Essen & Trinken

Journal Montag, 27. April 2026 – Beifang aus dem Internetz

Dienstag, 28. April 2026

Eher unruhiger Schlaf mit vielen Unterbrechungen, unter anderem wegen chlorschnupfig zugezogenen Nasenschleimhäuten, doch das Wochenende war erholsam genug für Kompensation gewesen.

Sonniger, kühler Weg in die Arbeit.

Start der Glyzinienblüte!

Ereignisreicher Arbeitsvormittag, wirklich geplant war davon eigentlich nur eine Info-Veranstaltung zur hauseigenen Generativen KI: Nichts war mir wirklich neu, mir fällt weiterhin keine Tätigkeit in meinem Arbeitsalltag ein, für die ich sie nutzen könne (ich würde WIRKLICH gerne mal!).

Querschüsse von mehreren Seiten, gegen elf kam ich wieder halbwegs zu mir. Und hastete gleich mal raus in die schöne Sonne auf einen Mittagscappuccino.

Zurück im Büro mehr Hasten, das Mittagessen wurde spät: Apfel, letzte Aprikosen, Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot.

Nachmittag mit Arbeit, die mich viel menschliche Überwindung kostete. Keinen Ärger eingehandelt, vor Erleichterung im Smalltalk fast ehrlich gewesen.

Heimweg über Lebensmitteleinkäufe. Den Kartoffelsalat fürs Abendessen hatte ich ja schon am Sonntag vorbereitet, er sollte mit Fischstäbchen verpartnert werden (NICHT hiervon inspiriert!). Die besorgte ich noch (legte die 26-Stück-Packung brav wieder zurück und nahm nur 15 Stück mit).

Daheim die Balkontür geöffnet, nach Häuslichkeiten eine schöne Folge Yoga.

Herr Kaltmamsell garte die Fischstäbchen im Ofen, dort wurden sie zwar nicht knusprig, aber trotzdem gut. Nachtisch Schokolade.

Früh ins Bett getorkelt, zu müde zum Lesen

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Vielleicht erlebe ich gerade an meiner eigenen Reaktion auf Generative KI, wie viele andere auf das Thema “Social Media” reagierten und reagieren: Meine Abwehr und mein Widerwillen richtet sich in Wirklichkeit gegen Anwendungen und Ergebnisse – vor allem die kitschigen Bilder widern mich an, sie tauchen mittlerweile auch in meinem Berufsleben immer häufiger auf.
(Die eigentliche Technik und ihre Möglichkeiten finde ich ja aufregend und großartig.)

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katatonik hält sich gerade in Japan auf und berichtet, hier geht’s los. Unter anderem besonders, weil sie längere Jahre in Japan gelebt hat.

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Roger Rosenblatt schreibt in der New York Times eine Hymne auf alte Frauen:
“My Wife Is 85. She Takes My Breath Away.”

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“Wissenschaftserklärerin Nguyen-Kim: ‘Wir überschätzen völlig, was Rationalität leisten kann'”.

Interview mit vielen wichtigen Aspekten, unter anderem über die Rolle von Vertrauen.

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Seit einigen Frühlingen bereitet mir der Anblick der blühenden Testosteron-Zierkirschen ein ungutes Gefühl, und ich freue mich viel mehr über die Blüte tatsächlicher Obstbäume. Robinga Schnögelrögel kann erklären, warum mein Gefühl begründet ist.

Journal Sonntag, 26. April 2026 – Sonnensonntag mit Schwumm

Montag, 27. April 2026

Herrlich lang geschlafen, diese neun Stunden waren sehr erholsam.

Ausführlich und konzentriert gebloggt, ich genoss es, den Samstag durchs Aufschreiben nochmal zu erleben.

Sportplan: Endlich mal wieder schwimmen, und da das Wetter weiterhin energisch sonnig war, Anfahrt mit dem Rad. Es war aber auch wieder ziemlich kalt, selbst um halb elf schlüpfte ich noch lieber in Handschuhe.

Das Radeln konnte ich genießen: Die Straßen sonntäglich ruhig, kein einziger LALÜ!-Vorfall. Um die Schwimmhalle gab es im Olympiapark gestern eine große Verkaufsveranstaltung, zahlreiche Zeltchen mit wohl hauptsächlich Fahrrad-artigem, dazwischen viele Menschen – ich musste die letzten 200 Meter bis zum Abstellplatz mein Fahrrad schieben.

Das Schwimmen war gut! Die beiden Sport-/Schnellschwimmbahnen scheinen dauerhaft eingerichtet zu sein, ich begrüße sie auch weiterhin. Selbst wenn sie gestern nicht verhinderten, dass auf meiner Normalo-Bahn eine Langflossen-Schwimmerin deutlich schneller als alle anderen dahinbrauste und mir bei ihrem Überholen zweimal auf meiner Seite frontal entgegenbrauste. Mir fehlt mal wieder die Vorstellungskraft, wie es Freude bereiten kann, mehr als 30 Minuten lang um alle anderen auf der Bahn herumschwimmen zu müssen.

