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Journal Sonntag, 4. Oktober 2026 – Sonnensonntag und ein Familienstück

Montag, 5. Oktober 2026

Gut und lang geschlafen, nur einmal länger unterbrochen von Gebrüll aus dem Park vorm Schlafzimmer – also vom üblichen Gebrüll, Oktoberfest-unabhängig.

Vom angekündigten Tief war draußen nichts zu sehen, es wurde sonnig und warm. Meine Laufrunde legte ich wieder in den nördlichen Englischen Garten entlang der Isar, hier müsste ich am wenigsten vom Oktoberfest mitbekommen – und so war es dann auch.

Auf der Kennedybrücke Baureferatshumor (aber gut!).

Am Isarkanal.

Ich sah viele, viele Libellen und lernte von der App Flora incognita:

Echtes Seifenkraut.

Der Körper spielte hervorragend mit, ich kam auf meine Laufkosten. Im Spaziertempo verlängerte ich die Strecke zu einem Bäcker Wimmer und kaufte Frühstück ein.

Frühstück kurz vor zwei: Apfel, Trauben, Orange, außerdem Vollkornsemmeln mit Butter und Marmelade.

Nachmittag auf dem Balkon – den ich dadurch wieder den trink- oder badewilligen Vögelein wegnahm, das bedauerte ich. Die Sonne wärmte sehr, ich schützte mich mit Markise. Die fortdauernden Oktoberfestvolk-Geräusche veratmete ich, gestern war der letzte Tag. Terry Pratchett, Guards! Guards! ausgelesen, ausgesprochen vergnüglich und mit philosophischem Abschluss.

Eine Einheit Rückengymnastik von Gabi Fastner, Vorbereitungen für die Arbeitswoche.

Zum Nachtmahl briet Herr Kaltmamsell den Ernteanteil-Pakchoi chinesisch: Mit Knoblauch, Chili und Rinderfett vom Freitags-Entrecôte – schmeckte ganz hervorragend und sehr chinesisch. Dazu gab es Wildreis. Nachtisch Schokolade.

Früh ins Bett zum Lesen, neue Lektüre: Siri Hustvedt, What I Loved.

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Familienstücke.

Diese Tagesdecke hat meine Mutter gehäkelt, über viele Jahre, Quadrat um Quadrat, meiner Erinnerung nach vor allem auf einer Sonnenliege am Baggersee oder Strand. Das Garn hatte sie günstig in Strängen in Spanien gekauft, ich musste meine Arme reinstecken, damit sie daraus Knäuel wickeln konnte. In meiner Erinnerung fluchte sie über das elende Projekt, dessen Aufwand sie völlig unterschätzt hatte – doch als ich sie gestern am Telefon danach fragte, erinnerte sie sich vor allem an das Vergnügen des Häkelns. Das Material, ungebleichte Baumwolle, kaufte sie natürlich nicht auf einmal in diesem einen Handarbeitsladen in Madrid, das wäre viel zu viel gewesen, sondern auf verschiedenen Urlauben dort, oder sie ließ es sich mitbringen oder schicken. Wenn eines der Quadrate fertig war, wurde es gleich ans Gesamtstück angehäkelt.

Doch irgendwann, ich war längst von daheim ausgezogen, wurde die Decke tatsächlich auch fertig. Und sehr wahrscheinlich gewaschen, denn weißes Garn wird einfach bei der Verarbeitung schmutzig. Meine Mutter wusste nicht mehr genau, wie diese Säuberung erfolgte: In eine Waschmaschine passte das Trumm ganz sicher nicht, vielleicht, meinte sie, habe sie es in eine Reinigung gegeben.

Und dann bekam ich diese Tagesdecke – ein atemberaubendes Geschenk, das ich ungeheuer wertschätze. Wir waren uns beim gestrigen Telefonat einig: Das ist das handarbeitliche Vermächtnis meiner Mutter. (Sonst war sie an der Nähmaschine und beim Töpfern kreativ, aus letzterem gibt es sehr Schönes.)
Tägliche Verwendung ist mir zu mühsam, das Ding ist sehr schwer. Aber bevor Besuch kommt, verschönere ich mein Schlafzimmer damit; die Tür dazu steht eh immer offen.

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Sehr spezielles Spezialinteresse, aber wie’s die bayerische Toleranz-Maxime ausdrückt: Wer’s mog, für den is as Hegste. In diesem Fall: Apfelkunde, Pomologie. Im Scientific American ein ausführlicher Artikel zu einer aktuellen Entdeckung, aber auch Geschichte und Hintergrund – in USA deshalb interessant, weil der Apfelbaum dort erst von europäischen Einwanderern eingeführt wurde, es also eine Stunde Null gibt.
“How apple detectives solved the mystery of an ancient tree—and rewrote the history of fruit”.

