Essen & Trinken

Journal Samstag, 20. Juni 2020 – Mittsommer in der Acetaia

Sonntag, 21. Juni 2020

Unruhige Nacht, trotz kühler Temperaturen hatten die Hinterhausnachbarn wieder Balkongäste. Deren Spaß direkt unter meinem Schlafzimmerfenster (Abschied?) weckte mich um zwei trotz Ohropax, dann schlief ich ziemlich lang nicht wieder ein.

Aufwachen noch vor sieben, gelassener und gemütlicher Morgen zu grauem Himmel. Ausführliche Gymnastik, ausführliches Crosstrainerstrampeln.

Als ich zu einer kleinen Besorgungsrunde aufbrach, wurde der Himmel gerade dunkelgrau. Ich schaffte es aber, alle Vorhaben mit dem Auf- und Abschwellen des zugehörigen Wolkenbruchs abzustimmen.

Vor ein paar Wochen war mir ja eine lange Perlenkette gerissen. Einer der vielen Gründe, aus denen ich gerne in der Großstadt lebe: Mir fielen sofort zwei Läden in der Innenstadt ein, die wahrscheinlich Perlenketten knüpfen – oder zumindest einen Kontakt dafür haben. Gleich beim ersten hatte ich Glück – und der freundliche Herr mit stahlgrauer Mähne, ebensofarbigem Schnauzer und in Hippie-goes-Guerilla-Kleidung fing sofort mit der Reparatur an.

In diesen Laden war ich in genau dem Moment gebogen, als es zu schütten begann. Mir fiel ein, dass ich meine nächste Station über eine überdachte Einkaufspassage (Hofstatt) erreichen konnte. Also wartete ich nur wenige Minuten auf ein leichtes Nachlassen des Regengusses und schnellhumpelte über die Straße zur Passage. Ich schlängelte mich durch die vielen Menschen, die hier Schutz gesucht hatten, am anderen Ende der Passage wartete ich wieder kurz auf weiteres Regenabklingen und hoppelte zum Schuhgeschäft. Hier musste ich zwar warten, bis eine Höchtzahlkundin Platz für mich machen würde, wurde aber schon mal in den trockenen Eingangsbereich gebeten.

Im Laden holte ich lediglich etwas ab: Der Schuhersteller Ecco bietet die Möglichkeit, Produkte online zu bestellen und an ein Geschäft eigener Wahl liefern zu lassen. Das hatte ich mit roten Sandalen gemacht, denn von Ecco haben mir bislang alle Sandalenmodelle gepasst – und andernfalls hätte ich sie nicht nehmen müssen. Doch auch diesmal passten die Schuhe, ich kaufte.

Lebensmitteleinkäufe hatte ich eigentlich weiter entfernt geplant, doch in der Passage gab’s ja auch einen Supermarkt. Ich kehrte durch den jetzt sanften Regen zurück, besorgte Lebensmittel und Frühstückssemmeln. In der jetzigen Tröpfelstärke wurde ich auf dem Heimweg nur wenig nass.

Bei Frühstückbesorgungen hatte mich Unvernunft überwältigt: Eigentlich kaufe ich seit Jahren keine Marmelade mehr, denn wir bekommen so viel geschenkt (oder kochen selbst ein, nämlich Orangemarmelade), dass erst mal die wegmuss. Was bei unserem sehr geringen Marmeladenverbrauch sehr lange dauert. So hatte ich seit Jahren kein Pflaumenmus mehr bekommen, das ich eigentlich besonders gerne esse; gestern hatte ich trotzig eines gekauft – und genoss meine Semmeln damit sehr.

Nachmittags statt Kuchenbacken: Erdbeerschokolieren. Eigentlich hätte es die wie jedes Jahr um die Zeit auf der Geburtstagsfeier meines Bruders gegeben, doch wegen SITUATION keine Feier. Nach vielen Jahren machte ich sie also mal wieder selbst und dachte innig an meinen Bruder.

Zeitunglesen bis zu meiner Abendverabredung: Ich hatte zur Sonnwend einen Tisch in einem der schönsten Gastgärten Münchens reserviert, in der Acetaia. Nur dass halt wirklich kein Draußenwetter war, ich dieses Jahr um das Erleben der Dämmerung am längsten Tag unter freiem Himmel gebracht wurde.

Gegessen haben wir dennoch ausgezeichnet, und der Innenraum der Acetaia ist ja auch besonders schön – vor allem der Terrazzoboden entzückt mich jedes Mal.

Es gab ein Glas Franciacorta vorab (Ca’del Bosco – wunderbar), und dann, begleitet von einem Verdicchio dei Castelli di Jesi Stefano Antonucci 2017:

Rindertatar mit Fenchel für uns beide (Erkenntnis: ist mir lieber als Carpaccio).