Zurückradeln mit offener Jacke und über die Gebiete östlich vom ehemaligen Münchner Hauptbahnhof, die weiterhin zu 30 Prozent aus Baustellen zu bestehen scheinen (aber wechselnde, es ist jedesmal spannend). Seit ich jemanden kennengelernt habe, die beruflich in München Verkehrsführung um Baustellen plant, und die ich ausfragen konnte, versuche ich bei jeder zu erraten, ob sie von hauptsächlich Rad- oder Autofahrenden geplant wurde.

Frühstück um zwei: Aprikosen, immer noch sehr gut, Brot mit Labneh und Orangenmarmelade.

Jahreszeitliches: Zweimal musste ich riesige Wespen auf Wohnungssuche rausbefördern und verjagen. Bei aller Toleranz gegenüber Wespen: Ein Nest brauche ich nicht nochmal bei uns herinnen (wie in unserem ersten Jahr hier, als wir Wespengesellschaft im Rollladenkasten von Herrn Kaltmamsells Zimmer hatten).

Anderthalb Tage Mastodon hinterhergelesen, zuletzt auf dem angenehm temperierten Balkon (ehrlicherweise ein winziges Bisschen zu kühl, aber ich genoss das Draußensitzen so), während der Himmel langsam mit einer immer dichteren Wolkendecke zuzog.

Kartoffelsalat für Montag gemacht, Yoga geturnt, Brotzeit vorbereitet.

Der Plan für das Nachtmahl war wie so oft von einem Bestandteil unserer Vorräte inspiriert: Wir hatten noch Bruder-geriebenen Meerrettich von Ostern, also bereitete Herr Kaltmamsell Tafelspitz mit Meerrettichsauce zu. Das Fleisch gelang ihm sensationell, ich habe noch im Leben so saftiges gekochtes Rindfleisch gegessen. Die Sauce dazu biss gerade richtig.

Nachtisch Schokolade, Fledermaus-Check erfolgreich.

In den Medien wurde an den Reaktorunfall vor genau 40 Jahren in Tschernobyl erinnert, der auf kurz vor mein Abitur fiel. Ich erinnere mich, wie sehr ich damals schwankte, wem ich glauben sollte: Den warnenden Stimmen oder den beruhigenden. Der Informationsfluss war so viel langsamer als heute, und die mögliche Gefahr weder sichtbar noch greifbar. Und ich erinnere mich an den Mathe-Physiklehrer, der uns im Unterricht die unterschiedliche radioaktive Strahlung und ihre Folgen erklärte, an das erste Geigerzählerknacken, das ich hörte. Von Atomkraft hielt ich schon davor nichts, über den Reaktorunfall in Harrisburg hatte ich einen Schulaufsatz (“Erörterung”) geschrieben.

Journal Samstag, 25. April 2026 – Regenwasserrückhaltebeckenfolienverlegung

Sonntag, 26. April 2026

Das war gestern ein wundervoll eindrucksreicher Tag in herrlichem Sonnenschein. Aufgestanden war ich sehr früh und noch vor frühem Weckerklingeln, eine Angstflut spülte mich aus dem Bett.

Stadtei verkleidet für Arbeitseinsatz im Dreck, unter der gammligen Fleecejacke noch ein gammliges Sportshirt, darunter ein Trägershirt für verschiedene Wärmen, es waren bis zu 23 Grad vorhergesagt (unter all dem Sonnencreme LSF 50). Im Rucksack hatte ich Turnschuhe für einen eventuellen Fußweg zurück zum Bahnhof, Zeitung für die S-Bahnfahrt hin, außerdem Brotzeit. Ich hatte mich letztendlich gegen Fahrradmitnahme entschieden, als mir einfiel, dass ich zwar bei der Hinfahrt in der S-Bahn reichlich Platz dafür haben würde, aus vorherigen Erfahrungen aber wusste, dass an einem sonnigen Samstagnachmittag die Züge und S-Bahnen rein nach München sehr voll sein würden, auch durch mitgenommene Fahrräder.

Ausblick vor meiner Haustür, es war zapfig frisch.

Alles war wie von Kartoffelkombinat-Veranstaltungen gewohnt hervorragend organisiert, Vorständin Jana hatte die Hilfstruppe des Tages mit der idealen Öffi-Verbindung raus in unsere Gärtnerei in Spielfeld nördlich von Mammendorf im Landkreis Fürstenfeldbruck versorgt. Also stieg ich am Stachus in die S3, ließ mich Zeitung lesend bis zum Endbahnhof Mammendorf fahren, stieg dort mit jetzt erkennbaren anderen Kartoffelkombinatler*innen aus und wartete auf den Linienbus, der uns praktisch vor den Gartenzaun fahren würde.