One tree in the University of Copenhagen’s collection had an especially interesting story. Larsen believed it was a variety named and described in a French pomological text in 1628. A later account said it was so prized in French farming that trees had been hidden in a botanical garden to protect them when the French Revolution ravaged aristocratic estates.

Journal Samstag, 3. Oktober 2026 – Feiertagsschwimmen, Feiertagsspaziergang

Sonntag, 4. Oktober 2026

Recht gute Nacht, aber mit überraschend brummigem Kopf aufgestanden – so viel Alkohol war das doch gar nicht?

Mit Herrn Kaltmamsell räumte ich weiter die Reste der Vorabendeinladung auf, ich freute mich am Anblick der mitgebrachten Blumen.
Mich würde mal eine Aufstellung typischer Gastgeschenke verschiedener Länder im Vergleich interessieren. Für Deutschland nenne ich als typisch und kann-man-nichts-falsch-machen bei Essens-Einladung daheim: Blumenstrauß, Flasche Wein, Süßigkeit (gern auch selbst gemacht).

Ich freute mich auch auf die geplante Schwimmrunde, jetzt zurück im Olympiabad. Wegen anhaltenden Oktoberfest-Unruhen (am gestrigen Samstag musste der Zugang zum Gelände wie schon am Samstag zuvor kurzzeitig wegen Überfüllung gesperrt werden) nahm ich lieber die U-Bahn zum Olympiapark.

Ja, das Gebäude Olympiabad ist schöner als das Dantebad, aber die Aussichten beim Schwimmen im Dantebad sind VIEL schöner als im Olympiabad.

Schwimmen ging flüssig und gut, auf meiner Bahn war es immer schön ruhig und freundlich, allerdings erwischte mich auf den drittletzten 100 Metern ein Krampf in der rechten Wade, mein unterdrücktes Aufjaulen am Beckenrand sorgte für besorgte Mienen, die ich mit der Erklärung “Sorry, Krampf” beruhigte. Da das Befolgen des Standard-Rats Fußanziehen bei mir lediglich weitere Krämpfe in Fuß- und anderen Wadenmuskeln auslöst und ich schön länger davon ausgehe, dass das alles eh irgendwie von der Lendenwirbelsäule verursacht wird, rollte ich mich im Wasser ein und zog die Knie an: Der Krampf löste sich, ich konnte meine 3.000 Meter zu Ende kraulen.

Heimfahrt in der U-Bahn in Begleitung von 80 Prozent Oktoberfest-Cosplayern.

Zum Frühstück gab es kurz vor zwei Birne und zwei dicke Scheiben selbstgebackenes Brot mit Butter.

Herr Kaltmamsell hatte um einen Spaziergang gebeten, um seine Gehtauglichkeit mit Ziel Wandern zu testen, ich schlug den Schlosspark Nymphenburg vor. Auf der Trambahnfahrt dorthin begegneten wir früheren Mitlesenden unserer Leserunde, die dasselbe Ziel hatten.

Wie auch viele, viele andere dauerhafte Münchner*innen oder Besucher*innen – kein Wunder an einem Feiertag mit schönem Wetter.

An der Porzellanmanufaktur Nymphenburg ging ich gezielt vorbei und schaute ein wenig in die Fenster – ich vermisse den Laden am Odeonsplatz.

Am Geranienhaus folgten wir den Hinweisschildern zur Ausstellung über Geschichte, Gestaltung und Pflege des Schlossparks (wenn’s was zu lesen gibt, lesen wir – auch im Park).

Wir kamen schlauer raus, als wir reingegangen waren.

An wen sich dieses “Bitte nicht fällen” wohl richtet?

Ich genoss Luft und Bewegung, fühlte mich allerdings weiterhin sehr müde und verkatert. Herr Kaltmamsells Körper erwies sich leider als bei weitem noch nicht wandertauglich, ich mache mir weiterhin Sorgen.

Daheim Zeitunglesen auf dem Balkon, die Feiertagsausgabe war wieder auf Papier geliefert worden. Vorm Balkon die Lärm-Ausläufer des Oktoberfests in Form von Musik-beschallten Radl-Rikschas, Gegröle, berstendem Glas.

Ein Viertelstündchen Rücken-Gymnastik mit Gabi Fastner, dann öffnete ich für den Abend eine weitere Flasche Ziereisen Grauer Burgunder – ebenfalls oxidiert. Also griff ich nach der nächsten Flasche Weißwein im Kühlschrank: Pouilly Fumé Elisa Jonathan Didier Pabiot 2022. Der war zwar nicht oxidiert, schmeckte aber seltsam, definitiv nicht wie wir ihn kannten und wie er gehört. Kippt gerade der gesamte Jahrgang 2022 um?

