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Journal Samstag, 14. März 2020 – Wahlhilfevorbereitungen

Sonntag, 15. März 2020

Ausgeschlafen, allerdings schon wieder mit Kopfschmerzstörung.

Brotteig geknetet, ich ergänzte meiner derzeitiges Lieblingsbrot 7-Pfünder mit fränkischem Brotgewürz (gemahlen).

Bettwäsche und Handtücher gewaschen, Internet gelesen, Brot gebacken.

Anruf von dem einzigen anderen Wahlhelfer, dessen Name auf meiner Berufung gestanden hatte, ein Beisitzer: Auch er war verunsichert, weil er seit der Berufung im Dezember nichts bekommen hatte. Wir verabredeten uns für den Wahltagmorgen früh am Einsatzort – und verlassen uns darauf, dass noch ein Wahlvorstand oder seine/ihre Vertretung auftaucht, sonst können wir das Wahllokal nicht um 8 Uhr eröffnen (weil keine Minimalbesetzung).

Bewegungseinheit: Ausführlichere Rumpfübungen als sonst, Dehnen, Yogaprogramm – ich freue mich schon so auf Zeiten, ab denen ich den warrior mal richtig ausprobieren kann.

Herr Kaltmamsell war während dessen beim Einkaufen in kühler Sonne. Ich frühstückte Reste des vorabendlichen Nachtmahls, backte dann Marmorkuchen. Telefonat mit meiner Mutter: Alle wohlauf und vernünftig. Und alle müssen sich erst mal an diese völlig neue Situation gewöhnen, die in alle Bereiche des Alltags reicht.

Raus wollte ich aber auch, ich fand als Anlass den Kauf einer externen Festplatte (als Wechsel-Back-up). Gehen ging nur sehr langsam. Ich spazierte auf dem Rückweg an den wilden Hasenglöcken vorbei, die ich vergangenes Jahr entdeckte hatte – pah, meine am Balkon sind ja VIEL weiter.

Ich hatte ordentlich Hunger und freute mich sehr über zwei Stücke frischen Marmorkuchen und Obst.

Das Brot gab’s zum Abendessen, es schmeckte sehr gut mit dem Gewürz.

Der Klavierspieler / die Klavierspielerin im Haus intonierte Satie – und erinnerte mich an ein Album aus dem Jahr 1988, auf das ich damals sogar gespart hatte: Alice (die man in den 80er von „Per Elisa“ kannte) hatte auf Mélodie Passagère Stücke von Satie, Fauré & Ravel gesungen. Nachdem ich vor ein paar Jahren alle meine Schallplatten verschenkt hatte, hatte ich mir dieses Album nochmal als Dateien gekauft – und jetzt hörte ich sie.

Die Unterlagen der Wahlhilfeschulung nochmal durchgeschaut.

Aus dem Einschlafen klingelte mich das Telefon: Die andere Schriftführerin war dran, ob ich schon was zur Schichteinteilung gehört hätte, sie müsse weiter anfahren. Ich empfahl ihr kurzerhand, erst zur Nachmittagsschicht zu kommen, weil ich morgens da sein würde. Sie hatte eine vollständige Liste der Wahllokalbesetzung bekommen, wir würden also nicht irgendwelche Passantinnen zur Wahlhilfe zwangsberufen müssen. (Kein Witz.)

§

In der Freitagsfolge des NDR-Interviews mit dem Virologen Christian Drosten findet sich auch die Erklärung, warum die Corona-Tests in Deutschland so lange dauern (Kurzfassung: Folge der Kostenoptimierung in der Medizin):
„(12) Schulen schließen und Gemeinden unterstützen“.

Journal Freitag, 13. März 2020 – Wenn es im Nachhinein aussieht, als hätten wir überreagiert, haben wir alles richtig gemacht.

Samstag, 14. März 2020

Die temporäre Wunderheilung verschaffte mir noch eine gute Nacht, auf dem Weg in die Arbeit war der Spaß aber spätestens vorbei: Ich hinkte in Rekord-ROM.

Davor hatte ich aber noch eine Runde Yoga genossen, diesmal mit viel langsamer Dehnung und Hineinspüren in verschiedene Becken-Bereiche.

Energisches Klingeln an der Haustür holte mich aus dem Bad (für eine polizeiliche Hausdurchsuchung zu spät, diese Herrschaften klingeln zwischen fünf und sechs – nein, die Menschen, von denen ich das weiß, hatten gegen kein Gesetz verstoßen, doch es kostete sie Jahre, das zu beweisen): Unten stand ein junger Bursch und suchte nach einer anderen Hausnummer – er hatte sein Handy verloren und eine Nachricht bekommen, dass es dort gefunden worden sei. Ich versuchte zu helfen.