Im Bus saß dann bereits Vorstand Daniel, der schon auf der Fahrt Fragen beantwortete und Hintergründe zur Arbeitsaktion des Tages lieferte – wie immer bereitwillig, fundiert und verständlich. Zu den Arbeitsschritten und deren Dauer konnte er allerdings kaum Informationen liefern: Der Projektleiter würde von der zuständigen Firma kommen, der uns mit Routine (macht sowas zwei- bis dreimal die Woche) durch alles führen würde. Mir war durchaus feierlich, dieser Tag hatte etwas Historisches: Ein Regenwasserrückhaltebecken wurde nur einmal in unserer Gärtnerei gebaut.

Schon jetzt flogen die Schwimmbad-/Pool-Scherze über das Regenwasserrückhaltebecken, sehr wahrscheinlich hatten wir bis zum Arbeitsabschluss am Abend nahezu alle Varianten durchgespielt.

Spätestens ab jetzt könnte das hier für Sie eher uninteressant werden, aber damit werden wir alle leben müssen, denn ich möchte unbedingt viele Details festhalten. Daniel berichtete unter anderem, dass die Ab- und Zuflussrohre zu unserem Regenwasserrückhaltebecken zum allergrößten Teil bereits verlegt und betoniert worden sind, einiges aber noch im Bau.1

Morgensonne über unserem Kartoffelacker.

Das umgebaute Wohnhaus der Gärtnerei wird richtig, richtig schön (so sah es aus, als wir die Gärtnerei, damals eine Baumschule, 2017 kauften). Die anderen helfenden Hände trudelten langsam per Radl und Autos ein, Arbeitsstart war für 8:30 Uhr ausgegeben worden. Dazu gehörten auch einige Angestellte der Gärtnerei, die ich seit vielen Jahren kenne und über deren Wiedersehen ich mich freute. Nächste Schritte: Grundsätzliche Einweisung, Eintrag in Liste mit Unterschrift für Versicherung über die Berufsgenossenschaft.

Spaziergang ins Gärtnerei-Eck mit dem Regenwasserrückhaltebecken (links).

Erster Blick ins Becken. Die erste Schicht darin, ein Vlies, hatte das Gärtnerei-Team bereits ausgebracht, hier auf instagram Bilder und Filmchen davon. Der Mann in blauer kurzer Hose und blauem Shirt, den man darin sieht, ist Projektleiter Detlef, der uns gestern am Becken empfing und fröhlich begrüßte. Erstmal gab es auch von ihm grundsätzliche Anweisungen (am lautesten, dass beim Ausbringen NIEMAND! an der Folie ziehe, der keine ausdrückliche Anweisung von ihm dafür bekomme), außerdem Erklärung der nächsten Schritte. Dafür wurde mir eine Sorge genommen: Ich besitze keine Arbeitshandschuhe, war mir aber sehr bewusst, dass es für das Zupacken welche brauchen würde – ich konnte mich an einer Kiste bereitgestellter Leih-Arbeitshandschuhe bedienen (und möchte künftig eigentlich alles Manuelle mit dieser herrlichen zusätzlichen Griffigkeit tun).

Das Becken war aus Erde nach unten und mit einem umgebenden Wall nach oben geformt. Auf einem Eck des Walls stand ein 1,5 Tonnen schweres Paket: die zusammengerollte Teichfolie. Mithilfe von vier mitgerollten Seilen, an denen wir uns verteilten, rollten wir das Paket an einer Schmalseite des Beckens aus. Nächster Schritt: Nach genauer Choreografie zogen wir nacheinander, jeweils ein Stück Rand packend, die Folie über das Becken.

Das Ergebnis. Bis dahin war alles recht zügig gegangen, doch jetzt, hatte Projektleiter Detlef angekündigt, kam das Zurechtzuppeln der Folie, dessen Dauer mit “scho anderthalb Stunden” angekündigt war.

Meist in Gruppen folgten wir der Anweisung “Und jetzt ZIEHN!”. Nachdem zwei Seiten soweit passten (Lehre des Tages: “Falten müssen sein.” – auf keinen Fall durfte Zug auf der Folie sein, damit sie genug Spiel für Verformungen hatte), schlug Detlef die Ecke ein.

Mit Ganzkörpereinsatz, ganz oben in der Falte wurde Detlef von ihr fast verschlungen. Auf dem letzten Foto sieht man auch gut den Graben im Wall, der relevant für die Fixierung wurde; in dieser Phase hatten wir die Folie im Graben mit Sandsäcken beschwert.

Wenn Detlef unten im Becken etwas richten musste, rutsche er einfach in einem Eck runter; Helfer dafür taten es ihm gleich – es sah nach einem Mordspaß aus. Als also mal wieder Handgriffe auf dem Beckenboden erforderlich waren, meldete ich mich dafür – und durfte rutschen! (Der Aufstieg mit Festhalten in Falten in der Ecke war hingegen etwas anstrengender, als er ausgesehen hatte, auch hier war ich sehr, sehr froh über meine griffigen Arbeitshandschuhe.)

Auf instagram gibt es ein Filmchen vom Ziehen und Ruckeln.