Zum Wein gab es erstmal arabische Nüsschen, dann Reste vom Vorabend: Kichererbsen (aus kastilischem Familienanbau) mit Spinat, kaltes Entrecôte, ganz wunderbar. Nachtisch reichlich Schokolade.

Im Fernsehen ließen wir Oppenheimer laufen; auch nach der Hälfte des Films wusste ich noch nicht, was mir hier erzählt oder gezeigt werden sollte außer schönen Bildern und Kostümen, die dichte Beregnung des Werks mit Oscars verstehe ich nicht. Vielleicht gehen einfach Christopher Nolans Filme an mir vorbei. Ich widmete mich lieber wieder dem Riesendrachen in Terry Pratchetts Guards! Guards!.

Journal Freitag, 2. Oktober 2026 – Oktoberfestflucht ins Homeoffice, Abendgäste

Samstag, 3. Oktober 2026

Guter Nachtschlaf, der Wecker unterbrach einen lebhaften Traum, in dem ich in der Arbeit gerade in ein neues Gebäude umzog. Lobby und Atrium aus glänzendem Holz boten so aufregende Ansichten, dass ich mit dem Fotografieren schier nicht hinterher kam. Wohnungsträume kenne ich ja und mag ich besonders, ich weiß noch nicht, was ich von Büroträumen halten soll – Hauptsache Architektur?

Morgenroutine durchbrochen, weil ich ja daheim arbeiten würde. Also richtete ich nach Morgentoilette und Ankleiden einen Arbeitsplatz am Schreibtisch von Herr Kaltmamsell ein – der mir sogar Arbeiten im Stehen ermöglicht. Und dachte fast rechtzeitig an doppelte dicke Socke und Wollpulli, weil Homeoffice heißt frieren.

Draußen tagte es wie angekündigt düster, bald verschwand auch die anfängliche Milde der Luft und ich schloss die Fenster.

Ebenfalls erwartet hatte ich die mehrfachen Neustarts, bis ich wirklich arbeitsfähig war: Ich nutzte sie wieder zum Brotbacken.

Die Situation im Mehlschrank hat sich übrigens verändert. Einen eigenen Mehlschrank haben wir, weil die eine Küche, die wir vor zwölf Jahren selbst einrichteten, vor dem Heinzkörper Platz für einen nur wenig tiefen Schrank bot – genau richtig für die vielen Mehlsorten einer abenteuerlustigen Brotbäckerin. Das war das einzige Küchenmöbel, das wir beim Umzug zwei Stockwerke nach oben mitnahmen: Diese bereits bestehende Küche bot dafür einen Winkel hinter der Tür.

Seit einigen WochenMonaten erschlugen Herr Kaltmamsell und ich in der Küche regelmäßig Mehlmotten. Herr Kaltmamsell hatte vergangenes Wochenende den Mut, das Verdrängen bleiben zu lassen und forschte nach der Ursache. Mit erwartbarem Ergebnis. Auf Mastodon fragte ich nach einer selbst erprobten Dauerlösung, die möglichst kein Umfüllen erforderte – und bekam viele, wunderbar hilfreiche Vorschläge.

Wir entschieden uns für das System von Mepal; auch den Tipp, in die Schränke Klebefallen zu hängen, setzte ich um.

Beim Arbeiten war mir dann gar nicht so kalt wie sonst immer, ich wechselte in eine leichte Jacke. Aus dem Düster wurde draußen ein wenig Regen, viel zu wenig. Aber die Geräuschkulisse war den ganzen Tag und den Abend von Oktoberfestfeiernden geprägt, ich sah mich in meiner Entscheidung für Homeoffice bestätigt.

Doch auch diesmal behagte mir das Arbeiten daheim überhaupt nicht. Dieses Einsickern von Arbeitsthemen, -sorgen, -mühen in mein heimisches Refugium und Rückzugsgebiet fühlt sich nach Vergiftung an.

Mittagscappuccino gab’s aus der heimischen Cafetera, für die eigentliche Mittagspause stempelte ich mich aus und ging auf eine Runde in die Innenstadt. Fast wäre ich wieder umgekehrt, weil mir eine Frau aus den ewigen Spenden-Akquise-Geschwadern am Sendlinger Tor die Laune verhagelte, genauer: Meine aggressiv unfreundliche Reaktion auf ihr fröhlich-munteres Angelaber verhagelte mir die Laune, so jemand will ich eigentlich wirklich, wirklich nicht sein – es gibt ja wohl weniger anständige Arten Geld zu verdienen als ihre. Was auch meine ungelenke Schluss-Aussage war.

