Essen & Trinken

Journal Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Spätsommer in der Nachspielzeit

Freitag, 16. Oktober 2026

Mit einmal weniger Aufwachen wäre es eine wirklich gute Nacht gewesen.

Eher milder Marsch in die Arbeit, ein leichter Mantel reichte.

Ist die neue Brigitte-Diät raus?
(Verzeihung, aber das ist wirklich meine erste Assoziation. Frühkindliche Schädigung.)

Im Büro Dankesblumen bekommen, sehr gerührt gewesen und mich gefreut.

Früher Mittagscappuccino aus Termingründen, der geplante anschließende Markteinkauf (Bodensee-Obst) scheiterte an Abwesenheit des Bodensee-Obst-Stands – ich musste einiges neu planen. Das Wetter nochmal sonnig und mild.

Noch eine Besprechung, dann gab es Mittagessen: Kleine reife Feigen aus Italien (SO gut!) und Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Am Nachmittag einiges weggearbeitet, in der letzten Stunde vor Feierabend nochmal auf die Betriebstemperatur eines früheren Arbeitslebens hochgeschaltet und einen kleinen Tornado weggewirbelt (nachdem ich einen ganz kurzen Wie-Hackfleisch?-Aber-ich-hab-doch-schon-die-Maschine-saubergemacht-Moment hatte und versucht war, den Tornado auf Freitag zu schieben). Aber dann war wirklich Feierabend.

Das Wetter golden sonnig und mild, keine Herbstkühle nirgends, ich genoss meinen Heimweg sehr.

Sankt Paul mal von der anderen Seite. Bargeld geholt, andere Obsteinkäufe dann halt im Süpermarket Verdi.

Zu Hause eine halbe Stunde Pilates Kraft und Balance – WIEDER neue Übungen, Gabi Fastner ist eine anscheinend unerschöpfliche Quelle.

Donnerstag ist Ernteanteil-Tag. Diese Woche ohne Salat, deshalb verarbeitete Herr Kaltmamsell den Hokaido aus Ernteanteil zu einem Kokos-Curry – sehr gut. Nachtisch reichlich Schokolade.

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Zur Erinnerung:

Hier nochmal die Details, einzige Aktualisierung: Einlass bereits ab 18:15 Uhr, wer eher kommt, sitzt wahrscheinlicher.

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@muserine wandert gerade den Malerweg in der Sächsischen Schweiz und berichtet darüber auf instagram. Der sieht so super aus, ist zudem derart rundum von Service-Angeboten begleitet (Gepäcktransport, Öffi-Verbindungen, Paket-Angebote), dass er sofort ganz nach oben auf meine Liste für Oktoberfestflucht rutschte.

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Was übrigens NICHT stimmt: Das Internet vergisst nichts. Das wissen schon wir Blogger*innen seit vielen Jahren, wenn wir mal wieder auf tote Links in unseren Blogs stoßen. Doch dieses Verschwinden hat viel weiter reichende Folgen für die Gesellschaft. Auf netzpolitik.org schreibt Leonhard Pitz:
“Kritische Infrastruktur:
Bei der Web-Archivierung fehlt die Strategie”.

Als Historiker beschäftigt sich Crueger seit vielen Jahren mit dem Thema Web-Archivierung. Der frühere Abgeordnete der Bremer Bürgerschaft ist Redakteur bei irights.info und promoviert an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften in Brandenburg zur Geschichte der autistischen Bewegung in den 90er-Jahren. „Dafür schaue ich mir unter anderem an, wie sich autistische Personen damals im Web organisiert haben.“ Dabei hat er es nicht immer leicht.

Entgegen der landläufigen Meinung, dass das Internet nichts vergesse, verschwinden weite Teile des Webs ziemlich schnell. Laut Digitalhistoriker Crueger waren 38 Prozent der Webseiten von 2013 ein Jahrzent später nicht mehr erreichbar. Die durchschnittliche Bestanddauer einer Webseite betrage nur rund 100 Tage, Seiten mit dynamischen Webinhalten ändern sich im Minutentakt. „Das Web ist vergänglich“, sagt Crueger.

Neben möglicherweise wichtigen Informationen, die dadurch verschwinden, ist das auch ein historischer Verlust. Die Folge: „Das frühe Web ist kaum noch erhalten“, so Crueger. Wer Informationen aus dieser Zeit sucht, ist deshalb oft auf analoge Mittel angewiesen. „Ein abgedruckter Screenshot in einem Print-Journal ist manchmal beständiger als das Digitale.“

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NOCHMAL WECHSELJAHRE!

Kabarettistin Kirstin Fuchs hat eine Viertelstunde ihrer “Fun Facts” damit gemacht, sehr informativ.

Journal Mittwoch, 14. Oktober 2026 – Arbeitstag, der nicht mal eine Überschrift verdient

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Schlechter und dann auch noch zu wenig Schlaf, die Aufgekratztheit nach dem Konzertabend hatte mich lange nicht zur Ruhe kommen lassen. Ich war gespannt, wie sich das auf meine Konzentrationsfähigkeit im Büro auswirken würde. (Ich greife vor: überraschend wenig.)

