Journal Mittwoch, 4. Dezember 2019 – Christkindlmarkt in Haidhausen

Donnerstag, 5. Dezember 2019 um 6:41

Ich hatte es nochmal ohne Ibu versucht, aber um halb ein Uhr nachts gab ich auf: Die Schmerzen rissen mich immer wieder aus dem Einschlafen, ich griff dann doch zu den Tabletten. Nach einer halben Stunde konnte ich tatsächlich einschlafen.

Den Wecker hatte ich auf früh genug für Crosstrainer stellen wollen – ihn aber offensichtlich ganz vergessen zu stellen. Ich wachte zur sportlosen Zeit auf. Nach ein wenig Hadern beschloss ich, dass ich auch mal weniger früh in die Arbeit kommen kann (gehöre eh zu den ersten) und mir die Wohltat der Bewegung wichtiger ist. Nach Crosstrainer, Dehnen und der Orthopäden-Hausaufgabe Bankstütz ging es mir so viel besser, dass ich inne hielt und explizit dachte: „Boa“, so dachte ich, „hat das GUT getan!“

Kam ich also 20 Minuten später als sonst ins Büro – was natürlich niemand registrierte.

Ich hatte Tram und U-Bahn genommen, weil ich nach Feierabend mit Herrn Kaltmamsell in Haidhausen auf dem Christkindlmarkt verabredet war (und mich den ganzen sonnigen Tag darauf freute).

Den Tag über viel Last mit der Hüfte, unter anderem juckte es da drinnen. Und Jucken bedeutet doch Heilung, NICHT WAHR?!

Zu meiner Verabredung verspätete ich mich: Ich erlebte die Plage mit der S-Bahn, die sich Pendlerinnen täglich antun. Die zehn Minuten Spiel, die ich für die 20-minütige Fahrt einkalkuliert hatte, waren zu wenig – verspätete Direktverbindung, Umplanen mit Umsteigen, aber am Stachus 15 Minuten Warten auf überhaupt irgendeine S-Bahn, die dann natürlich knackvoll, daher Abfahrtsverzögerung an jedem Bahnhof. Ich war 40 Minuten vom Heimeranplatz zum Rosenheimer Platz unterwegs.

Dann aber: Christkindlmarkt! Wir sahen uns unter den Ständen am Weißenburger Platz erst mal um, nahmen dann einen heißen Met gegen die Kälte (knapp über Frost, also genau richtig). Zum Abendessen gab es erst Bratwurst, dann Pommes. Sehr nette Atmosphäre: Eher jung, vielsprachig, aber vielsprachig münchnerisch, nicht touristisch wie am Sendlinger Tor oder am Marienplatz. Mir gefiel auch das Verhältnis Fress- zu sonstigen Ständen.

Diese Abomination musste ich allerdings erst mal verarbeiten:

Spanische Churros auf Weihnachtsmärkten hatte ich zum ersten Mal in Nizza gesehen, warum nicht, das habt ihr nun von eurem vereinten Europa. (\o/) Aber ALPENSTANGERL?! Serviert wurden sie mit Nutella zum Stippen (auch das hatte ich in Nizza gesehen), die „heiße Schokolade“ dazu war Milram-Vanille- oder Schokopudding aus dem Tetrapack.

Die seltsamen weißen Spritzer auf Herrn Lehrers Stiefeln sind übrigens Kreide in Wasser vom schwungvollen Tafelputzen, Lehrer sind ja auch Handwerker (ich habe gefragt).

Den süßen Gang nahmen wir nicht mehr am Christkindlmarkt, Herr Kaltmamsell ist immer noch sehr erkältet und musste heimgebracht werden.

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Interessanter Twitter-Thread über sehr frühes Computerprogrammieren (eben nicht am Rechner):

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Wohnungstausch auf Einsiedlerkrebsisch (nur glaubwürdig mit der Stimme von David Attenborough, natürlich) (und die Kommentare sind hillarious).

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https://youtu.be/f1dnocPQXDQ

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu „Journal Mittwoch, 4. Dezember 2019 – Christkindlmarkt in Haidhausen“

  1. lihabiboun meint:

    Wahrscheinlich waren die Krebse mal in GB – daher ihr diszipliniertes queuing … wunderbares Filmchen, danke!

  2. Frau Irgendwas ist immer meint:

    Ha, also auch im vorbildlichen Bayern diese Lehrer-Handwerker-Kombi, ich dachte ja `det is typisch Berlin`. Eine Freundin (Grundschullehrerin) erzählte am Wochenende das Sie und die Kollegen alle 2 Tage Putzdienst in den Klassenzimmern haben, der Putzdienstleister kommt bloß alle 2 Tage putzen und den Hausmeister teilen sich 3 Schulen …

  3. Hauptschulblues meint:

    Naja, Tafelputzen macht doch jede/r.
    Putzdienst in Klassenzimmern klingt doch anders …
    Und das Hausmeistersparmodell gibt es bislang in München noch nicht.

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