Frische Schafskäseravioli mit Butter, Majoran und Aceto Balsamico Tradizionale – nahmen wir auch beide, jeweils eine halbe Portion.

Wolfsbarsch für mich, Steinbutt für den Herrn.

Nach Dessert war uns nicht, wir begnügten uns mit einem guten Espresso als Abschluss.

Als wir gegen halb zehn zurück zur U-Bahn-Station Rotkreuzplatz spazierten, war es noch hell.

§

Katha Seiser erklärt im ORF die Vielfalt von Kohlrabi – und ich lernte gleich mal drei Dinge: Was Kohlrabi holzig macht, warum auch im Newsletter unseres Kartoffelkombinats immer darauf hingewiesen wird, man solle den Kohlrabi ohne Blätter lagern, und was man mit diesen Blättern machen kann.
„Lebensmittelkunde Kohlrabi“.

Nachtrag: Auf instagram hat Katha aufgeschrieben, wie sie die Blätter gefüllt hat.

Journal Freitag, 19. Juni 2020 – Zahnpflege, Pralinen und Wild

Samstag, 20. Juni 2020

Gestern war komplett sportfrei, weil ich um halb acht einen Termin bei der Zahnärztin hatte (Zahnreinigung und jährlicher Check) – Aufstehen um fünf ist selbst mir als Preis zu hoch (den würde ich nur für eine hochsommerliche Laufrunde an der Isar vor der Arbeit zahlen – das Licht! -, und wir wissen, wie das derzeit mit Laufrunden ist).

Radfahren war schon wieder gestrichen: Aus dem düsteren Morgenhimmel lösten sich bereits erste Tropfen. Ich nahm die U-Bahn nach Schwabing.

Informations- und Stimmungsaustausch mit der vertrauten Zahnreinigerin (alles in Ordnung, aber schon auch Kurzarbeit seit Monaten), wieder ordentliche Zähne bekommen, Zahncheck durch Ärztin (alles in Ordnung – wenigstens dieser Teil meines Körpers widersteht weiterhin dem altersbedingten Abbau), Informations- und Stimmungsaustausch mit ihr über die SITUATION (inklusive Kurzvortrag über die Wirkung selbst von leichten Atemmasken, denen alle im Bereich Zahnmedizin aus guten Gründen und Evidenz-basiert vertrauen).

Ab neun regnete es dann in München. Und wieder kämpfte in mir der Konflikt zwischen „Der Bauer braucht den Regen“ (und wir als Kartoffelkombinat sogar sehr) und männooooooichwillaberSommer…

Gut sortierbare und machbare Arbeit in der Arbeit. Mittags Erdbeeren mit Kefir und ein Kanten Brot, nachmittags Kirschen.

Zum Schluss hatte ich noch die eine oder andere Stunde Bastelarbeit – aber nichts Gefährliches mit Tesa oder sonstigem Bapp (Bayerisch für Klebstoff) und Schere, sondern mit Software (und auch da bar jeder Gestaltung – na gut, Farbcodierung war dabei). Das machte Spaß.

Da ich eine Öffi-Tageskarte hatte, fuhr ich nach Feierabend ins Lehel: Pralineneinkauf in der Schokoladengalerie, wo man eher klassische Ware anbietet, handgefertigt. Ich bat um eine von jeder Sorte.

Auch in dieser Gegend Münchens war ich länger nicht gewesen, also spazierte ich Schaufenster- und Hauseingang-bummelnd Richtung Isartor. Und wieder überschätzte ich mein Gehvermögen, die letzten hundert Meter war mir nur langsames Trippeln möglich.

Zum Nachtmahl hatte ich mir Fleisch gewünscht (selbstverständlich mit anständigem Hintergrund). Und weil wir durch die Sendung quer am Donnerstagabend erfahren hatten, dass die Jägerinnen und Jäger derzeit (SITUATION = geschlossene Restaurants) nicht wissen, wohin mit dem Wild, das so oder so geschossen werden muss, war Herr Kaltmamsell auf den Viktualienmarkt Wild kaufen gegangen. Nach Mojitos als Aperitif (Ernteanteil-Minze) gab es Wildschweinlende mit Spitzkrautsalat (Ernteanteil) und Champignons.

Zum Nachtisch Pralinen, die hervorragend schmeckten (Lavendel!).

§

Wieder eine ausführliche (und wunderbar lesbare) Analyse der Lage Großbritanniens von Laury Penny und was das mit Downton Abbey zu tun hat.
„Tea, Biscuits, and Empire: The Long Con of Britishness“.

Every nation-state is ninety percent fictional; there’s always a gap between the imaginary countries united by cultural coherence and collective destinies where most of us believe we live, and the actual countries where we’re born and eat breakfast and file taxes and die. The U.K. is unique among modern states in that we not only buy our own hype, we also sell it overseas at a markup.

