Making this world a better place: Lesezeichen

Donnerstag, 7. August 2008 um 9:26

Zweimal im Jahr werde ich von meiner Familie gezwungen, in mich zu gehen: Ich muss mir für Weihnachten und für meinen Geburtstag Geschenkwünsche einfallen lassen. Zwar habe ich mir über die Zeit angewöhnt, dem begeistert Listen anfertigenden Mitbewohner das ganze Jahr über Wunschideen zuzurufen, auf dass er sie aufnehme, doch reichte diese Sammlung nie aus, wenn der Beschenktag nahte.

Für den nächsten Termin ist mir sogar ein tatsächlicher Herzenswunsch eingefallen: schöne, gute Lesezeichen. Zur Not merke ich – wie wohl jede andere Dauerleserin – die Stelle, an der ich zu lesen aufgehört habe, mit allem Papierartigen ein, das ich zu fassen kriege. Aber wirklich nur zur Not. In meiner Wohnung gibt es ein Eck mit einem Stapelchen Lesezeichen; die meisten sind Kartonstreifen mit Werbeaufdruck, dazwischen mischen sich aber auch ausgediente Pokerkarten. Letztere verwendet fast nur der Mitbewohner, mir verschwinden sie zu leicht im Buch. Aus demselben Grund bevorzuge ich Kartonstreifen in Überbuchlänge – allerdings meide ich edle Varianten, wie sie zum Beispiel in Museumsshops angeboten werden, weil sie ja doch über kurz oder lang verknicken.

Mein ideales Lesezeichen ist aus Stoff: Meine Mutter machte mir zu Kinderzeiten eines aus dreifachem grünen Band und nähte an beiden Enden eine kurze Schnur mit zwei Holzfigürchen ein. Sehr praktisch, denn so ein Band rutscht selbst bei Transport nicht aus dem Buch, kann auch nicht verknicken, die Figürchen sorgten für genau das richtige Gewicht. Ähnlich praktisch war das schmale, bestickte Stofflesezeichen mit kleinen Lederschühchen an einem Ende, das mir eine Schulfreundin als Souvenir von einem Jugolsawienurlaub mitbrachte. Da es aber nur buchlang war, kommt es auf den zweiten Platz.

Ich werde wohl meine Mutter bitten, mir zum Geburtstag zwei Lesezeichen zu nähen.

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu „Making this world a better place: Lesezeichen“

  1. Lila meint:

    Ich habe mir bei meiner letzten Bücher-Einkaufs-Orgie ein paar einfache Dinger aus epoxiertem Draht gekauft, die die Seiten offenhalten, wenn ich im Bett lese. Sie dienen auch als Lesezeichen. Google weiß alles, das Ding heißt book clip. Ich hatte anfangs Angst, daß es mir die Seiten verkratzt, aber die Enden sind glatt.

    http://www.ezbookclip.com/Images/bookclip.png

    Ich habe mal ein ganz dünn gehäkeltes Lesezeichen gekriegt, das ist wunderbar, aber fast zu edel zum Benutzen.

    Meine Töchter sammeln Lesezeichen, aber die meisten sind die allbekannten gebastelten und gekauften mit allerlei Druck und Schmuck.

    Machst Du mal Bilder??? Könnte eine Flickr-Gruppe draus werden, wenn ich nur Zeit hätte……

  2. Ulrike meint:

    Wie wäre es mit so einem Stofflesezeichen, vielleicht nicht grade in dieser Kinderversion.

  3. katha meint:

    von ordning & reda gibt’s hübsche aus beschichtetem papier mit magneten, sehr flach und die gehen garantiert nicht verloren und können gar nicht herausrutschen. weil sie doppelt sind, stülpt man sie sozusagen von oben über die jeweilige seite. einziges problem: hat man auf der einen oder anderen seite zu lesen aufgehört? habe gerade hier http://www.ordning-reda.com/pages/?srv=cms&dom=1037&rub=2430&vFamID=2509 gesehen, dass es die derzeit nur mit blümchen und vögelchen gibt, aber das wilde schwarz-weisse ist doch nicht schlecht?

  4. Ingke meint:

    Ich benutze auch nur noch die magnetischen Lesezeichen (z.B. http://www.tsnwork.de/magmark.htm), denn besonders die mit Bändchen werden von meinen Katzen aus den Büchern gezogen. Drecksviecher! ;o)

  5. creezy meint:

    Bei mir sind es immer die Tickets aus dem Nahverkehr. Aber welche selber zu machen, ist schon mal eine gute Idee für Weihnachten. ,-)

  6. Chrizzo meint:

    Bei mir ist es eine überbuchlange Leder“kette“, die an den Enden mit eingebundenen bunten Glassteinen verziert ist. Würde aber gegen etwas Selbstgemachtes von Muttern nicht ankommen.

  7. Buchfink meint:

    Wunderbar, solch kleine Dinge zu beachten. Ich benutze oft Eintrittskarten von Museumsbesuchen, Konzertkarten usw, auch Skipässe, aber nur von zeitnahen Ereignissen, auch Postkarten, die man gerade von lieben Leuten bekommt. So kann man auch nach vielen Jahren, wenn man mal wieder in die Bücher von damals reinschaut sehen, womit man sich seinerzeit beschäftigt hat.

  8. Ulli meint:

    Ich benutze kleine Lesezeichen aus Kupfer – die werden auf die Seiten aufgesteckt, zeigen zeilengenau auf die Zeile, die man möchte, die Seite wird nicht geknickt, kurz: die sind einfach praktisch; ich möchte sie jedenfalls nicht mehr missen.

    Und das Drecksviech ;-) kriegt sie auch nicht raus…

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