“Too Many Myths And Not Enough Reality
On Migration Issues”

Donnerstag, 23. Juni 2005 um 15:37

Die International Organization for Migration (IOM) hat gestern ihren World Migration Report 2005 veröffentlicht. Und schreibt in der begleitenden Pressemitteilung unter anderem:

Many concerns that surround migration, such as loss of jobs, lower wages, increased welfare costs and the belief that migration is spiralling out of control, are not only exaggerated or unfounded but contrary to evidence.
(…)
The perception that migrants are more of a burden on host countries than a benefit is not sustained by research, according to the World Migration Report. In the UK, for example, a recent Home Office study calculated that in 1999-2000, migrants contributed US$ 4 billion more in taxes than they received in benefits. In the US, the National Research Council estimated that national income had expanded by US$ 8 billion in 1997 because of immigration.

Auch wenn dieses Aussagen nur die wirtschaftlicher Seite von Migration betreffen, entkräften sie ein Hauptargument gegen Einwanderung in Deutschland. Viele weitere interessante Details und Schlussfolgerungen gibt es im Press Kitt zum Report.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „“Too Many Myths And Not Enough Reality
On Migration Issues”“

  1. Arztgatte meint:

    „a recent Home Office study“ ist als Quellenangabe so brauchbar wie „amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden“. Du fällst doch sicher nicht darauf rein, oder?

  2. die Kaltmamsell meint:

    Aber Herr Arztgatte: Warum sollte die IOM nicht Daten des englischen Innenministeriums verwenden? Zum einen hat kein anderes Institut Zugriff auf mehr Daten zur UK-Immigration als das britische Innenministerium, zum anderen wüsste ich nicht, was das britische Innenministerium davon haben könnte, die positiven Seiten der Immigration unsachlich zu betonen. Wo also liegt das Problem?

  3. stubenhocker meint:

    Bedenken Sie, Herr Arztgatte, dass es hier um eine Pressemitteilung zu einer wissenschaftliche Studie geht, in der die genannte Untersuchung des britischen Innenministeriums ja wohl wissenschaftlich korrekt zitiert und ausgewertet wird. Somit wäre ein Blick in die genannte Studie vielleicht ganz hilfreich, bevor man die Pressemitteilung direkt abqualifiziert.

  4. Arztgatte meint:

    Wenn jemand mit so „bahnbrechenden“ Erkenntnissen aufwartet sollte eine minimale Nachvollziehbarkeit der Quellen gegeben sein, die Studien des Home Office haben dreistellige Ziffernrcodes, keine Zumutung, finde ich.

    Ein Blick in die Studie wäre wirklich nicht schlecht, ist leider nicht möglich. Unter http://www.homeoffice.gov.uk/rds/horspubs1.html finde ich in 2005 keine auch nur annähernd das Thema behandelnde Studie.

    Jetzt Sie!

  5. stubenhocker meint:

    „Recent“ heißt im wissenschaftlichen Sinne ja nicht gerade gestern. In diesem Sinne sollten Sie mal hier schauen: http://www.homeoffice.gov.uk/rds/pdfs2/occ82migrantuk.pdf

  6. Arztgatte meint:

    Na, gestern vielleicht nicht aber doch schon eher „neulich“. Mich stört halt wenn Quellen nicht ordentlich angegeben werden, ist sicher eher formaler Kram, hilft aber bei der Selektion lesenswerter Stoffe.
    Zum Thema:
    Ich denke die Erkenntnis ist weiter verbreitet als vermutet, geredet wird darüber möglicherweise nicht so gerne. Viele Wirtschaftsbereiche würden ohne Immigranten vielfach nicht mehr funtionieren. Mein Gastgeberland hat „neulich“ erst über 800.000 illegale Einwanderer legalisiert und mit Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen versehen. Der sich in unserer Gegend gerade stark entwicklende Weinbau wäre ohne afrikanische Einwanderer nicht denkbar, da sehen alle gerne über den Aufenthaltsstatus der Jungs hinweg. Der staatlich festgelegte Mindestlohn (2002 waren es 516€ monatlich) ermöglicht sogar die Beschäftigung mit Papieren.

    Was glauben Sie würde ein Döner in D-Land kosten, wenn nicht jeder männliche heiratsfähige Dönerbudenbesitzersohn eine billige Arbeitskraft fleissige Ehefrau aus Anatolien bestellen heiraten würde?

    Mal abgesehen von „Innlokalen“ habe ich in den letzten Jahren im Ruhrgebiet kaum ein Speiserestaurant (Convenience, der Rest meiner Familie is(s)t halt so :-( ) gesehen in dem nicht zumindest mit Akzent gesprochen wurde.

    Es scheint mir vollkommen klar zu sein, dass dort auch BSP erwirtschaftet wird.

    Ich denke allerdings nicht, dass Sie Zuwanderungsgegner mittels Nachweis der Nützlichkeit von Immigranten überzeugen werden können ihre Einstellung zu überdenken.

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