Nächste Schicht: Ein Gewebe, das wir über zwei Drittel der Wandtiefe schoben und das zum einen die Folie schützt, zum anderen ins Wasser gefallenen Tieren die Möglichkeit zum Ausstieg bietet.

Wir entrollten den Stoff im Graben. In die Unterkante waren Taschen genäht, einige davon wurden wir geheißen mit Sandsäcken zu füllen. So ließen wir den Stoff vorsichtig über die Wand gleiten.

Oberkante wieder im Graben mit Sandsäcken fixiert. Als wir mit allen vier Seiten durch waren, gab es eine halbe Stunde Mittagspause. Sonst wird bei Mitmach-Aktionen gekocht, doch die Bauarbeiten belegten gerade die Kochmöglichkeiten: Wir waren gebeten worden, eigene Brotzeit mitzubringen (eine gute Seele hatte sogar ein Blech Kuchen dabei). Ich setzte mich bei den Wirtschaftsgebäuden auf einen Stuhl in die Sonne (immer noch nicht unangenehm warm) und aß Apfel sowie Skyr mit Joghurt und Leinsamenschrot. Zu trinken versorgte ich mich den Tag über mit Leitungswasser in mitgebrachter Sportflasche (deren Deckel über dem Mundstück sich bei der gestrigen Staubigkeit als sehr nützlich erwies), es standen aber auch Kästen mit Sprudelwasser und Schorle an der Baustelle.

Die Folien waren verlegt, jetzt mussten sie dauerhaft fixiert werden: Nächster Arbeitsschritt war die Verfüllung des Grabens mit Kies. An zwei Traktoren der Gärtnerei waren Schaufeln montiert, sie befüllten Schubkarren auf dem Wall mit Kies – und der musste dann in die Gräben.

Das traute ich mir mangels Übung und mit kaputtem Kreuz nicht zu, obwohl ich es sehr cool gefunden hätte. Statt dessen gesellte ich mich zu den Leuten, die am Graben saßen, Sandsäcke rausholten und bis zur Verfüllung Vlies, Folie, Textil mit ihren Füßen sicherten.

Unten im Becken kümmerte sich Detlef derweil um Zu- und Abfluss – unter anderem mit der größten Dichtung, die ich je gesehen hatte.

Das Verfüllen nahm viel Mühe und Zeit in Anspruch – allerdings nicht alle Menschen. Vorständin Jana fragte rum, ob jemand Lust hatte, sich anders nützlich zu machen: In der Packhalle waren für den nächsten Ernteanteil schwarze Trockenbohnen zu portionieren, die angestellten Packerinnen würden sich sehr über diese Vorarbeit freuen. Ich griff zu.

Die nächste Stunde verbrachte ich also im Kühlen und wog als eines von drei Zweier-Teams Bohnen in Papiertütchen ab, die eine andere Helferin verschloss, etikettierte und in Transportkisten schichtete. Ich freute mich über die Gelegenheit, die neue Packhalle zu nutzen, schaute mich anschließend auch sonst in der Gärtnerei um.

Gärtnerei-Humor auf dem Frauen(“und alles dazwischen”)-Klo.

Wachset, ihr Tomatenpflanzen, wachset und gedeihet, auf dass es wieder köstliche Tomaten gebe!

Ausblick von der Gärtnerei nach Nordosten.

Ich reihte mich wieder in die Arbeiten am Becken ein: Nach dem Verfüllen schnitten wir die überstehenden Folien ab – weniger sauber, als es der Tochter meines akkuraten Handwerker-Vaters lieb gewesen wäre, doch gerade in den Ecken stand sehr viel Zeugs über, und wir hatten nur Rasiermesser-Halte-Messerchen.

Letzter Schritt, den ich gestern noch miterlebte: In zwei Ecken wurden Leitern aus alten Autoreifen gehängt, damit große Tiere, zum Beispiel Menschen, das gefüllte Becken verlassen konnten. (Das sicher geglaubte Foto davon habe ich anscheinend doch nicht gemacht.)

Jetzt gegen halb fünf zerstreute sich der Helfertrupp langsam. Ich hatte mir eine Rückfahrgelegenheit ab Mammendorf per Regionalbahn rausgesucht, die konnte ich locker zu Fuß erreichen. Also räumte ich nur noch ein wenig auf, wechselte Gummistiefel gegen Turnschuhe und spazierte dorthin, das allergrößte Stück auf einem eigenen Fahrrad- und Fußweg neben der Landstraße.

Rechts anderer Leute Kartoffeln.

Zugverpätung nur zehn Minuten, in München auf dem Weg von Bahnhalt nach Hause überholte mich Herr Kaltmamsell, der den Tag bei seinen Eltern und bei einem Freund zum Musizieren verbracht hatte.

Mit ihm eröffnete ich nach einer ausgiebigen und genussvollen Dusche die Aperol-Spritz-Saison. Die Kastanien tragen bereits ihr Mai-Kleid mit Blüten.

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell aus Teilen des Ernteanteil-Lauchs Pfannen-Börek zubereitet.