Als ich mein Fahrrad vom Balkon holen wollte, hatte mittelheftiger Regen eingesetzt. Ich war beleidigt, denn meine Feiertagsplanung basierte auf Fahrradmobilität. Außerdem verstärkte der düstere Himmel meine düstere Stimmung, die von der leicht apokalyptischen Lage bösest beeinflusst wird. Ich hoffe doch schwer, dass sich all die Jahre Zombies, Run! des Herrn Kaltmamsell im Notfall auszahlen. (Ich seh schon, das Humorzentrum ist noch nicht völlig überlagert.) Zumal morgens bekannt wurde, dass Bayerns Schulen bis 19. April schließen, Herr Kaltmamsell also zumindest mehr als sonst daheim ist.

Eine schöne Erkenntnis fand ich die, die ich auch zur Überschrift gemacht habe: Wenn es im Nachhinein aussieht, als hätten wir überreagiert, haben wir alles richtig gemacht. (Quelle finde ich leider nicht mehr – irgendeine Neuseeländerin? Der es allerdings darum ging, dass die Verantwortlichen in Politik und Behörden genau das auch aushalten müssen.)

In der Arbeit weiter viel Vorbereitung auf Vorsorgemaßnahmen, im privaten Posteingang eine Info vom Wahlamt für Wahlhelfende: Am Montag (Kommunalwahl braucht einen zusätzlichen Tag zum Auszählen) wird eine Not-Kinderbetreuung eingerichtet wegen der Schließung von Kitas und Schulen.

Bei dieser Gelegenheit: Bitte gehen Sie Wählen. In allen Gebäuden mit Wahllokalen besteht die Möglichkeit, sich die Hände mit Seife zu waschen, einen eigenen Stift können Sie ohnehin mitbringen.

Über den Tag war das Wetter schön geworden, allerdings auch kühl. Mangels Fahrrad nahm ich nach frühem Feierabend eine S-Bahn zum Marienplatz: Ich wollte im Laden der Hofbräuhausmühle Mehle kaufen. Ungewöhnlicherweise musste ich anstehen (wahrscheinlich hatte gerade eine Führung geendet), bekam aber mein Öko-Weizenmehl 405 und die legendäre Pizzamehlmischung 00 des Hauses.

Auf dem Heimweg noch ein Schlenker in den Drogieriemarkt (weiterhin Löcher in den Klopapierregalen, bei einigen Produkten wurde die Höchstkaufmenge auf zwei Stück festgelegt), beim Trippel-Spaziergang nach Haus bog ich nach vielen Jahren auch wieder in den winzigen Pralinenladen Sama-Sama ab und holte „Rohkost-Konfekt“ zum Nachtisch.

Während mir der U-Bahnhof Marienplatz und der Marienplatz selbst ungewohnt leer vorgekommen waren, herrschte am Viktualienmarkt die erwartbare Feierabend-Stimmung zum Einläuten des Wochenendes.

Daheim war noch etwas Zeit bis Abendessen. Herr Kaltmamsell machte dann Polenta mit gebratenem Radicchio und gebratenen Pilzen.

Ganz ausgezeichnet, wir waren uns allerdings einig, dass man die Balsamico-Note runter-, dafür die süße raufdrehen könnte.

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Wann wird es einen Impfstoff gegen Covid 19 geben? ZDF heute veröffentlichte ein Interview mit der Infektiologin Professor Marylyn Addo, die in Hamburg genau daran forscht. Sie erklärt leicht verständlich Grundsätzliches zur Entwicklung von Impfstoffen und warum dieser konkrete 2020 sicher noch nicht zur Verfügung stehen wird. Hier das Filmchen.

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Weitere Corona-Folgen: Herr Rau berichtet, wie sich das Gymnasium, an dem er arbeitet, technisch und organisatorisch auf die Schulschließung vorbereitet hat.
„Letzter Schultag vor Corona-Unterrichtsausfall“.

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Ich bin der Überzeugung, dass die Eindämmung der Pandemie und die Verlangsamung der Ausbreitung gesellschaftliche Priorität hat – auch wenn die Wirtschaft erst mal schmerzhafte Einbußen verzeichnet, auch wenn der und die Einzelne belastet werden. Die Auswirkungen sind vielfältig und noch gar nicht absehbar, von der Imbissbude im Büroviertel, die kein Geschäft mehr macht, wenn alle in Home Office gehen, über die Messebauer, die nach all den Messeabsagen schon bald Insolvenz anmelden, bis zu Dolmetscherin/Beleuchterin/Sicherheitsdient, die ohne Veranstaltungen kein Geld verdienen können.

Auswirkungen auf die Flugbranche schildert Frau Klugscheisser:
„Vom Fliegen und Ratlosigkeit“.