Draußen war es düster, doch die Wetter-App drohte nur wenig mit Regen. So schickte ich den anfragenden Herrn Kaltmamsell (ich bin die Wetter-Zuständige in dieser Partnerschaft) mit dem Rad in die Arbeit – nur um wenig später bei der Morgentoilette Regenprasseln im Innenhof zu hören. Dieser Regen hörte auch nicht auf, zumindest war ich fit genug im Kopf, vor Verlassen des Hauses und vor Griff zum Regenschirm Wechselsocken und
-schuhe in die Tasche zu werfen. Zwar war ich bei Eintreffen im Büro untenrum nicht patschnass, profitierte aber von der Möglichkeit, die teilnassen Schuhe und Socken durch Wechsel trocknen zu lassen. Überrascht war ich draußen von der milden Luft, in Janker und Halstuch schwitzte ich auf dem Arbeitsweg.

Emsiger Arbeitsstart, bald hörte der Regen auf. Zu meinem Mittagscappuccino im Westend schien bereits wieder die Sonne.

In meiner üblichen Mittagessenszeit lag ein Termin, diesmal aß ich vorher, weil ich großen Hunger hatte (erkläre ich mir mit frühem Abendessen am Vortag ohne Süßigkeitenschlacht): kleine italienische Feigen, außerdem Skyjolei.

Voller Nachmittag, noch vor Feierabend trieb mich erneuter Hunger zu den Notrationen in meiner Büro-Schublade: Müsliriegel in Flapjack-Anmutung.

Heimweg in milder Luft und schöner Sonne über einen Abstecher beim Friseur, um mir einen Termin für Ende Oktober zu holen.

St. Paul mit Abendsonne oben und Wildpiesler unten.

Der Marsch war leider nicht so schön, wie er bei dem Licht und in diesen Temperaturen hätte sein können, weil mein Kreislauf kapriolte, mit Schwindel und Schweißausbruch.

Zumindest war das Ganze bis zur Heimkehr nahezu durch, und bis ich abgeschminkt und umgezogen war, auf der Turnmatte stand für eine Folge Pilates, hatte sich der Kreislauf wieder eingekriegt. Die Gymnastik tat gut.

Brotzeit vorbereitet, Wäsche aufgehängt.

Zum Nachtmahl verarbeitete Herr Kaltmamsell die restlichen Quitten aus der Hand der Quittenfee zu Lamm-Quitten. Er hatte aus Erfahrung mit dem Rezept die Quitten diesmal vorgegart – so ließen sie sich gut halbieren, ließ sich das Kernhaus entfernen und konnte man sie wie im Originalrezept von Ottolenghi tatsächlich füllen.

Das schmeckte ganz hervorragend, so gut wie noch nie – so entfalteten die duftenden Quitten endlich ihr ganzes Aroma. Ich passte das Rezept umgehend an.

Nachtisch viel Schokolade. Früh ins Bett zum Lesen.

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Wieder Zeit für Dieter Hildebrandts Gedicht “Herbst” am Anfang seines “Schlesischen Jahreszeiten-Zyklus”, hier von ihm selbst gelesen. (Er fehlt. Oh mei oh mei, wie sehr er fehlt.)

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https://youtu.be/NpflKLO6dOw?si=ClFd3R0FbHavEq_l

Journal Samstag, 10. Oktober 2026 – Regnerischer Gammelsamstag mit kleinen Aufregungen und kleinen Erfolgen

Sonntag, 11. Oktober 2026

Gut und ausgeschlafen, in der letzten Phase geträumt, dass ich mit den gerade Japan bereisenden Brüllens Urlaub in Norwegen mache.

Richtig gemütlicher Morgen, nach Bloggen in aller Gelassenheit eine Rechnung geprüft und beglichen, erstes Weihnachtsgeschenk bestellt.

Weitere Tüchtigkeit: Ich entsorgte verwelkte Blumensträuße – bis auf ein paar Blüten, die noch ansehnlich waren.

Für die habe ich nämlich drei kleine Reste-Vasen (ich nehme an, hat jede?). Die rechte, Rosenthal Studio-Line, schenkte mir vor über 40 Jahren als Gastgeschenk der Sohn des Glasers Schwarz aus dem edlen Glas-, Geschirr-, und Rahmenladen der Familie in Ingolstadt, auch den gibt es schon lang nicht mehr.

Auf der Unterseite auch der Name des Designers: James Kirkwood (herausgefunden mithilfe meiner kleinen Mastodon-Freunde). Daneben der Originalaufkleber aus dem Laden: Die Glaser-Dynastie “seit 1794” endete mit dem Vater des Schenkers. Ich wüsste sehr gern, was aus dem sympathischen Altersgenossen geworden ist, aber sein Name ist zu üblich, als dass ich ihn je im Internet gefunden hätte.

