Journal Donnerstag, 26. April 2018 – Kurze Abkühlung

Freitag, 27. April 2018 um 5:04

Jetzt war sie da, die angkündigte Kälte (na ja: 11 bis 13 Grad); nach zwei Wochen offener Fenster hatte ich morgens das Bedürfnis, das Schlafzimmerfenster zu schließen, und ich brauchte eine Jacke für den Weg in die Arbeit. Es regnete auch ein bisschen, allerdings für die Böden nicht genug.

Nach Feierabend holte ich den Ernteanteil des Kartoffelkombinats vom Verteilerpunkt: Herr Kaltmamsell, der das sonst (wie so vieles Haushaltliches) erledigt, war beruflich verhindert.

Daheim Wäschefürsorge (ich hatte die Waschmaschine so terminiert, dass sie bei meiner Heimkehr durch war), Maniküre. Die Karotten aus dem Ernteanteil schälte und schnippelte ich, um sie gekocht zu einem Karottensalat zu verarbeiten. Zum Abendessen richtete ich mir den Salatkopf an, mit Schnittlauch-Joghurt-Dressing und einem gekochten Ei. Danach gab’s noch ein Eis.

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Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass im Web genug Platz für jede Sorte Blogs ist, unter anderem für Werbeblogs UND Geschichtenblogs – jede und jeder, wie sie mögen. Doch ich kann verstehen, dass man als werbefreie Bloggerin ungehalten werden kann, wenn alle möglichen Leute wiederholt behaupten, Bloggen sei nur mit Werbung möglich. Die sonst so duldsame Mademoiselle Readon ist verärgert:
„Fünf Minuten oder lieber keine Werbepause“.

(…) hätte Thomas Mann jedem Zauberberg ein paar Herrenunterhosen beigelegt, wäre er eben Verkäufer von Unterhosen mit Text gewesen.

Ich wiederhole mich: Sicher können Sie Werbetexte/bezahlte Posts auf Ihrem Blog veröffentlichen, um damit Geld zu machen – ich muss sie ja nicht lesen. Und selbstverständlich sollen Sie durch Werbung, Sponsoring, Produktvorstellungen, Warengeschenke vom Bloggen leben können – ich finde das Ergebnis nicht lesenswert, ABER ICH MUSS ES JA AUCH NICHT LESEN.
Am lesefreundlichsten ist eine Bitte im Blog um freiwillige Geld- oder Sachspenden: Das wirkt sich am wenigsten auf die Texte aus (auch wenn ich annehme, dass Sie ein gespendetes Buch oder eine gespendete Mahlzeit aus Höflichkeit nicht verreißen werden, selbst wenn das Geschenk ein Reinfall war).
Aber behaupten Sie bitte nicht, dass Bloggen ja ein so teures Hobby sei. Ich zitiere mich einfach mal selbst:

Ich hatte noch nie Probleme mit der Finanzierung meines Blogs: Die Domain und das Webhosting kosten bei all-inkl 7,95 Euro im Monat, die Kosten fürs Internetnutzen (bei uns eine Pauschale inklusive Festnetztelefon und Mobilanschluss von Herrn Kaltmamsell) rechne ich nicht, denn die hätte ich ohne Bloggen auch – dann halt nur fürs Lesen. Menschen, die statt Bloggen als Hobby Netflix gucken, zahlen auch mindestens 8 Euro im Monat. (… Und bei einem Hobby den zeitlichen Aufwand geldwert zu berechnen, ist ein wenig paradox.)

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„How 50 Famous Female Characters Were Described in Their Screenplays“.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Donnerstag, 26. April 2018 – Kurze Abkühlung“

  1. rum meint:

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    Genau!

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