Sehr gut! Nachtisch Schokolade, Fledermaussichtung, wohlig erschöpftes Versinken im Bett, dort neue Lektüre: Maggie O’Farrell, Hamnet.

  1. Für die Typo-Afficionades: Hinter dem Link sieht man unter anderem die Überschriftentypo des Kartoffelkombinats, die seit Gründung verwendet wird und die ich von Herzen liebe. []

Journal Freitag, 24. April 2026 – Ende Erwerbsarbeitswoche, Erinnerung an frühere Erwerbsarbeit

Samstag, 25. April 2026

Viel zu früh aufgewacht, meinem donnernden Herzschlag beim Nicht-mehr-einschlafen-können zugehört. (Und einer Brüllamsel.)

Müde und flügellahm aufgestanden, nicht mal echte Freitagserleichterung vor Augen, weil ich am Samstag zum Arbeitseinsatz in der Kartoffelkombinat-Gärtnerei noch früher würde aufstehen müssen.

Gestern war es aber erstmal früher bei Herrn Kaltmamsell: Er hatte eine schriftliche Abiturprüfung zu verwalten.

Strahlend sonniger Tag, aber wieder mit Morgentemperatur nur knapp über Null.

Start der Schreibtischarbeit durch massive Konzentrationsprobleme erschwert. Aber wie so oft: Musste halt.

Mittagscappuccino aus der Cafeteria, aber sonniger Marsch um die Blöcke – noch brauchte ich eine Jacke.

Genuss des Spaziergangs getrübt durch Kreislaufkapriolen.

Zu Mittag gab es später Lidl-Aprikosen aus Spanien – ich war der jahreszeitlichen Lageräpfel und -birnen überdrüssig und bin noch nicht so weit für Erdbeeren: erstaunlich aromatisch. Außerdem eingeweichtes Muesli mit Skyr (Joghurt kaufte ich erst gestern nach).

Nach Feierabend steckte ich meine Jacke weg und ging in der milden Sonne kurzärmlig über Einkäufe heim.

Zu Hause Wäscheaufhängen, Yoga, Brotzeitvorbereitung für den Samstagseinsatz (der Umbau der Wirtschaftsgebäude unserer Kartoffelkombinats-Gärtnerei hat noch keine funktionierende Küche erreicht), dann wollte ich dringend Alkohol – frühes Aufstehen am Samstag hin oder her.

Herr Kaltmamsell rührte Manhattans.

Als wir damit im Wohnzimmer saßem, deutete er auf die Wohnzimmer-Gardine: Darin hing eine große Hummel. Mit Glas und Papier brachte ich sie auf den Balkon.

Da sie von dort nicht wegflog und benommen wirkte, rührte ich ein wenig Zuckerwasser an und tropfte es vor sie, dann auch in einem Schälchen aus leerer Tablettenpackung: Hummel streckte ihren Rüssel hinein, und als ich das nächste Mal raussah, war sie weg.

Das Nachtmahl war gestern Gemeinschaftsarbeit.

Ernteanteilsalat mit Walnussöl-Balsamico-Dressing, Ernteanteil-Kresse und ein wenig Schimmelkäse von mir, Herr Kaltmamsell briet dazu Ernteanteil-Kräutersaitlinge (von einem Partnerbetrieb) mit Knoblauch. Ich hatte das letzte Viertel selbstgebackenes Brot aufgetaut und eine Flasche Riesling geöffnet.

Nachtisch Schokolade. Früh ins Bett zum Lesen.

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Mit der IMO – International Maritime Organisation hatte ich in einem früheren Berufsleben zu tun (Abgasgrenzwerte von Schiffsmotoren): Einflussreiche und interessante Einrichtung. Deshalb freute mich die gestrige Seite-Drei-Reportage von Martin Wittmann in der Süddeutschen über die IMO – es wundert mich gar nicht, dass es in dieser Organisation so nüchtern, gemütlich und inhaltsbezogen zugeht (€):
“Meer geht gerade nicht”.

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Welch ein Zufall und Geschenk es ist, das Zendaya diesen Körper, diese Schönheit, diesen Beruf, diese Begabung UND Freude an Styling hat.
Damit ich bei diesem Anblick Mund und Augen aufsperren kann.

Journal Sonntag, 19. April 2026 – Sonntagsroutine

Montag, 20. April 2026

Endlich die neun Stunden ausgeschlafen, die ich mir vom Wochenende wünschte.

Während ich gemütlich und ausführlich die Wanderung vom Vortag verbloggte, wurde aus dem fahl-grauen Wetter der angekündigte windige Regen. Wodurch mein Plan, endlich mal wieder mit dem Radl zum Schwimmen zu fahren, ausgesprochen unattraktiv wurde.

Doch dann merkte ich: Ich hatte überhaupt keine Lust auf Schwimmen. Das brachte alle Tagespläne durcheinander, bis ich spürte: Laufen würde ich gerne, wenn auch nach der Wanderung am Samstag eher eine kleine Runde.