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Jetzt aber noch eine ganz andere Geschichte.
Bernstein ist wohl aktuell die spannendste Quelle für die Paläontologie. Ein Artikel erzählt von dem nur Kolibri-großen Dinausaurierschädel in Bernstein, der derzeit untersucht wird – inklusive einem Film, in dem eine leidenschaftliche junge Paläontolgin Hintergründe und moderne Untersuchungstechniken erklärt.
„A Hummingbird-Sized Dinosaur Skull Found Preserved in 99-Million-Year-Old Amber“.

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https://youtu.be/h3xABEpxNfY

via @dtfdpr

Journal Sonntag, 8. März 2020 – Sonnige Kälte, Schwimmen, Marieluise Fleißers Erzählungen

Montag, 9. März 2020

Herrlich lange und (bis auf Anfangsschmerzen) gut geschlafen. Dennoch war ich recht früh startklar für meine Schwimmrunde, die Sonne draußen versprache eine schöne Radlfahrt.

Ich hatte ja gehofft, dass die Menschen, die aus irrationalen Ängsten Wäschedesinfektion horten, auch Angst vor Schwimmbädern haben – aber es gibt wohl keine Schnittmenge zwischen Wäschevirenängstlichen und Sportschwimmerinnen: Das Becken war gut besucht. Ich konnte dennoch recht ungestört meine Bahnen ziehen, ließ es bei 2.500 Metern bewenden.

Im Anschluss fand ich live heraus, dass spanischsprachige Eltern auch 2019 ihre Töchter Maria de la soledad (Maria von der Einsamkeit) nennen, mit der Folge, dass gestern welche nach einer ganz kleinen Tochter mit einem übersetzt herzhaften „Einsamkeit! Komm endlich!“ riefen („¡Soldedad! ¡Ven!“). Tatsächlich tue ich nur so, also rollte ich darüber die Augen (wahrscheinlich gibt es also auch immer noch kleine „Lass das, Empfängnis!“ – Concepción/Conche/Conchita – und „Langsam, Unbefleckte!“ – Imaculada): Ich finde es immer herzerfrischend, in Europa hartnäckige regionale kulturelle Exzentrik zu erleben; in Spanien gehören für mich auch die unverändert meschuggenen Essenszeiten dazu. (Gleichzeitig bin ich sehr froh, dass meine Eltern mir einen anderen spanischen Namen gegeben haben, komplett ohne irgendeine Maria.)

Auf dem Heimweg Semmeln besorgt, daheim mit Waldorf Salad gefrühstückt.

Da andere Münchnerinnen ihre Briefwahlunterlagen schon haben, wurde ich misstrauisch: Als ich meine am Faschingswochenende beantragt hatte, bekam ich nämlich keine Bestätigung – weder auf dem Bildschirm noch als E-Mail. Da ich allerdings auch keine Fehlermeldung bekam, machte ich mir keine weiteren Gedanken. Bis in den vergangenen Tagen, jetzt hätte ich die Unterlagen nämlich erwartet. Ich startete also nochmal eine Online-Bestellung (die Wahlbenachrichtigung bietet dafür einen QR-Code) – und diesmal kam die Bestätigung.

Das Wetter blieb strahlend unter knallblauem Himmel – der allerdings eine Wärme versprach, die die Temperaturen keineswegs einhielten. Mehrfach trat ich hinaus auf den sonnigen Balkon – um wenige Augenblicke später ins warme Wohnzimmer zu fliehen und die Balkontür energisch zu schließen. Lügensonne!

Aber die Hasenglöcken wuchsen auch in der Kälte.

SZ-Magazin vom Freitag gelesen, Banane und Orange mit Joghurt zum Nachmittagssnack.

Marieluise Fleißer, Erzählungen ausgelesen. Sie haben mich mitgenommen, diese bitteren Geschichten, fast alle aus dem eigenen Leben. Die frühesten spielen kurz nach dem Ersten Weltkrieg, die letzten in den 1950ern. Alle sind sie sehr ingolstädterisch, nicht nur durch die Ortsmarken: Ich kenne diese kleinen, erbärmlichen Leute, meine polnische Großmutter lebte in dieser Gesellschaft.

Es sind Wörter wie Knochen, die Fleißer für ihre Texte verwendet, in diesen Erzählungen wie in ihren Dramen. Ein verhochdeutschtes Oberbayerisch, mal aus der Perspektive des Mädels oder der jungen Frau, aber auch mal aus der Perspektive des Burschen. Starrsinnig und selbstsüchtig sind sie allesamt, jeder und jede ums eigene Überleben besorgt. Es gibt kein Erbarmen, keine Gemeinschaft, keine Wärme, keine Leichtigkeit. Was Wunder, dass Fleißer in Ingolstadt als Nestbeschmutzerin galt.

