The Curious Case of Benjamin Button

Sonntag, 1. Februar 2009 um 15:58

Ja, schon, aber lang nicht so gut, wie alle tun.

Auch Anke Gröner weist darauf hin: Der Film ist zu lang. Frau Gröner könnte auf 30 der 166 Minuten verzichten, mein Kinobegleiter hätte gleich eine Stunde rausgeworfen. Genaueres bitte ich bei der Fachfrau nachzulesen, hier lediglich meine Persönlichkeiten.

Die Geschichte machte unnötige Schnörkel, darunter der küchenhilfenphilosophische Exkurs darüber, wie wie viele Zufälle zusammenkommen mussten, damit Daisy sich das Bein verletzte. Aus meiner Sicht tauchten zudem zu viele Personen auf – warum die gesamte Bootsbesatzung einzeln einführen, wenn sie für die folgende Handlung unwichtig ist?

Sehr gut hingegen hat mir gefallen, dass sowohl Daisy als auch Benjamin weitere Lieben neben der ewigen, großen zueinander haben durften. Tilda Swinton mag ich ohnehin ganz besonders, in der Rolle der seltsamen Engländerin, in die Benjamin sich verliebt, war sie wieder hinreißend. (Und ich will jeden einzelnen von den Hüten haben, die sie trug.) Schön auch das Wiedersehen mit der lange vermissten Julia Ormond als Daisys Tochter, die so alt aussehen darf, wie sie ist.

Doch auch ganz zum Schluss wünschte ich mir strafferes Erzählen. Zwei, drei Phasen von Benjamins Jüngerwerden hätten es weniger sein dürfen; sie trugen nichts zur Geschichte oder zur Darstellung der Personen bei, sondern waren reiner Schauplatz für die Künste der Maskenbildner.

Ich bin gespannt, wie viele der 13 Oscarnominierungen für den Film zu Academy Awards werden. Die Chancen für Herrn Pitt (gute Leistung, keine Frage, aber sein Auftritt in Twelve Monkeys bleibt unerreicht) stehen gut, denn, wie der Kinobegleiter meinte: “Die Rolle ist doch eigentlich sowas wie ein Behinderter.”

die Kaltmamsell

2 Kommentare zu „The Curious Case of Benjamin Button“

  1. a.more.s meint:
  2. Hubert meint:

    Das Drehbuch wird die Goldene Himbeere gewinnen. Und alle, die das nicht so sehen haben unrecht!

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