Der Regen hörte sogar auf, ich nahm eine Tram zum Tivoli und lief an der Isar durch den nördlichen Englischen Garten flussauwärts – das erfreute mich wirklich. Der Körper spielte mittelgut mit, hin und wieder signalisierten vor allem die Hüftbeuger Ermüdung, doch dann hatte ich wieder eine Hochphase – unterm Strich wurden es 100 Minuten, die ich bei Beschwerden einfach früher hätte abbrechen können.

Ich bekam sogar ein wenig Sonnenschein geschenkt.

Biber tötet sehr großen Baum.

Gegen Ende immer dunklere Wolkenberge und eindeutiges Donnergrollen, doch ich blieb trocken.

Auf der Tramfahrt zurück erreichte mich eine Nachricht von Crowdfarming: Eine Erinnerung daran, dass ich noch die Lieferung von Ernteanteilen meines adoptierten Orangenbaums terminieren müsse. Das stimmte mal wieder nicht (Klick auf Link in Mail brachte mich auch zum Status “3/3 ausgeliefert”) und war die so enorm vielte Falschnachricht, dass ich die Zeit der Tramfahrt dann doch mal mit dem Schreiben einer Beschwerde als Antwort füllte: Ich betonte, dass ich zu 100 Prozent hinter dem Konzept Crowdfarming stünde, dass aber das IT-Chaos des mindestens vergangenen Jahres (ich nannte einige konkrete Beispiele wie falsch angekündigte Lieferungen, Ausfälle oder doch nicht, mehrfache Lieferungen) bereits dazu geführt hätte, dass ich zwei Adoptionen gekündigt habe und Crowdfarming mittlerweile nicht mehr weiterempfehle. Grüße mit der Bitte, sich endlich darum zu kümmern.

Frühstück um zwei: Birne mit bulgarischem Joghurt (hervorragend: stichfest und trotz lediglich 3,6 Prozent Fettgehalt mit sahnigem Geschmack), von Kollegin gebackenes Wurzelbrot (eingefroren, aufgebacken) mit Butter und Zuckerrübensirup. Davon wurde ich sehr müde, ich schlief eine weitere Stunde Siesta.

Während draußen sehr gemischtes Wetter einmal April mit alles spielte, griff ich zur nächsten Lektüre: Andy Weir, Jürgen Langowski (Übers.), Der Marsianer. Ich hatte mich mit meinem Bruder über die Verfilmung von Project Hail Mary unterhalten, als sich herausstellte, dass er sowohl diese Romanvorlage als auch die von The Martian besaß – und mir bereitwillig auslieh. Dann halt mal wieder eine Übersetzung, wenn sie schon in der Familie ist. Auf dem Sofa sitzend ließ ich mich also auf den Mars mitnehmen, in viel detailliertes Basteln und technische Überlegungen.

Dann noch ein paar Kleidungsstücke für die nächste Woche gebügelt, eine Runde Yoga, bevor Herr Kaltmamsell das Nachtmahl servierte: Der Newsletter Gruß aus der Küche hatte sich auf “Die Suche nach dem perfekten Szegediner Krautfleisch” gemacht, das Ergebnis hatte Herr Kaltmamsell nachgekocht. Der Aufwand, den Tobias Müller bei Recherche und Tests treibt, lässt mich wirklich gern zum Geldbeutel für die Bezahlversion greifen (im Gegensatz zu Newslettern, die wie Posts vieler meiner seit Jahren abonnierten Blogs daherkommen und halt berichten, was gelesen, gesehen, erlebt wurde plus Gedanken dazu).

Dazu Salzkartoffeln aus Ernteanteil. Schmeckte leichter, schlichter und gemüsiger als unser bisheriges Rezept – ist eine Alternative. Nachtisch die restliche Osterschokolade, jetzt sind nur noch zwei Schoko-Hasen übrig.

Mich dann endlich mal wieder für eine Mitmach-Aktion meines Kartoffelkombinats angemeldet: Nächsten Samstag muss die Teichfolie in der Baustelle unseres neuen Regenwasserrückhaltebeckens verlegt werden. Hier sieht man, wie riesig es ist, und versteht, warum es dafür 30 erwachsene Helfer*innen braucht.

Früh ins Bett zum Lesen, trotz Siesta war ich sehr müde.

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Endlich mal ein Interview mit einer erfolgreichen Frau über das Altern, dessen Aussagen ich nachvollziehen kann (weil sie nicht erst jenseits der 50 draufkommt, dass all der gesellschaftliche Druck auf Frauen, der zu toxischer Weiblichkeit führt, mit ihr gar nichts zu tun hat):
“Musikerin Christiane Rösinger: ‘Altern in Würde wird überschätzt'”.

STANDARD: Wird Altern in Würde überschätzt?

Rösinger: Was soll denn das auch heißen? Jugendliche sind ja auch nicht in Würde jung. Das dient ja nur wieder dazu, um Leuten vorzuschreiben, wie sie leben sollen.

Meine Rede.

