Journal Dienstag, 3. April 2018 – Nausea und Hazel Brugger

Mittwoch, 4. April 2018 um 9:40

Nausea ist einer von vielen Begriffen der englischen Sprache, für den ich kein deutsches Äquivalent kenne – eher seekranke Kodderichkeit als wirklich Speiübelkeit. Nausea überschwemmte mich den ganzen Tagen in Wellen und machte mich mürbe, denn Konzentration war dabei nur schwer möglich.

Auch diesen Arbeitstag brachte ich rum – und stand beim Verlassen des Bürogebäudes völlig überraschend in einem Frühsommerabend. Ich hatte durchaus mitbekommen, dass der Tag sonnig gewesen war – schließlich hatte ich die Jalousien herunterlassen müssen. Aber dass ich nicht mal eine Jacke brauchen würde, hatte ich nicht erwartet.

Ich war an der Alten Kongresshalle verabredet, zu “Hazel Brugger passiert”. Da es keine Platzkarten gab, stellten sich Herr Kaltmamsell und ich uns gleich zur Einlasszeit an, nahmen Stühle im vorderen Drittel der (wirklich alten und kleinen) Kongresshalle ein und saßen zwei Stunden bis zum Anfang der Show rum. Wir hatten zu lesen dabei.

Dann erlebten wir eine wundervoll entspannte Komikerin mit einem unaufdringlich ungewohnten Programm. Endlich jemand, der wie ich das Lebenmüssen so gar nicht als großartiges Geschenk ansehen kann (sich im Gegensatz zu mir aber vor dem Tod fürchtet). Hazel Brugger holte unter anderem alles aus dem Thema Bahnsteig-Snackautomaten raus, lieferte die einzig korrekte Aussprache des Worts “Feuilleton”, auch physical comedy, nur halt mit ganz kleinen, angedeuteten Gesten. Sie kam ein ganzes Abendprogramm lang ohne Männer-Frauen(sindnunmal)-Stereotypen aus – und brachte doch mit ihrer Verkörperung eines unerigierten Penis’ ein weltgeschichtliches Highlight auf die Bühne. Daneben Seitenscherze über Arial vs. Helvetica und treffende Beobachtungen über das Äußere von Sys-Admins Mitte 40. Und doch wäre eine Zusammenfassung der Show, dass Hazel Brugger zwei Stunden lang das Publikum davon zu überzeugen versuchte, dass sie ein schlechter Mensch ist.

Wie Brugger selbst mal analysierte, finden hauptsächlich “unrettbar depressive Halbintellektuelle” sie lustig, womit ich mitten in der Zielgruppe sitze (“wise beyond her years” fasste Herr Kaltmamsell die gestrige Show zusammen): Ich war hingerissen.

(Beim Fangirl-Rumrecherchieren entdeckt, dass Hazel Brugger gerne mit der Shitty-Robots-Bauerin Simone Giertz zusammenarbeiten würde und habe jetzt einen neuen Traum.)

Ich kann Hazel Bruggers Show empfehlen, ab September gibt’s auch wieder Tickets dafür.

Für meine Verhältnisse und meinen immer noch sehr wackligen Gesundheitszustand war es unglaublich spät, als ich endlich ins Bett kam.

die Kaltmamsell

Journal Ostermontag, 2. April 2018 – Körper schlägt Schnippchen

Dienstag, 3. April 2018 um 5:33

“Gnihihihi”, kicherte mein Körper, “du glaubst doch nicht, dass das schon alles war?”
Und so weckten mich in der Nacht auf Montag nach wenigen Stunden Schlaf brutale Kopfschmerzen. Ich verband sie sofort mit meinen infizierten Nebenhöhlen und wunderte mich erst mal nicht, dass die nicht von der Paracetamol-Bombe im Wick-Likör erschlagen waren. Also aufstehen, Kopfwehtablette hinterherwerfen. Erst zurück im Bett wunderte ich mich, erst nach Einsetzen der Übelkeit begriff ich: Migräne. (Es waren zum Essen nur ein Schluck Cava und nur ein halbes Glas Weißwein gewesen, und die lediglich aus Gastfreundschaft – aber die Migräne-Auslöser lassen sich bei mir ohnehin immer weniger an irgendwas festmachen.) Zum Glück steht auf meinem Nachtkästchen immer Triptan als Nasenpray, dann hieß es wimmernd warten – bitte Sterben oder Linderung.

Schon am Sonntag hatte ich die zweite österliche Familieneinladung für Montag abgesagt, ich schlief noch, als Herr Kaltmamsell zu seinen Eltern aufbrach.

Vormittags saß ich dann vor dem Internet und las auf Twitter den Ostersonntag anderer Leute nach. Draußen schien die Sonne, auf dem Balkonsims flötete sanft ein Amslerich nur für mich. Langsam fielen Brocken des Zorns über all die Pläne ab, an deren Umsetzung mich der Infekt hinderte.