Zum ersten Mal lese ich auch explizit, wie sehr Briten weltweit persönlich von diesem Image profitieren („Living in a place where all you have to do is say something in your normal accent to be told you’re clever and wonderful is all very well, until you start believing it.“) und denke sofort an die Einwanderergeschichten nach München aus dem Bekanntenkreis: Der Brite mit amüsanten Anekdoten seiner Einbürgerungsbürokratie („They loved me!“) im Gegensatz zu den erschreckenden der Griechin (auch in bayerischen Amtsstuben kann Bestechung helfen – immaterielle, wenn man zum Beispiel bei einem Arbeitgeber angestellt ist, der unerhältlich rare und begehrte Eintrittskarten hat).

Lavish Britscapist vehicles like Downton Abbey, The Crown, and Belgravia are more popular with Americans than they are at home. Trudging through Finsbury Park in London on a cold morning last Christmas, a poster advertising The Crown had been gleefully tagged “royalist propaganda” by some local hero with a spray can. My American friends were confused when I explained this to them. “Don’t you like your royal family?” They asked. No, I explained. We like Hamilton. The stories we export lay bare the failing heart of Britain’s sense of itself in the world — the assumption that all we have to do, individually or collectively, is show up with a charming accent and say something quaint and doors will open for us, as will wallets, legs, and negotiations for favorable trade deals.

This is a scam that works really well right up until it doesn’t.

(…)

The impression I was given as a schoolgirl was that we were jolly decent to let the Empire go, and that we did so because it was all of a sudden pointed out that owning other countries wholesale was a beastly thing to do — of course old boy, you must have your human rights! Really, we were only holding on to them for you.

(…)

If you love your country and don’t own its difficulties and its violence, you don’t actually love your country. You’re just catcalling it as it goes by.

§

Der Thai Enquirer schreibt über die USA im Sprachstil, den US-amerikanische Medien sonst verwenden – herrlich entlarvend.
„Foreign Affairs: Unrest continues for a seventh day in former British colony“.

via @afelia

Apropos Umkehrungen: Letzthin dachte ich an einer Version von My Fair Lady mit vertauschten Geschlechterrollen herum (ich hörte auf dem Crosstrainer gerade „Why can’t a woman be more like a man?“): Die Suffragette aus der Upper Middle Class Ende 19. Jahrhundert, sehr belesene Linguistin mit Forschungshintergrund in den Elendsvierteln Nordenglands, die mit einer subalternen Freundin einen jungen Burschen um Covent Garden aufgabelt, der dort als Lastenträger arbeitet. Sie schließen eine Wette ab, ob sie ihn nach Generalüberholung in einen der renommierteren Londoner Clubs als Gentleman einschleusen können.
Neben korrekter/posher Aussprache bringen sie ihm Männerphrasen bei, die jede inhaltliche Aussage ersetzen und dennoch den Anschein von Checkertum verleihen – also das Pendant zum weiblichen „How kind of you to let me come“.
„Why can a man not be like a woman?“ würde ebenfalls wunderbar mit umgekehrten Geschlechterrollen funktionieren, ebenso „I’m an ordinary woman“.

Journal Donnerstag, 18. Juni 2020 – Sommerfeierabend im Seecafé

Freitag, 19. Juni 2020

Unruhige Restnacht nach Klogang, wie schon in der Nacht zuvor. Freude über das Licht, das beim Weckerkingeln das Schlafzimmer erhellte: Es kündete von blauem Himmel.

Erwähnte ich, dass mich die tägliche Orthopäden-empfohlene Gymnastik total annervt? Wo ich sonst nie verstanden habe, warum mir für meine geliebte sportliche Bewegung Disziplin unterstellt wurde, muss ich mich jetzt tatsächlich loben. (Allerdings merke ich ja an Steigerung, dass die Übungen anschlagen: Mittlerweile halte ich den Bankstütz 2×2 Minuten mit Füßeheben, beim Seitstütz bin ich bei 27 Wiederholungen – sauber ausgeführt – auf beiden Seiten.) Zur Belohnung gibts dann halt Spaß und Genuss in Form von Crosstrainer (gestern) oder Yoga.

Mein Fahrrad stand ja noch vorm Büro, also musste ich trotz schönem Wetter mit der U-Bahn in die Arbeit – die im Gegensatz zu meinen Fahrten in den Vorwochen bereits wieder unangenehm dicht besetzt war.

Endlich mal ein ruhig-emsiger Tag in der Arbeit. Mittags Quark/Kefir/Netzmelone, nachmittags eine Hand voll Nüsse. Anlass für pünktlichen Feierabend sollten wieder Einkäufe (Obst) sein, doch als sich zeigte, dass das ein sonniger Tag blieb, hatte ich eine bessere Idee: Ich verabredete mich mit Herrn Kaltmamsell im Westpark im Café Gans am Wasser. Und zwar schon um fünf!

