Journal Donnerstag, 5. September 2019 – Regentag

Freitag, 6. September 2019 um 6:46

Jetzt ernsthafter Wetterumschwung, es war kühl und grau. Aber ich kam trocken in die Arbeit, der Regen setzte erst 30 Minuten später ein. Noch hatte ich nackte Beine unterm Sommerrock und T-Shirt, doch in der Arbeit sah ich bereits Tweed und hochschaftige Stiefel: Verräterinnen!

Mittags Nektarinen, Maracuja, Manouri und eine Breze. Als Nachmittagssnack reichte mir ein wenig Schokolade, so konnte ich den Nachreha-Sport mit angenehm leeren Magen antreten. Diesmal wieder eine Trainerin bei der Gruppengymnastik, die die teils massiven körperlichen Einschränkungen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen übersah – mit Bankstütz kann ich vielleicht in einem Fitnessstudio in eine Übungseineinheit einsteigen, aber doch nicht mit teils frisch Operierten kurz vor der Rente.

Langweilige Geräterunde, vielleicht nehme ich mir doch mal Musik oder einen Podcast mit. Dafür brauche ich aber eine Handyhalterung für den Oberarm oder Ähnliches – haben Sie, werte Leserinnen und Leser, mit solchen Sport-begleitenden Acessoires Erfahrungen und einen Tipp?

Auf dem Heimweg regnete es gleichmäßig; ich hatte keinen Schirm dabei und wurde langsam und missmustig feucht. Außerdem hinkte ich wieder stärker, die Treppen zur Wohnung waren die eigentliche sportliche Leistung des Tages.

Herr Kaltmamsell hatte Teile des frisch geholten Ernteanteils und gelaugten Mais zu einem Abendbrot verarbeitet:

Scharfe Auberginen mit Hominy.

§

Mittags war ich in der Süddeutschen auf zwei weitergebenswerte (u.a. weil kostenlos lesbare) Artikel gestoßen:

Bildungsexperte Matthias Drobinski kommentiert 100 Jahre Waldorfschule:
„Erfolg in Pastell“.

Irgendwie anders und doch bürgerlich: Diese Schulen passen bestens in das wachsende schwarz-grüne Milieu. Ihre Beliebtheit ist auch eine Absage an das staatliche Bildungssystem.

Und Neues aus München:
„Bald gibt es eine neue echt Münchner Brauerei“.

„Echt Münchner“, so lernte ich aus dem Artikel, ist eine Brauerei nämlich nur, wenn sie mit Münchner Wasser braut – also einen eigenen Brunnen auf dem Stadtgebiet hat. Das (besonders gute) Trinkwasser aus der Wasserleitung kommt ja aus dem Mangfalltal.

die Kaltmamsell

19 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 5. September 2019 – Regentag“

  1. FrauMarjorie meint:

    Zum Thema „Podcast beim Sport“ (grosser Fan):
    Ich trage das Handy beim Gerätesport in einer Art Bauchtasche, weil ich die Arme gerne frei habe.

    https://www.amazon.de/dp/B078K2N54C/ref=cm_sw_em_r_mt_dp_U_73ECDb5K2A1FB

  2. Chris Kurbjuhn meint:

    Auf die Displays von Crosstrainern und Ergometern der Fa. Matrix kann man ganz hervorragend einen Kindle platzieren.

  3. Lempel meint:

    Dass die Waldorf-Schulen im linksgrünen Milieu so beliebt sind, liegt meiner Meinung auch daran, dass deren Anhänger zwar Multikulti vor sich hertragen, aber in der Realität es dann doch nicht so gern sehen, wenn ihr Nachwuchs mit Nisa, Mahmoud und Wladi die Schulbank drückt. Da bietet sich die Waldorf-Schule an, man bleibt so herrlich unter sich.

  4. Sandra meint:

    Ich kann Ihnen nur sagen, worauf Sie achten sollten, weil es mich so stört: habe ein Oberarmband und das sticht mir beim Joggen irgendwann kn die Armbeuge. Also Band vorher gut in alle Richtungen austesten, sonst macht es einen wahnsinnig.

  5. die Kaltmamsell meint:

    Was machen Sie damit, FrauMarjorie, an Geräten, die den Oberkörper von vorne fixieren? Nach hinten drehen und hoffen, dass der Gurt nicht drückt?

    Ich habe nicht vor, Chris Kurbjuhn, dem Rehazentrum neue Ausdauergeräte zu spendieren – und für die 10 Minuten Aufwärmen vor den Kraftgeräten würde sich auch kein Kinde lohnen (auf dem kann man Podcasts hören?). Wie lesen Sie auf Beinpresse, Oberkörpergeräten etc.?

    Joggen gehört nicht zu dem Gerätepark im Rehazentrum, Sandra, ich weiß nicht mal, ob ich das außerhalb jemals wieder machen kann.

  6. Christine meint:

    Beim Sport habe ich das Smartphone in einer Bauchtasche, die ich aber nicht um den Bauch trage. Am Oberarm nervt mich das Smartphone bei den Übungen. Und dazu dann stattdessen einen BlueTooth-Ohrhörer (meiner ist von Anker, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis) (Ich bin allerdings auch keine HiFi-Nerd). Damit kann ich dann kabellos hören und es ist auf 20m egal, wo sich das Smartphone gerade befindet.

  7. Wiesel meint:

    Ich „arbeite“ mit einem preiswerten, streichholzschachtelgroßen MP3-Player, den man prima an der Kleidung festklemmen kann, Kabel zwischen T-Shirt und Unterhemd.