Nach einer Weile Fußgängerzone-Laufen war ich zumindest so weit wiederhergestellt, dass ich meinen Vorsatz Blumenkauf (Dahlien) umsetzte – zur eigenen Erfreuung, als Deko für die Abendessensgäste und um mal wieder mit dem Blumenladen in unserer Straße Geschäfte zu machen. Dort bekam ich einen besonders schönen Strauß sowie ein ausführliches Gespräch mit der Inhaberin: Die deutlich nicht Deutsch-Muttersprachlerin erzählte, wie sie im Großmarkt immer bei den heimschen Anbauern kauft, so lange die Saison dauert, weil sie möchte, dass es die weiterhin gibt. Woraufhin ich ihr verriet, dass ich meine Dahlien ja woanders auch günstiger bekäme – aber ich bittegerne möchte, dass es weiterhin in meiner Straße einen Blumenladen gibt. Wir strahlten einander an, jetzt BFF.

Zu Mittag gab es Trauben, Birne, Apfel, außerdem Skyr mit Joghurt.

Am frühen Nachmittag kam Herr Kaltmamsell heim von Arbeit und Einkaufen. Er überließ mir seinen Schreibtisch weiterhin, denn jetzt hielt er sich in der Küche auf, um das Abendessen für die Gäste zu kochen – sich hin und wieder versichernd, dass ich damit zurechtkommen würde, wenn er viel zu viel zu essen machte.

Freitäglich pünktlich klappte ich den Arbeits-Laptop zu und verräumte mein Handwerkszeug. Mit dem Räumen machte ich dann gleich weiter. Gemütlich richtete ich die Wohnung für die Abendessengäste her, Arbeitskolleg*innen von Herrn Kaltmamsell: Tisch ausziehen und decken (Einmerker: Vom Christkind wünsche ich mir dann doch eine passende Tischdecke. Die viele Tischwäsche für den früheren runden/ovalen Tisch wird endlich weggegeben, aber eine Tischdecke für unausgezogenen, eine für ausgezogenen Tisch sollten wir wirklich haben), Papiernester (überraschend wenige) und andere Nester verstecken, ein bisschen staubsaugen.

Die Gäste kamen, brachten Blumen, Wein, Süßigkeit als Gastgeschenke. Fröhliches Plaudern über Aperitiv (Negroni oder alkoholfreiem Campari Soda), dann servierte Herr Kaltmamsell als Vorspeise Zucchini auf Ricotta-Creme (dazu das Brot von mir), als Hauptspeisen Kichererbsen mit Spinat, Ottolenghi-Kürbiscreme, und wer mochte, bekam gebratenes Entrecôte – alles ganz hervorragend. Eine Enttäuschung war der Weißwein, den ich eigens für den Abend nachbestellt hatte: Der Ziereisen Grauer Burgunder 2022 war gekippt und oxidiert, ungenießbar – dabei hatte er nicht mal in unserem Kammerl gelagert. Ich kam nicht auf die Idee, eine weitere Flasche zu öffnen (hoffentlich ist nicht das ganze 6er-Kistlein verdorben), sondern wir hielten uns an den ebenfalls bereitgestellten roten Côtes du Rhône. Zum Nachtisch gab es von mir den Flan de queso und Trauben. Ich lernte freundliche und kennenlernenswerte Menschen kennen und einen Hund.

Noch vor Mitternacht waren wir wieder zu zweit und räumten noch eine Weile, um die erste Ladung Geschirrspüler starten zu können – und am nächsten Morgen nicht noch alles vor uns zu haben.

Journal Donnerstag, 1. Oktober 2026 – Der Spätsommer bleibt

Freitag, 2. Oktober 2026

Mittelgute Nacht: Lange Störung durch ausdauernde und laute Partygaudi mit Musik um Mitternacht.

Immer noch machen Wespen unsere Wohnung zum Friedhof, morgens kommen sie zu jedem geöffneten Fenster herein, am Abend tragen wir Dutzende Leichen in den Müll.
(Dafür endete auf instagram endlich die Flut an neufolgenden/likenden Männer-Accounts; nach meiner Schätzung habe ich mehrere hundert blockiert.)

Wieder startete der Morgen sonnig, in die Arbeit marschierte ich mit offener Jacke.

Letzer Morgenarbeitsweg mit Blick auf Oktoberfest: Am heutigen Freitag arbeite ich von daheim, um mich nicht mit den dazugehörigen Umständen auseinandersetzen zu müssen.

Im Büro geordnetes Arbeiten, mittags ging ich raus in die mittlerweile fahle Sonne auf Mittagscappuccino und Obsteinkäufe auf dem Markt.

Zu Mittag gab es zwei Äpfel und Hüttenkäse.

Zäher Nachmittag, schön fand ich die Luft, die durchs dauergekippte Fenster hereinkam.