Ich machte mich also wirklich mal pünktlich vom Acker, radelte die wenigen Minuten zum Westpark – und es war herrlich im Café.

Herr Kaltmamsell reichte Aperol Spritz an, zwischen den Gästen (ganz andere Leute als bei uns ums Eck im Schnitzelgarten) spazierten Stockenten, auf dem See, wir erzählten einander von unseren derzeitigen Lektüren.

Reichlich angetüdelt radelten wir einen mir völlig unbekannten Weg über Brücken und Stege zur Theresienwiese und gingen noch eine Runde Einkaufen im Edeka – der ja mein Edeka geworden ist und den ich bei dieser Gelegenheit mal Herrn Kaltmamsell zeigen konnte.

Frugales und köstliches Nachtmahl:

Zum frisch geholten Ernteanteil-Kopfsalat (der ein ausführliches Vollbad brauchte, da er durch Regenüberschwemmung durchgeerdet war) briet uns Herr Kaltmamsell ein Omelett.

Erdbeeren aus der Rosentagsfest-Geschenkschüssel, die die perfekte Erdbeergröße hat.
(Als Gastgeschenke hatte es vergangenes Jahr ja kleine Rosenstöckchen im Topf gegeben – und nun posten Gäste regelmäßig Fotos vom Gedeihen der ihren, meist eingepflanzt. Ich bin sehr bewegt und gerührt. Unsere sind umgehend eingegangen wie alle nicht superrobusten Pflanzen auf unserem Balkon.)

§

Das Bachmannpreislesen bekomme ich über Kommentare auf Twitter mit.

Clemens Setz bedichtet eine Nebenerscheinung der Virtualisierung des Bewerbs:
„Die Klagenfurter Räder zur Literatur“.

Bester Bachmannpreis-Sehnsuchtstweet: Blättersound.

Journal Samstag, 13. Juni 2020 – Richtig Sommer, zweiter und letzter Tag

Sonntag, 14. Juni 2020

Sommertag Nr. 2, ganz herzlichen Dank!
(Dankbarkeit auch dafür, dass mich das kaputte Hüftgelenk weiterhin gut schlafen lässt.)

Für meinen Morgenkaffee zog es mich auf den Balkon, von wo ich herrliches Morgenlicht sah. So richtig sommerwarm war es allerdings nicht, trotz Bademantel und Socken war ich ordentlich durchgekühlt, als ich die zweite Maschine Wäsche füllte (Bettbezug und Handtücher waren dran) und mich zum Sport fertigmachte. Doch schon bei Gymnastik mit Ehrenrunde wurde mir warm, die große Einheit Crosstrainer bei geöffnetem Fenster brachte mich wieder richtig ins Schwitzen.

Fertig für Einkaufsrunde:

In der Sonne war es richtig heiß, und es stellte sich selbstverständlich als sehr schlechte Idee heraus, die neuen Schuhe gleich mal barfuß zu tragen. Ich hatte Nylon-Kniestrümpfe für Sandalenprobieren dabei und streifte sie unterwegs schnell über, um komplettes Blasenzerfetzen zu verhindern – bekanntlich Berliner Schick.

In einem Schuhladen beim Gärtnerplatz fragte ich vergeblich nach Tracey-Neuls-Sandalen, bekam aber eine freundliche Empfehlung. Über Viktualienmarkt und Feinkostabteilung des Kaufhof zurück. Zum Frühstück gab es ein Laugenzöpferl sowie Plattpfirsich und asiatische Mango mit Joghurt.

Den Nachmittag verbrachte ich auf dem Balkon, es war dort selbst im Schatten wärmer als im Wohnzimmer und ich genoss es. Nützen, nützen, nützen, denn schon ab Sonntag sollte es das mit Sommer auf unabsehbare Zeit gewesen sein.

Also gleich mal Eiskaffee.

Ich las Internet und die Wochenendzeitung. Das Geräusch von Nagezähneschaben auf Nussschale machte mich auf ein Eichhörnchen im Baum aufmerksam.

Dafür hatte ich mir aber die Spiegelreflexkamera von Herr Kaltmamsell geholt.

Auf der Suche nach einem bestimmten Foto stellte sich heraus: Auch ich habe einen #StapeldesGrauens. Nämlich ein Kistlein Fotoabzüge in Drogeriemarktumschlägen, und zwar die zwischen den ins Album eingeklebten (also bis 1996, hier endet das jüngste Fotoalbum) und den digitalen (beginnen ab 2004). Sie sind nahezu unsortiert und, wie ich jetzt feststellte, sauber verdrängt. Warum nur erfüllt mich jede (!) Konfrontation mit meinem früheren Ich mit Scham und Traurigkeit? Zumindest warf ich die Kiste nicht einfach ungesichtet weg, sondern schob sie nur schnell zurück in die Kommode, in der ich sie gefunden hatte.