Was ich herausgefunden habe: Die Vase ist die Hälfte eines Doppels.

Draußen regnete es endlich auch glaubhaft, ich hätte wirklich keine Lust auf den ursprünglich geplanten Wandertag gehabt.

Mein Hirn hatte natürlich Pläne gemacht (WIE?! ein KOMPLETT LEERER Samstag?!): Mittagscappuccino draußen, Jeanskauf, Apfeltaschenbacken aus Ernteanteil-Äpfeln und Blätterteig.

Start der Heizungs-Saison – der gleichmal in einer E-Mail an die Hausverwaltung endete: Herr Kaltmamsell testete alle Heizkörper durch Aufdrehen durch, alle wurden warm, aber aus dem Ventilanschluss im Bad tropfte es jetzt, auch nach Abdrehen der Heizung. Wir würden mit untergestellten Schüsseln durchs Wochenende kommen müssen.

Ich spazierte hinaus in den Regen zunächst auf einen Mittagscappuccino. Am angesteuerten Ort in der Müllerstraße weigerte man sich, Deutsch mit mir zu reden, die Thekenkraft blieb bei Englisch. Ich bekam dennoch einen Cappuccino und dachte an meinen Vater, der als Einwanderer Anfang der 1960er in Nürnberg sogar mit anderen spanischen Einwanderern Geld zusammengelegt hatte, um eine Deutschlehrerin zu bezahlen.

Weiter zum Jeanskauf. Nach dem Scheitern meines ersten Versuchs im Frühjahr, als ich vergeblich auf Beratung von ausgebildetem Personal setzte, hatte ich mich diesmal gut vorbereitet. Sondieren von Herstellern hatte mich doch wieder zum Klassiker Levis geführt, auf deren Website hatte ich die aktuellen Modelle gesichtet und zwei notiert, die nach Beschreibung und Fotos an mir wie gewünscht sitzen könnten. Gestern ging ich also in den Laden in der Sendlinger Straße, eines von den Modellen war in breiter Größen- und Farbauswahl vorrätig. Mit abschließender Unterstützung einer Angestellten fand ich die wirklich passende Größe (das System scheint sich seit meinem letzten Kauf vor drei Jahren geändert zu haben) und kaufte – wie sich an der Kasse erwies, sogar zu Sonderangebots-Konditionen.

Zurück daheim buk ich Apfeltaschen, fand bei der Suche nach Mandelblättern oder -stiften ein weiteres Mehlmottennest und warf nahezu den gesamten Backzutaten-Vorrat in dem Müll. Wurden es halt schlichte Apfeltaschen.

Vor den Apfeltaschen mit Sahne gab es zum Frühstück Feigen und Mirabellen, ein wenig Blauschimmelkäse.

Angenehm vergammelter Nachmittag – ich kann es noch. Internetlesen, Zeitunglesen, Romanlesen. Allerdings immer wieder ins Stehen gescheucht von Kreuzweh.

Von Lesen auf dem Balkon zu dicken Socken in einer Woche – aber so fühlt sich Oktober richtiger an. Am Ende des Nachtmittags eine halbe Stunde Pilates mit Gabi Fastner.

Im Zentrum des Nachtmahls stand dieser Riesen-Blumenkohl aus Ernteanteil, der größte, den ich je gesehen habe, fast zwei Kilo schwer. Eine Hälfte wird es Sonntagabend geben, aus der anderen bereitete Herr Kaltmamsell gestern Abend Ottolenghis Curried cauliflower cheese filo pie. (Vorher gab es als Aperitiv nochmal Calvacos Tonic.)

Schmeckte mir ganz ausgezeichnet. Dazu den restlichen Rotwein vom Vorabend.

Nachtisch Schokolade. Fast nicht zu viel.

Im Bett lang Siri Hustvedt, What I Loved gelesen; obwohl nicht viel passiert, lebe ich sehr gern lesend in der Welt des Romans – und bin immer wieder fasziniert von den detaillierten Beschreibungen der vielen zeitgenössischen Kunstwerke, die darin vorkommen – die es aber gar nicht gibt, die Hustvedt nur mit Wörtern erschafft (Assoziationen mit den fiktiven Computerspielen, die Gabrielle Zevin in ihrem Roman Tomorrow, and tomorrow, and tomorrow mit Wörtern erschafft). Möglicherweise hat Thomas Mann in seinem Doktor Faustus Ähnliches mit fiktiver Musik versucht; ich erinnere mich aber nicht, dass er dadurch Klänge in meinem Kopf erzeugt hätte – das mag bei Leser*innen mit intensiver Beziehung zu Musik aber anders sein.