Heimweg ohne Zwischenstopps, lediglich mit Umweg um Oktoberfest-Ausläufer, ich hatte noch Pläne: Herr Kaltmamsell hat für Freitagabend Gäste zum Abendessen eingeladen, ich machte mich zuständig für Nachtisch-Erstellung. Und so erstellte ich gestern Abend erstmal Flan de queso.

Der Ernteanteil hatte Frisee-Salat gebracht, den servierte ich mit Joghurt-Dressing, Birne, Trauben, Eiern als Abendessen.

Nachtisch Schokolade, immer noch standen Fenster und Türen ins milde Draußen offen. Echter Regen ist immer noch nicht angekündigt, dafür werden am Rhein immer neue historische Tiefststände gemessen, und die 20-Uhr-Tagesschau berichtete über verschwindende Schweizer Gletscher. Gleich nach dem Bericht über weitere klimaschädliche und Mobilitätswende verhindernde politische Maßnahmen wie Tankrabatt und Erhöhung des Preises fürs Deutschlandticket.

Früh ins Bett zum Lesen.

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Herr Buddenbohm gerät auffallend häufig in Situationen, die derart schulmeisterlich übergriffig den Zeigefinger schwingen, dass selbst gelassenere Gemüter nur mit “JA! IST GUT!” reagieren können. Zum Beispiel zum Gedanken:

Aber was sieht man nicht alles prinzipiell ein, ohne daraus spontane Aktionen abzuleiten.

Ausführlicher:
“Es finden Belehrungen durch den Alltag statt”.

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Vor 20 Jaren war die Frau, die meinen Namen trug, jemand sehr andere. Deshalb verlinke ich sie ohne Angst vor Selbstlob-Verdacht: Das bin ich nicht.
Damals erzählte ich meine jugendliche Vergangenheit in einer Happy-Clappy-Band – und wie gut, dass ich sie vor 20 Jahren aufschrieb, denn an das meiste erinnere ich mich heute gar nicht mehr.
“Happy Clappy in der fränkischen Diaspora”.

Auch die Kommentare waren vor 20 Jahren noch bereichernde Lektüre.

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Croco sammelte im September deutlich aufmerksamer Beviloquia als ich, bitte freuen Sie sich an ihren
“Lieblingsposts im September 26”.

Journal Mittwoch, 30. September 2026 – Zahnkostenüberlegungen

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Recht gut geschlafen, doch ich bedauerte sehr, dass ich wegen Lärmbelästigung die herrliche Nachtluft nicht durch ein offenes Fenster hereinlassen konnte.

In recht kalter, aber wunderbar sonniger Morgenluft spazierte ich zu meinem zweiten Termin beim Oralchirurgen.

Als erstes stellte sich heraus: Der Kostenvoranschlag war nicht per Post eingetroffen. Die Mitarbeiterin zeigte sich über diesen Umstand nachvollziehbar vergnatzt: Sie habe ihn bereits am Tag nach dem ersten Beratungstermin abgeschickt, um mir genug Zeit zur Durchsicht vor dem gestrigen Termin zu geben. Ich nehme an, dass mal wieder ein Postbote nicht gesehen hat, dass es Briefkästen zu beiden Seiten der Eingangstür gibt, und bat Frau Dentalchirurgbüro, sich nicht über einen wahrscheinlichen Rückläufer mit der Behauptung, ich wohnte dort nicht, zu wundern.

Die gute Seite daran: Diese Kostenvoranschlag-Erstellerin druckte die Aufstellung jetzt nochmal aus und ging sie grob mit mir durch – sie wusste aus Erfahrung, aus welchen Positionen sich oft Fragen ergeben. Mit veranschlagt war einiges an High-Tech: Wenn ich das richtig verstanden habe (!), wird über zwei verschiedene 3D-Aufnahmeverfahren der Eingriff genau berechnet, Herr Chirurg führt nur noch aus. Eine Aufnahme war bereits vor einer Woche erstellt worden, gestern machte eine weitere Angestellte mit einer kleinen Superfotokamera am Stab ein exaktes 3D-Abbild von Zähnen und Mundinnenraum (und war so freundlich und geduldig, mir viele neugierige Fragen zu beantworten), das sie mir auf dem Bildschirm von allen Seiten zeigte.

Die Summe des Kostenvoranschlags hatte ich so ungefähr erwartet.
“17 Impl. mit extrenen Sinuslift und Aug. DVT. Scan und nav. Bohrschablone/Planung”:
4.236,53 Euro
(Ich vermute den Kostenanteil für das Foyer der Dentalchirurgie hinter den zwei Posten “Zuschlag bei nicht stationärer Durchführung” für 123,73 Euro und 22,50 Euro.)