Aus „Ein Pfund Orangen“ – wie so viele von Fleißers Erzählungen eine unglückliche Liebesgeschichte:

Wenn sie ihm ins Gesicht sah, konnte sie es ihm schon nicht mehr verdenken, eine solche Gewalt hatte er über sie, und dann war es herrlich, daß es auf der Welt so viel Zeit gab. Doch wenn sie allein war, gab es wieder zu viel Zeit. Je länger sie ihn kannte, desto öfter war sie auf einmal wieder allein. Da sah man, daß ihr das gar nie hätte passieren dürfen, denn dann kam es in ihr herauf. Jeden Tag tat sie sich was anderes an, ganz was Schlechtes, und ihre Gedanken stießen sie nur so hinab, sie konnte kein gutes Haar an sich lassen. Mit versagendem Bick sah sie in die Jahre hinein, die vor ihr lagen, und wurde wirr und irr daran wie an einem vorwurfsvollen Schweigen.

Zwei lange Geschichten erzählen wichtige Phasen in Fleißers Leben: „Avantgarde“ die Zeit mit Bertold Brecht, „Der Rauch“ das Ende des Zweiten Weltkriegs, als sie versuchte, in Bombenhagel und Besatzung die Ware ihres Mannes zu retten, des Tabakhändlers, der noch an die Front geschafft worden war. Da kommen zur Bitternis noch das Elend und die Ausweglosigkeit.

Über allem liegt ein Bild, dass Marieluise Fleißer erst spät aufgeschrieben hat, erst in ihrem Theaterstück von 1950 Der starke Stamm, in einem Monolog der Balbina:

Und ist doch so, daß du die Tür aufreißen möchtst und so viel Verlangen hast in dir drin, daß dir Flügel herauswachsen müßten aus dem, was die anderen anschaun für deinen Buckel, wenn eins bloß Augen dafür hätt und hätt an dich noch einen Glauben. Aber das gibt’s ja net auf der beschissenen Welt. Was dich beißt, sind nicht deine Flügel, wo herausstoßen mit aller Gewalt, das bleibt ewig dein Buckel.

Herr Kaltmamsell stand wieder stundenlang in der Küche fürs Nachtmahl: Sauerkraut und Kartoffelpü aus Ernteanteil, Bratwürst dazu, außerdem hatte er onion gravy als Soße ausprobiert. Alles ganz ausgezeichnet.

§

SZ-Magazin online: Zwei junge Filmemacherinnen verarbeiten in einem Projekt Vorurteile über Geflüchtete. Dazu legen sie den Betroffenen fremdenfeindliche Aussagen in den Mund, die sie zuvor auf der Straße gesammelt haben.
„Meinungsaustausch“.

Journal Freitag, 6. März 2020 – Angematscher aber schöner Abend im Broeding

Samstag, 7. März 2020

Frisch und munter aufgestanden, als Morgenbewegung nur ärztlich verordnete Kräftigung und Schulterdehnen. Auch die Radfahrt in die Arbeit genoss ich.

Doch schon am Vormittag wurde ich bleiern müde und gleichzeitig innerlich hibbelig – ich sah das als Nachwirkung der Migräne. Zum Glück gab es genug Arbeit, um mich abzulenken.

Mittags eingeweichtes Birchermüesli von Daheim mit Joghurt, Nüssen und einen Ernteanteil-Apfel, nachmittags eine mächtige Orange.

Auf dem Heimweg Abstecher zum Vollcorner für Obsteinkäufe. Daheim nur eine kleine Runde Ausruhen, dann ging ich mit Herrn Kaltmamsell aus: Wir lösten unseren Rosenfestgeschenkgutschein im Broeding ein.

Wir waren noch am Anfang unseres Menüs, als ein junger Koch aus der Küche kam und den Gästen stolz den Hauptgang im Ganzen zeigte: ein mächtiges Entrecôte an vielen Knochen, rundum dunkelröstig und verlockend glänzend.

Auch diesmal ließen wir uns mit Wein begleiten. Somelier Matthias Hegele schenkte uns jeweils erst ein und ließ uns in Ruhe probieren, bevor er mit der Flasche kam und uns etwas zum Wein im Glas erzählte.

Den Apertif hielten wir alkoholfrei mit einem Tokyo Mint Fizz, als Gruß aus der Küche gab es Garnelenschwänze in würziger Sulz mit Finger-Limes – ganz ausgezeichnet.

Der erste Gang des Menüs war mein Liebling des Abends: Saibling vom Schwebelbach mit Erbsen, Eigelb und Nussbutter. Die pürierten Erbsen schmeckten ganz intensiv, erdrückten aber nicht den Sous-vide gegarten Saibling, das Eigelb dazu war eine großartige Idee. Der Wein dazu – eine Überraschung und ein Erlebnis: Das Dunkelgoldene im Glas, nahezu säurefrei und mit einer Wermuthnote, war ein gereifter Grüner Veltliner aus dem Kremstal, von Sepp Moser und aus dem Jahr 2007. Genau deshalb mag ich ernsthafte Weinbegleitung: Weil ich so zu Geschmackserfahrungen komme, die ich als Weinlaie nie allein machen könnte.

