Journal Donnerstag, 2. Dezember 2021 – Schwierige Abgrenzung zwischen Apokalypse und Weihnachten

Freitag, 3. Dezember 2021 um 7:57

Nach halb fünf nochmal eingeschlafen, im Traum einem Freund begegnet, mich sehr über das Wiedersehen gefreut.

Draußen war es windig und mittelmild, der morgendliche Regen hatte pünktlich zu meinem Arbeitsweg aufgehört.

Ein paar Tollwood-Reste und die dunkelgrauen Wolken erzeugten apokalyptische Weihnachtsstimmung über der Theresienwiese.

In der Arbeit wurde ich energisch und zackig, hatte unversehens zwei unangehme Jobs erledigt, weil ich im Kopf woanders war.

Mittags gab es Wirsing-Curry vom Vorabend. Das Glas mit Orangenstücken hatte ich morgens doch wieder zurück in den Kühlschrank gestellt, weil ich wusste, es würde mir zu viel werden.

Über den Nachmittag wurde es wieder kalt, erneut segelten Schneeflocken an meinem Bürofenster vorbei. Kleine Übergabe und Umstellen meines Telefons: Den Freitag, den ich eigentlich für die Abschlussuntersuchung im Klinikum Garmisch freigenommen hatte, behielt ich nach Absage des Termins einfach so frei.

Heimweg über Einkäufe im Süpermarket. Beim Passieren der Theresienwiese bemerkte ich, dass die großen Kunstwerke vom Tollwood immer noch standen und beleuchtet wurden – das war also Absicht. Und ich kam mal wieder an einem Pokémon-Arenakampf vorbei, will heißen: Ich wusste noch von vor drei Jahren, dass hier eine Arena ist, sah ein Dutzend Menschen mit Blick auf Smartphone dort stehen.

Fürs Abendessen war ich zuständig; da im gestrigen Ernteantei Rote Bete angekündigt war, hatte ich Zutaten für Rote-Bete-Suppe mit Kokosmilch besorgt.

Während die Rüben garten, turnte ich eine eher kurze Folge Yoga mit Adriene, die vor allem aus Dehnen bestand.

Abendessen zu Tagesschau-Bildern vom Großen Zapfenstreich zur Verabschiedung von Kanzlerin Angela Merkel und Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz zur Pandemie-Eindämmung (nichts dabei, was die vierte Welle schnell stoppen kann). Zum Nachtisch aß ich die vorgeschnittenen Orangen.

Herr Kaltmamsell hatte schon am Mittwoch darauf hingewiesen, dass in unseren Regalen mit deutschsprachiger Literatur ausgemistet werden könnte. Ausmisten und Weggeben macht mir ja eigentlich Spaß, und innerhalb weniger Minuten standen drei Halbmeter-Stapel auf dem Tisch zum Weggeben. Aber in Dezember besteht halt die Gefahr, dass ich sage: “Alle!”

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Donnerstag, 2. Dezember 2021 – Schwierige Abgrenzung zwischen Apokalypse und Weihnachten“

  1. Croco meint:

    Die Jenny hätte auch gut zu Frau Merkel gepasst.
    Meine Herrnen, da wird wohl Ihr Lachen aufhören….
    Leider wird sie nie Memoiren schreiben, sie ist wohl nicht eitel genug.

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