeitete Herr Kaltmamsell den ersten Ernteanteil-Grünkohl der Saison zu Chips. Draußen wurde das Sonnenlicht immer goldener, ich wollte nochmal raus. Herr Kaltmamsell begleitete mich über den Südfriedhof, es roch ganz verrückt nach Sommerabend und gleichzeitg nach Herbst. Auf dem Friedhof Fledermäuse am Himmel zwischen den Kronen der riesigen Bäumen.

Zum Abendbrot Ernteanteil-Kürbis in Schnitzen aus dem Backofen, dazu Käse.
Entspannungsbad mit etwas Dehnen.

§

Frau Gedankenträger warnt davor, Politik beim Beschimpfen zu vereinfachen – bei allem Unmut.
„Spiel mit dem Feuer“.

Möchten wir wirklich gerade in dieser Zeit dazu beitragen, das Vertrauen in die Arbeit und Funktionsweise unserer Demokratie zu erschüttern? Genau das scheint mir momentan leider verstärkt und an vielen Stellen zu geschehen, zudem von Menschen, von denen ich es nicht erwartet hätte. So twitterte Igor Levit: „Frage an die Community: warum nochmal ist die GroKo noch da? Was ist ihre Existenzgrundlage, ihre Daseinsberechtigung?“

Ich möchte dagegen fragen: Im Ernst? Die Existenzgrundlage der GroKo sind die letzten Bundestagswahlen. Von einem zweifelhaften Begriff wie Daseinsberechtigung schonmal ganz zu schweigen. Und was soll denn die Alternative zu unserer parlamentarischen Demokratie sein? Ohne das aufzuzeigen, bleibt ein solcher Tweet pure Agitation.

§

30 Jahre war Susanne Knaul Nahost-Korrespondentin, zuletzt viele Jahre für die taz. Jetzt kehrt sie zurück nach Deutschland. Eine persönliche und sehr aufschlussreiche Geschichte von 30 Jahren Israel.
„Es war Liebe“.

§

Immer wieder wird von Frauen gefordert, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sofort und konsequent anzuklagen. Wie viel dagegen sprechen kann und warum das nicht so einfach ist, zeigt der aktuelle Fall einer beruflich sehr erfolgreichen Frau:
„Geschasste BR-Studioleiterin erhebt schwere Vorwürfe“.

§

Die National Portrait Gallery in London zeigt diesen Herbst Pre-Raphaelite Sisters:
„More than tragic muses: female pre-Raphaelite artists finally take flight“.

via @Hystri_cidae

Canonical exhibitions of pre-Raphaelite art, such as the landmark exhibition at the Tate in 1984, have routinely relegated women to minor roles as muses, lovers and disappointed wives.

(…)

“In this exhibition we wanted to restore agency to the many women associated with the pre-Raphaelite story whose contributions have never been fully acknowledged,” explains Jan Marsh, co-curator of the show. What Marsh and her colleague Alison Smith triumphantly demonstrate is not only that women produced work that was easily the equal of their male friends, brothers and uncles, but that they did so with the full self-consciousness of professional artists.

Journal Samstag, 12. Oktober 2019 – #12von12

Sonntag, 13. Oktober 2019

Am gestrigen 12. des Monats konnte ich mich mal wieder an #12von12 beteiligen (den Tag über fotografieren, davon 12 Bilder posten, hier wird gesammelt), allerdings erinnerte ich mich erst am Vormittag daran.

Bis dahin hatte ich ausgeschlafen, war mit Kopfweh aufgewacht, das aber durch eine Aspirin zu heilen war. Ich hatte gebloggt, eine Waschmaschine gefüllt und in den wundervoll sonnigen Tag hinausgeschaut. Und, wie ich twitterte:

„Specht!“


„Eichhörnchen!“


„Meiserl!“

(An einem friedlichen Herbstsamstagmorgen beschränkt sich die Konversation zwischen Herrn Kaltmamsell und mir gerne mal auf Fensterguckhinweise.)

Um die Mittagszeit würde ich mit Herrn Kaltmamsell zu seinen Eltern nach Augsburg fahren, bis dahin war Zeit für wenigstens ein bisschen Bewegung auf dem Crosstrainer (unangestrengte 45 Minuten konnten doch meiner verknoteten Hüfte nicht schaden).