Diese genauen Beträge halte ich hier aus Chronik-Gründen fest
(-> aufschreiben! alles aufschreiben!), Jane Austen und Frances Burney machten das in ihren Romanen ja auch und lieferten wertvolle zeithistorische Dokumente (nicht dass ich mich mit Burney oder Austen vergleichen wollte). So ein Implantat kostet damit also deutlich mehr als mein Monats-Einkommen.

Zahnzusatzversicherung habe ich ja keine, weil laut meiner Zahnärztin vor 13 Jahren meine besonders guten Zähne keine nötig machen (“Wenn’S jeden Monat fünf Euro ins Sparschwein werfen, ham’S mehr davon.”). Aus Jux rechnete ich mal durch, wie viel ich bei meiner Krankenkassen in diesen 13 Jahren bis heute für eine Zahnzusatzversicherung eingezahlt hätte, die die gesamten Kosten für das obige Implantat übernehmen würde: über 11.000 Euro. Meine Zahnärztin lag also richtig – allerdings hätten die 5 Euro ins Sparschwein nicht gereicht.

Der Herbst ist schon da, er ist nur nicht gleichmäßig verteilt.

Im Büro Emsigkeit, aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie am Hochhaus vorm Bürofenster zwei Krähen einen Falken attackierten.

Spaziergang auf einen Mittagscappuccino im Westend.

Vor mir holte sich eine Oktoberfestbedienung in gebrandetem Arbeitsdirndl auf dem Weg zur Schicht ihren Morgenkaffee Togo.

Mittagessen: Bananen, Birne (überraschend geschmacksfrei), Feigen, Nüsse.

Emsiger Nachmittag, zu Feierabend war ich müde und erschöpft.

Heimweg über Einkäufe im Vollcorner, der restliche Weg wurde anstrengend: Ein LALÜ! am nächsten, beim Ausweichen vor Betrunkenen (einer ließ gerade seine Lederhose herunter) lief ich irgendwann lieber auf der Straße.

Ab daheim wurde es schön: Ich holte Herrn Kaltmamsell zum Abendessen im Honghong ums Eck ab.

Sehr gut und wohltuend. Daheim zum Nachtisch Vanillepudding und Schokolade. Früh ins Bett zum Lesen.

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Vanessas lesenswerte Analyse:
“Meine 5cent zur politischen Situation – ohne, dass der Name des Kanzlers vorkommt”.

Unter anderem:

Wenn man sich die Wanderungsbewegungen hin zur AfD hinschaut, wird vor allem eines klar: Die rechtradikale Partei gewinnt, weil sie Nichtwähler mobilisiert – Menschen, die sich im Parteiensystem bislang nicht repräsentiert gefühlt haben. Das war bereits vor den diesjährigen Landtagswahlen bekannt. Wir sind beseelt von der offenen Gesellschaft und haben vergessen, dass rechtsradikales Gedankengut tief verwurzelt ist.

Aber Vanessa wäre nicht Vanessa, wenn sie nicht auch ganz handfeste Ideen für eine Verbesserung hätte.

Journal Montag, 28. September 2026 – Seltsamer Septembersommer

Dienstag, 29. September 2026

Völlig zerhackte Nacht mit häufigem Aufwachen, ohne dass ich dafür Anlässe nennen könnte. Von draußen reichlich Oktoberfest-Gaudi-Lärm, auch noch um zwei Uhr: Die Baustelle statt Sperrung der Zufahrt zu den Kliniken ermöglicht den Oktoberfest-Radl-Rikschas jetzt die Durchfahrt vor unserem Haus, und sie fahren gerne mit lauter Musikbeschallung, möglichst weit weg von Oktoberfestmusik. Der Schlafmangel rächte sich über den Verlauf des Arbeitstags mit Müdigkeit.

Es wurde hell zu wolkenlosem Himmel über kalter Luft.

Schöner Weg in die Arbeit, ich schlug schon jetzt einen Bogen ums Oktoberfest.

Sonne von hinten, Mond von vorn – darin liegt ganz sicher eine tiefe Wahrheit.

Emsiger Arbeitsvormittag, darunter Vorbereitung des jährlichen Aufregungstermins (aber längst nicht mehr so Angst-belastet wie anfangs).

Das Wetter spielte Sommer, ich genoss meine sonnig wolkenlose Mittagsrunde um die Blöcke sehr, es war warm genug für Jackenlosigkeit.

Mittagessen: Apfel, außerdem Skyr mit Joghurt – und Citronat. Ich hatte die angebrochene Packung mit halb eingetrockneten Würfelchen aus der Kiste mit Backzutaten geangelt und das Citronat am Vorabend einerührt in der Hoffnung, dass es am nächsten Tag aufgeweicht sein würde. Nicht nur hatte das geklappt, die Gesamtmischung schmeckte auch ausgezeichnet fruchtig. Vielleicht ein wenig zu süß, bei geplantem Einsatz würde ich weniger Citronat nehmen.