Zum Nachtmahl packte Herr Kaltmamsell den Speiseföhn für verschiedene Föhnexperimente aus:

Panisse (rechts) geriet sehr gut, der panierte Seidentofu war allerdings am Föhnkörbchen hängengeblieben.

Auch die Zucchinischeiben litten unter Klebenbleiben. Die Zwiebel-Bahji und Auberginen-Pakoras gab’s dann aus der Pfanne. Zu trinken machte ich uns Pimm’s, weil Sommer.

Neues von Netflix: Ist ja nicht so, dass ich nur scrollen würde. Was ich unter anderem vergeblich gezielt suchte: Die Neuverfilmung David Copperfield (gibt’s bei Amazon), Mad Max (zum Auffrischen), Mad Max: Fury Road (zum Nachholen), Emma (gibt’s bei Amazon, YouTube und Google), The Lady in the Van (gibt’s bei Amazon, YouTube und Google), The Favourite (gibt’s bei Ama…). Und von dem, was mir als Alternativen angeboten wurde, fühlte ich mich unverstanden bis beleidigt.

Aber! Ich hatte ja noch das aktuelle Programm von Hannah Gadsby, Douglas. Das wurde die Abendunterhaltung und unterhielt mich sehr gut.

§

Carolin Emcke versucht, strukturelle Ausgrenzung zu erklärten (wie sie zum Beispiel People of colour widerfährt):
„Rassismus:
Raus bist du“.

Ein Gedankenexperiment: Nehmen wir an, es gälte die Regel, dass nur Menschen von einer Körpergröße über 1,85 Metern in die Oper gehen dürften. Alle anderen nicht.

(…)

Ob sie es wollen oder nicht: Die Körpergröße ist relevant, weil ihr von außen eine Bedeutung zugeschrieben wird, weil sie entscheidet, wer in die Oper darf und wer nicht.

(…)

Es illustriert, was bei dem aufgeregten Diskurs um „Identitätspolitik“ gern unterschlagen wird: Wer sich wehrt gegen Ungleichbehandlung oder Ausgrenzung, muss notgedrungen oft in Kategorien argumentieren, die selbst erst durch die Ausgrenzung entstanden sind.

Journal Freitag, 12. Juni 2020 – Schifferlfahrn am Ammersee

Samstag, 13. Juni 2020

Ein wunderschöner Tag. Wie angekündigt war gestern plötzlich Sommer. Ich unterdrückte meinen Instinkt, der noch auf Jeans, Schnürschuhe und Jacke eingestellt war, und kleidete mich für unseren Ausflug an den Ammersee in Röckerl, T-Shirt und Sandalen, cremte mich gründlich mit Sonnenschutz ein. Tatsächlich war das bei unserem Aufbruch um 9 Uhr genau richtig, ich vermisste nicht mal ein Jäckchen.

Wir waren schon so früh unterwegs, weil ich recherchiert hatte, dass die Ammersee-Raddampfer einen sehr reduzierten Fahrplan hatten. Für diesen St. Brück in den Pfingstferien und mit herrlichem Wetter, an dem ich viele Menschen prognostizierte, steuerte ich also die erste Fahrt um 11 Uhr an.

Auf der Hinfahrt sah ich im S-Bahnhof Stachus viel Kinnschutz, in den Wagen selbst aber fast 100 Prozent über Nase und Mund. Ich genoss das Rausschauen vom ersten Kilometer an: Grüne, sonnenbestrahlte Landschaft, die immer voralplicher wurde! Darin erspähte ich einige Falken.

Corona-Modalitäten am Bootssteg: Ab Betreten des Stegs Maskenpflicht, Personal mahnte immer wieder zu Abstand in der Warteschlange. Auf dem Dampfer selbst galt innen Maskenpflicht, die nur auf den Außenplätzen und dort nur beim Sitzen aufgehoben war. Über die Hälfte der Sitzplätze war gesperrt, um für Abstand zu sorgen, ein Angestellter sammelte unsere Fahrscheine ein, auf der wir Kontaktdaten notiert hatten.

Mein eigentlicher Wunsch für den Ausflug war eine Fahrt nach Dießen gewesen, um mich dort umzusehen, doch derzeit gibt es nur Rundfahrten ohne Anlegen.

In der Herrschinger Bucht: Graugänse, Kanadagänse, Stockenten, Blässhühner und ein Haubentaucher – für mich eine seltene Sichtung. Unterwegs auf dem See sahen wir auch Möwen. Niedliche, elegante Möwen, nicht etwa solche eindeutigen Dinosaurier.1

Die Herrsching, der größte Raddampfer der Flotte (der nur aus Tradition so heißt, aber mit Dieselantrieb fährt).

Blick zurück aufs Kurparkschlösschen.

Dießen nur aus der Ferne.

