Journal Dienstag, 20. November 2018 – Offene Bremen-Rechnung

Mittwoch, 21. November 2018 um 7:05

Ein halbes Stündchen länger geschlafen: Ich hatte beschlossen, dass es reicht, eine halbe Stunde vor offiziellem Veranstaltungsbeginn an meinem Arbeitsplatz zu sein. (Reichte natürlich locker.) Zumal ich in der Vornacht wegen Schmerzen und unerklärlichem Frieren sehr schlecht eingeschlafen war.

Weiterhin trübes, kaltes Wetter in Bremen.

Stadtgraben und Herbst strengten sich trotzdem an.

Zwei wichtige Ansichten des postmodernen CongressCentrums schulde ich Ihnen noch:

Die von außen.

Und den Teppich.

Ich konnte früher Feierabend machen als befürchtet, kaufte im Bahnhof noch Tee im Bremer Teekontor (sonst hole ich ihn in der Münchner Filiale am Stachus – aber in Bremen selbst gekauft ist er halt doch nochmal was Anderes) (ich will nichts hören).

Mein Nachtmahl nahm ich in einem von der Zimmerwirtin empfohlenen Lokal ein: Die bestellten Gnocchi mit Kürbis kamen verdächtig schnell auf den Tisch und waren… übersichtlich portioniert, schmeckten aber in Ordnung. Vom frittierten Ruccola hatte ich noch mehrere Stunden etwas.

Was ich in Bremen machen möchte, wenn ich mal bei Nicht-Winter und hell hier bin:
– Herausfinden, was die vielen im Dunklen so aufregend aussehenden alten Türme eigentlich sind
– den riesigen Weinkeller unter der gesamten Innenstadt besichtigen (von dem mir ein Vertreter von Bremen Tourismus erzählt hatte)
– Tee trinken
– in mindestens zehn der geschätzt 20 interessanten Goldschmieden schauen, an denen ich schon vorbeigelaufen bin
– Hachez leerkaufen
– Fotos von all der schönen Typo machen (z.B. Bankhaus Carl F. Plump & Co)
– in dem Kunsthandwerkladen ums Eck von der Ferienwohnung einkaufen
– durch jede Gasse des Schnoorviertels spazieren

§

Ich mag Museumsshops sehr; selbst wenn ich bereits komplett vollgeguckt bin, bleibt immer ein bisschen Aufmerksamkeit für einen Abstecher dorthin. Doch habe ich mich bislang tatsächlich nie gefragt, wer die Entscheidung trifft, was zum Verkaufsobjekt wird:
„Museums don’t just want gift shops to make money — they want them to shape our understanding of art“.

via @Hystri_cidae

Contributing up to as much as a quarter of museum revenue, gift shops can be crucial to a museum’s bottom line, but their contributions aren’t only economic. These unique retail spaces help educate visitors, build the museum’s brand, and work to highlight — and sometimes even influence — the aspects of art the institution views as important.

Because basically, stores are like the ultimate cheat sheet — the more you see a piece of art referenced, the more important it probably is. Some visitors even “begin with the shop in order to find out what is important to see in the museum!” says Sharon Macdonald, director of the Center for Anthropological Research on Museums and Heritage and professor of social anthropology at the Humboldt University of Berlin.

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu “Journal Dienstag, 20. November 2018 – Offene Bremen-Rechnung”

  1. loosy meint:

    Jetzt habe ich auch noch einige Bremen-To-Do‘s mehr, Dankeschön!

    Ich könnte noch einen Spaziergang an der Weser und durch das Viertel empfehlen. Mit Eis im Eislabor.

  2. adelhaid meint:

    am weserdeich sitzen und die sonne genießen

    durch die nebenstraßen im viertel laufen und die häuser ankucken

    räder leihen und am äußeren rand der stadt an der wümme entlang radeln, norddeutsche tiefebene genießen und mit den kühen auf den weiden reden

    bei abendlicht erst in den dom, das fenster ankucken, dann in die lieben frauen, das viel schönere fenster ankucken

    bremen hat bei licht eine menge zu bieten.

  3. Christine Kiki meint:

    … und unbedingt auf den Spuren von Paula Modersohn Becker wandeln ♡

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