Emsiger Nachmittag.

Der Heimweg war mit 26 Grad dann doch zu warm für September. Gründlicher Süßigkeiten-Einkauf, dann wieder im größeren Bogen um die Theresienwiese.

Nicht groß genug.

Daheim war die programmierte Waschmaschine noch nicht durch (Restzeitanzeige ungefähr so verlässlich wie bei Computer-Updates), ich erledigte schnell mal die ungeliebte Pediküre und bereitete das Yoga-Turnen vor, nach dem ich mich sehr sehnte (nochmal die Rücken-Folge vom Maddy Morrison).

Zum Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell die erste Ernteanteil-Lieferung Grünkohl zu Kale Chips verarbeitet, den Ernteanteil-Stangensellerie zu einem meiner Lieblingssalate mit Zucchini, Zitronensaft, Kapern, Feta.

Nachtisch Schokolade – und als erste Weihnachtssüßigkeit Stollen-Konfekt, das ich besonders mag.

Aufmunterung: Auch in diesen Weihnachtsferien reise ich mit Herrn Kaltmamsell für ein paar Tage nach Berlin. Auch diesmal mit Kabarettistischem Jahresrückblick – besonders spannend durch die neuen Ensemble-Mitglieder Ami Warning, Kirsten Fuchs. Zudem möchte ich diesmal endlich Linie 1 im Grips-Theater sehen, Sound meiner Jugend. Gestern Abend guckte ich alle gespeicherten Unterkunft-Tipps in Berlin durch – und endlich war mal das Appartment in Kreuzberg frei, das ich schon lang im Auge hatte.

Früh ins Bett zum Lesen, Terry Pratchett erfindet die besten Drachen.

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Der Bayerische Rundfunk löst seinen Fundus zum Teil auf und versteigert ihn – auf dieser Website. Ach wäre ich doch in einer Lebenssituation, die mir den Bedarf eines Abendschau-Sofas bescherte. Sehr attraktiv auch dieses “Rentner Starter-Kit”. (Särge gäb’s auch).

Beistelltische, Stühle gleich Konvolut-weise, Kommoden, Kinderhocker – wenn Sie jemanden kennen, der gerade Einrichtung braucht?

via Heiko Bielinski

Aber auch: Ruderboot, Deko-Gemüse, Krippenfiguren, leere Filmdosen (viele), Küchenutensilien, Heizlüfter, Kinderwagen, Flugzeugsitze, Maskenspiegel, Leitern (die auch mal “Staffelei” heißen <3), Schlagbohrer, Drucke von Gemälden, Schaufensterpuppen, ein Streitwagen, Zapfsäulen.

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Sarah Bosetti hält eine Laudatio auf Angela Merkel – als Satirikerin und Staatsbürgerin.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/LIMvUn_EjCY?si=8PrO8Kkoex8FIVXR

Journal Sonntag, 27. September 2026 – Prachtseptemberwetter

Montag, 28. September 2026

Gut und neun Stunden lang geschlafen, möglicherweise nur einmal von Klogang unterbrochen (allein schon dass ich das nicht so genau weiß, belegt die Tiefe des Schlafs). Aufgestanden zu strahlendem Sonnenschein.

Waschmaschine mit Bettwäsche gefüllt, Geschirrspüler ausgeräumt, Wasserfilter gewechselt, erst dann gab es Morgenmilchkaffee. Fürs Bloggen brauchte ich über zwei Stunden, weil ich am Vorabend nur die Fotos des Tages runtergeladen hatte – und den Tag sehr gerne festhalten und bebildern wollte. Doch an Sport plante ich eh eine Laufrunde an der Isar, für die wünschte ich mir etwas wärmere Luft als die neun Grad am Morgen und gab der Sonne noch ein wenig Zeit zum Heizen. Das frisch gefilterte Wasser nutzte ich für eine daheim seltene Kanne Tee: Milky Oolong.

Dann aber U-Bahn zum Odeonsplatz (vom Radeln hielt mich die Aussicht auf reichlich LALÜ! zum Oktoberfest ab).

Wundertätiger Isarlauf, an dessen Ende ich weniger Schmerzen spürte als am Anfang. Ich hatte eine U-Bahn zum Odeonsplatz genommen. Beim Loslaufen im Hofgarten schoss mir gleich mal ein Florett vom Kreuz bis ins rechte Knie. Oh nein! Ich blieb stehen, mobilisierte die Wirbelsäule, schüttelte mich kräftig aus und lief vorsichtig weiter. Langsam legten sich die Schmerzen, mein Gemüt hellte sich auf und ich genoss das Licht, die Farben, die Bewegung. Nach gut anderthalb Stunden war nur ein Pieksen über der rechten Pobacke geblieben, als ich dran rumknetete, war auch das weg. So kam ich sehr fröhlich auf 110 Minuten (laut iphone-App 16,5 Kilometer).