Es war herrlich auf dem Schiff, in wärmender Sonne, mit erfrischendem Wind, wundervoller weiter Aussicht, Bergpanorama.

Zu Mittag wollten wir beim Seewirt gleich beim Anlegeplatz essen, doch ohne Reservierung wurden uns die einladend leeren Tische verwehrt. Wir setzten uns nebenan in den Biergarten: Mit Aussicht auf den See gab es Leberkäs mit Pommes für mich, Obazda mit Breze für den Herrn (und das letzte Drittel meines Tellers, das ich nicht schaffte). Nach Ewigkeiten hatte ich mal wieder Lust auf eine Cola: Schmeckte umgehend nach Kindheit und Urlaub.

Spazieren wollte ich auch noch. Da wir das Ufer Richtung Süden von unseren Wanderungen gut kannten (die Zeiten, als dieses Stündchen Fußweg gerade mal ein Auftakt war, scheinen sehr lang her), nahmen wir den Weg Richtung Norden. Mein getrippelt-gehumpeltes Tempo machte die Wanderschuhe, die Herr Kaltmamsell angelegt hatte, zum Witz.

Mittlerweile hatten sich Parks und Liegewiesen am See gefüllt, auf den Wegen in ungefähr gleichen Zahlen Spaziergänger/Wanderer und Radelnde, letztere über die Hälfte mit Motorantrieb. Aber noch war es nicht so voll, dass man sich nicht freundlich arrangieren konnte.

Zurück in Herrsching gab es ein italienisches Eiserl. In einem Fischladen besorgte ich das Abendessen, dann setzten wir uns in die S-Bahn zurück nach München.

Dort noch ein paar Besorgungen, dann las ich auf dem Balkon Internet und Zeitung, immer wieder unterbrochen durch Vogelschau.

Nachtmahl:

Oben eine geräucherte Lachsforelle aus dem Ammersee, unten ein geräucherter Saibling aus dem nahen Starnberger See. Herr Kaltmamsell hatte auf meine Bitte eine Honig-Senf-Sauce dazu angerührt, ich hatte einen Tomatensalat zubereitet. Es blieb genug Räucherfisch für Bürobrotzeit nächste Woche übrig. Nachtisch waren Erdbeeren mit Sahne.

Fürs Abendprogramm wieder bei Netflix nach Filmen geschaut (Fernsehserien interessieren mich gerade mal genug, dass ich sie neben dem Internetlesen laufen lasse, genau deshalb war Netflix nie attraktiv für mich) – es war nichts dabei, was ich sehen wollte.

§

Die Metamorphose des Maximilian Buddenbohm ist abgeschlossen: Nach drei Monaten Heimschule seiner beiden Söhne kann er das Leben nur noch in Textaufgaben denken.
„Seite 12, Aufgaben 1 bis 15“.
(Wer sagt denn, dass das Erarbeiten von Schul-Tests nicht genau so vonstatten geht?)

  1. Hier der ornithologische Hintergrund. []

Journal Donnerstag, Fronleichnam, 11. Juni 2020 – ’schbin Netflix

Freitag, 12. Juni 2020

Ausgeschlafen. Als ich nach dem Aufwachen fast nochmal halb wegdämmerte, hinderte ich mich daran: Ich weiß inzwischen, dass mir das gar nicht gut tut, sondern mich schwächt und zerschlägt.

Ich genoss es, nichts vorzuhaben. So konnte ich mir weiterhin einreden, dass ich das Regenwetter gut finde, weil dringend nötig.

Frühstücksbrötchen gebacken. Da in den Kommentaren zum Rezept einige Nachbäckerinnen geklagt hatten, nach dem Abkühlen seien die Semmeln hart gewesen, dampfte ich besonders heftig und buk sie nicht zu dunkel.

Es wurden gute Semmeln, doch bekam ich immer mehr Zweifel am den Vorgehen, wie es im Rezept beschrieben wird: Es passt zum einen nicht zu Frühstückssemmeln für Zeiten, an denen normalweise gefrühstückt wird (weil sie so erst vier bis fünf Stunden nach dem Aufstehen serviert werden können), zum anderen nicht zu den Fotos. Eine kalte Über-Nacht-Gare der geformten Teiglinge würde zu beidem viel mehr passen: Dann würde es bis zum Servieren nur anderthalb Stunden dauern, und die kleinen Bläschen auf der Oberfläche der Semmeln im oben verlinkten Originalfoto sowie die große, unregelmäßgige Porung innen sind typisch für lange und kalt gegangene Teiglinge. Das werde ich beim nächsten Mal probieren.

Nach Gymnastik und ausführlichem Crosstrainerstramplen (perfekt durch Eichhörnchensichtung) gab es die Semmeln zum Frühstück mit Butter, Orangenmarmelade, Honig. Ich sah auf dem Balkon, dass auch Kleibers ihren Nachwuchs zu unserem Meisenknödel bringen – Jungkleiber interessierte sich aber mehr für die über dem Knödel liegende Nische in der Decke.