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Tanzschnipsel: Parkour-Ballett.

via @kid37

Journal Freitag, 17. April 2026 – Bulgarisches Abendessen daheim

Samstag, 18. April 2026

Diesmal war es nach Wecken tatsächlich endlich Freitag. Nachtschlaf eigentlich gut, doch bei milder Frühlingsluft schmerzt es besonders, wenn ich das Fenster mittendrin wegen Rumgebrülls im Park schließen muss.

Marsch in die Arbeit unter knallblauem Himmel und in zapfiger Frische. Die Theresienwiese wurde bereits deutlich beflohmarktet.

Plus Frühlingsfest.

Herr Kaltmamsell und ich würden allerdings auch dieses Jahr den Flohmarkt verpassen: Den einen Wochenendtag mit schönem Wetter, bevor das Abitur 2026 Herrn Kaltmamsell verschlingen würde mit vielen Wochen Durcharbeiten, wollten wir dann doch lieber für eine Wanderung nutzen.

Zu den Emsigkeiten des Arbeitsvormittags gehörte auch etwas, das ich mich erstmal vertrieb: Ich versuchte, mich eine Weile möglichst weit entfernt von meinem Arbeitsplatz aufzuhalten. Dadurch kam ich in ein Draußen, das bereits vor zehn warm genug für offenen Mantel und herrlich sonnig war.

Zweites Draußen für einen Mittagscappuccino, auch das sehr genossen.

Neben Freitagsfreude die Freude auf meinen Feierabend-Termin: FRISEUR! Ausnahmsweise wurde ich meinem Familienfriseur untreu: Ich wollte MWA (Mal Was Anderes), hatte aber keine eigenen Ideen und traute dem vertauten Friseur keine zu. Also ein abenteuerlustiger Termin in einem schicken, teuren Laden – ich kann mir Abenteuer ja leisten (gehe deshalb auch gern im ausländischen Urlaub zum Haareschneiden), weil ich unproblematisches, vor allem aber sehr schnell wachsendes Haar habe: Was soll schon passieren?

Was erstmal passierte: Anruf vom Friseur mit Bitte um Verschiebung um eine Stunde. Nee, so spät wollte ich es an einem Freitagabend nicht werden lassen, ich brauchte dringend Wochenende. Also neuer Termin nächsten Donnerstag, verwucherte ich halt eine weitere Woche. (Und denke mir ein weiteres Outfit für den Tag aus, das möglichst zu Ideen ermutigt – ich mache mir viele Gedanken vor Erstkontakt mit einem Haareschneider.) Zefix, meine Laune war gründlich ruiniert.

Also nach Feierabend nach Hause, wie für nach dem Friseurbesuch geplant mit Einkäufen in der Balkan-Bäckerei.

Die Gollierstraße weiterhin im Blütenrausch.

Daheim Herrn Kaltmamsell kurz angeknurrt, dann turnte ich die anstrengende 45-Minuten-Folge der Pilates-Woche, um an diesem Tag wenigstens IRGENDWAS geschafft zu haben. Die machte dann aber überraschend viel Spaß, wer rechnet mit sowas. Jetzt wollte ich nicht mehr ALLES anzünden (sondern nur noch mich selbst ein bisschen), nächste Maßnahme zum Runterkommen Alkohol.

In Form von Calvados-Tonic. (“Stell dich doch mal dekorativ zu den Drinks.”)

Fürs Nachtmahl hatte ich in einem kleinen Spezialitätenladen in der Schillerstraße Bulgarisches eingekauft:

Nämlich als Vorspeise ein Salätchen aus Paprika und Knoblauch, das ich mit bulgarischem Büffel-Feta ergänzte.
Dazu balkanesisches Brot und die letzte Flasche Lemberger-Merlot.
Hauptgang war ein geteiltes Entrecôte mit Ernteanteil-Spinat.

Außerdem hatte ich gestern Nachtisch in der Balkan-Bäckerei Adriatik besorgt: Ein Kokos-Törtchen (gefüllt mit Vanillecreme und dunkler Schokolade) sowie eine Creme-Schnitte. Beides überraschend wenig süß.

Früh ins Bett zum Lesen, wir waren beide sehr erledigt.

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Die Kriminalstatistik der Polizei selbst berichtet über die Arbeit der Polizei, nicht über den Stand von Kriminalität – ich halte es für ratsam, das zu beachten. Markus Reuter erklärt das bei netzpolitik.org genauer:
“Mit Vorsicht zu genießen”.

In der PKS werden mutmaßliche Straftaten erfasst, welche die Polizei an die Staatsanwaltschaften weitergibt. Ob diese dann die Verfahren einstellen und ob jemand verurteilt wird, erfahren wir aus dieser Statistik nicht. Wir erfahren auch nicht, ob die Steigerung einer Kriminalitätsart darauf beruht, dass die Polizei ihren Schwerpunkt verlagert hat, die Ermittlungsmethoden besser wurden, das Dunkelfeld sich aufhellt oder Menschen bereitwilliger Straftaten anzeigen.