Journal Freitag, 9. Oktober 2026 – Morgenrosa vom Schwimmbecken aus

Samstag, 10. Oktober 2026

Herbstkühler Morgen, ich brachte einen etwas gefürchteten Moment hinter mich: Rückkehr in dicke Jeans 501 (100% Bauwolle, 0% Stretch). Gefürchtet, weil sie sich eng anfühlen könnte, wenn nicht sogar kneifen: In Sommerkleidung breitet sich der Körper entspannt aus, dadurch fehlt mir das Gefühl für meinen Umfang (an dem ich merke, ob ich ab- oder zunehme = mein Ersatz für eine Körper-Waage) – und als durchschnittlich essgestörte Frau gehe ich IMMER von Zunehmen aus, wenn ich nicht aufpasse. Doch siehe da: Die Jeans saß sehr bequem, nichts kniff.

Ich war etwas früher aufgestanden, um vor der Arbeit im Dantebad unter freiem Himmel zu schwimmen – obwohl wirklich schlechtes Wetter mit Regen angekündigt war. Doch so könnte ich am Samstag Wandern gehen statt schwimmen.

Das Wetter war dann überhaupt nicht schlecht, der Schwumm traumhaft: Erst sah ich beim Luftholen zur Seite ein wenig Morgenrosa an wolkenlosem Himmel, dann etwas Sonnenlicht durchs Laub der hohen Bäume, dann hübsche Ackerfurchenwolken am blauen Himmel.

Die Bahnen waren wenig beschwommen, ich bewegte mich entspannt, leicht und stark. Alle paar Bahnen fragte ich mich: Und? Macht’s noch Spaß? Um mir bewusst zu machen: JAAAAAAA, und wie! Kleine Eintrübung: Krampfversuche an beiden Waden und Füßen auf den letzten 500 Metern – die ich aber erfolgreich abwendete.

Und in meinem Kopf wuchsen Ideen! Die ja machen, was sie wollen: Mir fiel ein roter Faden für einen Text über Lesen auf Papier vs. auf Bildschirm ein – obwohl ich derzeit viel dringender weitere Ideen und konkrete Formulierungen für den Bloglesungstext brauchen könnte.

Flotte und problemlose Körperpflege in einsamer Dusche und nicht zu drängeliger Sammelumkleide, bald war ich wieder draußen und auf dem Weg zum U-Bahnhof Westfriedhof. Erst als mich entgegenkommende Menschen leicht überrascht anlächelten, wurde mir klar, dass ich vor lauter Schwimmseligkeit vor mich hin lächelte, einfach so. Resting Honigkuchenpferd Face.

Gestern war ich allein in meinem Büro, auch sonst arbeitete fast niemand vor Ort: Ich traute mich, die feuchten Handtücher vom Schwimmen überm anderen Schreibtisch zum Trocknen aufzuhängen, damit sie nicht in der Tasche anfingen zu müffeln (das tun sie sehr schnell).

Vormittags hatte ich ordentlich zu tun, erst spät ging ich raus auf meinen Mittagscappuccino ins Westend: Es war kühl und sonnig, ich genoss meinen Spaziergang wieder sehr und hätte gern mehr davon gehabt.

Zurück im Büro gab es zu Mittag Feigen, Mirabellen, außerdem Granatapfelkerne mit Sojajoghurt und Mohn. Schon jetzt merkte ich, dass ich bei angekündigter Düsternis und Kühle doch keine Lust auf eine Wanderung am Samstag hatte – und hatte schlagartig zum ersten Mal seit sehr Langem einen komplett freien Samstag ohne längerem Sport vor mir (ein bisschen Pilates oder Yoga zählen ja wirklich nicht).

Früher Feierabend (in Relation zum späten Arbeitsbeginn), auf dem Heimweg besorgte ich Wochenend-Lebensmittel im Edeka.

Zu Hause freute ich mich auf eine halbe Stunde Pilates, die auch sehr gut tat.

Ich meldete mich zum Klassentreffen an: Mein Abitur in Ingolstadt jährt sich heuer zum 40. Mal, doch der sonst immer verlässliche ortsansässige Organisator dieser Termine ist tot. Nach der jüngsten Weihnachts-Rundmail hatte es mindestens eine Anmerkung “ein Treffen wäre schön” gegeben – doch dafür muss halt JEMAND sorgen, das passiert nicht von allein (bitte bedenken Sie das, wenn Sie zu einem Klassentreffen eingeladen werden und das in irgendeiner Form begrüßen: danken Sie doch denen, die den Arsch dafür hochgekriegt haben). Das hatten dann doch zwei Mitschüler geschafft, vergangene Woche bekam ich eine Einladung für November.

Aber jetzt war wirklich Wochenende. Ich goss uns zum Anstoßen darauf Calvados Tonic auf, dazu gab’s arabische Würznüsschen.

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell die ersten Süßkartoffeln der Saison aus Ernteanteil zu unserem Süßkartoffel-Klassiker Macaroni-and-cheese verarbeitet – großartig. Dazu öffnete ich eine Flasche eines unserer Lieblingsrotweine (nach dem Weißwein-Fiasko des vorherigen Wochenendes wollte ich sicherstellen, dass unsere Rotweine nicht dasselbe Schicksal ereilt hatte): Südafrikanischen Owl Post Pinotage. Puh, nicht gekippt, großer Genuss. Nachtisch (zu viel) Schokolade, früh ins Bett zum Lesen mit Bauchdrücken.

