Essen & Trinken

Journal Sonntag, 19. April 2026 – Sonntagsroutine

Montag, 20. April 2026

Endlich die neun Stunden ausgeschlafen, die ich mir vom Wochenende wünschte.

Während ich gemütlich und ausführlich die Wanderung vom Vortag verbloggte, wurde aus dem fahl-grauen Wetter der angekündigte windige Regen. Wodurch mein Plan, endlich mal wieder mit dem Radl zum Schwimmen zu fahren, ausgesprochen unattraktiv wurde.

Doch dann merkte ich: Ich hatte überhaupt keine Lust auf Schwimmen. Das brachte alle Tagespläne durcheinander, bis ich spürte: Laufen würde ich gerne, wenn auch nach der Wanderung am Samstag eher eine kleine Runde.

Der Regen hörte sogar auf, ich nahm eine Tram zum Tivoli und lief an der Isar durch den nördlichen Englischen Garten flussauwärts – das erfreute mich wirklich. Der Körper spielte mittelgut mit, hin und wieder signalisierten vor allem die Hüftbeuger Ermüdung, doch dann hatte ich wieder eine Hochphase – unterm Strich wurden es 100 Minuten, die ich bei Beschwerden einfach früher hätte abbrechen können.

Ich bekam sogar ein wenig Sonnenschein geschenkt.

Biber tötet sehr großen Baum.

Gegen Ende immer dunklere Wolkenberge und eindeutiges Donnergrollen, doch ich blieb trocken.

Auf der Tramfahrt zurück erreichte mich eine Nachricht von Crowdfarming: Eine Erinnerung daran, dass ich noch die Lieferung von Ernteanteilen meines adoptierten Orangenbaums terminieren müsse. Das stimmte mal wieder nicht (Klick auf Link in Mail brachte mich auch zum Status “3/3 ausgeliefert”) und war die so enorm vielte Falschnachricht, dass ich die Zeit der Tramfahrt dann doch mal mit dem Schreiben einer Beschwerde als Antwort füllte: Ich betonte, dass ich zu 100 Prozent hinter dem Konzept Crowdfarming stünde, dass aber das IT-Chaos des mindestens vergangenen Jahres (ich nannte einige konkrete Beispiele wie falsch angekündigte Lieferungen, Ausfälle oder doch nicht, mehrfache Lieferungen) bereits dazu geführt hätte, dass ich zwei Adoptionen gekündigt habe und Crowdfarming mittlerweile nicht mehr weiterempfehle. Grüße mit der Bitte, sich endlich darum zu kümmern.

Frühstück um zwei: Birne mit bulgarischem Joghurt (hervorragend: stichfest und trotz lediglich 3,6 Prozent Fettgehalt mit sahnigem Geschmack), von Kollegin gebackenes Wurzelbrot (eingefroren, aufgebacken) mit Butter und Zuckerrübensirup. Davon wurde ich sehr müde, ich schlief eine weitere Stunde Siesta.

Während draußen sehr gemischtes Wetter einmal April mit alles spielte, griff ich zur nächsten Lektüre: Andy Weir, Jürgen Langowski (Übers.), Der Marsianer. Ich hatte mich mit meinem Bruder über die Verfilmung von Project Hail Mary unterhalten, als sich herausstellte, dass er sowohl diese Romanvorlage als auch die von The Martian besaß – und mir bereitwillig auslieh. Dann halt mal wieder eine Übersetzung, wenn sie schon in der Familie ist. Auf dem Sofa sitzend ließ ich mich also auf den Mars mitnehmen, in viel detailliertes Basteln und technische Überlegungen.

Dann noch ein paar Kleidungsstücke für die nächste Woche gebügelt, eine Runde Yoga, bevor Herr Kaltmamsell das Nachtmahl servierte: Der Newsletter Gruß aus der Küche hatte sich auf “Die Suche nach dem perfekten Szegediner Krautfleisch” gemacht, das Ergebnis hatte Herr Kaltmamsell nachgekocht. Der Aufwand, den Tobias Müller bei Recherche und Tests treibt, lässt mich wirklich gern zum Geldbeutel für die Bezahlversion greifen (im Gegensatz zu Newslettern, die wie Posts vieler meiner seit Jahren abonnierten Blogs daherkommen und halt berichten, was gelesen, gesehen, erlebt wurde plus Gedanken dazu).

Dazu Salzkartoffeln aus Ernteanteil. Schmeckte leichter, schlichter und gemüsiger als unser bisheriges Rezept – ist eine Alternative. Nachtisch die restliche Osterschokolade, jetzt sind nur noch zwei Schoko-Hasen übrig.

Mich dann endlich mal wieder für eine Mitmach-Aktion meines Kartoffelkombinats angemeldet: Nächsten Samstag muss die Teichfolie in der Baustelle unseres neuen Regenwasserrückhaltebeckens verlegt werden. Hier sieht man, wie riesig es ist, und versteht, warum es dafür 30 erwachsene Helfer*innen braucht.

