Heute an der Isar
Samstag, 11. Februar 2006Durch wild wirbelnde Schneeflocken zu traben, macht einfach glücklich. Auch wenn ich nach wenigen Minuten die Brille abnehmen und in der Hand tragen musste, weil sie zugeschneit war.


Durch wild wirbelnde Schneeflocken zu traben, macht einfach glücklich. Auch wenn ich nach wenigen Minuten die Brille abnehmen und in der Hand tragen musste, weil sie zugeschneit war.


Warum klingt der Winterdienst im Fabrikhof vor meinem Bürofenster nur nach Kleinlastermotor, der Winterdienst vor meinem Schlafzimmerfenster morgens zwischen 4 und 5 aber nach 40-Tonner-Motor plus einer Stahlwand, die hochkant über eine Schotterpiste gezogen wird?
Bislang hatte ich die Öffentlichkeitsarbeit der Fraunhofer-Gesellschaft bewundert: Sie hat es geschafft, die Gesellschaft bei Medien und Öffentlichkeit als unabhängiges und damit unbegrenzt glaubwürdiges Forschungsinstitut zu etablieren, selbst in den Fällen, in denen Aufträge und Geld von Unternehmen kommen. (Selbstaussage: „Rund zwei Drittel dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten.“)
So bekommen die Fraunhofers praktisch jede Vermeldung prominent in die Presse. Die machen ja auch schöne Sachen.
Eben allerdings zweifelte ich am technischen Sachverstand der Herrschaften. Auf der Website der Fraunhofer-Gesellschaft fand ich nämlich unter „Linking Policy“:
Wir freuen uns, dass Sie auf unsere Seite einen Link setzen wollen. Diese Erlaubnis ist jederzeit widerrufbar und gilt nur, wenn Sie die nachfolgenden Regeln einhalten:
Der Hyperlink muss auf die Startseite der Fraunhofer-Gesellschaft gesetzt werden.
Nach vorheriger schriftlicher Zustimmung kann im Einzelfall der Hyperlink auf eine einzelne, zu benennende Webseite der Fraunhofer-Gesellschaft gesetzt werden.
Der Vertragspartner ist verpflichtet die jeweilige Seite vollständig neu zu laden, ohne dass die Zielseite in einen Rahmen gesetzt wird.
Der Vertragspartner teilt der Fraunhofer-Gesellschaft innerhalb von 24 Stunden nach Setzen des Links durch eine E-Mail an die Adresse info@fraunhofer.de das Setzen des Links bzw. die Freischaltung der betreffenden Seite mit.
Diese Information muss den Pfad enthalten, von dem aus auf die betreffende Seite zugegriffen werden kann.
Erinnert mich doch sehr an den Link-Spaß mit ADAC (ganz unten, immer noch). Spaß zum Nachlesen bei IT&W.
(Und jetzt gehe ich einen Juristen suchen, der mir das Wort „Vertragspartner“ neu erklärt.)
Nachtrag: Dieselben Regeln bilden sich auch andere Fraunhofer-Institute ein, unter anderem (wahllos herausgegriffen)
Institut Chemisch Technologie
Institut für Offene Kommunikationssysteme (wer hat da gekichert?!)
Innovationsnetzwerk „LAB 2020“
Institut Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen
Institut Physikalische Messtechnik
Institut Fertigungstechnik Materialforschung
Informationszentrum Raum und Bau
Fraunhofer-Allianz Rapid Prototyping
Institut Biochemische Technik
Fraunhofer Technology Academy (da war doch schon wieder ein Kichern!)
Institut Mikroelektronische Schaltungen und Systeme
Institut Experimentelles Software Engineering (Ruhe da hinten!)
Institut Werkstoff- und Strahlentechnik
Institut integrierte Systeme und Bauelementetechnologie
Institut Arbeitswirtschaft und Organisation
11 Kommentare »
Jetzt soll ich sogar in amerikanischen Junkfoodketten “bewusst leben”. Darf es überhaupt noch auf mich viel attraktiver und entspannter wirken, möglichst unbewusst zu leben?
(Sehn’Se , so ne Überschrift dürfte ich als Zeitungsredakteurin nie über einen Bericht machen. Weil sie klar wertend ist.)
Seit 15. November letzten Jahres gelten in Großbritannien liberale Ausschankzeiten für Alkohol. Der Independent berichtet heute über die Konsequenzen:
Serious violent crime has fallen by more than a fifth since the licensing laws were liberalised, police figures show.
(…)
The statistics, released today, will confound critics who warned that the Licensing Act, which allowed 24-hour drinking from November, would lead to an upsurge in violence and antisocial behaviour.
Ich freu mich schon auf meinen nächsten England-Urlaub, wenn ich nicht mehr ab 23 Uhr auf den Straßen marodierenden und kampfkotzenden Truppen ausweichen muss.

Diese beiden Faschingsfotos liebe ich in der Gegenüberstellung. Soweit ich mich erinnere, entstanden sie zufällig so parallel, in meinem Fotoalbum sind sie durch einige Seiten voneinander getrennt.
Auf dem linken Foto von 1981 bin ich 13 Jahre alt (brain the size of the universe, und trotzdem muss ich meine Finger zu Hilfe nehmen um rauszufinden, wie alt ich im Fasching 1981 war), auf dem rechten 15. Das Kleid soll mich für den Fasching als Dienstmädchen verkleiden, meine Mutter hat es selbst genäht. Ist es nicht rührend, wie sie mir 13-Jähriger den Ausschnitt mit einem zusätzlichen Stück Stoff verzüchtigt hat?
Ich bitte auch die grün lackierte Tür der Wohnblockwohnung zu beachten (hier ging’s ins Zimmer meines kleinen Bruders). Meine Hobbydesignermutter hatte alle Türen dunkelgrün gestrichen, was gut aussah, aber sehr schlagempfindlich war. Weil mein Penibelvater den Anblick eines Lackschadens nicht ertrug, war er praktisch täglich mit einem Gläschen Lack und einem kleinen Pinsel am Nachbessern. Wodurch wir anderen drei bei jedem Kontakt mit einer der Türen Gefahr liefen, grüne Lackflecken davonzutragen.
Ein elementarer Bestandteil dieses Oma-Klassikers ist eigentlich, dass er im Gasofen gegart wird; nur dann schmeckt das Gericht zu 100 Prozent nach Oma. Doch selbst sie hatte in den letzten Jahren ihres Lebens lediglich einen Elektroherd zur Verfügung, es muss also auch so gehen.
Hier geht’s zum Rezept.