Auf meinem Weg in die Arbeit – 10: Tasche mit IQ

Montag, 6. Dezember 2004 um 13:35

Das junge Mädchen sagt in akzentfreiem Deutsch in ihr Handy:
„Nee, ich sitz in Straßenbahn. Ich bin gleich Königsplatz.“

Der Aufdruck auf ihrerSchultertasche:
E = m · c2

die Kaltmamsell

8 Kommentare zu „Auf meinem Weg in die Arbeit – 10: Tasche mit IQ“

  1. Lisa Neun meint:

    Emily ist massig mit Speed zu.

  2. Jörg meint:

    Deutsch und Physik sind ja zwei ganz verschiedene Dinge…

  3. Thuner meint:

    Hast Du lange genung beobachtet? Hat sich die Dame wirklich in den Königsplatz verwandelt?

  4. Don Alfredo meint:

    Für meinen Geschmack ist da eine Präposition zu viel drinnne!

  5. die Kaltmamsell meint:

    Sie haben recht, weiterer Don. Und für meinen Geschmack ein N sowie ein Ausrufezeichen zu viel in Ihrem Kommentar.

  6. Felix meint:

    Passt doch: In der Kürze liegt die Würze.
    Wobei es natürlich richtig c² heissen muss.

  7. Tanja meint:

    Ich komme mal wieder mit der Schweiz. Bei uns hat sich das Weglassen der Artikel und Präpositionen so wie die falsche (sprich: multikulturell standardisierte) Anwendung in der Umgangssprache weitgehend etabliert.

    Das liegt vielleicht daran, dass der Dialekt und die Hochsprache ohnehin aus zwei verschienden Hirnschubladen kommen.

    Ein solcher Königsplatz-Satz wäre völlig normal. „Wie lange gehst du Ferien?“ „Monat“. Oder interessant auch „aussteigen“ – das bleibt unverändert, also wird nicht nur bei Bus und Auto, sondern auch beim Fahrrad und Moped angewendet.

    „Dobro“ für „i.O.“ und „Hayde!“ für „Komm!“ oder „wir gehen in den Tschutti“ für „wir gehen auf den Fussballplatz“ wird einfach so gedankenlos verwendet. Und die Aussprache der Jugendlichen richtet sich stark nach dem, wie Albaner den Dialekt sprechen, mit dem Rollen und Zischen der Konsonanten. Aber wenn diese alle um die Dreissig sein werden, wird sich wieder ein veränderter Dialekt durchgesetzt haben, vielleicht mit russischen oder fernöstlichen Einflüssen.

    Und mich stört das nicht (andere schon, auch in der Schweiz ;-). Aber eben, das liegt daran, dass sich die Sprachen Pausenhof/Schulzimmer oder Privatgespräch/Medien schon immer klar unterschieden haben. Vielleicht haben wir es dieser Trennung zu verdanken, dass wir bei der Pisa-Sudie noch ein wenig vor Deutschland liegen.

    Kurzer Eintrag, langer Kommentar.

  8. Martin meint:

    „Ich sitz in Straßenbahn“ ist echt komisch. Vielleicht „inner“?
    Aber „Ich bin gleich Dammtor“ ist doch sowas von normal. In Hamburg jedenfalls.
    Muss Tanja zustimmen.
    ;)

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