Journal Dienstag, 20. Januar 2026 – Frost, Beifang aus dem Internetz
Mittwoch, 21. Januar 2026 um 6:14Nachts zog nochmal meine Nase zu, ich griff 36 Stunden nach dem eigentlich letzten Mal zum Nasenspray, um nicht durch den Mund atmen zu müssen – was bei mir erfahrungsgemäß umgehend auf die Bronchien gehen würde.
Schöner Marsch in die Arbeit, gerade bei klarem Himmel ist deutlich der bereits frühere Tagesanbruch zu bemerken.
Theresienwiese.
Das Wetter blieb den ganzen Tag sonnig, aber auch knackig frostig. (Frostkalt soll es bis auf Weiteres bleiben. Ich erlaube mir erst nach Fasching Maulen.)
Meine Mastodon-Timeline war voller Polarlicht-Fotos aus ganz Deutschland – so schön! (“Zu viele Polarlichtfotos” gibt’s nicht.)
Mittagscappuccino aus Termingründen wieder in Halbscharig aus der Cafeteria. Nach zwölf ging ich aber auf eine Runde um den Block in den Sonnenschein.
Zu Mittag gab es Apfel, Clementine, außerdem Mango mit Sojajoghurt und Leinsamenschrot.
Nachmittags war ich sehr, sehr müde, wie ich es an Arbeitstagen eigentlich nicht kenne.
Heimweg über Lebensmitteleinkäufe und unter weiterhin klarem Frosthimmel.
Als Abendessen sollte es Mohnnudeln geben, die wollte ich zusammen mit Herrn Kaltmamsell zubereiten. Bei meiner Ankunft kochten die Kartoffeln gerade, Herr Kaltmamsell schickte mich zum Yoga-Turnen. Als ich damit durch war, war auch der Nudelteig bereit zum Wuzeln, es wurden gute Mohnnudeln. Dahinter passte aber noch Schokolade.
Früh ins Bett zum Lesen.
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Eine bloggende Zugbegleiterin, wie großartig!
“Der neue Giruno im Alltag – Eine Zugbegleiterin erzählt”.
via iberty.de
Uschi erzählt nicht nur aus ihrem Berufsalltag, sondern teilt auch technische und sonstige Hintergründe – superinteressant für freudige Bahnreisende wie mich.
Was wirklich neu war, war der Einsatz in Doppeltraktion bis Hamburg: zwei Giruno-Einheiten, die wie ein einziger Zug gefahren werden. Technisch komplex – und in der Anfangszeit leider auch fehleranfällig. Es gab zahlreiche Störungen, die sich später als Softwareproblem herausstellten. Nach mehreren Tagen mit ICE-Ersatzzügen kam ein Update – und danach wurde es spürbar ruhiger.
Von außen sah man Chaos. Von innen sah man einen neuen Zug, der erwachsen wurde. Für Laien mag das unprofessionell wirken, das sowas nicht vorher ausgetestet wird. Aber das ist im internationalen Fernverkehr gar nicht möglich, man kann nicht einfach einen leeren Zug durch Deutschland oder halb Europa schicken. Es lässt sich nicht vermeiden das manche Fehler und Probleme erst im normalen Betrieb entdeckt werden.
Und Uschis Jahresrückblick 2025 entnehme ich, dass wir sehr unterschiedlich sind – eine umso größere Bereicherung meiner Blogroll.
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Einblicke im Newsletter Arbeit in der Wissenschaft:
“Lebensglück nur mit Professur? Gegen die Verklärung eines kaum erreichbaren Ziels”.
Da ich mit einer Professorin befreundet bin, kenne ich so ein Arbeitsleben seit vielen Jahren. Und ich weiß vor allem: Es ist bei weitem fremdgesteuerter, als ich das gedacht hätte – und als es noch meine Professoren (damals keine einzige -in dabei) hatten.
Dabei ist ein Detail dieser Karriere nicht mal erwähnte: Dass man sich den Arbeitsort praktisch nicht aussuchen kann. Wenn die einzige freie Stelle für dein Fachgebiet 600 Kilometer von deinem jetzigen Wohnort (evtl. mit Familie) entfernt liegt, ziehst du halt hin.
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Breaking: Die neue Horst Evers beim Kabarettistischen Jahresrückblick in Berlin heißt Kirsten Fuchs! Hier liest sie ihr Bewerbungsschreiben, ihre Abschiedsrede und ihre Antrittrede vor.
Ich halte sie für eine ausgezeichnete Wahl.
3 Kommentare zu „Journal Dienstag, 20. Januar 2026 – Frost, Beifang aus dem Internetz“
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21. Januar 2026 um 7:59
Kirsten Fuchs auf die 1! ;)
21. Januar 2026 um 10:26
die fremdbestimmtheit bei akademischen arbeitsplätzen ist durchgängig in alle hierarchiestufen. neben der nahezu unmöglichen arbeitsortwahl ist ja auch der freundeskreis, der sich ja zumeist während des studiums bildet und festigt, davon betroffen. der eigene arbeitsort wird zum durchlauferhitzer für freundschaften – drei jahre da, drei jahre eng und dann plötzlich ein neuer ort, hunderte kilometer entfernt. vorteilhaft sind dann die konferenzen und tagungen, die einen dann in andere universitätsstädte bringt, und freund*innen besuchen lässt. aber das herzelein wird einem trotzdem regelmäßig zerrissen, wenn man freund*innen gehen lassen muss.
21. Januar 2026 um 11:00
Das mit dem 600 Kilometer umziehen hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr verlagert Richtung: dauerhaft 600 km pendeln (Wohnungsknappheit, Kita-Platz-Knappheit, Partner hat auch eine profilierte Arbeit und kann nicht einfach mit umziehen, Eltern werden fragil genau in dem Moment, wo man endlich einen Ruf bekommen hat…). Das Pendeln zieht dann gerne mal ein Drittel vom Netto ab, vom Stress abgesehen. Auch zu den nitty gritty Problemen des Pendelns hat die gleiche Autorin einen guten Beitrag. Was man noch dazusagen müsste: Es macht natürlich auch den Beruf wiederum nicht attraktiver, wenn auf diese Weise nur mit größter Mühe eine Campuskultur aufrecht erhalten werden kann.