Nachmittags hatte ich dann doch Lust auf Duschen und Anziehen, nach einem kleinen Frühstück (Herr Kaltmamsell hatte mir am Sonntag meinen Anteil Osterfrühstück mitgebracht) sogar auf einen Spaziergang. Nach Herrn Kaltmamsells Rückkehr schlenderte ich mit ihm über den Alten Südfriedhof.

München leuchtete, gestern mit tausenden Blausternen.

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Die deutsche Gesundheitsindustrie hat ein weiteres Opfer gefordert: Die erfahrene Notaufnahmeschwester, die immer wieder mit ihrer Energie und Liebe zum Beruf dem allgegenwärtigen Mediziner- und Medizinerinnen-Burnout gegengehalten hatte, gibt auf und orientiert sich beruflich um.
“And now her watch is ended”.

Ich will nicht mehr dabei sein, wenn sieben neue Kollegen auf einen Streich angelernt werden müssen. Ich will nicht mehr die Einzige sein, die alles Gipsen kann und gelernt hat über die Jahre, die Übersicht zu behalten.

Ich will nicht mehr die Mutti für die Ärzte sein.

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Landwirtschaft hat mich von Kindesbeinen an fasziniert (und nicht nur die aus dem Bilderbuch: als Volontärin und Urlaubsredakteurin riss ich immer die Landwirtschaftsspalte der Lokalseiten an mich, mit den Highlights Viehmarkt und EU-Antragsfristen – und ich fragte so lange nach, bis ich beides halbwegs kapierte). Gleichzeitig ist Feminismus seit Kindesbeinen eines meiner Steckenpferde – klar dass mich frauenbewegte Landwirtinnen interessieren:
“Frauen in der Landwirtschaft:
Wir auch”.

Frauen gibt es auf fast jedem Bauernhof. Doch von 276.000 landwirtschaftlichen Betriebsleitern in Deutschland waren 2016 nur neun Prozent weiblich. Die meisten Frauen sind in den Statistiken als “Ehegatte des Betriebsinhabers” verzeichnet. Auch Hanna Mink ist so in der Statistik vermerkt, geleitet wird der Hof von ihrem Mann. Wenn eines Tages die Gleichberechtigung überall erreicht ist, dann wird es vielleicht als letztes auf den Bauernhöfen geschehen sein.

die Kaltmamsell

Journal Ostersonntag, 1. April 2018 – Bettruhe und Oster-Paella

Montag, 2. April 2018 um 9:17

Jetzt war ich aber wirklich krank. Und nachdem ich mich vor drei Monaten brutal erkältet zum Weihnachtsessen geschleppt hatte, sagte ich diesmal ab: Statt polnischem Osterfrühstück bei meinen Eltern gab’s Bettruhe. Geschmeckt hätte ich eh nicht viel.

Nach Milchkaffee und Bloggen schickte ich also Herrn Kaltmamsell mit dem Osterzopf zu meinen Eltern und ging zurück ins Bett.

Wo ich bis 17 Uhr tief schlief, unterbrochen nur von einem Klogang und ein wenig Wassertrinken. Wahrscheinlich hätte ich noch länger geschlafen, doch ich stand (ohne Mühe) für die Abendgäste auf – Gäste auszuladen, auch noch so kurzfristig, ist für mich der so ziemlich größte Affront und damit die allerallerletzte Option.

Es ging dann auch wirklich: Wohnung ein wenig räumen und reinigen, Tisch decken, duschen und anziehen, Vorspeise vorbereiten (Radiccio mit Balsamicodressing und Roquefort) – die Hauptspeise würde ohnehin Herr Kaltmamsell zubereiten. Er hatte das Ganze nämlich angezettelt mit seinem Wunsch, selbst mal Paella zu machen: Wir hatten Oster-Paella ausgerufen und zwei Freunde dazugeladen (die eine monumentale Flasche selbst gemachten Eierlikör mitbrachten, der noch viel Freude bereiten wird).

Orientiert hatte Herr Kaltmamsell sich an unserem Familienrezept. Allerdings hatte er vormittags beim Osterfrühstück meine Eltern nach Details befragt und festgestellt, dass sie inzwischen das eine oder andere anders machen. Mit dem Ergebnis äußerten sich alle zufrieden – ich zählte nicht, weil ich krankheitsbedingt nicht viel schmeckte und mir außerdem eh nichts aus Paella mache (there: I said it.).

Für den Nachtisch war wieder ich zuständig: Torta de Santiago.

Ein nordspanischer Klassiker, ich hatte dieses Rezept verwendet. Der Namenstag des Heiligen Jakob ist zwar im Juli, doch ich erfand mir flugs auf der Basis der Mehlfreiheit einen Bezug zu Pessach und damit über Bande zu Ostern. Religionen machen sowas seit Jahrtausenden.