Kurze Strampelpause, als ich die Handtücher und Tischwäsche aus der Waschmaschine holte, dann ging es weiter mit diesem Ausblick.

(Seit letzter Woche hängt ein Brief der Hausverwaltung an der Eingangstür, dass die Schrotträder da draußen Ende des Monats entsorgt werden.)

Danach versuchte ich ein wenig Dehnen – und kam zu meiner Überraschung nach Monaten mal wieder an den rechten Hüftbeuger ran (sonst blockierte immer alles schmerzhaft, bevor ich auch nur in die Nähe einer Dehnhaltung kommen konnte). Und danach konnte ich das rechte Bein wieder schmerzfrei heben, zum Beispiel über den Badewannenrand. Ich ahnte, dass das nur vorübergehend sein würde, doch wieder habe ich meine Hüfte ein bisschen besser kennengelernt.

Duschen und anziehen, ich ging noch kurz Einkaufen: Milch, Milchprodukte und Käse fürs Wochenende im Biosupermarkt. Es war überraschend warm, die Jacke über meinem T-Shirt war unnötig.

Besorgt hatte ich mir auch ein kleines Frühstück. Am Stil unten war ein kleiner Apfel aus Ernteanteil gehangen (ich bin zu bequem zum Abfieseln eines kleinen Kerngehäuses und esse es einfach mit).

Das Bayernticket hatte ich bereits per Bahn-App gekauft, jackenlos spazierten wir gemütlich zum Bahnhof.

Rätselhafter Zettel am Bahngleis. Eine kurze Recherche im Zug ergab, dass ein „Bremsproben-Geber“ wohl eine Druckluft-Quelle ist, mit der der Luftdruck der Bremsanlagen im Zug gemessen oder befüllt wird.

Wir stiegen (pünktlich) wieder Augsburg Haunstetterstraße aus, nahmen von dort eine Tram und einen Bus zu Schwiegers. Dort Erkundigungen nach dem verletzten und operierten Herrn Schwieger, der jetzt seine Reha antritt.

Auch meine Eltern waren da, alle bekamen köstlichen Datschi – wo, wenn nicht hier (es ist bis heute nicht ganz geklärt, woher Augsburg den Spitznamen Datschiburg hat).

Meine Eltern fuhren uns auch zurück zum Bahnhof. Wir hatten noch ein wenig Zeit bis zur Abfahrt unseres Zugs und spazierten durch den benachbarten Protestantischen Friedhof.

Ein zauberhaftes Idyll, doch auch mit einigen eher bizarren Grablegen – ich nahm mir einen gründlicheren Besuch vor.

In München spazierten wir um den Bahnhof herum: Ich wollte die Lücke genauer besehen und fotografieren, die der Abbruch des Bahnhofsgebäudes hinterlässt (hatte sie am Dienstag zuvor vom Radl aus entdeckt).

Als Foto nicht wirklich beeindruckend – einen weggen Bahnhof sieht halt nur, wer ihn als vertraute Landmarke kannte.

Auf dem Heimweg wieder oktoberliches Technicolor, weiterhin spätsommerlich warm.

Wäre ich Designerin, wollte ich dieses Leuchten der Kastanie in einer Lampe umsetzen.

Daheim gleich noch eine Maschine Wäsche gefüllt, vielleicht raffe ich mich am Sonntag zum Bügeln auf.

Herr Kaltmamsell servierte Nachtmahl: Zum einen Nudeln mit der Fleischsoße vom Vorabend, zum anderen gebratenen Radicchio aus Ernteanteil. Dazu ein Glas Rotwein.

Der Herr an meiner Seite kränkelt erkältet, wir gingen früh zu Bett (ich hatte so sehr keine Lust auf ein Vollbad, dass ich es bleiben ließ).

Meine derzeitige Lektüre, Daniel Mendelsohn, Matthias Fienbork (Übers.), Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich, gefällt mir gut: Ich habe Spaß daran, mich an die Odyssee und ihren Hintergrund zu erinnern, lasse mir von Mendelsohn gerne parallel die eigene Vater-Sohn-Geschichte erzählen.

§

Ein bissl Spaß mit Extinction Rebellion Australia: Civil Disco-bedience.

Journal Freitag, 11. Oktober 2019 – Schutz des Sabbatgebets

Samstag, 12. Oktober 2019

Ein bunter, sonniger Oktobertag, morgens noch so frisch, dass die zum Bürofenster hereinwehende Luft eine salzige Note von See hatte.

