Journal Samstag, 21. April 2018 – Theresienwiesenflohmarkt und Schwabinger Hanami

Sonntag, 22. April 2018 um 7:31

Selbst der zahme Gin Tonic rächte sich in den frühen Morgenstunden mit migränigen Kopfschmerzen. Ich bekam sie mit Ibu in den Griff, mein Gehirn blieb aber bis mittags schwummrig.

Früh aufgewacht, gebloggt. Gegen halb neun zogen wir los zum Theresienwiesenflohmarkt, der bereits in wolkenloser Sonne lag.

Es gab sehr viele Anbieter, auffallend ordentlich aufgereiht – ich war von den Vorjahren gewohnt, dass sich in manchen Reihen die Vorder- und Rückseiten von Verkaufsständen abwechselten. Schon um 9 Uhr waren auch die Kaufinteressierten reichlich.

An einem Stand hatte ich einen eigenartigen Austausch: Der Verkäufer bot unter anderem ausgestopfte Tiere an, darunter eine auffallende Kombination Greifvogel-Auerhahn. Als ich sie fotografieren wollte, schritt er ein: „Nicht fotografieren.“ Verdutzt fragte ich, wessen Persönlichkeitsrechte er damit schütze. Er erklärte, er wolle einfach nicht, dass fotografiert werde. Ich machte trotzdem ein Foto, da ich an einem öffentlichen Ort keine Basis sah, das nicht zu dürfen, sicherte dem Herrn aber zu, es nicht zu veröffentlichen. Und selbst dafür gäbe es wahrscheinlich kein rechtliches Hindernis, da ich hier weder Persönlichkeitsrechte noch Kunst-Urheberrecht entdecken kann.

Sehr lange hielten wir nicht durch, die Sonne stach auch ganz schön böse (ich hatte beim Zähneputzen an Sonnencreme gedacht – das Cremen aber sofort und gründlich vergessen).

Blütenpracht auf dem Heimweg:

Daheim packte ich mein Schwimmzeug und radelte damit zum Olympiabad. Diesmal waren es wirklich drei Kilometer ohne Extrarunden – und schon brauchte ich dafür die von früher gewohnte Zeit (76 Minuten) und nicht mehr deutlich mehr wie die letzten Male.

Allerdings hatte ich mein Handy daheim vergessen: Das Agnesstraßen-Hanami kann ich Ihnen also leider nicht zeigen. Als ich auf der Hinfahrt dort zum Fotografieren abstieg, entdeckte ich meine Telefonlosigkeit und freute mich einfach so an der Kirschblütenpracht.

Den Nachmittag verbrachte ich lesend auf dem Balkon, ließ immer wieder meinen Blick ins sonnige Grüne schweifen.

Erstes Balkonabendessen.

Das musste auch dieses Jahr Salade niçoise sein – allerdings ohne Tomaten, weil die gehen noch gar nicht. Ich traute mich schon wieder Alkohol (zefix).

die Kaltmamsell

7 Kommentare zu “Journal Samstag, 21. April 2018 – Theresienwiesenflohmarkt und Schwabinger Hanami”

  1. Antje meint:

    Ich als Japanmonk knirsche zunehmend mit den Zähnen bei der inflationären falschen Verwendung des Wortes Hanami für die (Zier)Kirschblüte. Nein: das heisst Sakura!
    Hanami ist das Feiern derselben. In öffentlichen Parks auf hässlicher blauer Plastikplane in Gruppen ekzessives Saufen (und Kotz….) = Hanami. Eine der wenigen Gelegenheiten für Japaner laut und zügellos der hochkontrollierendrn Gesellschaft zu entfliehen.
    Insofern hoffe Ich nicht dass Sie Hanami gefeiert haben.

  2. die Kaltmamsell meint:

    Das stimmt, Antje, gefeiert wurde gestern nicht, der Begriff diente lediglich als Allegorie. Allerdings beschreibt der verlinkte Blogpost von vor zehn Jahren die Feiern und zieht Parallelen zum Oktoberfest.

  3. iv meint:

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    Gerne gelesen

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  4. Joël meint:

    Ich wusste nicht dass Herr Kaltmamsell ein Pastafari ist!!!

  5. Sandra meint:

    Man muss ja nicht alles tun, nur weil es nicht verboten ist. Wollte der Herr nicht dass Sie das Vieh fotografieren- so what?
    Ich finde, solche Diskussionen wirken dann schnell abgehoben und erreichen ihr Ziel „Ich will Ihnen zeigen, dass Ihr Verbot keine gesetzliche Grundlage hat“ meist eher nicht.

  6. Carom meint:

    Geschützte Tierart (der Greifvogel?) dabei, für deren Balg die legale Herkunft nicht zweifelsfrei belegt werden kann?

  7. Hauptschulblues meint:

    Hauptschulblues glaubt auch, dass mit den Tieren was nicht stimmte.

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