Rotweinkuchen – daheim bei Kaltmamsells

Montag, 25. Januar 2010 um 6:36

Das ist also der Winterblick aus meinem Küchenfenster. Der sich, weil aufs Esszimmer gehend, naturgemäß nicht sehr von dem Sommerblick unterscheidet. Sie sehen den frisch bereiteten Rotweinkuchen beim Abkühlen – ein weiterer 80er-Jahr-Klassiker, der für das selbst gemachte Kochbuch fotografiert wurde. (Das italienische Rindfleisch nach dem Rezept meiner Tante Barbara hat ebenfalls ein Foto bekommen.)

Ansonsten sehen Sie (ich habe absichtlich nicht aufgeräumt, um einen authentischen Eindruck zu ermöglichen): Die Küchenmaschine Kenwood Major, die der Mitbewohner und und ich zu Weihnachten bekommen haben. Für die Maschine selbst hatten wir gründlich über Platz und Standort nachgedacht. Völlig vergessen hatten wir, dass all das Zubehör der Maschine viel mehr Platz braucht. Den müssen wir erst noch finden. Bei dieser Gelegenheit: Ich habe noch keine Möglichkeit entdeckt, mit der Küchenmaschine Butter schaumig zu rühren. Ein halb Pfund Butter passt anscheinend genau in den Platz, den der Rührteig-Schläger rundum zur Schüssel lässt. Und dann klebt sie dort, unerreichbar. Soll ich dafür und für die Butter-Zucker-Ei-Mischung am Anfang jedes Rührteigs vielleicht doch den Schneebesen verwenden?

Draußen im Esszimmer hängt mein Schwimmzeug zum Trocknen über den Stühlen. Und im Hintergrund sehen Sie eine atemberaubend geschmacklose, chinesoide Vase, die mein Bruder zur Hochzeit von der spanischen Verwandtschaft geschenkt bekam. Er hatte sie für eine meiner Deko-Ideen aus ihrem Kellerversteck geholt, und jetzt muss ich zusehen, wie ich sie wieder los werde. Denn auch wenn sie eindeutig der Schwerkrafttester ist, den man anscheinend immer unter Hochzeitsgeschenken findet: Diesen Test muss dann schon der Beschenkte selbst absolvieren. Oder eines seiner drei tobsüchtigen Kinder.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen ein neues Kochblog ans Herz legen, auf dessen Erscheinen ich ehrlich gesagt seit Jahren hoffe. Eine große Runde Applaus – kurz vor dem gemeinschaftlichen Verschanzen hinter Topfdeckeln, Küchenschränken, ererbten Buffets – für Kochen mit Schwadroneuse!

die Kaltmamsell

6 Kommentare zu „Rotweinkuchen – daheim bei Kaltmamsells“

  1. katha meint:

    das k-werkzeug der kenwood, von dem sie vermutlich sprechen, lässt sich oben – mittels inbusschlüssel, wenn ich nicht irre (bin zu faul, um zum nachsehen in die küche zu gehen) – in der höhe justieren. das müsste auch in der anleitung ihrer modernen version der kenwood major (meine ist 13 jahre alt) so stehen. ich hatte das auch ganz zu beginn gemacht, weil mir das gleiche problem aufgefallen war. es darf nur nicht an der schüssel ankommen. wenn die butter sehr weich ist, können’s aber problemlos auch den schneebesen verwenden, die web- und sängermeisterliche mutter macht das seit jahrzehnten so – sie rührt jeden rührteig mit dem schneebesen, obwohl das laut anleitung das besagte k-werkzeug übernehmen sollte.

    den zubehör-krempel haben wir aus all den schachteln rausgenommen und ihm ein fach irgendwo links unten ausgeräumt. ist praktischer und braucht weniger platz.

  2. Frau brüllen meint:

    Ich habe den kenwood chef und ein halbes Pfund Butter und Zucker kleben auch immer an der Wand. Sobald aber das erste Ei drin ist, wird es wunderbar. (Ich glaube aber, der chef ist kleiner als der major)

  3. walküre meint:

    Stimmt, die Höhe des Rührwerkzeuges lässt sich unterhalb der Befestigung desselben verstellen (an der Wand der Schüssel bleibt das Rührgut dennoch kleben), aber Garantie dafür, dass händisches Untermischen des „Bodensatzes“ zwischendurch nicht erforderlich wird, ist das auch keine. Ich habe nach zwei Jahren meinen Kenwood wieder verkauft, weil mir das Gerät dauerhaft zu unpraktisch war, habe kurzfristig mit einer Kitchen-Aid geliebäugelt (und es mir schnellstens aufgrund überwiegend schlechter Kritiken wieder anders überlegt) und mir dann eine mittelgroße Bosch gekauft, mit der ich sehr, sehr zufrieden bin.

    Den Rotweinkuchen finde ich äußerst ansprechend, werde allerdings die Rezeptur nicht mit Rotwein, sondern etwas anderem, das es noch zu finden gilt, versuchen (Ich mag Rotwein gerne, allerdings nicht im Essen. Üble Kindheitserinnerungen an überbordende Weinsaucenexperimente, weils grad so modern war – Sie verstehen.). Und das Rindfleisch schaut für mich auch sehr ansprechend aus, wobei ich diesfalls für Papardelle Sympathien hege.

    Der elfenbeinfarben lackierte Tisch gefällt mir (30er-Jahre, nehme ich an) – haben Sie den selber restauriert ?

  4. Trolleira meint:

    Habe in America ein tolles Teil gefunden, das tatsächlich das Butterproblem löst:
    http://www.amazon.com/CDV-5-Beater-Blade-Cuisinart-DeLonghi/dp/B002YQ3RLC/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=home-garden&qid=1264419552&sr=8-1-spell

    Nennt sich Beater-Blade, ist leider nur in USA erhältlich…. ich habs mir mitbringen lassen!

    Ich hab eine Kitchenaid und würd sie nicht mehr hergeben – bin restlos begeistert!

  5. die Kaltmamsell meint:

    „Restauriert“, wäre zu viel der Ehre, wallküre: Ich habe ihn 1986 aus einem Abbruchhaus im Altmühltal gezerrt und brutal weiß drüberlackiert. War elf Jahre lang der eine Tisch in meiner Wohnung.

    Aha! Sowas Ähnliches habe ich auch, Trolleira, angeblich für mousse-artige Texturen:
    http://www.kenwoodworld.com/de-de/Produkte/Kuchenmaschinen/Zubehor-Kuchenmaschinen/Profi-K-Haken-fur-feinste-Mixturen/
    Ich war davon ausgegangen, dass ich damit Eischnee unterhebe o.Ä.

  6. lamiacucina meint:

    Die Schüssel vorher anwärmen, weiche Butter mit der Zucker langsam (!) rühren, dann das Ei hinzugeben.


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