Beim mittäglichen Zeitunglesen (zu Brot, Tomate, Quark mit Maracuja) stieß ich im Lokalteil auf die Erwähnung einer Menschenkette um die Synagoge am Jakobsplatz, zu der sich um 17.30 Uhr versammelt werden sollte. Nach dem Attentat auf die Synagoge in Halle hatte ich das sehr große Bedürfnis, etwas zu tun, hier sah ich eine Chance: Mich am Schutz des Sabbatgebets zu beteiligen.

Gleichzeitig immer die Angst, doch bloß mich zu meinen, mich in den Vordergrund zu schieben. Grübeln, wie ich es anstellen könnte, dass es wirklich nicht um mich geht, sondern um Jüdinnen und Juden, die auch in Deutschland einfach nur ihren Alltag ohne Anfeindungen und Bedrohung leben können sollen. Ich kam zu dem Schluss, dass es das Mindeste war, den Antisemiten durch möglichst zahlreiche Anwesenheit zu zeigen, dass sie der destruktive Rand sind und keineswegs die Mehrheit. Denn gleichzeitig mache ich mir keine Illusionen über meinen Mut, sollte ich bei meinem regelmäßigen Passieren der Synagoge (das kommt ja dazu: die dort aktiven Müncher Juden sind praktisch Nachbarn) einem Attentäter begegnen, der gerade das jüdische Gemeindezentrum angreift.

Ich machte also früh Feierabend, hielt auf dem Heimweg mein Radl am Vollcorner für ein paar Einkäufe an, ruhte daheim kurz aus (Kreislaufprobleme) und ging dann mit Herrn Kaltmamsell rüber zum Jakobsplatz. Dort hatte sich die Menschenkette um die Synagoge bereits geschlossen, es wurden auf einem improvisierten Podest Reden gehalten: Es sprachen Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen Landeskirche, die die Aktion organisiert hatten, bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (sehr wohlgesetzte Worte – ich vermisse ihre Sichtbarkeit in der bayerischen Politik), bayerischer Justizminister Georg Eisenreich. Alle verwiesen sie darauf, dass Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus bei Sprache beginnt. Applaus gab es auch für die Münchner Polizei, die laut Organisatorin zu dieser Aktion ausdrücklich ermutigt hatte.

Eine Schweigeminute um 18 Uhr – in der nicht nur die immer goldenere Sonne den oberen Teil der Synagoge beschien, sondern in der auch die umliegenden Kirchen (wie jeden Abend um die Zeit) läuteten. Dass zum Beginn des Sabbatgottesdienstes hebräische Lieder gesungen wurde, bereitete mir dann wieder Unbehagen – ich empfand das als Störung und ein wenig aufdringlich. Doch dann war Ruhe, wir standen und spazierten bis nach sieben auf dem Jakobsplatz.

Daheim wartete schon das Abendessen: Herr Kaltmamsell hatte Rinderwade in Rotwein geschmort, die gab es mit Ernteanteilsalat. Ich riskierte Alkohol, es gab Prosecco-Spritz mit Zitronen-Basilikum-Sirup (Geschenk aus Freiburg).

§

Marina Weisband schreibt bei der Zeit Kluges über die Hintergründe und Wurzeln des gewalttätigen Antisemitismus – nicht nur aus ihrer privaten Perspektive, sondern aus der einer Psychologin und Politikerin:
„Ich will auch ohne Polizei sicher beten können“.

Die Gesellschaft hat es sich lange bequem gemacht, behauptend, Antisemitismus sei ein muslimisches Problem. Es sei mit den Flüchtlingen importiert worden. Ich habe nie größeren Quatsch gehört. Es gibt muslimischen Antisemitismus. Aber der deutsche lebt und gedeiht ebenfalls heiter. Und wenn wir uns den Nahostkonflikt nach Deutschland importieren, gewinnt niemand. Wir spielen nur eine Minderheit gegen die andere aus. Es ist auch völlig unnötig. Denn nach Anschlägen wie diesen zeigen Juden und Muslime jeweils auch große Solidarität zueinander. Hier ist eine Chance auf Frieden. Von rechtem Terror sind beide bedroht. Selbst wenn einige jüdische AfD-Anhänger es anders sehen – wo im Westen gegen Muslime gehetzt wird, geht es irgendwann auch gegen Juden. Denn die Gemeinsamkeit ist Menschenverachtung. Wer bereit ist, einer Gruppe Menschen Gleichberechtigung abzusprechen, ist auch bereit, es gegenüber jeder anderen zu tun.