  8. FrauMarjorie meint:

    Geräte, die den Oberkörper von vorne fixieren: Ja, Tasche nach hinten oder an die Seite drehen. Habe aber auch ein wenig Polster am Bauch, wo sich der Verschluss/Gurt hineindrücken kann :-)

  9. Sandra meint:

    Das ist mir klar. Aber es wird ja wohl Übungen geben, bei denen Sie Ihren Arm anwinkeln müssen oder etwa nicht? Das war jedenfalls mein Gedanke dabei. Dabei passiert mir das jedenfalls mit dem Stechen.

  10. Susann meint:

    Ich laufe immer mal wieder mit Smartphone in der Oberarmtasche, bin aber nicht so ganz davon überzeugt, weil ich bei längeren Läufern Scheuerstellen bekomme. Da klingt die Alternative „Bauchtasche“ recht verlockend, muss ich sagen. OFt trage ich das Handy schlicht in der Jackentasche mit, aber bei höheren Temperaturen verbietet sich das natürlich auch, und außerdem hat man dann die elendslangen Kopfhörerkabel um sich herumbaumeln.
    Also alles mehr so naja – ich hoffe, Sie finden eine bessere Lösung!

    Zum Anhören beim Laufen kann ich nur die Podcasts auf econtalk.org empfehlen, mit einer Länge von knapp über einer Stunde. Kann man sich alle runterladen. Besonders interessant war letztens der Econtalk über „Surveillance Capitalism“, falls Sie reinhören möchten. Der Interviewer, Russ Roberts, kommt aus einer wirtschaftsiberalen Ecke, in den letzten Jahren hat sich sein Focus von Wirtschaftsthemen noch mal erweitert auf allgemeine gesellschaftliche Fragen. Aber auch die expliziten Wirtschaftsthemen sind mitunter Krimis – vor ein paar Monaten führte er z.B. ein Interview mit einer Wissenschaftlerin, die sich mit der Ökonomie von Kidnappings beschäftigt.

  11. Chris meint:

    Nach ein paar Fehlschlägen mit schlecht passenden Armbändern habe ich mich für einen FormBelt entschieden. Das ist ein weicher Schlauch der wie ein Gürtel getragen wird. Für mich funktioniert das im Fitnessstudio und beim Laufen am besten da ich schnell genervt bin wenn etwas scheuert oder wackelt. Ein kleiner MP3 Player hat auch gut funktioniert aber ich wollte nicht immer zwei Geräte mit passender Musik oder Podcasts pflegen.

  12. die Kaltmamsell meint:

    Dann klingt Bauchtasche gut, FrauMarjorie, Christine, Chris, danke!

    Wie waren Ihre Erfahrungen an Kraftgeräten, für die ich ja suche, Susann?

    Wenn ich wieder laufen könnte, bräuchte ich dabei auch weiterhin nichts auf die Ohren: Ich genieße es, Isarrauschen und Vogelstimmen zu hören.

  13. kecks meint:

    kleiner mp3-player, da ich die gürtel fürs handy unsäglich finde und der player die angenehmste lösung ist. kann man überall festklemmen, kabel unters hemd. oberarmtasche fürs handy ging gar nicht, völlig unfunktional.

  14. Sebastian meint:

    Münchnermittagsgedicht

    „Mittags Nektarinen

    Maracuja, Manouri

    Und eine Breze“

    Wunderbar

  15. Sybille meint:

    Beim Kraft- und Mobilitätstraining ist meine Lösung: Bluetooth-Kopfhörer, dazu kleines Täschchen unauffällig in einer Ecke platziert, darin Handy und Ladegerät (geht für Kopfhörer wie für Handy). Kabel und Handy direkt am Körper funktioniert für mich dort nicht, ich möchte mich frei bewegen können (und direkt streamen, daher kein mp3-Player zum Anklipsen, das wäre sonst meine Alternative). Achtung: Es gibt bei Bluetooth unterschiedliche Reichweiten! Und nicht an allen kann man die Lautstärke direkt verstellen.

    Bluetooth ist in unserem Studio recht verbreitet, andere tragen ihr Handy dazu meistens einfach so herum und legen es neben sich ab. Bauchtasche mit Kabelkopfhörer gibt es hier aber auch und funktioniert für die Trägerin anscheinend ebenfalls schon recht lange gut. Oberarmhalterung sieht man zwar auch ab und zu, scheint aber zumindest hier niemanden als Dauerlösung begeistert zu haben.

  16. Sandra meint:

    Laufen gehört bestimmt auch nicht zum Gerätepark im Rehazentrum ;)

  17. Nicole meint:

    Ich nehme auch einen MP3 Player, einen kleinen Shuffle von der Firma mit dem Apfel. Die gibt es auch wasserdicht, und so kann ich auch ab und zu bei langen Schwimmeinheiten Musik hören. In dem Fall klemme ich das Gerät an die Badekappe. Für anderen Sport haben viele Sporthosen eine kleine Tasche vorne seitlich (innen), die extra dafür gedacht ist. Das Kabel führe ich mir auch unter dem Sport-BH nach oben.

  18. Maria meint:

    Ich trainiere im Fitnessstudio, mit Musik und Kabel-Kopfhörern. Mein Smartphone ist mit einem Bumper geschützt. Beim Sport klemme ich es einfach seitlich in den Hosenbund. Shirt drüber, fertig. Funktioniert beim Krafttraining mit allen Geräten, auch in der Multipresse. Das Display drehe ich nach außen, um es vor Schweiß zu schützen.

  19. Chris Kurbjuhn meint:

    Mein Kindle kann Hörbücher und damit auch normale MP3s, ab Paperwhite aufwärts sollte das gehen. Dieses Beinpressen und Oberkörperzeugs mach ich nicht, ich mach nur Kardio. Und dabei les ich eben gerne.

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