An der winterlichen Minestrone mit Kerbel und Parmesan mochte ich am liebsten das frische Kerbelpesto, von dem ich gerne nachgefasst hätte. Die Weinbegleitung kam ungewöhnlicherweise aus Italien (es gibt im Broeding eigentlich nur Österreichisches), ein herrlich spritziger Soave Corte Sant’Alda 2018.

Herzhaft winterlich dann der Mangalitza Raviolo mit roten Linsen und Grünkohl – besonders die Kombination Linsen und Grünkohl gefiel mir, daraus möchte ich mal einen Eintopf basteln. Wieder ein ungewöhnlicher Wein dazu: Der Lichtenberger González Rot und Weiß 2018 aus dem Burgenland wurde aus Blaufränkisch und Gemischten Satz (weiß) hergestellt. Kühl serviert hatte er genug Frische zum Herzhaften.

Nun nicht mehr am Stück, sondern aufgeschnitten: Trocken gereiftes Entrecôte mit Perlzwiebeln, Pastinaken und Rotweinjus. Vor allem das süßliche Pastinakenpüree gefiel mir (aber ich finde Gemüseküche ja immer den interessanteren Teil gehobenen Essens). Im Glas ein als „echter Rotwein“ angekündigter Blaufränkisch von Uwe Schiefer aus dem Burgenland, schön edel und rund (sehenswerte Website, wie so viele Winzerwebsites).

Zum ersten Mal in unserer Broeding-Geschichte ließen wir den Käse aus: Zwar war ich diesmal die matschigere am Tisch, aber das so sehr, dass ich schon den Hauptgang nicht ganz geschafft hatte. (Es entspann sich ein Gespräch darüber, warum ich mir Sorgen über schwindende geistige oder körperliche Fertigkeiten mache, Herr Kaltmamsell aber nicht: weil die Möglichkeit zum geistigen oder sinnlichen Genuss mir das Leben erst erträglich macht, während der Herr an meiner Seite schon aus der schieren Existenz Vergnügen zieht. Das an ihm zu sehen, gehört dann wieder zu den Erlebnissen, die mir das Dasein versüßen.)

Einstimmung aufs Dessert waren diese beiden Löffel mit weißer Schokoladencreme, Quitte, Pistazie – köstlich.

Wunderbares Hauptdessert: Pandanus-Parfait mit Ananas, Passionsfrucht und Zitronengras. Pandanus ist, wie ich erst jetzt herausfinde, eine Palmenart, das Parfait daraus war köstlich duftig (könnte sich auch als Kosmetik-Duft eignen), ich genoss den Teller sehr. Dazu ein Kracher-Süßwein (WORTSPIEL!): Oloroso-farben im Glas ein Kracher Nouvelle Vague 1999 Nr. 3, der sich vor Aromen in Geruch und Geschmack schier überschlug. Süßwein macht immer wieder, was nur Süßwein kann.

U-Bahn-Heimweg und schnell ins Bett.

§

Ein Aspekt der Informationen zum Coronavirus, über den ich nur in englischsprachigen Medien stolperte (was nicht heißt, dass er in deutschen Medien nicht auftaucht): Die Unterscheidung zwischen individuellem Risiko und Gefahren fürs System.
„How Worried Should You Be About the Coronavirus?“

Kurzfassung in meinen (!) Worten: Das individuelle Risiko ist gering – selbst sollte man sich infizieren, ist es wahrscheinlicher, dass man nichts davon merkt, als eine schwere Erkrankung, die einen Krankenhausaufenthalt erfordert. Eine Erkrankung an Grippe ist deutlich gefährlicher.
Doch die überraschend schnelle Verbreitung des Virus überfordert das Gesundheitssystem – anders als die jährliche Grippewelle – und hat massive Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Systemisches Risiko also sehr hoch.

§

Langer Artikel im Guardian über einen Obdachlosen, der sich im Park Hampstead Heath eine Untergrundbehausung baute. An diesem Beispiel wird erzählt, wie weitreichend und vielfältig Obdachlosigkeit in Großbritannien mittlerweile geworden ist: Der Barista, der Ihnen in einem Londoner Café den Cappuccino serviert, hat vielleicht kein wirkliches Zuhause, sondern schlägt sich seit Jahren mit Übernachtungen auf Sofas von Bekannten oder im Sommer in Parks durch.
„The invisible city: how a homeless man built a life underground“.