(…)

In Onlinecommunitys wie 8chan, in Chats von Spielen, aber auch auf Facebook und Twitter, in Blogs und auf YouTube gibt es eine Menge Gruppen, in denen sich desillusionierte, manchmal gelangweilte, manchmal frustrierte und deprimierte junge Männer sammeln und ihren eigenen Hass auf alle marginalisierten Gruppen nicht nur ausleben, sondern sich gegenseitig darin bestärken. Sie haben eine eigene Sprache entwickelt, eigene Memes, Geheimzeichen und Codes. Dort sozialisieren sie sich. Und dort werden sie aggressiv von Rechtsradikalen rekrutiert. Und einige machen mit. Und einige töten Menschen. Und filmen sich dabei. Weil sie jetzt endlich die Anerkennung kriegen, die die Gesellschaft ihnen verwehrt habe. Weil die Gesellschaft, die Kommunen, die Schulen gerade jungen Männern keine ausreichenden Sozialstrukturen und Wirkungsräume zur Verfügung stellen. Das ist keine Entschuldigung für Mord. Aber es ist der Ort, wo Radikalisierung beginnt. Eigentlich müssten wir hier ansetzen.

Journal Donnerstag, 10. Oktober 2019 – Nachklappe

Freitag, 11. Oktober 2019

Nach einer guten Nacht sah der Himmel zwar düster aus, es war Regen angekündigt, doch ich kam trockenen Fahrrads in die Arbeit.

Über den Tag regnete es immer wieder. Mittags Butterbrot aus Selbstgebackenem, nachmittags eine kleine Papaya und ein halber Eiweißriegel.

Besprechungsaussicht in die andere Richtung (die Alpenkette links war noch zu sehr im Gegenlicht).

Abends sollte in meiner Nach-Reha die erste Einheit Progressive Muskelentspannung stattfinden, doch ein Anruf der Rehastation sagte diese ab. Ich wurde auf weitere Gruppengymnastik umgebucht, die diesmal von einer aufmerksamen und kompetenten Vorturnerin geleitet wurde (Übungen mit Sitzball zur Stabilisierung).

Ich radelte durch herbstfrische Luft unter mondhellem Nachthimmel heim, dort gab es Ernteanteilsalat mit weiterem Butterbrot und Schokolade.

Wohltuendes Entspannungsbad vor dem Schlafengehen. Das Einschlafen allerdings empfindlich behindert durch eine große Gruppe Menschen, die auf der Straße irgendeine Gaudi mit lautem Rufen inszenierten. (Als ich nach einer Viertelstunde angezogen einschreiten wollte und runterging, sah ich sie nur noch weggehen, auch gut.)

Nachklappe:

1. Durch den Gerichtsprozess am Dienstag war mir aufgefallen: Plädoyers können ein hervorragendes Beispiel für Framing sein. Die Fakten und Aussagen liegen ja vor, in ihren Plädoyers stellen Staatsanwaltschaft und Verteidigung diese aber unterschiedlich dar, wählen aus, priorisieren, zeigen sie in verschiedenem Licht, verschiedenen Bezügen zueinander. Am Dienstag zum Beispiel gab es in den Plädpyers kleineres Gehackel um das Etikett „luxuriös“ für einen bestimmten Umstand des Sachverhalts – nicht strafrechtlich relevant, doch ein bestimmtes Framing.

2. Downton Abbey. Ich nehme meine Kritik an der historischen Schieflage der verwendeten Sprache zurück. Diesen Anspruch habe ich ja auch nicht bei Filmen, die im Alten Rom spielen oder im Bayern zur Zeit der Welfen.

§

Gestern in jetzt:
„‚Und zu diesem deutschen Volk gehöre ich dazu?‘
Nach dem rechtsradikalen Terroranschlag in Halle haben wir mit Jüdinnen und Juden über Antisemitismus in Deutschland gesprochen.“

§

Interview in der New York Times:
„‘I’m Too Old to Be Scared by Much’: Margaret Atwood on Her ‘Handmaid’s Tale’ Sequel“.

via Bingereader

Sie sagt wieder Weises:

Both Offred in “The Handmaid’s Tale” and Aunt Lydia in “The Testaments” wonder if anyone will ever read the words they set down, if their stories will matter. I wondered if that reflected your own views on writing and your desire to connect with readers, and your fear that maybe your work won’t have an impact.