Früh ins Bett zum Lesen, trotz Siesta war ich sehr müde.

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Endlich mal ein Interview mit einer erfolgreichen Frau über das Altern, dessen Aussagen ich nachvollziehen kann (weil sie nicht erst jenseits der 50 draufkommt, dass all der gesellschaftliche Druck auf Frauen, der zu toxischer Weiblichkeit führt, mit ihr gar nichts zu tun hat):
“Musikerin Christiane Rösinger: ‘Altern in Würde wird überschätzt'”.

STANDARD: Wird Altern in Würde überschätzt?

Rösinger: Was soll denn das auch heißen? Jugendliche sind ja auch nicht in Würde jung. Das dient ja nur wieder dazu, um Leuten vorzuschreiben, wie sie leben sollen.

Meine Rede.

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Tanzschnipsel: Parkour-Ballett.

via @kid37

Journal Freitag, 17. April 2026 – Bulgarisches Abendessen daheim

Samstag, 18. April 2026

Diesmal war es nach Wecken tatsächlich endlich Freitag. Nachtschlaf eigentlich gut, doch bei milder Frühlingsluft schmerzt es besonders, wenn ich das Fenster mittendrin wegen Rumgebrülls im Park schließen muss.

Marsch in die Arbeit unter knallblauem Himmel und in zapfiger Frische. Die Theresienwiese wurde bereits deutlich beflohmarktet.

Plus Frühlingsfest.

Herr Kaltmamsell und ich würden allerdings auch dieses Jahr den Flohmarkt verpassen: Den einen Wochenendtag mit schönem Wetter, bevor das Abitur 2026 Herrn Kaltmamsell verschlingen würde mit vielen Wochen Durcharbeiten, wollten wir dann doch lieber für eine Wanderung nutzen.

Zu den Emsigkeiten des Arbeitsvormittags gehörte auch etwas, das ich mich erstmal vertrieb: Ich versuchte, mich eine Weile möglichst weit entfernt von meinem Arbeitsplatz aufzuhalten. Dadurch kam ich in ein Draußen, das bereits vor zehn warm genug für offenen Mantel und herrlich sonnig war.

Zweites Draußen für einen Mittagscappuccino, auch das sehr genossen.

Neben Freitagsfreude die Freude auf meinen Feierabend-Termin: FRISEUR! Ausnahmsweise wurde ich meinem Familienfriseur untreu: Ich wollte MWA (Mal Was Anderes), hatte aber keine eigenen Ideen und traute dem vertauten Friseur keine zu. Also ein abenteuerlustiger Termin in einem schicken, teuren Laden – ich kann mir Abenteuer ja leisten (gehe deshalb auch gern im ausländischen Urlaub zum Haareschneiden), weil ich unproblematisches, vor allem aber sehr schnell wachsendes Haar habe: Was soll schon passieren?

Was erstmal passierte: Anruf vom Friseur mit Bitte um Verschiebung um eine Stunde. Nee, so spät wollte ich es an einem Freitagabend nicht werden lassen, ich brauchte dringend Wochenende. Also neuer Termin nächsten Donnerstag, verwucherte ich halt eine weitere Woche. (Und denke mir ein weiteres Outfit für den Tag aus, das möglichst zu Ideen ermutigt – ich mache mir viele Gedanken vor Erstkontakt mit einem Haareschneider.) Zefix, meine Laune war gründlich ruiniert.

Also nach Feierabend nach Hause, wie für nach dem Friseurbesuch geplant mit Einkäufen in der Balkan-Bäckerei.

Die Gollierstraße weiterhin im Blütenrausch.

Daheim Herrn Kaltmamsell kurz angeknurrt, dann turnte ich die anstrengende 45-Minuten-Folge der Pilates-Woche, um an diesem Tag wenigstens IRGENDWAS geschafft zu haben. Die machte dann aber überraschend viel Spaß, wer rechnet mit sowas. Jetzt wollte ich nicht mehr ALLES anzünden (sondern nur noch mich selbst ein bisschen), nächste Maßnahme zum Runterkommen Alkohol.

In Form von Calvados-Tonic. (“Stell dich doch mal dekorativ zu den Drinks.”)

Fürs Nachtmahl hatte ich in einem kleinen Spezialitätenladen in der Schillerstraße Bulgarisches eingekauft:

Nämlich als Vorspeise ein Salätchen aus Paprika und Knoblauch, das ich mit bulgarischem Büffel-Feta ergänzte.
Dazu balkanesisches Brot und die letzte Flasche Lemberger-Merlot.
Hauptgang war ein geteiltes Entrecôte mit Ernteanteil-Spinat.

