Journal Samstag, 16. März 2019 – Frühlingsblüten und ein 50. Geburtstag

Sonntag, 17. März 2019 um 9:57

Allein aufgewacht: Am Vorabend war ich dreimal aus dem Einschlafen gerissen worden, weil der Herr neben mir im Bett schnarchte oder zuckte. Da warf ich ihn raus.
Glockenwach war ich dann trotzdem gewesen und hatte mich erst noch eine Weile müde gelesen. Nun gut und lang geschlafen. Zwei Schlafzimmer sind schon arg praktisch.

Der Tag begann bedeckt und windig. Ich gratulierte meinem Papa telefonisch zum Geburtstag und erfuhr, dass es in Ingolstadt regnete. Etwas weiter südlich in München blieb es zum Glück trocken, ich lief an die Wittelsbacherbrücke und von dort nach Thalkirchen.

Überraschung am Westermühlbach:

Das sind doch Schwertlilien?

Während meines Laufs wurde es immer sonniger, ich lief gut. Dennoch erweiterte ich die geplante Runde nicht und blieb vernünftig. Die Isar hatte viel Wasser.

Zum Nachmittagsfrühstück gab’s Karottensalat, den ich am Vorabend zubereitet hatte (hier endlich das Rezept da, wo’s hingehört) mit selbstgebackenem Brot aus der Gefriere.

Nachmittag auf dem sonnenbeschinenen Lesesessel mit Wochenend-SZ und SZ-Magazin, dazwischen Handtücher und Bettwäsche gewaschen.

Mit Herrn Kaltmamsell radelte ich durch milde Luft zu einer Abendeinladung in der Maxvorstadt zu einem 50. Geburtstag mit köstlichem Essen und anregenden Gesprächen. Unter anderem hörte ich gemischte Erfahrungen mit Gleitsichtbrillen und beschloss daraufhin: Ich behalte meine jetzige erst mal und nehme sie einfach weiterhin für Nahsicht ab, also zum Bücher- und Zeitunglesen. Die Zeiten sind wohl einfach vorbei, in denen ich mit einer einzigen Sehhilfe auf alle Entfernungen scharf sehe.

Deutlich nach Mitternacht in weiterhin milder Luft heimgeradelt.

§

Vergangene Woche gab es zwei Satiresendungen im deutschen Fernsehen, die sich mit der Debatte um Grenzwerte für Autoabgase befassten: „Die Anstalt“ und Mario Barth. Auch die schlichtesten Vorurteile reichen zu erraten, wer darin welche Position einnahm. Kobuk, ein Medienwatchblog von Studierenden der Lehrveranstaltung „Multimedia-Journalismus“ am Publizistikinstitut der Uni Wien im direkten Videozweikampf, hat sie nebeneinander gestellt:
„‚Die Anstalt‘ und Mario Barth im direkten Videozweikampf“.

via @mspro

§

Im neuseeländischen Christchurch haben rechtsextreme Terroristen in zwei Moscheen 49 betende Menschen ermordet. Auf Twitter rief @tha_rami auf:

Weil in der Berichterstattung (unnötigerweise) betont wurde, das Attentatsziel seien „friedliche“ Moschee gewesen, bittet er auf Twitter möglichst banale Alltagsdetails aus Moscheen zu erzählen, egal ob man fünfmal am Tag hingehe oder nur einmal im Jahr.

Daraus entstand ein wunderbarer Faden an Geschichten. Nie hatte ich die Bilder eines Freitagsgebets lebendiger vor Augen als nach der Lektüre von einem Dutzend dieser Schnipsel. Solche Geschichten wünsche ich mir auch aus deutschen Moscheen.

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Journal Samstag, 16. März 2019 – Frühlingsblüten und ein 50. Geburtstag“

  1. Lempel meint:

    Ja, das ist eine Irisart: Iris reticulata. Gehört zu meinen liebsten im Frühlingsgarten.

  2. Christian Kennerknecht meint:

    Schwertlilien am Westermühlbach. Mini-Iris – eine Züchtung der Gartenindustrie. Vermutlich hat die da jemand mal ausgepflanzt und die kommen tatsächlich wieder. Ein Lob auf die Gartenindustrie.

  3. Antje meint:

    Liebe Frau Vorspeisenplatte,
    meine Erinnerung an Gleitsichtbrillen sind bessere, auch wenn ich nur von mir schliessen kann. Dass die Reaktion nicht kalkulierbar ist, ist einfach so.
    Liebe Grüsse
    antje

  4. Vere Branchenoire meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell,
    Einen Thread zu dem Alltag in deutschen Moscheen finden Sie unter dem Thread #meinmoscheereport.
    Liebe Grüße,
    Rabia

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