That’s true of every writer. Every writer. Even as you write, I see you writing away there, what if your editor kills your piece? Then you will never have a reader. Every time when you set implement to surface, I won’t even say pen to paper, because it could be a stone, it could be a tree, you’re implying a reader, and it’s always a future reader, unless the person’s standing looking over your shoulder. The writer is always in that position because you’re always separated in time and place from whoever’s reading your book. It’s always a leap into the unknown future to write anything.

Aber lieben tue ich Margaret Atwood hierfür:

It sounds like you don’t feel a lot of pressure to write more, like you’ve got nothing left to prove.

It’s just that there isn’t a lot of time left. And that’s why they’re going so wild over the promotion of this book. I know what they’re thinking. They’re thinking, What if she dies? Ooh, we better do it now. Go all out. Last chance. I say that and they just sort of blush and shuffle their feet. They can’t deny they’re thinking of it.

§

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/3jSD-8F5AzY

via Joël

(Oh bittebitte lass das gut sein! Ich brauche dringend einen Nachfolger für Love Actually – leider hat sich nämlich in meiner Wahrnehmung in den Vordergrund geschoben, wie ungut praktisch alle Beziehungen darin sind. Ausnahme vielleicht grad noch die Freundschaft Daniel-Karen.)

Journal Dienstag, 8. Oktober 2019 – Nachdenken über Zusammennehmen

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Ungute Nacht, Aufwachen mit migränoidem Kopfweh. Krankmelden war aus verschiedenen Gründen nicht drin, also eine weitere Übung in Zusammennehmen. (Wäre ich spirituell veranlagt, interpretierte ich meine schmerzhaft verknoteten Hüftmuskeln vielleicht als körperliche Manifestation eines jahrzehntelangen Zusammennehmens, das ja nichts anderes ist als Bekämpfung meiner angeborenen Faulheit und Schlechtigkeit, nichts anderes als Im-Zaum-Halten von Schlamperei und Schlendrian. Dann wäre jetzt die ideale Medizin eine Spritze Schlendrian intramuskulär.)

Zum Glück regnete es nicht mehr, ich konnte radeln.

Ein Besprechungstermin verschaffte mir einen seltenen Anblick die Hansastraße runter.

Das Rad brauchte ich nämlich am Nachmittag: Ich war wieder als Schöffin zum Amtsgericht vorgeladen. (Die Kopfschmerzen waren bis dahin zum Glück weg.) Am Eingang wurde ich ungewohnt streng kontrolliert – fand gestern irgendein besonderer Prozess statt? Vorm Verhandlungssaal traf ich wieder auf die Schöffin, mit der ich bereits zweimal verhandelt hatte. Wir musste eine ganze Weile warten, denn unsere war die letzte Verhandlung in einer Reihe seit dem Vormittag, es hatte wohl Verzögerungen gegeben.

Herr Richter erklärte uns, worum es gehen würde: Betrug, der Beschuldigte hatte Hotelübernachtungen nicht gezahlt („Eingehungsbetrug“) und war mit der Bahn schwarzgefahren – beides in vielen, vielen Fällen. Doch schon die erste Schilderung der Sachlage machte klar, wozu die Verhandlung dienen würde: Der Herr hatte von scheinbar nichts auf gleich fast zwei Jahre lang Betrug an Betrug gereiht – was war nur passiert?

Das erwies die Verhandlung tatsächlich, und ich war wieder davon berührt, wie sehr es in Strafgerichtsverhandlungen um Menschen geht. Klar ist da eine Straftat, klar wird sie nach dem Strafgesetzbuchs strukturiert und eingeordnet, gemäß Prozessrecht untersucht. Doch dabei steht immer Menschenliches im Vordergrund: Welche Aspekte des Menschlichen waren bei all dem relevant? Ein Richter, eine Richterin muss sich in enorm kurzer Zeit ein Bild von dem/der Beschuldigten machen – und bislang war ich sehr beeindruckt, wie nachvollziehbar das Ergebnis jeweils war, wie geschickt, erinfühlsam und offen der Richter/die Richtern fragten. Gestern war es sehr schnell allen Beteiligten inklusive der Staatsanwältin ein Anliegen, dem Beschuldigten neben einer Strafe auch eine Zukunft mitzugeben.