He had a few thousand put away in the bank, and he could still take on handyman work, putting up shelves and assembling flatpack furniture for £20 or £30 a gig, often arranging these one-off jobs through an app on his phone. Knocked, tired, but still with a Crusoe spirit that never really left him, Van Allen bought good boots and a good tent and moved his life outdoors. Like a lot of people who drift into homelessness, the knack came piecemeal. Van Allen shaved his hair to a grade one, for easy cleaning with soap. He got to know which swimming pools had the cheapest one-off entry fees for showering; which drop-in centres let you use their address for post. He bought underwear and T-shirts in bulk, cheaply, online, so that these could be discarded if necessary – “crash and trash”, he called this. He became a regular at a Catholic church where they cooked a daily breakfast for the homeless.

§

Bundespräsident Steinmeier punktet mit einem unerwarteten Redeeinstieg beim Empfang für den Frauenrat anlässlich des Weltfrauentags. (Nicht die Kommentare lesen.) Es reicht ja nicht, gute Redenschreiberinnen und -schreiber zu haben – man muss sie auch lassen.

Journal Mittwoch, 4. März 2020 – Abend im Mariandl und Emma-Vorfreude

Donnerstag, 5. März 2020

Noch ein bisschen früher aufgestanden, weil die Yogarunde, die die 30 Tage Home abschließen würde, deutlich länger dauerte. Die Überraschung dabei: Adriene machte keine Ansagen, sondern forderte dazu auf, einfach selbst zu erfinden („Find What Feels Good“). Als totale Anfängerin brauchte ich natürlich dennoch eine führende Hand und machte nach, was sie vormachte – allerdings deutlich gelassener als beim Befolgen ihrer gesprochenen Anleitungen und auch mal mit Lücken, wenn mir eine Position gerade besonders gut tat und ich darin verharren wollte. Intensität und Dauer führten dazu, dass ich ordentlich ins Schwitzen kam.

Radeln zum Büro, in den nassen Straßen und Wegen spiegelten sich Flecken blauen Himmels.

Kleine Glücksmomente: Drei Geschoße Treppensteigen ohne Festhalten (und ohne Jaulen). War aber ein einmaliges Vergnügen, kurz drauf ging’s schon wieder nicht mehr.

Corona-Moment: Die Hannover Messe wird auf Juli verschoben.

Zum Mittagessen schnippelte ich mir Radicchiosalat, machte ihn mit daheim vorbereitetem Dressing an und aß ihn mit etwas Brot, danach eine Banane. Nachmittagssnack eine Grapefruit und eine Orange.

Auf dem Heimweg kurzer Drogerie-Abstecher zum Auffüllen meiner Magnesium-Zink-Vorräte, daheim wartete ich, bis Herr Kaltmamsell ein Ankunftssignal aus dem Zug sendete: Wir waren im Mariandl zum Abendessen verabredet.

Der Herr aß Lagagnette mit Tomaten und Frühlingszwiebeln, ich bekam Serviettenknödel mit Rahmschwammerl (neben Kässpatzen das zweite typisch bayerische vegetarische Wirtshausgericht), dazu dunkles Bier. Wieder angenehm auffallend: der herzliche Service im Lokal.

Neues vom Schuhversand: Nachdem GLS mir am Telefon nur bescheiden konnte, dass das Paket auf dem Weg zurück zum Absender sei, schrieb ich eine weitere „So sorry to be so much bother“-Mail an den Absender.

§

Ein Angestellter der Müllabfuhr erklärt in einem Twitter-Thread, warum Müllfahrzeuge so scheinbar blöd in der Straße stehen – und plädiert für Kooperation.

§

Ein Mensch aus Wuhan beschreibt, wie es sich dort derzeit lebt – und warum sich in diesem Fall die Vorstellung „Na ja, eine Diktatur kriegt wenigstens stramm was organisiert“ als Illusion erwies:
„Personal Essay: Coronavirus Lockdown Is A ‚Living Hell'“.

§

Andrea Diener hat die aktuelle Neuverfilmung von Emma gesehen und bespricht sie in Video und Text für die FAZ:
„Sie hat es nicht nötig, uns zu gefallen“.

Jane Austen schrieb über ihren Roman: “I am going to take a heroine whom no one but myself will much like”. Der Film klingt, als habe er das berücksichtigt.

Ich kann mich noch gut an meine erste Lektüre von Emma erinnern; der Roman gehörte zu den ersten Büchern überhaupt, die ich in meinem Studium auf Englisch las, ich tat mich arg schwer – und dann war die Protagonistin auch noch eine blöde Ziege! Es spricht viel für den hinterfotzigen Humor von Jane Austen, dass ich den Roman dennoch zu lieben lernte und sehr bald großer Austen-Fan wurde.