Die Torta ist mit ihren Zutaten Mandelmehl, Eiern, Zucker, Zitronenschale, die lediglich verrührt werden, die denkbar simpelste Sache. Doch die Spanier (TM) neigen ja zu einer kultischen Überhöhung ihrer typischen Gerichte, und so kann man auch ein solches Longread-Tamtam um diesen supereinfachen Kuchen machen (16 Arbeitsschritte).

Ich reichte Schlagsahne dazu, weil ich das Bedürfnis nach einem Gegenpol zur reinen Mandelsüße hatte. Das nächste Mal vielleicht eher eingekochtes säuerliches Obst (Kirschen?).
Ins Glas kam eine Kuriosität aus unserem Barschrank (eher -regal):

(Foto nachgeholt) Ein Freund meines Vaters löst Teile seiner Brandy-Sammlung auf, die er über Jahrzehnte zusammengetragen hat, und mein Vater hatte diese Flasche an mich weitergereicht. Der Brandy Gran Reserva Constitución aus Murcia von der Destillerie Bernal ist 70 Jahre gereift und wirklich etwas ganz Besonderes. (Leider war der Korken trotz sehr vorsichtigem Öffnen zerbröselt.)

die Kaltmamsell

Journal Karsamstag, 31. März 2018 – Wir machen Feiertagserkältungen zur Gewohnheit?

Sonntag, 1. April 2018 um 7:04

Erkältung ist sowas von gar kein Thema, das mich am Osterwochenende interessiert. Doch sie hatte meine Nebenhöhlen erwischt, Sport musste ich knicken. Ich war ausgesprochen erbost: Hatte mir doch schon eine Erkältung die Weihnachtswoche geklaut und mich zu Rumsitzen und Untätigkeit gezwungen, beschäftigt mich jetzt eine an den so lange herbeigefreuten vier freien Ostertagen. Dabei bin ich doch die Gesunde in der Familie, zefix!

Vormittags ging ich eine Runde Lebensmittel Einkaufen mit Herrn Kaltmamsell (Wetter jetzt wieder kühl und düster) – es war voll, aber für Personal und mich unter Überforderungsgrenze. Allerdings fiel mir das Schnaufen schon arg schwer. Daheim Frühstück, dann Dessertbereitung für Sonntagaben.

Unterbrochen von Rumschneuzen und Wassertrinken las ich die Wochenend-SZ, bis es Zeit war, einen Osterzopf zu backen; ich entschied mich wieder für Frau Brüllens Sonntagszopf. Das Zweistrangflechten geht ohne Nachdenken tatsächlich besser.

Zum Abendbrot verarbeitete Herr Kaltmamsell Rote Bete und Karotten aus Ernteanteil.

Früh ins Bett (was sonst?), zur Sicherung der Nachtruhe mit einem Becherchen Wick-Likör.

die Kaltmamsell

Twitterlieblinge März 2018

Samstag, 31. März 2018 um 17:32

Nachtrag: Mehr Lieblingstweetsammlungen hat wieder Anne Schüßler gesammelt.

die Kaltmamsell

Journal Karfreitag, 30. März 2018 – Langweilige Kränklichkeiten

Samstag, 31. März 2018 um 7:10

Früh aufgewacht. Draußen war es kalt und grau, meine angegriffenen Bronchien ließen es ratsam erscheinen, das Sportprogramm lieber drinnen zu absolvieren: Ich stellte mich mit Musik auf den Crosstrainer. Vorm Fenster sah ich Eichhörnchen, Meisen, wahrscheinlich ein Paar Distelfinken, Kleiber – und Passanten, die unsere Hofeinfahrt für einen Durchgang zur Parallelstraße hielten.

Um die Mittagszeit kam die Sonne heraus, auf dem Balkon sah ich ein Rotkehlchen, das ich inzwischen schon aus dem Augenwinkel an der eleganten Silhouette erkenne. Ich blanchierte und schälte Mandeln für einen sonntäglichen Nachtisch.

Die Sonne lockte mich dann doch ins Freie, das überraschend mild war – die Wettervorhersage hatte Föhn angekündigt. Bevor ich sie noch sah, wehte mich schon ihr Duft an: Veilchen.

Jetzt erkläre ich den Frühling endgültig für angebrochen.

Am Hauptbahnhof holte ich mir beim Rischart ein Stück Apfelkuchen, das ich daheim aß. Ich habe diese Saison bei Weitem nicht genug Apfelkuchen gemacht.

Lesen im sonnendurchfluteten Wohnzimmer – bevor die Bäume Laub ansetzen, scheint sie so frühlingsschräg noch schmerzlich blendend herein. Zum Nachtmahl machte ich mir Salat aus Ernteanteil-Spinat und Spaghetti mit selbst eingekochtem Tomatensugo – Herr Kaltmamsell war aushäusig.

