Journal Dienstag, 21. Juni 2016 – Erstes Draußen-Abendessen

Mittwoch, 22. Juni 2016 um 6:24

Der Vollmond tat seine Wirkung (oder vielleicht auch die Ohropax, mit denen ich meine Umgebung ausschaltete, nachdem mich Autogeräusche aus dem Hinterhof aus dem Einschlafen gerissen hatten – Wachspropfen sind allerdings nicht entfernt so romantisch wie Vollmond): Nach Langem mal wieder tief geschlafen, so tief, dass ich nach Gewecktwerden lange benommen war.
Das Halbjahrhundertereignis Sonnwend inklusive Vollmond hätte ich in der Nacht zuvor schon auch gerne gesehen, doch ich war so müüüüüüde.

Ein grauer, aber milder Tag, zu Fuß ins Büro, dort gemächliches Arbeiten. Auf dem Heimweg meine Wanderjacke von der Schneiderin abgeholt: Der Reißverschluss einer Tasche war gleich beim ersten Tagen kaputt gegangen, sie hatte einen neuen eingenäht.

Mit Herrn Kaltmamsell hatte ich verabredet, dass wir wegen bisherigen Ausfalls des Sommers und der Unsicherheit, ob wir überhaupt einen bekommen werden, gleich die allererste Gelegenheit ergreifen würden, im Schnitzelgarten zu Abend zu essen. Gestern war es endlich warm genug dafür. Doch als wir ums Eck zu den Kastanien bogen, scholl uns bereits der Ton der Großleinwand entgegen: Fußballübertragung. Wir gingen also weiter ins Hey Luigi, das sich als Oktoberfest- und Fußball-freie Oase im Glockenbachviertel einen Namen gemacht hat. Zumindest ein erstes Mal draußen zu Abend gegessen.

Ich hielt mich weiter von Alkohol fern. Dass mir das am Montagabend ausgesprochen schwer gefallen war, halte ich für ein Symptom, wie nötig das mal ist. Nicht dass ich mich regelmäßig betränke, das eigentlich sogar nie. Auch ist die Tagesmenge meines Konsums nicht gestiegen (was ein Suchtkriterium wäre). Doch davor waren fast vier Wochen vergangen, in denen ich täglich Alkohol getrunken hatte, von einem Pint als Mindestmenge bis einem harten Cocktail plus halbe Flasche Wein (das ist meine Obergrenze, mehr vertrage ich nicht, will heißen, dann mag ich keinen Schluck mehr). Eine Woche ohne müsste doch wirklich gehen.

Da deutlich hörbar weitere Fußballspiele folgten und anschließende Hup-Corsos zu befürchten waren (München hat einen Einwandereranteil von fast 30 Prozent – irgendwer freut sich IMMER), schlief ich wieder mit verstöpselten Ohren ein.

die Kaltmamsell

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