Beim Heimradeln in milder Luft dachte ich an dem Zusammennehmen und Verknoten und dem Schlendrian weiter: Eigentlich hatte ich seit Monaten geplant, gestern Abend die halbjährliche Infoveranstaltung eines bestimmten, in Arbeitsnähe gelegenen Qi-Gong-Anbieters zu besuchen. Denn Qi Gong hatte mir in der Reha gefallen und gut getan, außerdem hatte ich Herrn Kaltmamsell dafür interessiert, der mitkommen wollte. Ein Anfängerkurs mit wöchtentlichen Qi-Gong-Stunden hätte dann am Mittwoch der kommenden Woche begonnen. Doch nun überlegte ich, ob ich mir da nicht zu viel aufhalste: Schließlich bin ich noch bis Anfang nächsten Jahres an die wöchentliche Reha-Einheit abends gebunden, Physio-Termine müssen untergebracht werden, noch habe ich große Hoffnungen, mein Theaterabo in dieser Spielzeit wirklich wahrzunehmen – und dann eine zusätzliche wöchentliche Verpflichtung? Vielleicht würde mir Qi Gong bei einem Start in einem halben Jahr noch viel besser tun. Ich plante um. (Zudem stellte sich heraus, dass auch Herr Kaltmamsell in einem halben Jahr besser Zeit dafür haben würde.)

Also statt Programm ein gemütlicher Restabend. Herr Kaltmamsell hatte Jamón-Brühe (Sie erinnern sich an den ganzen Jamón von vergangener Weihnacht? Brühe hat er aus dem Knochen gemacht) aufgetaut und damit schlichten Cocido madrileño gemacht, also ohne zusätzliches Fleisch, sondern nur mit geschmacksgebendem Tocino, Chorizo, Morcilla. Köstlich.

Zum Nachtisch garte ich die Riesenquitte in Alufolie im Ofen und servierte sie mit Joghurt und Honig – genauer je ein Viertel für jeden, weil bereits die tellerfüllend waren. Und wenn ich schon am Schwänzen war, schwänzte ich auch das abendliche Entspannungsbad (zudem war das Heißwasser noch nicht wieder zuverlässig hergestellt).

§

Nochmal der Ossi.
Ich finde es ziemlich naheliegend, dass mich zerstörerische, antidemokratische Bewegungen in dem Staat bewegen, dessen Pass ich an Grenzen vorweise – ob in meiner Geburtsstadt Ingolstadt (letztes Jahr verlinkte ich diesen Artikel) oder in Leipzig.

Michael Lühmann vom Göttinger Institut für Demokratieforschung schreibt im Kreuzer:
„Die Tiefe der DDR
Warum wählen Ostdeutsche besonders oft rechts?“

via @holgi

Verbissen werden positive Bilder gegen den ignoranten Westen verteidigt, heftig wird die Zurücksetzung nach 1989 beklagt, intensiv wird am möglichst widerspruchsfreien Bild des Ostdeutschen gebaut. Der Grund dafür ist recht simpel und verweist zugleich auf die Virulenz, aber auch Aufgeladenheit der Debatte: Sie dockt eben nicht unmittelbar an die ostdeutsche Freiheitsrevolution von 1989 an, sie beginnt nicht mit dem Niederringen von Diktatur, Mauer und Stacheldraht, sondern sie setzte bereits 2015 ein, als im Osten der Bundesrepublik, insbesondere in Sachsen, die rechte Regression in einer neuen (alten) Qualität zu wüten begann. Ist der Osten, der Ossi besonders rechtsextrem?

(…)

Der Kern des ostdeutschen Rechtsrucks nahm seinen Ausgang ausgerechnet in den Stadien des DDR-Fußballs, breitete sich vom Berliner BFC Dynamo auf weitere Stadien aus. Nicht zufällig jedenfalls ist die lange Geschichte rechter Fankultur bei Lokomotive Leipzig bis in die Jetztzeit, etwa im Umfeld von Legida, dem Sturm auf Connewitz oder den gewalttätigen Angriffen auf einen Türsteher auf Mallorca in jüngster Zeit lokalisierbar und historisch eingeordnet verlängerbar. Auch der ostdeutsche Antifaschismus stammt, mit etwas zeitlichem Versatz, noch aus den Tiefen der DDR. In Potsdam, Halle und anderswo entstand im antifaschistischen Staat eine staatsunabhängige Antifa. Der im Angesicht rechter Übergriffe etwa auf die Berliner Zionskirche auch längst sichtbare gewalttätige Rechtsradikalismus hatte das Entstehen einer staatsunabhängigen Antifa hervorgerufen und wirkt, als Gegenwehr gegen rechte Hegemonieversuche, bis heute spezifisch fort.

