Eleganz am Arbeitsplatz

Donnerstag, 26. Juni 2008 um 14:27

Ich glaube, meine Mutter hat sich sehr gefreut, dass ich mir damals zum Geburtstag diesen schönen Hinsteller wünschte – sonst so gar nicht das Meine, umso mehr das Ihre. Und so bekam ich vor etwa 15 Jahren diese Wasserkaraffe mit zwei Gläsern. Die fortan irgendwo im Ecke standen, seit vielen Jahren praktischerweise unter meine Glasvasen geräumt. Denn trotz noch so schöner Karaffe hole ich mir daheim das Leitungswasser frisch glasweise.

Seit einer Woche darf das Geschenk endlich seine Bestimmung erfüllen.
Mir war aufgefallen, dass ich in der Arbeit eigentlich nur deshalb flaschenweise Mineralwasser aus dem Automaten statt des sonst bevorzugten Leitungswassers trank, weil ich nicht für jedes Glas aufstehen wollte. Und dann erinnerte ich mich meiner schönen Karaffe.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Eleganz am Arbeitsplatz“

  1. The Exit meint:

    Ich habe das Problem mit einer etwas weniger formschönen IKEA-Karaffe gelöst. Bin allerdings äußerst erfreut zu lesen, dass auch andere – und vor allem auf Stil wertlegende – Mitbürgerinnen im Büro Leitungswasser trinken. Ich fühlte mcih schon ein klein wenig aussätzig.

  2. walküre meint:

    „Design ist die Kunst des Weglassens“ hat mal jemand gesagt.

    q.e.d.

  3. Remington meint:

    Das Ding muss man mit beiden Händen packen, oder?

  4. formschub meint:

    Todschick! Das schöne Detail mit dem matten Beschlag lässt das eingefüllte Wasser gleich ein paar gefühlte Grad kühler schmecken, stimmt’s? Ich hätte getippt, dass das gute Stück noch etwas älter ist als 15 Jahre, vom stromlinienförmigen, futuristischen Stil her wäre es auch schon in einem Fantômas-Film aus den späten sechziger oder frühen siebziger Jahren als Requisit vorstellbar gewesen.
    Gibt’s aber leider heute wahrscheinlich nicht mehr zu kaufen, oder? Falls eine Chance besteht, würde ich mich freuen, die damalige Bezugsquelle zu erfahren (manche Edelmarken wie Thomas oder Rosenthal haben solch schlichte Klassiker ja jahrzehntelang im Programm).

  5. die Kaltmamsell meint:

    Das Münchner Leitungswasser, Herr Exit, ist von legendärer Köstlichkeit. Irgendwann bin ich erwachsen genug, auch in Restaurants all die schicken (und hunderte Kilometer transportierten) Flaschenwasser abzulehnen und um einen Krug Leitungswasser zu bitten.

    Das Ding, Remington, lässt sich locker mit einer Hand gießen, ist nicht umfänglicher als eine Sprudelflasche.

    Ich habe damals, formschub, nicht auf den Hersteller geachtet, glaube mich aber zu erinnern, dass das Modell „Pinguin“ oder so ähnlich hieß. Vielleicht weiß meine Mutter noch mehr.

  6. Indica meint:

    Wunderschön, die Jetsons-Karaffe. Das Leitungswasser in Frankfurt (Oder) ist leider im Gegensatz zum Münchner nicht schmackhaft. Mal wieder viele Grüße an Ihre form-vollendete Frau Mutter!

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