Außerdem hatte ich gestern Nachtisch in der Balkan-Bäckerei Adriatik besorgt: Ein Kokos-Törtchen (gefüllt mit Vanillecreme und dunkler Schokolade) sowie eine Creme-Schnitte. Beides überraschend wenig süß.

Früh ins Bett zum Lesen, wir waren beide sehr erledigt.

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Die Kriminalstatistik der Polizei selbst berichtet über die Arbeit der Polizei, nicht über den Stand von Kriminalität – ich halte es für ratsam, das zu beachten. Markus Reuter erklärt das bei netzpolitik.org genauer:
“Mit Vorsicht zu genießen”.

In der PKS werden mutmaßliche Straftaten erfasst, welche die Polizei an die Staatsanwaltschaften weitergibt. Ob diese dann die Verfahren einstellen und ob jemand verurteilt wird, erfahren wir aus dieser Statistik nicht. Wir erfahren auch nicht, ob die Steigerung einer Kriminalitätsart darauf beruht, dass die Polizei ihren Schwerpunkt verlagert hat, die Ermittlungsmethoden besser wurden, das Dunkelfeld sich aufhellt oder Menschen bereitwilliger Straftaten anzeigen.

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Meinem Eindruck nach gibt es kaum einen Film, der seit Entstehung so detailliert auseinandergenommen wurde wie North by Northwest von 1959, deutsch Der unsichtbare Dritte.1 Hier eine unglaublich tiefe und ausführliche Analyse von Cary Grants Kleidung (innerhalb der Handlung nur ein Outfit, tatsächlich aber mehrere):
“The Famous North By Northwest Glen Check Suit”.

Unter anderem belegt Matt Spaiser (der in seinem Blog sonst über Anzüge in Bond-Filmen schreibt), dass Cary Grant einfach seine Privatkleidung mitbrachte.

Ein wirklich gut sitzender Anzug an wem auch immer ist heutzutage eine absolute Rarität – ich genieße den Anblick jedesmal sehr.

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Na komm’Se, wir alle brauchen ein Lichtlein am Ende des Tunnels. Auch wenn es vielleicht ein entgegenkommender Zug ist.
Oder die Aussicht auf die Nachfolge von Space Balls.

  1. Die Star Wars-Reihe spielt nicht mit. []

Journal Dienstag, 14. April 2026 – Harte Arbeit

Mittwoch, 15. April 2026

Ein sehr düsterer Morgen mit nassen Wegen und Straßen. Ich marschierte unterm Schirm in die Arbeit, obwohl die Nieseltröpfchen so winzig waren, dass ich sie nicht mal auf dem Schirm hörte. Doch ich wusste, dass sie ohne Schirm meine Brille blind sprühen würden und ich nach der guten halben Stunde Weg durchfeuchtet ankommen würde.

Geordneter Arbeitsbeginn, es kündigte sich sogar eine besonders spannende Aufgabe für den weiteren Verlauf des Tages an. Nach einer Abstimmung zog das Tempo allerding massiv an: Mittagscappuccino nur schnell aus der Cafeteria, das weiterhin greisliche Wetter ließ mich das Ausfallen eines Marsches um die Blöcke verschmerzen.

Offizielle Geselligkeit verschob mein Mittagessen weit: Erst nach halb zwei kam ich zu Apfel, Orange, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot – und das auch nur schnell reingeschaufelt, weil der nächste Termin anstand. Dem schloss sich ein Hochdruck-Arbeitsnachmittag an, nicht besonders spaßig. Dafür traf die spannende Aufgabe nicht ein – anscheinend auf Mittwochmorgen verschoben.

Aber auch dieser Tag hatte einen Feierabend. Weil ich mit Herrn Kaltmamsell zum aushäusigen Abendessen verabredet war, marschierte ich fast direkt nach Hause, mit nur einem kurzen Drogerie-Abstecher für Putzmittel.

Blütenpracht auch um die Anatomische Anstalt.

Mit Herrn Kaltmamsell ging ich wieder zum nahegelegenen Honghong Ramen, ich wünschte mir schon wieder die Nudeln mit Auberginen und Tomaten. Es ist sehr ungewöhnlich für mich, dass ich dasselbe Gericht mehrfach bestelle, doch beim zweiten Mal hatte es halt mindestens so gut geschmeckt wie beim ersten.

Heute mal bereits durchgemischt fotografiert. Gegenüber hatte Herr Kaltmamsell ebenfalls breite Ramen-Nudeln, diese aber mit geschmortem Rindfleisch. Außerdem bestellte ich chinesischen Gurkensalat. Alles schmeckte wieder ganz hervorragend – mal sehen, ob ich beim nächsten Besuch etwas anderes bestellen möchte.

Nachtisch gab es daheim: Osterschokolade.