Auch die Revolution von 1989, die lange – und von ihrer Intention her auch zu Recht – als friedliche Freiheitsrevolution gefeierte Erhebung gegen die Herrschaft der SED, zeugt von jener frühen Teilung. Natürlich war der Ruf »Wir sind das Volk« zunächst ein emanzipatorischer, ein Aneignungsruf, der das »Wir« der Bevölkerung gegen das »Die« der Obrigkeit im Arbeiter-und-Bauern-Staat zurückforderte. Aber es gab eben auch 1989 jene, und Peter Richter berichtet davon in seinem wunderbaren Roman »89/90«, die schon 1989 das »Wir« mit dem »Volks«gedanken zu einen suchten – durchaus in einem völkischen Sinne: »Die Vorstellung eines ethnisch homogenen Volkes war an der Oberfläche zunächst kaum sichtbar, zeigte ihre Virulenz aber schon in den rassistischen Pogromen der frühen 1990er Jahre und jüngst in der Welle fremdenfeindlicher Hetze und Gewalt gegen Migranten sowie in den Wahlerfolgen der AfD«, so kürzlich der Historiker Ralph Jessen.

(…)

Es ist dies eine unbequeme Sicht auf die Lage in Ostdeutschland, die dreißig Jahre nach 1989 natürlicherweise zur Einordnung herausfordert. Und es ist, mit Blick auf Aufarbeitungs- und historische Verarbeitungsprozesse, auch ein normaler Effekt. Belastete Vergangenheiten, davon zeugt der beiderseitige Umgang mit der nationalsozialistischen Geschichte, werden erinnerungslogisch häufig abgespalten, Schuldigkeiten delegiert, Vorwürfe umgedreht. Das ist ein normaler Prozess der Erinnerungskultur, der am Anfang solcher Debatten steht. Aber um das zu brechen, ist es wichtig, sich mit offenem Visier der Vergangenheit zu stellen, sie anzunehmen, die sprichwörtlichen Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Das aber findet im selbstethnisierenden Teil der Diskussion um Ostdeutschland nicht statt, im Gegenteil, an ihren Extrempunkten gemeindet die AfD die »Wende« ein und in der populären Debatte wird der ostdeutsche Opferdiskurs gepflegt und mit einer westdeutschen Schulddebatte angereichert.

Apropos:

Zum Thread.

Noch aproposer:
Christian Gesellmann ist mit seinem Buch Ostdeutschland verstehen auf Lesereise und berichtet auf Krautreporter aus dem Osten:
„Die DDR war eine extreme Leistungsgesellschaft, das wird heute oft vergessen“.

Auf was die Verkäuferin hier so subtil anspielt, ist ein offensichtlich extrem präsentes Konzept davon, was ein „ordentlicher Mensch“ macht, und was nicht. Dazu gehört zum Beispiel zeitig Aufstehen und Abendbrot um sechs, und wer sich nach acht noch Bier im Konsum kauft statt zu Hause dem Schlaf entgegen zu fernsehen, mit dem muss ja irgendwas faul sein. Wer um 11 Uhr vormittags beim Bäcker immer noch Guten Morgen sagt, obwohl doch „schon beinah Mittag ist“, der muss ein Lotterleben führen. Wer in seinem Beruf nicht genug verdient, der ist selber schuld, wenn er nicht lieber was anderes macht. Wer seinen Zug verpasst, der ist nicht rechtzeitig aufgestanden. Wer müde ist, der ist nicht rechtzeitig ins Bett gegangen. Wer nach zehn noch Musik hört, ist ein Assi. Wer dick ist, kann sich nicht beherrschen. Wer auf die Fresse kriegt, der wird es schon irgendwie verdient haben, und wer vergewaltigt wird, hat sich wahrscheinlich wie eine Schlampe angezogen.


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