Journal Dienstag, 17. Dezember 2019 – Ferien!

Mittwoch, 18. Dezember 2019 um 8:02

Trotz Ibu eine schlechte Nacht, immer wieder von Schmerzen geweckt (die, nur zur Sicherheit, nicht schrecklich stark sind, nur halt stark genug für Schlafstörung). Derzeit wieder innerer Durchhänger, weil ich mir nicht vorstellen kann, das könnte jemals besser werden. (Ich weiß, ich weiß: Ich bin ja selbst schuld, müsste schließlich nur all Ihre weiterhin eintreffenden hundertprozentigen Tipps befolgen.)

Föhnmorgenhimmel über dem Sendlinger-Tor-Platz. Es war den ganzen Tag bacherlwarm, zu meinem Ledermantel hätte es nicht mal den Schal gebraucht.

Bedrückt mit Tram und U-Bahn in die Arbeit, dort aber schnelle Entspannung: Ein Arbeitsproblem löste sich, bei Dr. Orth 1 ging sofort jemand ran (und entschuldigte sich), jetzt konnte ich mich darüber freuen, dass es nur noch ein halber Arbeitstag bis Weihnachtsferien war.

Mittags eine Breze, Hüttenkäse, Kerne eines großen Granatapfels.

Kurz nach zwei fuhr ich den Rechner runter und machte mich auf den Weg zu Frau Physio.

Diese fand den Schmerzknoten wieder an ganz anderer Stelle der Hüfte wie die vorherigen Male – die vielfältige Hüftmuskulatur bietet ja auch eine große Auswahl. Wir waren beide ratlos, warum die Muskulatur ums rechte Hüftgelenk derart blockt. Diesmal blieb sogar die momentane Linderung gleich nach den kräftigen Anfassen aus, ich humpelte unverändert davon.

Bis zum abendlichen Rehasport hatte ich noch ein wenig Zeit und mit dem Gedanken gespielt, zu einem bestimmten Laden beim Ostbahnhof zu fahren. Doch die S-Bahn verspätete sich um 15 Minuten, das wäre mir zu knapp geworden.

Ich stieg an der Donnersberger Brücke aus und ging langsam zum Heimeranplatz, startete meinen Reha-Sport-Runde im Geräteraum einfach schon vor dem Gruppengymnastiktermin (Peziball, meine vom Fahrradsturz beleidigten Rippen behinderten mich).

Daheim machte uns Herr Kaltmamsell schnelle Nudeln mit Tomatensoße aus dem Glas (Geschenk), zur Feier der Ferien gab es Gimlets.

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Auf Twitter die rührende Geschichte der Ansagestimme am Londoner U-Bahnhof Embankment.

(Und weil auch ich vorsichtig mit rührenden Geschichten geworden bin und weiß, dass Geschichten, die zu gut sind um wahr zu sein, eben oft nicht stimmen – habe ich die Kommentare unter dem Thread gelesen, bis ich auf den Fact Check stieß: Sie stimmt, es gibt mehrere seriöse Quellen.)

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Parkour zur Musik von Aladdin – in Uzbekistan! Dessen wunderschöne Städte Bukhara und Khiva man bei dieser Gelegenheit kennenlernt.

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https://youtu.be/JPQNm2d3QIQ

via @kscheib

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Journal Dienstag, 17. Dezember 2019 – Ferien!“

  1. Trulla meint:

    Ja, das ist leider geblieben, der Zweifel! Ein immaterieller Schaden, der auch mich nachhaltig bewegt. Die Geschichte des “ vergifteten Apfels“ war mein Einstieg und was habe ich gestritten mit meiner Kusine, die mehrere Monate im Jahr in England lebt und dessen Wahrheitsgehalt von vornherein ablehnte. Ich habe ihn ihr „bewiesen“ durch Zeugnis von Kommilitonen, den ZEIT Artikel und später den Goldenen Blogger plus der nach wie vor wunderbaren „Kunst als Brotbelag. Dann Relotius, dessen Reportagen mich auch bewegten.

    Das alles ändert nichts an der Wertschätzung einer kranken Seele, der leider nicht geholfen werden konnte.
    Ihnen, werte Frau Kaltmamsell und Herrn Rau, wünsche ich einen erholsamen Urlaub und eine schöne Weihnachtszeit.

  2. Eva meint:

    Parkour in Usbekistan: made my day. Vielen Dank!

  3. Croco meint:

    Das ist so ein schöner Film.
    Schon so lange spukt dieses Uzbekistan in meinem Kopf herum.
    Es ist wie mit Georgien und dem Kaukasus im Allgemeinen: ich hab so ein festes Bild davon, dass ich es so sehr fürchte, enttäuscht zu werden, dass ich nicht hinfahren will. Ist wie mit dem hübschen Jungen auf dem Schulhof, von dem ich nie erfahren habe wie er spricht.

  4. Konstantin meint:

    Wunderbar, ich musste erst suchen, aber über die Ansagestimme habe ich geschrieben. Eine schöne Erinnerung.

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