Leider zogen über den Nachmittag meine Nebenhöhlen schmerzhaft zu; ich hielt mit Nasendusche gegen, doch ich fürchte, auch durch die Rotzerei muss ich ein weiteres Mal.

§

Ich höre und kenne ja so gut wie keine zeitgenössische Musik, aber dem Namen Amanda Palmer und ihrer Musik bin selbst ich schon begegnet – und nur in positivem Zusammenhang.

Ich ahne, warum sie so gemocht wird. Und über diese Rede von 2013 und das Bitten werde ich noch eine Weile nachdenken müssen.

via swissmiss

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 29. März 2018 – M.R. Carey, The girl with all the gifts

Freitag, 30. März 2018 um 6:59

Letztes Jahr sah ich im Kino einen Trailer um ein interessantes schwarzes Kind und flüsterte dem neben mir sitzenden Herrn Kaltmamsell zu: “Den will ich sehen.” Doch der winkte ab: “Zombiefilm. Ich habe die Romanvorlage daheim.” So hatte der Trailer gar nicht ausgesehen. Das ganze Zombiedings interessiert mich ja nicht, doch als kürzlich mein Blick auf dem Roman in unserem Bücherregal fiel, zog mich der Titel an: The girl with all the gifts. Und so bekam ich meine erste Zombiegeschichte – die ich auch noch empfehle.

Gefesselt war ich von der ersten Seite an: Wir lernen das Kind Melanie kennen. Sie und andere Kinder leben in kleinen, stark gesicherten und fensterlosen Gefängniszellen, aus denen sie jeden Morgen von drei Soldaten abgeholt werden. Die Soldaten fixieren sie dazu an Händen, Füßen und Kopf an Rollstühlen und rollen sie in ein fensterloses Schulzimmer, in dem sie von durchwechselnden Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Melanies mit Abstand liebste Lehrerin ist Miss Justineau, weil sie von der am meisten lernt – und Melanie lernt schwindelerregend schnell.

Wie es zu dieser ungewöhnlichen Unterrichtssituation kommt, erzählen die ersten Kapitel: Wir befinden uns in einem postapokalyptischen England, der größte Teil er Menschheit wurde von einem Pilz befallen, der ihnen alle Menschlichkeit nahm und sie zu hungries machte, nur auf das Fressen anderer Menschen ausgerichtet. Wilder politischer Aktionismus direkt nach Ausbruch der Epidemie hat zu weiteren Verheerungen geführt, die Leben nur in wenigen Gebieten möglich machen. Hier wird unter anderem auch die Wirkungsweise des Pilzes wissenschaftlich erforscht.

Doch der Kreis der handelnden Personen, um die sich die Kapitel zunächst abwechselnd drehen, wird immer kleiner: Fünf Hauptfiguren müssen fliehen. Auf ihrer Reise wird klarer, was eigentlich passiert ist, in welcher Welt sie leben, was das Besondere an Melanie ist – und wie es nach Ende des Buchs weitergehen wird: Selten habe ich einen so gut gemachten Romanschluss gelesen.

Warum die Geschichte mich angesprochen hat: Ich mag das Motiv verkanntes Genie, ich lese gerne über tiefe Freundschaft und Loyalität, es gibt viele Referenzen auf die Antike (übersetzen Sie den Buchtitel mal ins Griechische). Zudem ist die Entwicklung der Hauptfigur faszinierend: Man kann den Kampf einer 10-/11-jährigen mit erwachenden Urinstinkten, mit Kontrollverlust, mit eigener Macht, Liebe und Selbsterkenntnis ganz wunderbar als Coming-of-age-Geschichte lesen.

Wenn ich eine einzige Kritik an dem sonst handwerklich hervorragend gemachten Roman habe, dann ein paar Längen: 50 Seiten weniger hätten dem Rhythmus des zweiten Teils gut getan.

Jetzt hat mir Herr Kaltmamsell natürlich I am legend von Richard Matheson aus dem Jahr 1954 hingelegt: “Dann solltest du den auch gelesen haben.” Na gut – so lange mich niemand zwingt, The night of the living dead anzusehen.

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Es ist weiterhin kühl, am gestrigen Gründonnerstag mit einer Mischung aus Regen und Sonne. Den Heimweg von der Arbeit verlängerte ich auf eine Stunde, um mich ein wenig durchzupusten.

Wie erbeten empfing mich Herr Kaltmamsell mit Griesoß, inzwischen hier klassisches Gründonnerstagessen – ohne interessanten Wein, der Infekt hat mir die Lust auf Alkohol genommen (ich hatte einen spanischen Sauvignon Blanc dazu probieren wollen).

die Kaltmamsell