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Meinem Eindruck nach gibt es kaum einen Film, der seit Entstehung so detailliert auseinandergenommen wurde wie North by Northwest von 1959, deutsch Der unsichtbare Dritte.1 Hier eine unglaublich tiefe und ausführliche Analyse von Cary Grants Kleidung (innerhalb der Handlung nur ein Outfit, tatsächlich aber mehrere):
“The Famous North By Northwest Glen Check Suit”.

Unter anderem belegt Matt Spaiser (der in seinem Blog sonst über Anzüge in Bond-Filmen schreibt), dass Cary Grant einfach seine Privatkleidung mitbrachte.

Ein wirklich gut sitzender Anzug an wem auch immer ist heutzutage eine absolute Rarität – ich genieße den Anblick jedesmal sehr.

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Na komm’Se, wir alle brauchen ein Lichtlein am Ende des Tunnels. Auch wenn es vielleicht ein entgegenkommender Zug ist.
Oder die Aussicht auf die Nachfolge von Space Balls.

  1. Die Star Wars-Reihe spielt nicht mit. []

Journal Dienstag, 14. April 2026 – Harte Arbeit

Mittwoch, 15. April 2026

Ein sehr düsterer Morgen mit nassen Wegen und Straßen. Ich marschierte unterm Schirm in die Arbeit, obwohl die Nieseltröpfchen so winzig waren, dass ich sie nicht mal auf dem Schirm hörte. Doch ich wusste, dass sie ohne Schirm meine Brille blind sprühen würden und ich nach der guten halben Stunde Weg durchfeuchtet ankommen würde.

Geordneter Arbeitsbeginn, es kündigte sich sogar eine besonders spannende Aufgabe für den weiteren Verlauf des Tages an. Nach einer Abstimmung zog das Tempo allerding massiv an: Mittagscappuccino nur schnell aus der Cafeteria, das weiterhin greisliche Wetter ließ mich das Ausfallen eines Marsches um die Blöcke verschmerzen.

Offizielle Geselligkeit verschob mein Mittagessen weit: Erst nach halb zwei kam ich zu Apfel, Orange, Hüttenkäse mit Leinsamenschrot – und das auch nur schnell reingeschaufelt, weil der nächste Termin anstand. Dem schloss sich ein Hochdruck-Arbeitsnachmittag an, nicht besonders spaßig. Dafür traf die spannende Aufgabe nicht ein – anscheinend auf Mittwochmorgen verschoben.

Aber auch dieser Tag hatte einen Feierabend. Weil ich mit Herrn Kaltmamsell zum aushäusigen Abendessen verabredet war, marschierte ich fast direkt nach Hause, mit nur einem kurzen Drogerie-Abstecher für Putzmittel.

Blütenpracht auch um die Anatomische Anstalt.

Mit Herrn Kaltmamsell ging ich wieder zum nahegelegenen Honghong Ramen, ich wünschte mir schon wieder die Nudeln mit Auberginen und Tomaten. Es ist sehr ungewöhnlich für mich, dass ich dasselbe Gericht mehrfach bestelle, doch beim zweiten Mal hatte es halt mindestens so gut geschmeckt wie beim ersten.

Heute mal bereits durchgemischt fotografiert. Gegenüber hatte Herr Kaltmamsell ebenfalls breite Ramen-Nudeln, diese aber mit geschmortem Rindfleisch. Außerdem bestellte ich chinesischen Gurkensalat. Alles schmeckte wieder ganz hervorragend – mal sehen, ob ich beim nächsten Besuch etwas anderes bestellen möchte.

Nachtisch gab es daheim: Osterschokolade.

Früh ins Bett zum Lesen: Leon Engler nahm mich in Botanik des Wahnsinns in eine Familie mit, die über Generationen von schwere psychische Erkrankungen und Süchten gezeichnet ist.

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Menschen, denen vorgeworfen wird, sich in den Vordergrund zu drängen: Vielleicht, so der Verdacht nach einem Gruppenfoto-Termin mit Slapstick-Note, stehen manche vor allem deshalb oft im Vordergrund, weil alle anderen einen Schritt nach hinten machen? (Und bleiben dann trotzdem stehen, weil sie sich nicht so anstellen wollen wie die anderen.)

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Maximilian Buddenbohm benennt in einem eigenen, nahezu monothematischen Blogpost das eigentliche Problem beim aufgeladenen Thema Barzahlung vs. Kartenzahlung: Es lässt sich auch für noch so Service-orientierte Kundinnen beim besten Willen nicht abschätzen, wo im Live-Einzelhandel was erwünscht ist.
“Anmerkungen zum Zahlungsverkehr”.

Nächtsten Samstag ist wieder Theresienwiesen-Flohmarkt, und bislang waren Flohmärkte für mich die allerbefestigtste Bastion der Barzahlung, möglichst passend, dafür sammelte ich üblicherweise bereits Wochen vorher Kleingeld. Noch ist offen, ob ich diesmal hingehe, aber die Recherche der aktuellen Zahlungsmöglichkeiten ist durchaus eine Motivation.