Kinderkontakt

Montag, 15. Dezember 2008 um 10:30

Fragen eines denkenden Siebenjährigen:
„Tante, was ist dein Lieblingstier?“
„Tante, was ist deine Lieblingsfarbe?“
„Tante, hast du auch mal was getöpfert?“
„Tante, warum hast du keinen Garten?“
„Warum macht es dir keinen Spaß, im Garten zu arbeiten?“
„Tante, soll ich dir einen Witz erzählen?“
„Tante, hast du dir auch mal die Kniescheibe ausgekugelt?“
„Tante, warum hast du dir Ohrringe stechen lassen?“
„Warum findest du, dass die dich hübscher machen?“

Konversation mit einem andenkenden Fünfjährigen:
Neffe: „Hast du eine Simoline?“
Tante: „Eine was?“
Neffe: „Simoline!“
Tante: „Entschuldigung, ich weiß nicht, was das ist.“
Neffe: „So eine lange… Limousine!
Tante: „Nein, ich habe keine Limousine.“
Neffe (deutend): „Hast du so ein Auto?“
Tante: „Nein.“
Neffe: „Hast du dann so ein Auto?“
Tante: „Nein, hab ich nicht.“
Neffe: „Oder so ein Auto?“
Tante: „Nein, ich hab gar kein Auto.“
Neffe (zur Salzsäule erstarrt): „… … …“ (processing)

Kommentare einer undenkenden Dreieinhalbjährigen:
„Papa!“
„Will aber!“
„Nein!“
„Engele!“
„Nochmal!“
„Wääääähähähä!“

die Kaltmamsell

10 Kommentare zu „Kinderkontakt“

  1. Syberia meint:

    Was sind Sie denn für eine – kein Garten, keine Limousine – überhaupt kein Auto! -und wahrscheinlich haben Sie sich noch nicht nicht einmal je die Kniescheibe ausgekugelt. (Ich befürworte übrigens den ausgedehnten Mittagsschlaf für Kinder.)

  2. croco meint:

    Manchmal sind sie mit Narben zu beeindrucken, vom Rollschuhfahren.
    Die “Wääääähs” natürlich nicht.

  3. Sebastian meint:

    Es gibt eigentlich nur einen Weg, mit Fragen von Kindern konstruktiv umzugehen: ihnen irgendwelche Märchen oder völligen Blödsinn zu erzählen. Das verringert die Fragerei zwar nicht, im Zweifel wird sie sogar vermehrt, aber so macht das alles viel mehr Spaß, vor allem wenn die Erziehungsberechtigte dabei sind oder man sogar selbst einer ist.

    Hält man das konsequent durch, bekommt man so sympathische Menschen wie Engländer oder Österreicher, die auch immer dachten, sie wüssten, wie die Welt funktioniert, was der Welt dann so sehr zu blöd war, dass sie künftig ohne sie funktionierte, was die Engländer oder Österreicher aber nicht schlimm finden, weil sie es gar nicht wissen. Bei meinen Kindern hat das jedenfalls bisher prima geklappt, Pubertät fällt praktisch aus, weil… eh schon wissen.

  4. Susanne meint:

    Und das geht dann immer so weiter, Jahr um Jahr, Tag für Tag: “Warum?” “Habe ich dir doch schon gesagt.” “Warum?” “Darum.”
    Als das Kind mit einem Jahr schon so gut sprechen konnte, haben wir uns sehr gefreut, inzwischen beantworte ich jede zweite Frage mit: “Weiß ich nicht.” oder “Darüber möchte ich jetzt nicht reden.” oder “Ich möchte mich jetzt nicht unterhalten, bitte lass’ mich in Ruhe lesen.” (Ja, ehrlich, Höflichkeit versuchen wir nämlich auch.)

    @Syberia: Sie können ja den ausgedehnten Mittagsschlaf gerne befürworten, dummerweise sehen die Kinder das meistens anders und zum Schlafen zwingen geht nicht. (Wenn jemand aber weiß, wie das geht, dann kann er sich gerne bei mir melden, das Kind mag nämlich nicht einschlafen abends.)

  5. Sabine meint:

    „Tante, soll ich dir einen Witz erzählen?“

    Auf diese Frage von Siebenjährigen gibt es genau eine angemessene Antwort: ein lautes und energisches NEIN, notfalls von eiliger Flucht unterstrichen. Siebenjährige erzählen die grauenhaftesten Witze der Welt, besonders, wenn “Fritzchen” oder “Hattu” darin vorkommt.

  6. Nicky meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell,
    Sie wissen aber schon, dass Sie und auch Frau H.L. meine liebsten Verbündeten im “über Kinder den Kopf schütteln” sind? Hatte mich heute mittag um ein halbwegs funktionierendes Gespräch mit einem Vierjährigen bemüht, was über böse Karotten, Hundekacke im Gebüsch und den unvermeidlichen Spongebob gelernt, dann aber wurde mein sauberes Hemd mit kindlichen Salathandprints versehen… Den Begriff “Drecksfinger” hab ich brav runtergeschluckt, aber die Mama hat sich natürlich nicht weiter gekümmert… Meine Erklärung, warum man sowas nun nicht machen sollte, mit einem frechen “Ich will, ich will, ich will aber” bedacht… Na, wahrscheinlich ist heute eben einfach nur Montag. Und der süße Kleine wollte mal eben kreativ sein.

  7. Sven meint:

    Ooh, ziemlich bekannt! Alle diese Fragen haben wir nicht ein mal gehört! :)

  8. Sabine meint:

    Ich muss aber der Fairness halber berichten, dass der Fünfjährige heute fragte, warum es eigentlich so ist, dass, wenn man im Computer auf etwas klickt, eine neue Sache kommt und wie das überhaupt geht. “Das hab ich mich schon immer gefragt”, sagte er. Gegen solche Fragen ist nix einzuwenden, außer dass ich nicht immer die Antwort weiß.

  9. Sebastian meint:

    @Nicky
    Böse Karotten, Hundekacke im Gebüsch, Spongebob – bin sehr interessiert, bei Gelegenheit bitte mehr dazu. Aber ohne Spinatfinger!

  10. ksklein meint:

    Meine Kinder sagen Sachen, da bleibt mein Mund vor Staunen oder Lachen nur offen. Und letztens als ich auf eine Frage meinte: “Ich weiß es nicht.” sagte meine 5-jährige Tochter: “Schau doch mal im Internet.” ;)

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