§

Schon wieder lege ich an Maximilian Buddenbohms Beobachtung an:
“Beschleunigungen”.

Auch an den Isarwegen beobachte ich (allerdings als Läuferin) vermehrt Joggen in Gruppen. Die Extremform: Einmal kam mir früh morgens eine etwa 20-köpfige Gruppe entgegen, die einen Vorläufer hatte – mit Lautsprecherbox und sehr lauter schmissiger Musikbeschallung.

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Die Software-Entwicklerin Margaret Hamilton ist mit 90 Jahren gestorben, hier das ikonische Bild von ihr und der Software, die den ersten Menschen auf den Mond brachte.

Hier der Nachruf des MIT:
“Margaret Hamilton, computing pioneer who led software development for the Apollo program, dies at 90”.

“To say Margaret Hamilton was a pioneer — to say she was ahead of her time — would be a dramatic understatement. She was a software engineer at a time when that field was in its infancy, and she not only developed advanced code herself but also led a team in using that nascent technology to develop one of the most complex systems humanity had ever achieved,” says Olivier de Weck, the Apollo Program Professor and interim head of the MIT Department Aeronautics and Astronautics.

(…)

Hamilton’s most famous contribution to the Apollo program came during the pivotal Apollo 11 mission to land on the moon in July of 1969. Moments before the Eagle module was set to land on the lunar surface, the onboard computer raised the alarm. It had detected a 1202 error: The computer was overloaded due to a fault in a hardware switch, and it was possible the system would not be able to handle the complex landing procedure.

But Hamilton and her team had engineered priority-driven software, able to shut down unnecessary background tasks in order to prioritize mission-critical tasks. Houston trusted Hamilton’s software and allowed the mission to proceed, and two men walked on the moon for the first time.

Auf Mastodon weist @_nd_ auf ein (insgesamt sehr lesenswertes) Interview mit ihr hin, das belegt: Den Begriff “Software Engineering” gibt es wirklich nur wegen Margaret Hamilton.
“Interview with Margaret H. Hamilton”.

§

Anne Carson hat den Literatur-Nobelpreis 2026 bekommen. Diesmal sagte mir zumindest der Name etwas, auch wenn ich noch nichts von ihr gelesen habe. Das Schöne am Preis: Durch mein Internet werden Schnipsel von ihren Bühnenauftritten und von Interviews mit ihr gereicht, und die schöne alte Frau erweist sich als klug und besonders zuhörenswert, gucken Sie doch zum Beispiel hier.

Journal Montag, 5. Oktober 2026 – Post aus Marbach

Dienstag, 6. Oktober 2026

Recht gute Nacht, nachdem mich ein Stechmücken-Summen aus dem Einschlafen gerissen hatte: Aufstehen, Mückenspray aus dem Wanderrucksack fischen, gründlich einsprühen. Danach konnte ich allerdings von der Aufregung und dem aufdringlichen Geruch des Sprays lange nicht wieder einschlafen. Zur Entschädigung bekam ich eine Reihe sehr angenehmer Träume, den beim Weckerklingeln hätte ich gerne weitergeträumt, darin kamen sowohl Benedict Cumberbatch als auch ein nach Hannover verzogener Freund und San Sebastián vor.

Mit ganz erstaunlich schmerzender Hüft-/LWS-Gegend aufgestanden.

Die Straßen waren nass, die Luft draußen kühl, aber nicht wirklich kalt; ich marschierte nochmal mit nackten Beinen unterm Rock in die Arbeit.

Endlich vorbei.

Sogar die Boulevardmedien können jetzt mit anderen Themen für sich werben.

Im Büro mehr Entertainment durch Schmerzen (Tisch rauf, Tisch runter), aber auch höchst erfreulicher Menschenkontakt. Irgendwann erinnerte ich mich an die Existenz von Ibu, die half auch schnell.

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, damit ich die Mittagszeit für einen Marsch um die Blöcke in jetzt wieder sonnigem Wetter nutzen konnte. Das war auch eine gute Idee, die kühle Luft atmete sich herrlich.

Mittagessen Apfel, Skyjolei.

Aus unerfindlichen Gründen wurde ich aus meinem Windows-Konto ausgesperrt (nein wirklich: Natürlich fragte der Admin erstmal, ob ich mein Passwort dreimal falsch eingegeben hätte – hatte ich aber definitiv nicht, gleich der erste Eingabeversuch nach der Mittagspause ergab “Konto gesperrt. Wenden Sie sich an Ihren Admin”).

Während ich auf die Wiederherstellung meines Zugangs wartete, sah ich in mein privates Postfach und fand eine
„Archivierungsanfrage aus Marbach“.