Nun kann man Austen brav wegverfilmen, dann bekommt man eine nette romantische Komödie. Autumn de Wilde macht aber alles ganz anders. Und zwar so anders, dass man zunächst ins Zweifeln kommt, ob das gutgehen kann.

(…)

Und Emma? Die bisherigen Verfilmungen geben sich meist große Mühe, die Hauptfigur etwas zu entschärfen, weil man romantische Komödien ja ungern mit einer nur mittelsympathischen Protagonistin besetzt – die Zuschauerin soll sich ja bitte identifizieren. De Wildes Emma hingegen will ihrem Publikum nicht gefallen. Sie ist ein verzogenes Produkt ihrer sozialen Schicht, das Empathie erst mühsam lernen muss – ein Problem, das in eben jener sozialen Schicht in England bis heute anzudauern scheint.

Das klingt ganz, ganz großartig, ist fürs nächste Wochenende eingemerkt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/qsOwj0PR5Sk

Journal Sonntag, 1. März 2020 – Familien-Cocido und Marieluise Fleißer, Der starke Stamm

Montag, 2. März 2020

Weckerwecken, da ich vor dem Mittagessen bei Familie in Ingolstadt noch Kartoffelbrot backen wollte. Zwischen die einzelnen Schritte schob ich Bloggen, Rumpftraining, Yoga.

Durch die sonnige Holledau fuhr ich mit Herrn Kaltmamsell und Mitbringseln für Eltern und Bruderfamilie nach Ingolstadt.

Dort tischten meine Eltern das klassische Madrilenische Sonntagsessen auf: Cocido.

Erst mal die Brühe des Eintopfs mit Nudeln.

Dann (von vorne): Kartoffeln und Karotten aus dem Eintopf, separat gebratenes Weißkraut mit Paprika und Knoblauch / Kichererbsen / allerlei Fleisch von Rind, Schwein, Huhn, Lamm, außerdem Chorizo.

Meine Eltern haben über mehrere Spanienurlaube in Kastilien so viel Tongeschirr mitgebracht, dass sie für neun Personen damit eindecken konnten.

Wir fuhren recht früh zurück nach München, weil Herr Kaltmamsell noch arbeiten musste und ich für den Abend eine Theaterverabredung hatte:
Marieluise Fleißer, Der starke Stamm im Residenztheater.

Eine geradlinige Inszenierung, in der die Regie (Julia Hölscher) keinen Drang vordergründiger eigener Handschrift erkennen ließ, sondern ganz hinter den Text zurück trat. So wurde mir nach vielen Jahren mal wieder einfach (einfach?) eine Geschichte erzählt, eine kleine, erbärmliche Geschichte kleiner, erbärmlicher Menschen. Das Bühnenbild aus Brettern wie eine Scheunenwand, ein schräger Boden, auf dem die Schauspielerinnen und Schauspieler wie auf Tableaus gesetzt waren. Wie in Fleißers Erzählungen, die ich gerade lese, kämpfen in Der starke Stamm in bayerischer Kleinstadt-Nachkriegszeit (Ingolstadt ist als Schauplatz an vereinzelten Orts- und Straßennamen erkennbar) jeder und jede ums kleinstbürgerliche Existenzminimum, die Grenze zur Kleinkriminalität wird mit nur wenig Zögern gerissen. Alles ist darauf ausgerichtet, irgendwie zu Geld zu kommen, praktisch jedes Mittel ist recht. In dieser Welt ist kein Platz für Schönheit, Liebe oder Kunst. Und doch ist alles Mühen immer und immer wieder vergeblich: Erlösung bietet am Ende erst ein Erbonkel ex machina, der die scheinbar taktisch klugen und hart erkämpften Verhältnisse im Handstreich zunichte macht.

Eine starke Besetzung – von der zwei Rollen wegen Krankheit kurzfristig gewechselt werden mussten: Cathrin Störmer sprang in der Hauptrolle Balbina ein und zeigte überzeugend die verbissen Schwägerin, die mit Einsatz aller Mittel um ein besseres Leben kämpft und dabei durchaus die Findigkeit einer modernen Unternehmerin zeigt, Steffen Höld als Bitterwolfs Schwager hingegen musste wenig mehr als Stichwortgeber sein. Herausragend Robert Dölle als zentraler Sattlermeister Bitterwolf, dessen immer wieder sogar sanftes Spiel jemanden durchscheinen ließ, der in anderen Umständen ein guter Mensch hätte werden können.

