Ein Blick in meine Küche
Sonntag, 6. November 2005Schon vor Wochen hatte mich die Schweizer Füchsin aus Andalusien darum gebeten. Gestern hatte der Mitbewohner zu einem Fest geladen; kurz vor dem Eintreffen der Gäste war die Küche endlich mal in einem repräsentablen Zustand.
1. Meine Küche

Vom Flur aus gesehen, hinten liegt das Esszimmer (ein teilverglaster Balkon).

Vom Esszimmer aus gesehen. Wir nennen diesen riesigen, schweren massiven Eichenschrank, den der Mitbewohner aus dem Keller seiner Eltern rettete, “das Monster”. Stammt vermutlich aus den 20ern, gehörte Mitbewohners Großeltern.
Ich habe eine Schlauchküche ohne Außenfenster, die bei meinem Einzug bereits mit Einbau versehen war. Deshalb unterscheidet sie sich deutlich von allen meinen bisherigen Küchen: Ich mag keine geschlossenen Hängeschränke und hätte auch sonst einiges anders eingerichtet. Aber die Möbel sind pfenniggut, warum also wegwerfen? Typisch ist allerdings das Monster: Ich hänge an Möbeln mit Geschichte, selbst wenn sie möglicherweise unpraktisch sind.
2. Öffne einen Schrank

Nicht nur habe ich ungewollt Hängeschränke – das Vormieterpaar, das die Küche einbaute, war einen guten Kopf größer als ich und der Mitbewohner. So freuen wir uns zwar über eine ergonomisch hohe Arbeitsfläche, können aber nur die untersten beiden Fächer der Küchenschränke wirklich nutzen. Ab dem dritten Fach brauchen wir die Leiter. Deshalb stehen da oben die selten benötigten Dinge.
3. Elektrowerkzeug in der Küche

Ich liebe gutes Werkzeug – in der Küche am meisten mechanisches. Nicht missen möchte ich aber diese beiden Herrschaften: Elektrisches Rührgerät (die erste Küchenanschaffung, als ich mit 19 eine eigene Wohnung bezog) und Zerstörer.
4. Lieblingszutaten, die immer vorrätig sind.

Sehr schwer zu sagen, am ehesten noch reichlich Gewürze.
5. Mein kleiner Freund aus Stahl.

Keine Frage: Das neue Salatbesteck von Georg Jensen, das ich mir zum Geburtstag habe schenken lassen. Nicht nur wunderschön, sondern auch ungeheuer praktisch: Mit den schmalen Schaufeln kann ich auch noch so volle Schüsseln mischen, und zum Abschmecken verwende ich es wie normales Besteck.