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat den Auftrag, die Literatur und das literarische Leben der Gegenwart zu dokumentieren und öffentlich zugänglich zu machen. Aus diesem Grund verzeichnet und archiviert die Bibliothek des DLA literarische Online-Publikationen. Auf diese Weise wird das Online-Angebot Ihrer Publikation dokumentiert, archiviert und der Öffentlichkeit nachhaltig zugänglich bleiben, und zwar ohne weiteren Arbeits- und Kostenaufwand für Sie.

Vor diesem Hintergrund bittet man um meine Erlaubnis, dieses Blog zu archivieren. Mein erster Reflex war: Aber das ist doch nur irrelevantes Geschreibsel! Dann fiel mir ein: Das können die Leute dort besser einschätzen als ich. Und jetzt fühle ich mich ungeheuer geehrt, Tag gerettet. Aber ich verspreche Ihnen (*bebende Unterlippe*): Ich werde nie vergessen, woher ich komme.

Mittelinteressante Körperlichkeiten: Erst gestern Nachmittag schlug der Schwimm-Wadenkrampf vom Samstag so richtig mit Schmerzen zu. Ich hinkte lustig die Bürogänge entlang.

Feierabend zu goldenem Sonnenlicht.

Zieräpfel vorm Bürogebäude.

Besorgungen: U-Bahnen brachten mich zum Candidplatz, damit ich in der Kaffeerösterei Fausto Espresso-Nachschub kaufen konnte.

Goldenes Sonnenlicht auch auf dem benachbarten Templer-Kloster.

Auf dem Heimweg weitere Lebensmittel-Einkäufe. Fürs Abendessen war ich zuständig: Restliche gekochte Kichererbsen (von eigener kastilischer Familie! ich finde das immer noch saucool) vom Freitag wurden ein Salat mit Tomaten, Gurken, Frühlinszwiebeln, Petersilie, frischer Minze, Zitronensaft, Olivenöl. Schmeckte sehr gut. Nachtisch viel Schokolade.

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Von Tobias Müllers Newsletter “Gruß aus der Küche” habe ich hier möglicherweise noch nicht genug geschwärmt: Die Verkostungen, Marktberichte, Suchen nach optimalen Zubereitungsweisen in diesen Nachrichten aus Wien zeugen von Kenntnis, Leidenschaft, Genussfreude und kompletter Abwesenheit von Firlefanzigkeit. Die aktuelle Ausgabe ist Paywall-frei, weil sich Tobias Müller möglichst vielen Input erhofft.
“Sieben Restaurants, die Wien gut täten”.
Woraus Sie nicht nur die bereits bestehende Flughöhe der Wiener Gastronomie und Kulinarik entnehmen können (da gibt’s, weiß ich aus vorherigen Newslettern, Leute, die Bambus anbauen und FRISCHE Bambusschößlinge verkaufen!), sondern auch enorm viel kundigen Hintergrund.

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Lustige Tierbilder aus der Wildnis:
“Comedy Wildlife Photography”.

Journal Freitag, 2. Oktober 2026 – Oktoberfestflucht ins Homeoffice, Abendgäste

Samstag, 3. Oktober 2026

Guter Nachtschlaf, der Wecker unterbrach einen lebhaften Traum, in dem ich in der Arbeit gerade in ein neues Gebäude umzog. Lobby und Atrium aus glänzendem Holz boten so aufregende Ansichten, dass ich mit dem Fotografieren schier nicht hinterher kam. Wohnungsträume kenne ich ja und mag ich besonders, ich weiß noch nicht, was ich von Büroträumen halten soll – Hauptsache Architektur?

Morgenroutine durchbrochen, weil ich ja daheim arbeiten würde. Also richtete ich nach Morgentoilette und Ankleiden einen Arbeitsplatz am Schreibtisch von Herr Kaltmamsell ein – der mir sogar Arbeiten im Stehen ermöglicht. Und dachte fast rechtzeitig an doppelte dicke Socke und Wollpulli, weil Homeoffice heißt frieren.

Draußen tagte es wie angekündigt düster, bald verschwand auch die anfängliche Milde der Luft und ich schloss die Fenster.

Ebenfalls erwartet hatte ich die mehrfachen Neustarts, bis ich wirklich arbeitsfähig war: Ich nutzte sie wieder zum Brotbacken.

Die Situation im Mehlschrank hat sich übrigens verändert. Einen eigenen Mehlschrank haben wir, weil die eine Küche, die wir vor zwölf Jahren selbst einrichteten, vor dem Heinzkörper Platz für einen nur wenig tiefen Schrank bot – genau richtig für die vielen Mehlsorten einer abenteuerlustigen Brotbäckerin. Das war das einzige Küchenmöbel, das wir beim Umzug zwei Stockwerke nach oben mitnahmen: Diese bereits bestehende Küche bot dafür einen Winkel hinter der Tür.

Seit einigen WochenMonaten erschlugen Herr Kaltmamsell und ich in der Küche regelmäßig Mehlmotten. Herr Kaltmamsell hatte vergangenes Wochenende den Mut, das Verdrängen bleiben zu lassen und forschte nach der Ursache. Mit erwartbarem Ergebnis. Auf Mastodon fragte ich nach einer selbst erprobten Dauerlösung, die möglichst kein Umfüllen erforderte – und bekam viele, wunderbar hilfreiche Vorschläge.

