Journal Samstag, 24. März 2019 – Familienfeier mal zwei

Sonntag, 24. März 2019 um 9:30

Partysamstag mit gleich zwei Familienfeiern.

Davor stand aber eine doofe Nacht, mittendrin lag ich ein paar Stunden wach und halbwach. Zur Beruhigung hielt ich mir vor Augen, dass ich ja dennoch ruhte. Mein Hirn entwarf private E-Mails, hatte Geschenkideen, sortierte Aufgaben in der Arbeit.

Als Sportprogramm hatte ich mir zur Abwechslung eine Runde Pilates-artiges bei Fitnessblender rausgesucht, es schadet ja nie Grundschritte zu wiederholen. Außerdem war ein ausführlicher Dehnungsteil dabei, meine Schwachstelle.

Vor der Abfahrt nach Augsburg zu Familienfeier 1 blieb Zeit für eine kleine Einkaufsrunde. In der Sonne wurde es minütlich wärmer, ich ließ mich vor dem Haus von Veilchen anduften.

In Augsburg Mittagessen anlässlich eines Geburtstags, es gab nach einem Vorspeisensalat köstliche Kalbsleber mit Apfelscheiben, dazu Austausch von Familieninformationen.

Nachmittags Zugfahrt Augsburg-Ingolstadt. Während meines Studiums war das eine sehr vertraute Strecke, doch nichts rief Erinnerungen wach. Beim Halt am Bahnhof Radersdorf wies mich Herr Kaltmamsell auf den prächtigen Gockel in schwarz-weiß hin, der über den Parkplatz stolzierte.

In Ingolstadt verbrachten wir die eine oder andere Stunde lesend bei meinen Eltern, bevor es zu Familienfeier 2 ging, ebenfalls anlässlich eines Geburtstags. Hier wurde gegrillt, es gab Schälrippchen, Grillgemüse, Salate.

Nächtliche Bahnfahrt zurück nach München, ins Bett kurz nach Mitternacht, dort Geschichte der Bienen ausgelesen.

§

In den USA sind über 30 wohlhabende Eltern angeklagt, ihren Kindern mit Betrug Studienplätze in renommierten Universitäten erkauft zu haben. Das ist natürlich die extremste Form, illustriert aber wieder, wie stark Bildungsmöglichkeiten und Ausgangschancen beim Start ins Erwachsenenleben von Wohlstand und sozialem Hintergrund der Eltern abhängen (meiner Überzeugung nach ist es Sache der Gesellschaft, für Unterstützungsmechanismen zu sorgen, die Kinder wenigstens ein Stück weit davon unabhängig machen).

Eine US-amerikanische Autorin, Jaimie Leigh, berichtet aus eigener Erfahrung, dass das Mogeln bei den Abkömmlingen wohlhabender Eltern hier nicht aufhört: Sie hat viele Jahre ihren Lebensunterhalt damit verdient, ihnen für den weiteren Aufstieg Lebensläufe, Anschreiben, Aufsätze zu schreiben. Detailliert erklärt sie die Mechanismen:
„If You Thought College Admission Scandal Was Bad, This Woman’s Post About Rich People Buying Her Writing Services Will Show It’s Worse“.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Samstag, 24. März 2019 – Familienfeier mal zwei“

  1. kalua meint:

    Die wohlhabenden Kinder in der USA werden wohl darauf trainiert, alles zu delegieren

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