Früh ins Bett zum Lesen: Leon Engler nahm mich in Botanik des Wahnsinns in eine Familie mit, die über Generationen von schwere psychische Erkrankungen und Süchten gezeichnet ist.

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Menschen, denen vorgeworfen wird, sich in den Vordergrund zu drängen: Vielleicht, so der Verdacht nach einem Gruppenfoto-Termin mit Slapstick-Note, stehen manche vor allem deshalb oft im Vordergrund, weil alle anderen einen Schritt nach hinten machen? (Und bleiben dann trotzdem stehen, weil sie sich nicht so anstellen wollen wie die anderen.)

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Maximilian Buddenbohm benennt in einem eigenen, nahezu monothematischen Blogpost das eigentliche Problem beim aufgeladenen Thema Barzahlung vs. Kartenzahlung: Es lässt sich auch für noch so Service-orientierte Kundinnen beim besten Willen nicht abschätzen, wo im Live-Einzelhandel was erwünscht ist.
“Anmerkungen zum Zahlungsverkehr”.

Nächtsten Samstag ist wieder Theresienwiesen-Flohmarkt, und bislang waren Flohmärkte für mich die allerbefestigtste Bastion der Barzahlung, möglichst passend, dafür sammelte ich üblicherweise bereits Wochen vorher Kleingeld. Noch ist offen, ob ich diesmal hingehe, aber die Recherche der aktuellen Zahlungsmöglichkeiten ist durchaus eine Motivation.

Journal Montag, 13. April 2026 – Bomben-April-Frühling, wie anders andere Menschen sein können

Dienstag, 14. April 2026

Ja super, diesmal hätte ich locker noch über Weckerklingeln hinaus gut geschlafen – wenn mein Körper das bitte künftig aufs Wochenende legen würde?

Erst als es hell wurde, sah man, wie dunkel es war. Aber nicht zu kalt, vor allem kam ich trocken in die Arbeit.

Geordnet machbarer Arbeitsvormittag, Zeit für und Lust auf einen Mittagscappuccino im Westend.

Die Gollierstraße in schönster Blütenpracht, auch wenn es düster und kühl blieb. Als Gegenstück zum sensationellen leuchtenden Oktoberherbst 2025 bekommen wir jetzt einen sensationellen blühenden Aprilfrühling.

Zu Mittag gab es reichlich Orangen, außerdem Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Machbar emsiger Arbeitsnachmittag, es wurde nicht zu spät.

Auf dem Heimweg Milch und Joghurt eingekauft, daheim Häuslichkeiten, dann Yoga.

An einem ganz gewöhnlichen Montag hatte Herr Kaltmamsell festliche Italienische Dim-Sum-Dampfnudeln gemacht, köstlich. Nachtisch Osterschokolade.

Für den Brighton-Urlaub im August buchte ich gestern die Hin- und Rüchreise, beides über Paris – ich verstehe immer noch nicht, warum die Angestellte im Münchner DB-Reisezentrum mich vergangenes Jahr zurück über Brüssel mit einem weiteren Umstieg mitten in der Nacht in Köln schickte. 685 Euro für zwei Personen, Fliegen hätte mit der Extragebühr für Gepäcktransport (pro Koffer 110 Euro?!) auch nicht weniger gekostet.

Früh ins Bett zum Lesen.

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Lidia Yuknavitch, Chronology of Water ausgelesen, bis zum Schluss erstaunt, wie weit weg von mir jemand anders sein kann. Und das ganz echt ehrlich in keiner wertenden Art: Wie völlig anders in praktisch jedem Aspekt jemand wahrnehmen, verarbeiten, fühlen, einordnen, wünschen, sich ausleben kann. Selbst was Lidia über Schreiben und Kreativität schreibt: Nein, ist bei mir anders. Oder über’s Schwimmen, siehe Buchtitel, das ja etwas Verbindendes darstellen könnte: Lidia ist durch und durch geprägt durchs Wettkampfschwimmen, auch da kommen wir nicht zusammen. Immer wieder betont die Erzählerin das Angebot oder die Hoffnung, dass sich jemand in ihrer Geschichte wiederfindet, die durch ihr tiefes Gefühl von Außenseiterinnentum geprägt ist, und sich dadurch als Teil einer Gemeinschaft fühlt. Und auch darin spürte ich vor allem: Uuuuhh, nein, bitte keine Gemeinschaft, und schon gar nicht diese. (Dabei scheint gerade das hervorragend funktioniert zu haben, schließlich wurde das Buch ein Bestseller, auch in vielen Übersetzungen.) Für mich waren diese Memoiren unterm Strich eine wirklich bereichernde Lektüre, ich lernte Neues kennen.

§

Der Lokalteil der Süddeutschen hat meine Coffee Bro’s in der Gollierstraße mit dem besten Cappuccino im Westend portraitiert!
“Die Kaffee-Nerds erobern München”.