Nachdem Hannah Gadsby bereits ein neues Programm herausgebracht hat, wurde mein Wunsch, ihr „Nanette“ von 2018 mal ganz zu sehen, so groß, dass ich mich doch bei Netflix anmeldete – nur dort gibt es die Show zu sehen. Der Anbieter gewährt ja gratis 30 Probetage, ich werde mich schon rechtzeitig abmelden. Und wenn nicht: Ich stellte fest, dass die von mir präferierte Version 12 Euro im Monat kostet – das könnte ich verschmerzen.

Wie so viele war ich am Ende von Hannah Gadsbys Show schwer mitgenommen (und hatte erst angesichts des vollen Sydney Opera House begriffen, wie erfolgreich Gadsby zu diesem Zeitpunkt bereits war). Der graue Regenhimmel hatte Platz gemacht für gemischte Wolken vorm blauem Himmel, ich ging raus, um nach dem Alten Südfriedhof zu sehen.

Erst mal kam ich nicht weit, weil mich nach 200 Metern ein Regenguss in einen Hauseingang scheuchte. Doch ich hatte ja nichts vor, konnte also den Tropfen eine Weile aus anderer Perspektive als dem Wohnzimmerfenster zusehen.

Auf dem Südfriedhof scheuchte mich der nächste Guss bei gleichzeitigem Sonnenschein unter eine Buche. (Die Robinienblüte ist dieses Jahr in Regen und Kälte komplett duftlos vorbeigegangen.)

Meine Gedanken wanderten vor allem zu dem zurück, was Hannah Gadsby über tension erklärt hatte, wie sie als Comedian damit für Pointen arbeitet, oder eben in diesem Fall ihr Publikum mal damit allein lässt. Worum es ihr eigentlich geht, was sie durch das Kleinmachen ihrer Geschichte als Pointen aber verhindert hat: connection. Dazu kam, dass DonnerBella gestern ausführlich und sehr klug genau darüber gebloggt hatte: über Verletzlichkeit und Verbindung – „We’re fallin’ apart and it feels fantastic*“. Vielleicht ist es gerade diese Anspannung, die fast jeder Umgang mit Menschen bei mir auslöst, die mich Kraft kostet, nur bei wenigen Menschen durch die Energie aufgewogen wird, die ich aus der Begegnung gewinne, die mich fast nur allein entspannt sein lässt, im Grunde menschenscheu macht. Vielleicht.

Gestern durfte ich fürs Abendessen sorgen. Es gab eine Lachs-Dill-Tarte nach Delia Smith, allerdings mit dem Quarkteig, den ich noch in der Gefriere hatte, und mehr Füllung. Dazu Tomatensalat.

Zu meiner eigenen Überraschung sah ich für die Abendunterhaltung nach, was es denn noch so auf Netflix gab. Es wurde der Film Ocean’s 8, trotz der eher gemischten Kritiken seinerzeit. Nett, aber doch eher flach. Ich liebe das Genre Gaunerfilme und mochte Ocean’s Eleven sehr. Die Frauenbesetzung war zwar sensationell, doch mir fehlten die echten Twists – und Ocean’s Eleven hatte es bei gleicher Länge und mehr Action geschafft, allen Figuren eine reiche Hintergrundgeschichte zu geben. In Ocean’s 8 war es gerade mal die Modedesignerin Rose Weil, alle anderen bekamen nicht mal klar voneinander abzugrenzende Charaktere. Aber! Sandy Bullock spricht ausführlich Deutsch, das sie ja von ihrer deutschen Mutter und ihrer deutschen Großmutter gelernt hat (im Film trägt der Grabstein unter dem ihres Filmbruders Danny Ocean den Namen von Bullocks Mutter Helga Meyer).

Journal Mittwoch, 10. Juni 2020 – Restaurantverabredung im Neni

Donnerstag, 11. Juni 2020

Gestern Morgen nahm ich mir sportfrei (bis auf die orthopädischen Minimalübungen), stellte den Wecker vor – und wachte sogar früher als sonst auf. Energisch legte ich mich für eine Dreiviertelstunde nochmal hin.

Als ich mich von Herrn Kaltmamsell verabschiedete, sah ich wieder einen Jungspecht auf der Balkonbrüstung sitzen – aber der war deutlich flaumiger = jünger als der mir bereits bekannte: mehr Jungspechte!

Arbeitsvormittag mit viel Lauferei, mittags ein Apfel und ein Hummus-Brot vom Zöttl – Einstimmung aufs abendliche Essengehen. Nachmittags Hüttenkäse.

Das Wetter blieb kalt, regnerisch und grau, ich war sehr froh über die Notfall-Strickjacke im Büroschrank, die ich sonst über den Sommer daheim lagere.