Wir entschieden uns für das System von Mepal; auch den Tipp, in die Schränke Klebefallen zu hängen, setzte ich um.

Beim Arbeiten war mir dann gar nicht so kalt wie sonst immer, ich wechselte in eine leichte Jacke. Aus dem Düster wurde draußen ein wenig Regen, viel zu wenig. Aber die Geräuschkulisse war den ganzen Tag und den Abend von Oktoberfestfeiernden geprägt, ich sah mich in meiner Entscheidung für Homeoffice bestätigt.

Doch auch diesmal behagte mir das Arbeiten daheim überhaupt nicht. Dieses Einsickern von Arbeitsthemen, -sorgen, -mühen in mein heimisches Refugium und Rückzugsgebiet fühlt sich nach Vergiftung an.

Mittagscappuccino gab’s aus der heimischen Cafetera, für die eigentliche Mittagspause stempelte ich mich aus und ging auf eine Runde in die Innenstadt. Fast wäre ich wieder umgekehrt, weil mir eine Frau aus den ewigen Spenden-Akquise-Geschwadern am Sendlinger Tor die Laune verhagelte, genauer: Meine aggressiv unfreundliche Reaktion auf ihr fröhlich-munteres Angelaber verhagelte mir die Laune, so jemand will ich eigentlich wirklich, wirklich nicht sein – es gibt ja wohl weniger anständige Arten Geld zu verdienen als ihre. Was auch meine ungelenke Schluss-Aussage war.

Nach einer Weile Fußgängerzone-Laufen war ich zumindest so weit wiederhergestellt, dass ich meinen Vorsatz Blumenkauf (Dahlien) umsetzte – zur eigenen Erfreuung, als Deko für die Abendessensgäste und um mal wieder mit dem Blumenladen in unserer Straße Geschäfte zu machen. Dort bekam ich einen besonders schönen Strauß sowie ein ausführliches Gespräch mit der Inhaberin: Die deutlich nicht Deutsch-Muttersprachlerin erzählte, wie sie im Großmarkt immer bei den heimschen Anbauern kauft, so lange die Saison dauert, weil sie möchte, dass es die weiterhin gibt. Woraufhin ich ihr verriet, dass ich meine Dahlien ja woanders auch günstiger bekäme – aber ich bittegerne möchte, dass es weiterhin in meiner Straße einen Blumenladen gibt. Wir strahlten einander an, jetzt BFF.

Zu Mittag gab es Trauben, Birne, Apfel, außerdem Skyr mit Joghurt.

Am frühen Nachmittag kam Herr Kaltmamsell heim von Arbeit und Einkaufen. Er überließ mir seinen Schreibtisch weiterhin, denn jetzt hielt er sich in der Küche auf, um das Abendessen für die Gäste zu kochen – sich hin und wieder versichernd, dass ich damit zurechtkommen würde, wenn er viel zu viel zu essen machte.

Freitäglich pünktlich klappte ich den Arbeits-Laptop zu und verräumte mein Handwerkszeug. Mit dem Räumen machte ich dann gleich weiter. Gemütlich richtete ich die Wohnung für die Abendessengäste her, Arbeitskolleg*innen von Herrn Kaltmamsell: Tisch ausziehen und decken (Einmerker: Vom Christkind wünsche ich mir dann doch eine passende Tischdecke. Die viele Tischwäsche für den früheren runden/ovalen Tisch wird endlich weggegeben, aber eine Tischdecke für unausgezogenen, eine für ausgezogenen Tisch sollten wir wirklich haben), Papiernester (überraschend wenige) und andere Nester verstecken, ein bisschen staubsaugen.

Die Gäste kamen, brachten Blumen, Wein, Süßigkeit als Gastgeschenke. Fröhliches Plaudern über Aperitiv (Negroni oder alkoholfreiem Campari Soda), dann servierte Herr Kaltmamsell als Vorspeise Zucchini auf Ricotta-Creme (dazu das Brot von mir), als Hauptspeisen Kichererbsen mit Spinat, Ottolenghi-Kürbiscreme, und wer mochte, bekam gebratenes Entrecôte – alles ganz hervorragend. Eine Enttäuschung war der Weißwein, den ich eigens für den Abend nachbestellt hatte: Der Ziereisen Grauer Burgunder 2022 war gekippt und oxidiert, ungenießbar – dabei hatte er nicht mal in unserem Kammerl gelagert. Ich kam nicht auf die Idee, eine weitere Flasche zu öffnen (hoffentlich ist nicht das ganze 6er-Kistlein verdorben), sondern wir hielten uns an den ebenfalls bereitgestellten roten Côtes du Rhône. Zum Nachtisch gab es von mir den Flan de queso und Trauben. Ich lernte freundliche und kennenlernenswerte Menschen kennen und einen Hund.