Das im Hintergrund des Fotos muss aber ihre Rösterei sein, das Café für meinen Mittagscappuccino ist es nicht. (Und weiterhin echt sorry, dass ich mit dem Filterkaffee nichts anfangen kann.)

Journal Sonntag, 12. April 2026 – Frühlingsschönheit mit Nieselfilter

Montag, 13. April 2026

Wegen Über-Erschöpfung schlecht eingeschlafen, dann auch noch zu früh aufgewacht: Ich fühle mich dann doch beleidigt, wenn mein Körper das Wochenende nicht zum Ausschlafen nutzt. Benommener Morgen.

Das Draußen wie vorhergesagt düster und kühl, doch die aktuellen Temperatursprünge des Wetters sind auch drinnen anstrengend: Von T-Shirt und Schlappen bei ausgeschalteter Heizung am Samstag zu gestern Heizung plus Strickjacke und dicken Wollsocken. So bloggte ich über Milchkaffee, Wasser, Ingwertee, las die Mastodon-Timeline der Nacht hinterher.

Trotz Müdigkeit blieb die Freude auf einen Isarlauf. Jetzt wieder mit langer Hose und Lauf-Hoodie nahm ich eine U-Bahn nach Thalkirchen und lief von dort nach Süden. Fast die gesamten gut 100 Minuten herrschte feinster Nieselregen (Gischt), trotz Schirmmütze war meine Brille bald betropft.

Mein Körper benahm sich (nach ausführlichen Vordehnen und Faszienrollen daheim) anständig und gönnte mir Bewegungsfreude. Was mich zudem begeisterte: Bei richtigem Frühling beeinträchtigt nicht mal Gischt die schönen Ansichten, verändert sie lediglich. Außerdem hielt das Wetter die Menschen fern: Alle Wege erfreulich leer.

Na gut, Weitblick von der Großhesseloher Brücke war aus.

Wegen Regen auch keine Alpenkette am Horizont.

Geruchs-Internet gibt’s noch nicht, zu diesem Bild müssen Sie sich den intensiven Duft von frisch geschnittenem Holz halt vorstellen.

Mehr Freude, als direkt bei meiner Ankunft im U-Bahnhof eine Bahn einfuhr, die mich nach Hause brachte.

Frühstück kurz nach halb zwei: Orangen mit Skyr, Joghurt, Leinsamenschrot, außerdem ein Stück Baguette vom Vortag mit Butter und Marmelade.

Regensonntagnachmittag mit Zeitunglesen, ein wenig Bügeln, Romanlesen, Yoga. Dann machten sich Herr Kaltmamsell und ich nochmal an Ravioliherstellung: Der Hartweizengries musste weg, außerdem wollten wir die Erkenntnisse der Vorwoche umsetzen, zum Beispiel erhöhten wir die Füllungsmenge etwas (wir verwendeten ein paar Polpette von den Meatball Sandwiches) und walzten den Teig nicht ganz so dünn aus.

Es gab die Ravioli in zwei Gängen:

1. in Brodo (Müllsuppe),

2. mit etwas Butter und Parmesan. Beides sehr gut. Nachtisch Königsbrunner Pralinen (Ostergeschenk von den lieben Schwiegers) und Osterschokolade.

Früh ins Bett zum Lesen.

Journal Samstag, 11. April 2026 – Eltern-Power und Besuch aus dem Internet

Sonntag, 12. April 2026

Eigentlich gut geschlafen, aber zu früh von einer Angstwelle geweckt worden.

Ich möchte mich hiermit über die geringe Akku-Leistung meiner elektrischen Zahnbürste echauffieren, und zwar seit Kauf: Die Ladung reicht nur für fünf Tage, also zehnmal Putzen (Herr Kaltmamsell hat ein eigenes Gerät), gleichzeitig dauert das Laden zehn Stunden. Eine Stunde Laden für einmal Zähneputzen finde ich zu viel.

Statt Wochenend-Gesandel hatte ich gestern Programm: Gestern waren meine Eltern so nett anzureisen und mir bei ein paar Häuslichkeiten zur Hand zu gehen – die ich ohne sie zwar auch geschafft hätte, aber mit ihnen halt so viel besser. Also frühes Fertigmachen und kurze Einkäufe in einem Sonnenlicht und unter blauem Himmel, die den angekündigten Frühsommertag versprachen.

Häuslichkeit 1: Vor gut zwei Jahren hatte ich sechs Drucke von Giselle Dekel gekauft, vergangenes Jahr rahmen lassen, jetzt sollten sie endlich an die Wand, für die ich sie vorgesehen hatte. Auf die Unterstützung meiner Eltern hatte ich gewartet, weil meine Mutter für die konkrete Hängung den Deko-Blick und Einrichtungsgeschmack hat, die mir komplett fehlen, mein Vater wiederum verfügt über die lebenslange Routine und das Geschick, die Bilder sauber und sicher aufzuhängen (was passiert, wenn ich es selbst mache, sieht man an der Wand neben der Küchentür) – die vorgesehene Wand machte unter anderem die Notwendigkeit von Hohlraumdübeln wahrscheinlich.

Also vermaßen und ordneten wir gemeinsam, Herr Kaltmamsell und mein Vater bohrten, hämmerten, hängten an Haken auf.

So sauber und befriedigend hätte ich das ganz sicher nicht hinbekommen.

Häuslichkeit 2: Parallel nutzte ich den grünen Daumen und die lebenslange Erfahrung meiner Mutter in Pflanzenpflege, nämlich zum Umtopfen der zu Monstermaßen gewachsenen Efeutute, die den Geschirrschrank im Wohnzimmer verschlang. Ich kenne die Pflanze seit Auszug aus dem Elternhaus und weiß, dass sie auf jede Veränderung ausgesprochen beleidigt reagiert, mir war klar, dass sie nach so etwas Existenziellem wie Umtopfen mindestens ein Drittel ihrer Blätter abwerfen würde – doch die Situation würde nicht von allein besser. Und allein schon für das Herunterholen des Dschungels brauchte ich mindestens zwei paar zusätzliche Hände.

Die Pflanze hatte sich den Blumentopf bereits völlig einverleibt und ihn zu Teilen umwurzelt, meine Mutter brauchte ein großes Küchenmesser, um sie davon zu trennen. Und sie überzeugte mich, sie umzusiedeln, von Geschirrschrank zu Bücherschrank. Ich stimmte auch deshalb zu, um alle existenziellen Veränderungen auf einmal umzusetzen, damit ich die Efeutute nicht zweimal stressen musste.

Aber wir werden Nägel auf dem Schrank brauchen, um sie einzuhegen (bis sie nach einem sehr wahrscheinlichen Blätterabwurf weniger Platz braucht).

Weitere Pflanzen-Aktionen: Einpflanzen von Weißlilien-Ablegern, Tausch der Balkon-Feige: Die Bayern-Feige hat sich in den vier Wochen seit Abstellen auf unserem Balkon überhaupt nicht verändert, meine Mutter möchte sie der verkaufenden Gärtnerei vorstellen. Der als Zweitfeige vorgesehene Baum, den meine Eltern mir gestern schenkten, nimmt erstmal ihren Platz ein.

Wir waren selbst mit Aufräumen und etwas Putzen unerwartet schnell fertig, es gab als Brotzeit die vorbereiteten Meatball Sandwiches (stelle ich in meine Rezept-Ecke ein, sobald ich ein passables Foto davon aufnehmen konnte).

Meine Eltern machten sich auf den Rückweg nach Ingolstadt, ich revanchierte mich zumindest ein bisschen mit einem Gürtel-Einsatz: Meine Mutter hatte mir einen roten Gürtel dagelassen, dessen Leder über viele Jahre Tragen zerfallen war – ich wusste eine Möglichkeit, ihm mit einem neuen Riemen zu einem zweiten Leben zu verhelfen.

Dazu ging ich nochmal raus in die Wärme, die wie angekündigt Frühlingstemperturen mit Karacho um zehn Grad überholte und sich mal kurz an die 20 Grad machte. Über den Sendlinger-Tor-Platz schallte schon von Weitem “El Condor Pasa”-Panflöte – ZACK! fühlte ich mich wieder wie 23 und in der Augsburger Fußgängerzone.

Volltreffer bei Leder Baumann in der Herzog-Wilhelm-Straße:

Es gab genau einen Lederriemen in Rot, doch der hatte exakt die perfekte Farbe und Breite.

Jetzt sandelte ich ein paar Stunden mit Zeitunglesen, Internetlesen bei offener Balkontür, Fenster- und Balkongucken, einer Runde Yoga.

Für die Chronik: Stand der Kastanien vorm Haus.

Für den Abend hatten wir eine weitere hoch erfreuliche Verabredung: Eine meiner kleinen Freundinnen aus dem Internet war mit Partner in der Stadt und schenkte Herrn Kaltmamsell und mir den Samstagabend. Wir waren zum Abendessen verabredet, da die Besucher in unserer Nähe untergekommen waren, holten sie uns ab.

Große Wiedersehensfreude, tiefes Glück, welche Begegnungen und Verbindungen mir das Bloggen seit Jahrzehnten ermöglicht. Wir bekamen Süßes aus dem Spanischen Früchtehaus mitgebracht, zeigten unsere Wohnung her, mussten uns losreißen, um unsere Restaurant-Reservierung nicht zu sehr zu reißen. Gebucht hatte ich nach Abstimmung mit den Mitessenden im Hot-Pot-Lokal Chois in Fußweite.

Und dort verbrachten wir einen wunderbaren Abend mit vielen Geschichten, unter anderem aus dem kürzlich abgeschlossenen Berufsleben der beiden und wie sich die Zeit seither entwickelt hat. Wer sich für so Vieles und die dazugehörigen Menschen so von Herzen interessiert, hat halt Interessantes zu erzählen. Dazu gab es spannendes Essen zum Eintunken in vier verschiedene Brühen, wir hatten Spaß und aßen gut. Allerdings war ich ausgesprochen erledigt und konnte den Abend nicht so lang werden lassen, wie ich es mir gewünscht hätte. Wir spazierten mit den beiden zum U-Bahnhof Goetheplatz und schickten sie in ihr Hotel.

§

Exzellenter Journalismus, der ein “Huch – hatte ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht” auslöst: Annette Ramelsberger über den gefährlichen Umstand, dass die wichtigsten Gerichtsprozesse derzeit weit draußen in schier nicht erreichbaren Gebäuden verhandelt werden (€):
“Ausgerechnet die Gerichtsprozesse, in denen die Wehrhaftigkeit der Demokratie verhandelt wird, finden immer öfter ganz weit draußen statt. Dort, wo es niemand mehr mitbekommt.”

Das Abschieben eines Gerichtes hinaus ins Nirgendwo ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Es geht um Sichtbarkeit, Transparenz, auch um Autorität. Um den Respekt vor den Regeln, die sich eine Gesellschaft, ein Staat gegeben hat.

„Justice must not only be done, but must also be seen to be done.“ Ein Satz, der dem Lord Chief Justice Gordon Hewart zugeschrieben wird, dem obersten Richter von England und Wales in den 1920er-Jahren. Frei übersetzt heißt das: Es reicht nicht, dass Recht gesprochen wird. Die Leute müssen das auch mitkriegen. Sonst zweifeln sie nämlich am Recht und der Gerechtigkeit.

Journal Freitag, 10. April 2026 – Vorbereitungen Wochenende und Urlaub

Samstag, 11. April 2026

Gut und tief geschlafen, ohne Wecker hätte das noch viel länger angehalten.

Düsterer Marsch in die Arbeit in milder Luft, aber einer dunkelgrauen Wolkenwand entgegen; der Schirm in der Hand wirkte als Talisman bis zum Bürogebäude: Es regnete erst später.

Genug zu tun am Schreibtisch, aber nicht zu viel: So mögen wir das vor allem am Freitag. Auch die noch leereren Gänge und Büros als freitags üblich begrüßte ich.

Keine Lust auf Mittagscappuccino, aber auf Draußenluft. In der es allerdings um die Mittagszeit energisch regnete (der Bauer braucht den…).
Dann halt nur kurz und mit Schirm auf eine Erledigung raus.

Zu Mittag gab es reichlich Orangen sowie Skyr, dem ich doch nochmal eine Chance gebe, weil er im Angebot war, mit Leinsamenschrot.

August-Urlaub mit Herrn Kaltmamsell in Brighton angegangen: Ich wollte gern mit ihm in dem Apartment wohnen, in dem ich mich vergangenen Herbst so wohl gefühlt hatte, doch der Preis pro Nacht war auf einmal mehr als doppelt so hoch. Stellte sich heraus: Wir platzen mal wieder in Brightons Pride-Woche. Nachdem wir den Initial-Schrecken überwunden hatten, beschlossen wir:
1. Mia ham’s ja.
2. NOCH mehr wundervoll bunte Menschen in Brighton!
3. Federboas einpacken.
Und so buchte ich.

Pünktlicher Feierabend, auf direktem Weg nach Hause. Es war ziemlich kalt geworden, doch ich kam trocken heim.

Tapferer Kastaniensprössling bei der Villa Wagner.

Nach Ankunft wie geplant umgehend Kochen für Samstag: Ich hatte mich an die Meatball Sandwiches von David Lebovitz erinnernt, die uns begeistert hatten, die ich aber seit Jahren nicht mehr gemacht hatte: Die Hilfsaktion meiner Eltern am Samstag war ein willkommener Anlass für eine Wiederholung (Tomatensauce vielleicht einen Tick zu scharf geworden).

Das verschob unser Nachtmahl ein wenig, weil ich die Küche belegte, aber dann buk Herr Kaltmamsell panierten Käse und koreanische Teigtaschen, briet Ernteanteil-Kohlröschen, während ich Ernteanteil-Salat (plus Radieserl-Blättern, Kresse, Petersilienresten) mit Orangensaft-Haselnussmusdressing anmachte, zudem weitere Crowdfarming-Orangen auspresste (wir verbrauchen sie hektisch immer knapp der nächsten matschigen Stelle hinterher) für den Drink zum Wochenendfeiern: Wodka-Orange.

Nachtisch Osterschokolade.