Für mich immer wieder auffallend: Wie Ingolstädterisch Fleißers Sprache ist. Sie schreibt ja Mundart, ohne Dialekt zu werwenden; wie auch in ihren Erzählungen sind es Vokabular und Grammatik, die eine bestimmte Sprache eines bestimmten oberbayerischen Menschenschlags präziser zeichnen als jede lustige Wirtshausspeisekarte. Immer wieder hörte ich Wendungen, die bei mir ein „Ah, das sagt nicht nur meine Ingolstädter Mutter?“ auslösten. Zwei Vokabeln fielen mir besonders auf. Von einer wusste ich bereits, dass sie nur in Ingolstadt verwendet wird, allerdings als andere Wortart: „Zepfat“ kannte ich bislang nur als Adjektiv zur Bezeichnung einer schwächlichen, kränklichen Person. In der ersten Szene von Der starke Stamm hieß es nun:
„Lang hats rumzepft, aber zum Schluß ists geschwind gangen mit meiner Zenta.“
(Dank an F. fürs Nachschlagen.)

Den zweiten Ausdruck hatte ich schon lange vergessen: „Bleckn“ für weinen, in Ingolstadt wurde ich angeranzt: „Bleck ned“. Erst als ich ihn gestern hörte, wurde mir klar, dass das wohl nicht Standard-Bayerisch ist.

Die Sonntagsvorstellung hatte früh begonnen, ich war noch vor neun wieder daheim, nach einem Spaziergang nach Hause in milder Luft.

Journal Samstag, 29. Februar 2020 – Daheim mit Narzissen

Sonntag, 1. März 2020

In den frühen Morgenstunden durfte ich den Neuzugang brüllender Kopfschmerzen begrüßen. Gingen nach dem Aufstehen auch mit Aspirin nicht weg, mir war elend, ich blies meine Schwimmpläne ab (Auswirkungen auf meine Laune wie erwartet), absolvierte nur die Yoga-Einheit des Tages.

Joga statt Joggen (deutsch auszusprechen bitte).

Mal wieder eine Reihe Bücher ausgemistet (Duden, weitere Wörterbücher), Herrn Kaltmamsell dadurch zum Umräumen einiger Bücherregale gebracht. Grundsatzdiskussionen über die Zuordnung bestimmter Bücher zu Fiktion/Sachbuch bzw. (so war unsere Bibliothek unsprünglich angelegt) Primär-/Sekundärliteratur.

Eine Runde Semmelholen und Einkaufen, die Luft draußen war mild. Ich erfreute mich mit Narzissen, die laut Banderole sogar aus England kamen.

Unter den Kartoffeln im Ernteanteil sind sehr selten mehlige; als sie vor zehn Tagen wenigstens als „fest- bis mehligkochend“ bezeichnet waren, brach ich umgehend in Verwertungspläne aus. Dazu gehörten Waldviertler Mohnzelten, die nicht nur Kartoffeln aufräumen würden, sondern auch Mohn – durch ein Missverständnis war davon immer noch sehr viel im Haus.

Während der Teig kühlte, frühstückte ich zwei Handsemmeln, dann machte ich mich ans Backen – die Mohnzelten wurden recht gut (aber an der Verschlusstechnik muss ich noch arbeiten). Nochmal mehlige Kartoffeln brauchte ich fürs Kartoffelbrot, das ich Sonntagmorgen backen wollte. Ich setzte Sauer- und Vorteig an.

Zeitunglesen im sonnigen Wohnzimmer, dazu eine Grapefruit und eine Orange, jetzt ist die beste Saison für aromatische Zitrusfrüchte. Besonders interessant fand ich die Geschichte der Konservierung in der Wissen-Beilage (€): „Krieg den Keimen“, der sich nur ein kleines Bisschen über die Haltung „keine Chemie!“ lustig machte (u.A. weil bereits die Haltbarmachung durch Salz selbstverständlich Chemie ist).

Während ich die Lieblingstweets aus zwei Monaten zusammensuchte und festhielt, schuftete Herr Kaltmamsell in der Küche: Es gab geschmorte Schweinerippchen mit Kartoffel-Lauch-Stampf – und er experimentierte mit baked potatoe skins. Das Ergebnis:

Im Fernsehen ließen wir Wenn Liebe so einfach wäre mit Alec Baldwin und Meryl Streep laufen – Herr Kaltmamsell konnte mir anhand meines eigenen Blogs nachweisen, dass ich den Film seinerzeit im Kino gesehen habe – ich hatte keinerlei Erinnerung daran. Ich überlege noch, ob ich mir Sorgen machen soll; bis dahin bin ich froh darüber, wie viel ich hier im Blog nachschlagen kann.

§

Wunderschöne und reich bebilderte Geschichte in der New York Times über den deutschen Metzgerei-/Feinkostladen Schaller & Weber in New York:
„The Butcher Shop Keeping Old World Delicacies Alive“.

Sogar Gelbwurst wird unter den Angeboten aufgeführt – die habe ich wirklich noch nie außerhalb Deutschlands gesehen.

via @Hystri_cidae


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