Noch vor Mitternacht waren wir wieder zu zweit und räumten noch eine Weile, um die erste Ladung Geschirrspüler starten zu können – und am nächsten Morgen nicht noch alles vor uns zu haben.

Journal Montag, 28. September 2026 – Seltsamer Septembersommer

Dienstag, 29. September 2026

Völlig zerhackte Nacht mit häufigem Aufwachen, ohne dass ich dafür Anlässe nennen könnte. Von draußen reichlich Oktoberfest-Gaudi-Lärm, auch noch um zwei Uhr: Die Baustelle statt Sperrung der Zufahrt zu den Kliniken ermöglicht den Oktoberfest-Radl-Rikschas jetzt die Durchfahrt vor unserem Haus, und sie fahren gerne mit lauter Musikbeschallung, möglichst weit weg von Oktoberfestmusik. Der Schlafmangel rächte sich über den Verlauf des Arbeitstags mit Müdigkeit.

Es wurde hell zu wolkenlosem Himmel über kalter Luft.

Schöner Weg in die Arbeit, ich schlug schon jetzt einen Bogen ums Oktoberfest.

Sonne von hinten, Mond von vorn – darin liegt ganz sicher eine tiefe Wahrheit.

Emsiger Arbeitsvormittag, darunter Vorbereitung des jährlichen Aufregungstermins (aber längst nicht mehr so Angst-belastet wie anfangs).

Das Wetter spielte Sommer, ich genoss meine sonnig wolkenlose Mittagsrunde um die Blöcke sehr, es war warm genug für Jackenlosigkeit.

Mittagessen: Apfel, außerdem Skyr mit Joghurt – und Citronat. Ich hatte die angebrochene Packung mit halb eingetrockneten Würfelchen aus der Kiste mit Backzutaten geangelt und das Citronat am Vorabend einerührt in der Hoffnung, dass es am nächsten Tag aufgeweicht sein würde. Nicht nur hatte das geklappt, die Gesamtmischung schmeckte auch ausgezeichnet fruchtig. Vielleicht ein wenig zu süß, bei geplantem Einsatz würde ich weniger Citronat nehmen.

Emsiger Nachmittag.

Der Heimweg war mit 26 Grad dann doch zu warm für September. Gründlicher Süßigkeiten-Einkauf, dann wieder im größeren Bogen um die Theresienwiese.

Nicht groß genug.

Daheim war die programmierte Waschmaschine noch nicht durch (Restzeitanzeige ungefähr so verlässlich wie bei Computer-Updates), ich erledigte schnell mal die ungeliebte Pediküre und bereitete das Yoga-Turnen vor, nach dem ich mich sehr sehnte (nochmal die Rücken-Folge vom Maddy Morrison).

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell die erste Ernteanteil-Lieferung Grünkohl zu Kale Chips verarbeitet, den Ernteanteil-Stangensellerie zu einem meiner Lieblingssalate mit Zucchini, Zitronensaft, Kapern, Feta.

Nachtisch Schokolade – und als erste Weihnachtssüßigkeit Stollen-Konfekt, das ich besonders mag.

Aufmunterung: Auch in diesen Weihnachtsferien reise ich mit Herrn Kaltmamsell für ein paar Tage nach Berlin. Auch diesmal mit Kabarettistischem Jahresrückblick – besonders spannend durch die neuen Ensemble-Mitglieder Ami Warning, Kirsten Fuchs. Zudem möchte ich diesmal endlich Linie 1 im Grips-Theater sehen, Sound meiner Jugend. Gestern Abend guckte ich alle gespeicherten Unterkunft-Tipps in Berlin durch – und endlich war mal das Appartment in Kreuzberg frei, das ich schon lang im Auge hatte.

Früh ins Bett zum Lesen, Terry Pratchett erfindet die besten Drachen.

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Der Bayerische Rundfunk löst seinen Fundus zum Teil auf und versteigert ihn – auf dieser Website. Ach wäre ich doch in einer Lebenssituation, die mir den Bedarf eines Abendschau-Sofas bescherte. Sehr attraktiv auch dieses “Rentner Starter-Kit”. (Särge gäb’s auch).

Beistelltische, Stühle gleich Konvolut-weise, Kommoden, Kinderhocker – wenn Sie jemanden kennen, der gerade Einrichtung braucht?

via Heiko Bielinski

Aber auch: Ruderboot, Deko-Gemüse, Krippenfiguren, leere Filmdosen (viele), Küchenutensilien, Heizlüfter, Kinderwagen, Flugzeugsitze, Maskenspiegel, Leitern (die auch mal “Staffelei” heißen <3), Schlagbohrer, Drucke von Gemälden, Schaufensterpuppen, ein Streitwagen, Zapfsäulen.

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Sarah Bosetti hält eine Laudatio auf Angela Merkel – als Satirikerin und Staatsbürgerin.

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https://youtu.be/LIMvUn_EjCY?si=8PrO8Kkoex8FIVXR