Früh ins Bett zum Lesen: Lidia Yuknavitch, The Chronology of Water besteht aus so viel Alkohol, sonstigen Drogen und Sex, dass einer bei der Lektüre die Lust auf alles davon vergehen kann.

§

WERBUNG!1

Kleinere Konzerte gehen ja oft unter – in München ärgere ich mich regelmäßig darüber, Interessantes wegen Nichtwissen verpasst zu haben. Das wird in Berlin ähnlich sein, deshalb.
Der Berliner Kammerchor Jeunesse singt am 25.4. und 26.4. in der Berliner Malzfabrik zwei sehr abgefahrene Konzerte: Sie sind eine Games Show, in der das Publikum unter anderem Stimmblöcke des Chors aus- und einschalten kann. Ich weiß davon, weil ein Verwandter beteiligt ist.
Hiermit weitergegeben.

§

Geständnis: Diesen Krautreporter-Artikel hätte ich fast ohne Lesen bereits auf Basis der Überschrift empfohlen – weil allein schon diese Überschrift dem wenig hinterfragten Anspruch widerspricht, dass alles, was Inhalt des Schulunterrichts ist, einen nachweisbaren Nutzen in jedem späteren Erwerbsleben haben muss. (Hat eigentlich schon mal ein Politiker Bildungs-Controlling gefordert? Zumindest einer von der FDP?)

Zum Glück stellte sich der Text selbst dann als sogar noch besser heraus, deshalb schenke ich ihn Ihnen:
“Es ist gut, dass du in der Schule Dinge lernst, die du nicht brauchst”.

Wie nutzlos etwas ist, ist außerdem oft eine Frage des Zeithorizonts: Allgemeinbildung ist eine Lebensversicherung gegen eine unbekannte Zukunft. Schule muss breite Grundlagen legen, weil niemand mit zwölf Jahren weiß, welche Berufe, Probleme oder Technologien mit 30 wichtig sein werden. Du wirst mit Anfang 30 jeden Tag mit KI arbeiten, aber nie wieder Code schreiben, obwohl dir Informatikunterricht als der heiße Scheiß für deine Zukunft verkauft wurde.

(…)

Lebensweltbezug heißt deshalb vielleicht, dass du lernst, was dich interessiert. Aber nicht, dass du nur noch lernst, was im Alltag später (eventuell) mal eine Rolle spielen wird. Du wirst in der elften Klasse lernen, wie man eine Steuererklärung macht, weil deine Erdkundelehrerin das für wichtig hält. Die Steuererklärung ist das Paradebeispiel für alltagsnahen Unterricht. Lass dir sagen: Es werden nach deinem Abi zehn Jahre vergehen, bis du deine erste Steuererklärung machen musst. Du wirst absolut nichts mehr von dem wissen, was du in der Schule darüber gelernt hast.

(…)

Die vielleicht wichtigste Funktion fast aller Dinge, die du in der Schule so lernst, ist Metakognition – die Fähigkeit, das eigene Denken zu beobachten. Wann verstehst du etwas wirklich, wann bildest du dir das nur ein? Wo bleibst du hängen, und warum? Wie lernst du am besten? Diese Fähigkeiten entwickelst du nicht, indem du Dinge lernst, die dir leichtfallen. Du entwickelst sie, indem du an Stoff arbeitest, der dich herausfordert. Wenn du dich durch „Kabale und Liebe“ quälst, trainierst du, mit Nicht-Verstehen umzugehen. Das ist eine der nützlichsten Fähigkeiten, die es gibt. Als Erwachsener greifst du praktisch immer beim Lesen von Zeitungsartikeln oder politischen Schriften wie Koalitionsverträgen auf diese Kompetenzen zurück.

Mal wieder hat tip zu meinem damals ganz jungen Altgriechisch-Lehrer Herrn Nusser, der uns als Antwort auf die regelmäßige Frage “Und wozu brauchst du das?” empfahl: “Schule bildet. Schule bildet nicht aus.”
Dabei behaupte ich bis heute, dass ich in keinem Schulfach mehr für mein späteres Leben gelernt habe als in Altgriechisch.
Hat tip auch zum Gymnasiallehrer Herrn Kaltmamsell, der gerne darauf hinweist, man brauche Bildung, um Witze zu verstehen.

Ich empfehle sogar noch mehr die Lektüre der im Artikel verlinkten Festrede von Peter Bieri 2005 an der Pädagogischen Hochschule Bern (unter anderem als sprachliches und rhetorisches Vorbild):
“Wie es wäre, gebildet zu sein”.
(Die mir allerdings die Illusion nimmt, Self Egalness könnte mich weiterbringen.)
Dafür verzeihe ich Bieri sogar den mäßigen Roman Nachtzug nach Lissabon, unter dem Pseudonym Pascal Mercier veröffentlicht.

  1. Von Herzen und nicht von Geld, eh. []