Ich machte pünktlich Feierabend, denn ich war mit Herrn Kaltmamsell zu einem ersten richtigen Restaurantbesuch nach Ende der Schließungen verabredet: Im weiträumigen Neni.

(Herr Kaltmamsell hat nach dem Friseurbesuch am Dienstag SEHR kurze Haare, und ich muss mich noch immer daran gewöhnen.)

Wir setzten vor dem Eintreten unsere Stoffmasken auf, wurden an unseren Tisch gebracht: Die Hälfte der Tische war entfernt worden oder mit Schilder unbesetzt gehalten, alle Angestellten trugen Atemmasken. Statt Speisekarten lag auf unserem Tisch ein Zettel mit QR-Code: Damit holten wir uns die Speisekarte auf unsere Telefone. Die Auswahl war nicht so groß wie bei unserem ersten Besuch vergangenes Jahr, enthielt aber genug Köstlichkeiten. Zu einem israelischen Sauvignon Blanc Mount Hermon Yarden gab es:

Labneh.

Rote-Beete-Hummus, Falafel, Babaganoush.

Hamshuka, Korean Fried Chicken Salad, Süßkartoffelpommes.

Ich hatte das ausführliche Essengehen mit Herr Kaltmamsell sehr vermisst: Damit schaffen wir immer eine Situation, ausführlich zu erzählen, auch einfach ziellos über Gedankengänge und Befindlichkeit zu plappern – und so das Gegenüber ins eigene Leben mitzunehmen. Was im alltäglichen Zusammenleben gerne mal untergeht.

Sehr voll spazierten wir zurück und gerieten in einen weiteren Regenschauer des Tages.

§

Die weiße US-Amerikanerin Robin DiAngelo hat ein Buch geschrieben, wie wir wohlmeinenden Weißen Rassismus erhalten und verstärken: White Fragility. Hier ein Interview, was sie damit meint.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/6O27_yBQ8Qc

§

Die Allbright-Stiftung hat mal wieder durchgezählt:
„Führung von Familienunternehmen: Kaum Chancen für Frauen“.

Viele deutsche Familienunternehmen präsentieren sich gerne als Firmen mit einer ganz besonderen gesellschaftlichen Verantwortung. Doch wenn es darum geht, Frauen in Führungspositionen zu bringen, endet das Engagement offenbar. „Bei der Karriere von Frauen haben sie einen blinden Fleck“, stellt Wiebke Andersen, Mitgeschäftsführerin der Allbright-Stiftung, fest.

Und sie kann das auch mit Zahlen belegen: In den Geschäftsführungen der 100 größten deutschen Familienunternehmen arbeiten nur knapp sieben Prozent Frauen, in absoluten Zahlen sind es 30 Frauen und 406 Männer. Das belegt eine Studie der Allbright-Stiftung, bei der Andersen Mitautorin ist. Zum Vergleich: Bei den 30 Dax-Unternehmen sind es immerhin 15 Prozent.

(…)

In der Führung der 100 größten Familienunternehmen gibt es allein mehr Thomasse und Michaels als Frauen insgesamt.

§

Benjamin von Brackel nimmt sich für die Zeit ein heikles Thema vor: Die ökologischen Auswirkungen von Offshore-Windparks.
„Was da alles lebt!“

Dafür hat von Brackel eine Forschungsfahrt begleitet, die herausfinden sollte, wie sich Offshore-Windanlagen auf das marine Ökosystem auswirken:

Das ist nicht einfach: Ökosysteme sind extrem komplex, und das gilt ebenso für die Forschung daran – zumal in einem Feld wie der Windenergie, in dem wirtschaftliche und politische Interessen dominieren.

§

Zur Erinnerung: Während Sie heimlich vorm Spiegel mit der Rundbürste ihre Oscar-Dankesrede üben, denke ich mir heimlich meinen Kandidatinnenfilm für den Bachmannpreis aus. (Ja was? Sie haben doch AUCH noch nie in einem Film mitgespielt oder ihn mitproduziert?) Sehr schön ist dieses Jahr die Vorstellung der Kandidatin Hanna Herbst.

Mal sehen, ob ich Zugucken schaffe: Dieses Jahr findet der Bachmannpreis 18. bis 21. Juni wegen der Corona-Pandemie ohne reales Zusammentreffen statt, Kandidaten/Kandidatinnen sowie Jurymitglieder werden einzeln zusammengeschaltet. Hier die Übertragungstermine.

§

Warum ich mein Internet liebe, neues Kapitel:
@novemberregen meckert auf Twitter über halbleer verkaufte Gläser Würzbrühe, sie werde sich beschweren, was Frau Brüllen auf die Idee bringt, in ihrem Blog über Beschwerdehotlines, unconfirmed complaints und APQRs zu berichten – SERVICEBLOG!
„090620 Mfg“.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen