Journal Dienstag, 15. März 2022 – Gelbes Draußenlicht durch Sahara-Sand

Mittwoch, 16. März 2022 um 6:32

Die Nacht verlief ordentlich.

Der Tag wurde hell zu bedecktem Himmel und trockenem Boden, im Briefkasten keine Zeitung.

Nachdem die beiden riesigen Kastanien vorm Haus ein paar Nächte als Schlafbaum für einen Krähenschwarm gedient hatten (siehe Vollverkackung des Bodens drunter), haben sie jetzt wohl ausgedient, und Herr Kaltmamsell wird morgens nicht mehr von Krähengeschrei geweckt.

Grauer Gang in die Arbeit, aber weiterhin kein Regen. Drei Schwäne über die Theresienwiese fliegen sehen.

Arbeit mit einigen menschlichen Begegnungen. Mittags gab es ein Stück Käse, den restlichen Rote-Bete-Salat und eine Orange.

Am Nachmittag wurde das Licht draußen immer seltsamer. Immer intensiver gelb und gleichzeitig düster dämmerte es durch die Wolken: Es war wieder Sahara-Sand unterwegs.

Büroblick, hier ein Blick auf den Münchner Marstallplatz.
(Dabei finde ich die Fotos gar nicht so beeindruckend – instagram-Filter haben mich verdorben.) Nachmittags regnete es dann auch noch ein bisschen.

Temperatur-Achterbahn gestern in 20-Minuten-Amplitude – die x Mal Jacke an, Jacke aus fallen eigentlich schon unter Sport.

Der Feierabend wurde eher später, weil spät noch etwas zu erledigen war. Ich ging ohne Umwege heim (vorbei an Sahara-Sand-schmutzigen Autos), denn es gab etwas zu backen. Zwischen den Backschritten nahm ich mir die Zeit für eine Runde Yoga – ziemlich verwackelt.

Als Abendessen erfüllte mir Herr Kaltmamsell wieder einen Wunsch: Shakshuka. Nachtisch Schokolade.

In Bayern werden die Corona-Maßnahmen erst mal nicht aufgehoben – das erleichtert mich. Ich wäre sonst weder zum Schwimmen noch in Restaurants gegangen, das hätte mich geschmerzt. Zwar halte ich es für unwahrscheinlich, dass wir am Ende der Übergangsfrist am 2.4. ein Wellental im Infektions-Hoch erreicht haben, doch bis dahin kann ja noch ein Umdenken stattfinden.

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Journal Dienstag, 15. März 2022 – Gelbes Draußenlicht durch Sahara-Sand“

  1. Flusskiesel meint:

    … und wieder ein interessantes Rezept für meine Liste! :-)
    Danke für die Anregung!

  2. Susann meint:

    Freedom Day abgesagt…Deutschland (Impfquote +-75%) muss wirklich mit einem völlig anderen Virus geschlagen sein als der Rest Europas – ich (geimpft) werde jedenfalls in Zukunft alle verfügbaren Euros nach Österreich (Impfquote 73%) tragen, eventuell auch in die Niederlande (Impfquote 71%) oder ins UK (Impfquote 73%) oder auch Irland (Impfquote 80%), wo die Maßnahmen weitestgehend kein Thema mehr sind.

  3. kecks meint:

    Liebe Susann, ich möchte Ihnen diesen Text ans Herz legen: https://www.spiegel.de/kultur/coronavirus-freedom-day-oder-nicht-long-covid-ist-ein-ernstes-problem-kolumne-a-a373ab47-6d27-48e1-bfb1-d0b40efd5613

  4. Ruth P. meint:

    ich komme jeden Morgen vorbei; und bedanke mich, ich lese gerne mit. Im Mai komme ich nach Deutschland oder nachhause, ich bin zu einer Hochzeit eingeladen. Ich hoffe, dass bis dann das Drama covid vorbei ist, wie es im Rest USA, etc inzwischen gehandhabt wird. Den einzigen Test, den ich in ein drei viertel Jahren gemacht habe, und der sich als unnötig erwies, war der zum Flug nach Curacao (das test requirement wurde aufgehoben)..
    Wir müssen halt damit leben. Ja, den Virus zu bekommen ist schlimm. Wir werden damit leben müssen. Bin geimpft, geboostert.

  5. die Kaltmamsell meint:

    In Österreich dann aber besser nicht auf die Bahn angewiesen sein, Susann:
    “Die ÖBB mussten aufgrund von coronabedingten Personalausfällen Zugverbindungen (…) einstellen. ”
    https://burgenland.orf.at/stories/3147570/

  6. Lempel meint:

    Ins Krankenhaus sollte man auch nicht unbedingt müssen. https://www.infranken.de/lk/coburg/coburg-erschreckende-zahlen-grosse-corona-sorgen-bei-regiomed-in-coburg-art-5411272

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