Hofgarten. Das schöne Wetter hatte viele Fans.

Hartnäckige Natur (schwer zu fotografieren: Auf dem längst abgebrochenen Weidenbaum sprießen nicht nur Weidenzweige, sondern rechts auch indisches Springkraut).

Schon wieder ist meine Freude übers aktuelle Wetter eingetrübt von Klimakatastrophe: Der Isarpegel war weiter gesunken, alle Wege waren so trocken, dass nach Passieren selbst noch so langsamer Radeln minutenlang eine Staubwolke bleibt. Und bei vielen Bäumen war auf den zweiten Blick klar, dass das nicht beginnende Herbstverfärbung war, sondern schon längere Trockenheitsverfärbung.

Zurück nahm ich Bus und U-Bahn, nachdem mir die Tram gerade davongefahren war. In der U-Bahn mir gegenüber ein blutjunges Pärchen kuschelnd, zur Musik aus geteiltem Kopfhörerpaar lautlose synchrone Tanzbewegungen. ❤️ ❤️ ❤️
Im Rischart im U-Bahnhof holte ich mir noch Frühstück.

Daheim knetete ich mich nach dem Schmerzschrecken vorsichtshalber mit der Faszienrolle durch, dann große Selbstreinigung.

Frühstück kurz nach zwei: Ernteanteiltomaten und ein ganzes Brot. Letzteres zumindest dem Geldwert nach: Die Riesenbreze vom Rischart (wir suchen doch nach den schönen Seiten des Oktoberfests) kostete 4,95 Euro.

Den Nachmittag über nahm ich wieder den trink- und badewilligen Vögelchen unseren Balkon weg. Internet- und Zeitunglesen. Zum ersten Mal im Jahr nahm ich fallende Kastanien von den beiden riesigen Bäumen vorm Balkon wahr, selbst dann allerdings wenige.

Es war mal wieder Bügeln nötig, dabei folgte ich einem Tipp zu einem SWR1-Interview mit der abgefahrenen Kunstexpertin und Anwältin Sasa Hanten:
“Die Kunst des Erbens”.
Sehr hörenswert auf vielerlei Ebenen, die Frau ist der Knaller. Unter anderem hörte ich zum ersten Mal jemanden darüber sprechen, wie großen Einfluss auf ihr Auswachsen hatte, dass ihre Familie über Generationen eben keine Flucht und Zerstörung oder andere tiefe Traumen durchmachen musste.

Und ich beobachtete, wie weit nach links der Sonnenuntergang bereits gerutscht war.

Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell die Ernteanteil-Rote-Bete als köstliches Risotto. Nachtisch restlicher Apple Crumble, außerdem Schokolade.

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Vanessa bemerkt:

Die vergangenen zwei Wochen waren fantastisch: Ich habe das Leben eines westdeutschen Mannes in den 80ern geführt. Als ich von meinen Geschäftsreisen nach Hause kam, hatte der Reiseleiter geputzt, gesaugt, eingekauft, meine Wäsche gewaschen und gebügelt. Essen stand bereit. Auf der Reise hat ein Assistent mir lästige Dinge abgenommen und Teile des Gepäcks getragen.

Wäre das nicht mal ein schönes LARP? Die westdeutschen 70er/80er, nur andersrum?

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Dinah Riese schreibt als linke Jüdin in der taz:
“Antisemitismus in der Linkspartei
Wollen wir nicht besser sein?”

via @ronensteinke

Darf ich als linke Jüdin von einer politischen Linken nicht erwarten, dass ihr Kampf gegen Menschenfeindlichkeit auch für mich ist?

(…)

Wollen wir nicht besser sein? Ich kann mich nicht von ganzem Herzen über dieses Wahlergebnis freuen. Und doch hoffe ich, dass Grüne und SPD sich dem Druck nicht beugen. Dass die Linke sich zusammenreißt und klarmacht, dass für An­ti­se­mi­t*in­nen in ihren Reihen kein Platz ist. Und dass sie das auch durchsetzt. Dass Berlins nächste Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp heißt. Ich hoffe es für diese Stadt, die nicht noch fünf Jahre unter einem CDU-Regierungschef verdient hat. Und ich hoffe es für mich und meine Familie, die wir in dieser Stadt nun mal leben.

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Wenn Ballett-Rivalen einander in freier Wildbahn begegnen.